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Scholary Paper (Seminar), 2007, 17 Pages
Author: Ulrike Neumann
Subject: Romance Languages - Spanish Studies
Details
Institution/College: http://www.uni-jena.de/
Tags: Anglizismen, Spanischen, Proseminar, Lexikologie, Spanischen
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 14 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-78550-1
ISBN (Book): 978-3-638-79539-5
File size: 142 KB
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Abstract
INHALTSVERZEICHNIS 1. Einleitung 2. Ein sprachgeschichtlicher Überblick des Spanischen 3. Der Einfluss des Englischen – Englisch als Kulturadstrat 4. Was versteht man unter Anglizismen? 4.1. Allgemeine Definition 4.2. Lexikalische Anglizismen 4.3. Syntaktische Anglizismen 4.4. Pseudoanglizismen 5. Der Umgang mit Anglizismen in spanischen Wörterbüchern 6. Resümee 7. Quellenverzeichnis 1. Einleitung „El inglés es el idioma de mayor influencia en el mundo.“ JAVIER MEDINA LÒPEZ Die dominante weltweite Lingua Franca, das Englische, versteht sich nicht nur als Muttersprache vieler Millionen Menschen, sondern auch als internationale Sprache und Kulturadstrat vieler europäischer Sprachen. In dieser Arbeit soll dabei der Blick auf das Spanische gerichtet werden, eine Sprache, die jahrtausendelang einem ständigen Wandel unterzogen war und heute durch das Englische beeinflusst wird. Anglizismen sind im heutigen spanischen Wortschatz allgegenwärtig und oft werden sie auch benutzt ohne dass eine genaue Differenzierung zum Spanischen gemacht wird, weil der Anglizismus schon fest in das Sprachensystem integriert ist und nicht mehr als Fremdwort angesehen wird. Der Gegenstandsbereich dieser Arbeit „Anglizismen in der spanischen Sprache“ kann aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden, von denen in dieser Arbeit folgende Aspekte geklärt werden sollen: Zunächst möchte ich einen Schwerpunkt auf die sprachgeschichtliche Entwicklung des Spanischen setzen und dem Einfluss anderer Sprachen. Danach möchte ich näher auf die Rolle des Englischen als heutiges Kulturadstrat eingehen und auf die Faktoren, die bei dieser Entwicklung eine Rolle spiel(t)en. In dieser Arbeit soll auch untersucht werden, wie Anglizismen in syntaktischer, morphologischer und orthographischer Hinsicht in die spanische Sprache integriert werden und welche Klassifikationstypen dabei unterschieden werden. Des weiteren wird untersucht, welchen Stellenwert Anglizismen in spanischen Wörterbüchern haben und wie sie aus sprachpolitischer Sicht gesehen werden.
Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Schiller-Universität Jena, Institut für Romanistik
Proseminar: „Lexikographie und Lexikologie des spanischen“
am 25.02.2007
Anglizismus im Spanischen
von
Ulrike Neumann
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Ein sprachgeschichtlicher Überblick des Spanischen 3
3. Der Einfluss des Englischen - Englisch als Kulturadstrat 5
4. Was versteht man unter Anglizismen? 9
4.1. Allgemeine Definition 9
4.2. Lexikalische Anglizismen 10
4.3. Syntaktische Anglizismen 11
4.4. Pseudoanglizismen 13
5. Der Umgang mit Anglizismen in spanischen Wörterbüchern 14
6. Resümee 15
7. Quellenverzeichnis 16
1. Einleitung
„El inglés es el idioma de mayor influencia en el mundo.“1
JAVIER MEDINA LÒPEZ
Die dominante weltweite Lingua Franca, das Englische, versteht sich nicht nur als Muttersprache vieler Millionen Menschen, sondern auch als internationale Sprache und Kulturadstrat vieler europäischer Sprachen. In dieser Arbeit soll dabei der Blick auf das Spanische gerichtet werden, eine Sprache, die jahrtausendelang einem ständigen Wandel unterzogen war und heute durch das Englische beeinflusst wird. Anglizismen sind im heutigen spanischen Wortschatz allgegenwärtig und oft werden sie auch benutzt ohne dass eine genaue Differenzierung zum Spanischen gemacht wird, weil der Anglizismus schon fest in das Sprachensystem integriert ist und nicht mehr als Fremdwort angesehen wird. Der Gegenstandsbereich dieser Arbeit „Anglizismen in der spanischen Sprache“ kann aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden, von denen in dieser Arbeit folgende Aspekte geklärt werden sollen: Zunächst möchte ich einen Schwerpunkt auf die sprachgeschichtliche Entwicklung des Spanischen setzen und dem Einfluss anderer Sprachen. Danach möchte ich näher auf die Rolle des Englischen als heutiges Kulturadstrat eingehen und auf die Faktoren, die bei dieser Entwicklung eine Rolle spiel(t)en.
In dieser Arbeit soll auch untersucht werden, wie Anglizismen in syntaktischer, morphologischer und orthographischer Hinsicht in die spanische Sprache integriert werden und welche Klassifikationstypen dabei unterschieden werden. Des weiteren wird untersucht, welchen Stellenwert Anglizismen in spanischen Wörterbüchern haben und wie sie aus sprachpolitischer Sicht gesehen werden.
