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Kultur und Bildung bei Theodor Litt

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 26 Pages
Author: Melanie Klügl
Subject: Pedagogy - History of Pedagogy

Details

Event: Kultur und Bildung
Institution/College: University of Augsburg (Pädadogik)
Tags: Kultur, Bildung, Theodor, Litt, Kultur, Bildung
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2001
Pages: 26
Grade: 2,3
Language: German
Archive No.: V7505
ISBN (E-book): 978-3-638-14749-1

File size: 222 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Kultur und Bildung bei Theodor Litt

 

von

Melanie Klügl

 

 


A.

ANFANGSGEDANKE: GEGENWÄRTIGE DEFINITION DER BEGRIFFE KULTUR UND BILDUNG S. 1

B.

I. THEODOR LITT: SEIN LEBEN, WIRKEN UND WERK S. 3

1.1 Lebenslauf S. 3
1.2 Die wichtigsten Werke Theodor Litts S. 4
1.3 Zur Persönlichkeit Theodor Litts S. 6

II. BEDEUTUNG DER BEGRIFFE "KULTUR" UND "BILDUNG" BEI THEODOR
LITT AM BEISPIEL FOLGENDEN WERKES S. 7

2.1 Litts Werk "Pädagogik" von 1921 S. 7
2.1.1 Erstes Kapitel S. 8
2.1.2 Zweites Kapitel S. 9
2.1.3 Drittes Kapitel S. 11
2.1.4 Viertes Kapitel S. 12
2.1.5 Fünftes Kapitel S. 13
2.1.6 Sechstes Kapitel S. 16
2.1.7 Siebtes Kapitel S. 19

C.

SCHLUSSBETRACHTUNGEN S. 23

LITERATURVERZEICHNIS S. 24



ANFANGSGEDANKE:
GEGENWÄRTIGE DEFINITION DER BEGRIFFE KULTUR UND BILDUNG

Um den Einstieg zum Thema zu erleichtern, sollen die beiden Begriffe Kultur und Bildung vorab definiert werden.
Weder "Kultur" noch "Bildung" haben feste Definitionen; die Bedeutung lässt sich immer nur anhand eines aktuellen Diskussionsstandes der Begriffsbestimmungen festhalten.
Aus pädagogischer Sicht kann man den Begriff "Bildung" beispielsweise als Hilfe dazu betrachten, um mit der Welt und der Umwelt erfolgreich umgehen zu können.
Weiterhin erscheint Bildung - wie es der kulturanthropologische Ansatz zeigt - als etwas, das dazu dient, sich bestimmte Kulturgüter anzueignen und diese weiter zu entwickeln.
Außerdem kann Bildung "(...) als Arbeit an Verhaltensweisen, die das Leben und Überleben als Individuum und als soziales Wesen in einer Gesellschaft sichern (...)" , verstanden werden, wenn man den Begriff aus soziologischer Perspektive sieht.
Was den aktuellen Diskussionsstand der Begriffsbestimmung von Bildung betrifft, kann festgehalten werden, dass der Mensch sowohl bildungsfähig als auch bildungsbedürftig ist, dazu aber Hilfe benötigt. Bildung dauere das ganze Leben, man könne nie ganz frei davon sein.

"Formal ereignet sich im Bildungsprozeß die Begegnung von Mensch und Umwelt. Bildung als lebenslanger Vorgang meint die ordnende Orientierung des Menschen gegenüber der ständig steigenden Flut von Eindrücken, Informationen, neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen, gegenüber veröffentlichter und öffentlicher Meinung sowie gegenüber den folgenschweren Zugriffen der Technologie."

Wilhelm Helmann legt dies folgendermaßen dar:
"Die Erziehungswissenschaft der Gegenwart versteht unter B. als Vorgang die geistige Prägung durch die Kräfte des gesellsch. und kulturellen Lebens. Diese werden besonders durch die Schule an den jungen Menschen herangetragen. Aber die Begegnung mit ihnen vollzieht sich auch außerhalb der Schule und über das Jugendalter hinaus. Im weitesten Sinn kann das gesamte Leben als einziger Bildungsvorgang aufgefaßt werden."

Grundsätzlich kann man sagen, der Mensch verwirklicht seine Person im Fortgang der Bildung, wobei er dabei stets selbst für seine Umwelt Verantwortung zu tragen hat.

Kultur meint im Allgemeinen jene humane Lebensform, durch die sich der Mensch vom Tier unterscheidet - dazu gehört z.B. Sprache, Religion, Kunst, Wissenschaft u.a.
Etymologisch geht die Bedeutung des Wortes "Kultur" auf das lateinische "colere" - pflegen, bebauen oder "cultura" zurück - ursprünglich bedeutete es Ackerbau, aber schon bald Veredlung, Seelenbildung.
Mit Kultur kann die Ganzheit von Techniken, Verhaltensmustern, Wissensinhalten, Wertvorstellungen, Sinndeutungen und Symbolsystemen in Verbindung gebracht werden. Somit kann man unter dem Begriff "Kultur" wohl die Gesamtheit aller materiellen sowie immateriellen menschlichen Schöpfungen zusammenfassen.
Weiterhin sprechen Horney, Ruppert und Schultze von einer "extrasomatischen, sozialen Verbindung" , womit die Tradition, d.h. das Überliefern der Kultur von einer Generation zur nächsten gemeint ist.
Kultur ist eine Form der Anpassung, mittels derer der Mensch seine Bedürfnisbefriedigung erlangt. Man kann von einzelnen Teilen - oder Elementen - der Kultur sprechen, die sich in gegenseitiger Balance befinden, so dass die Änderung in nur einem Element das ganze Gleichgewicht verändert. Gründe für die Veränderung innerhalb eines Kultursystems können beispielsweise Kriege oder Seuchen sein, das Aneignen von Teilen aus fremden Kulturgütern oder auch der Widerstand nachfolgender Generationen.
Daraus ergibt sich der stetige Wandel der Kultur, was es so schwierig macht, dem Begriff eine feste Definition zuzuteilen.

I. LEBEN, WIRKEN UND WERK THEODOR LITTS

1.1 Lebenslauf

[...]


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