In vielen europäischen Sprachen sind Anglizismen allgegenwärtig, in Frankreich ist es das Franglais, in Deutschland das Denglish und in Spanien das Spanglish oder espangles. Doch inwieweit beeinflusst das Englisch diese Sprachen wirklich? Sind die Kritikpunkte der Sprachwissenschaftler berechtigt, die vor einer Unterwanderung der eigenen Sprache warnen? Ich möchte versuchen in meiner Arbeit auf diese Fragestellungen einzugehen, um die Anglizismusproblematik näher zu beleuchten und gegebenenfalls Antworten zu finden.
2. Ein sprachgeschichtlicher Überblick des Spanischen
Bevor ich mich in den nächsten Kapiteln dem Einfluss der englischen Sprache und den Anglizismen zuwende, möchte ich in einem kurzen geschichtlichen Abriss auch die anderen sprachlichen Einflüsse, die auf die spanische Sprache wirkten, Bezug nehmen. Ich bin der Meinung, dass dies eine Grundlage für meine weiteren Ausführungen schafft, um die Wirkung und Bedeutung von Anglizismen in der spanischen Sprache besser verstehen zu können. Das Spanische wurde im Laufe seiner sprachgeschichtlichen Entwicklung von vielen anderen Sprachen beeinflusst und geprägt. Wie auch J.M. López noch einmal aufgreift:
En efecto, si nos centramos en le caso de la historia de la lengua española vemos cómo la misma nos
muestra frecuentes testimonios de aportaciones extranjeras en diferentes épocas.2
Nach der Eroberung der Iberischen Halbinsel zwischen 241 und 238 n.Chr. durch die Römer verbreitete sich das Lateinische und läutete einen Sprachwechsel ein, welcher das Iberisch- Keltische verdrängte und Grundlage für das heutige Spanisch wurde. Nach dem Zerfall des römischen Reiches drangen mehrere germanische Stämme auf die Halbinsel ein. Die Germanen gaben ihre Sprachen zugunsten der Eroberten auf, hinterließen aber – wenn auch nur sehr geringe – sprachliche Spuren, z.B. Wörter wie guerra, rico, ganso oder guicar.3
Im Mittelalter eroberten die Araber die Halbinsel und herrschten dort bis zur Reconquista im Jahre 1492. Anders als bei der Romanisierung durch die Römer kam es unter arabischer Herrschaft zu keinem Sprachwechsel, arabisch galt als Kultur- und Amtssprache und da es auch nicht durch die Sprache der Eroberten verdrängt wurde, gilt es als Adstrat. In vielen Bereichen des spanischen Wortsschatzes tauchen Arabismen bis heute auf. Beispielsweise bei Begriffen der Kriegsführung (jinete, alférez, tambor) oder bei Lebensmitteln (aceite, algodon, arroz).4
Im 18. Jahrhundert war das Französische die Modesprache Europas, auch bedingt durch die französische Revolution und die damit verbundene Verbreitung philosophischer und aufklärerischer Ideen:
[...] el francés como medio de expresión en la diplomacia, en las ciencas, en las relaciones politícas y
sociales.5
Französisch war in Spanien „la primera gran lengua moderna de cultura“6 und damit prädestiniert vor allem in politischen, intellektuellen und kulturellen Bereichen Einfluss auszuüben. Bis ins 20. Jahrhundert hinein wird der spanische Wortschatz geprägt durch französische Termini wie footing, caqueta, pantalón avalancha oder retreta.7 Doch ab dem Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Französische allmählich vom Englischen abgelöst und gerade nach dem Ende des zweiten Weltkrieges dominiert das American- English:
Sin embargo, hacia finales del siglo XIX y los arboles del XX la Europa afrancesada deja de serlo para
entrar de lleno en la órbita anglosajona. Ahora ya no es el francés la lengua preferida por los ambientes
cultos sino que es una lengua no románica –el inglés- la que ocupará el lugar que tenía la lengua gala
durante más de un siglo.8
Die Gründe für die relativ schnelle Verbreitung und Eindringung des Englischen in den europäischen Sprachen sind sehr vielschichtig. Es spielen dabei unterschiedliche Faktoren eine Rolle; erwähnenswert ist aber hierbei insbesondere das Heraustreten der USA aus der globalen Peripherie nach dem zweiten Weltkrieg und die damit verbundene politische und wirtschaftliche Präsenz in Europa. Doch darauf möchte ich im nachfolgendem Kapitel näher eingehen.
3. Der Einfluss des Englischen - Englisch als Kulturadstrat
[...]
1 J.M. López: El anglicismo en el español actual, S. 7
2 J.M: López: El anglicismo en el español actual, S. 9
3 Pomino, N./Zepp, S.: Hispanistik, S. 152
4 ebd., S. 153
5 Ricardo Alfaro: Diccionario de anglicismos, S. 7
6 J.M. López: El anglicismo en el español actual, S. 10
7 ebd., S. 10
8 ebd.
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