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Termpaper, 2006, 22 Pages
Author: Denise Fritsch
Subject: History - Theory
Details
Tags: Buchbesprechung, Werk, Edgar, Wolfrum, Geschichtspolitik, Bundesrepublik, Deutschland, Erinnerung
Year: 2006
Pages: 22
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 20 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-84973-9
ISBN (Book): 978-3-638-84912-8
File size: 314 KB
Kommentar des Dozenten: Eine in jeglicher Hinsicht gelungene Buchbesprechung, die in gekonnter Weise Deskription, Analyse, Forschungsbezug und eigenständige Urteilsbildung miteinander kombiniert. Dies gilt sowohl im Hinblick auf die Befassung mit formalen Beurteilungskriterien (Aufbau, Quellengrundlage, Vorstellung des Verfassers) als auch bezüglich der konzisen inhaltlichen Präsentation des Buches... Im abschließenden Fazit wird die wissenschaftliche sowie öffentliche Rezeption anhand von Forschungsliteratur und Rezensionen einer kritischen Sichtung unterzogen.
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Abstract
Das Ziel dieser Buchbesprechung ist, am Ende beurteilen zu können, ob und inwiefern der Wissenschaftler Edgar Wolfrum seinem Ziel, Geschichtspolitik als wissenschaftliche Forschungskategorie zu etablieren, gerecht wird. Dazu wird zunächst Wolfrums Verständnis von Geschichtspolitik untersucht. Daraufhin widmet sich die Autorin der Frage, warum der Autor den 17. Juni als “Schlüsselereignis” in der Geschichtspolitik der Bundesrepublik wählt und zum Inhalt seiner Studie gemacht hat. Das methodische Vorgehen als auch die Untersuchung der formalen Strukturierung des Werkes sind weitere Bestandteile dieser Besprechung. Im Anschluss daran wird der Inhalt skizziert, wobei sich das Hauptinteresse dabei v. a. auf Wolfrums Analyse des wechselnden Umgangs mit dem 17. Juni innerhalb des betrachteten Zeitraums richtet. Mit dem Abschluss der inhaltlichen Zusammenfassung wird darauf eingehen, ob es sinnvoll und möglich ist, den Terminus “Geschichtspolitik” als Forschungsgegenstand zu gebrauchen. Dafür fürht die Autorin aber zuvor noch den Begriff der “Vergangenheitspolitik” im Kontrast zu Geschichtspolitik ein, da dadurch die Erkenntnis über den Wert der Geschichtspolitik erleichtert werden kann. In dem abschließenden Fazit werden Stärken und Schwächen besprochen, die sich bei der Bearbeitung des Werkes herauskristallisiert haben. Außerdem wird resümiert, welche Bedeutung die Studie für die nachfolgende Forschung hat und hatte.
Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit im Modul 1.4 des Bachelor Politik und Organisation der FernUniversität in Hagen
Buchbesprechung zu dem Werk: Edgar Wolfrum, “Geschichtspolitik in der Bundesrepublik Deutschland. Der Weg zur bundesrepublikanischen Erinnerung 1948-1990”
Denis Fritsch
2006
Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung ... 2
II. Hauptteil ... 32.1 Was heißt “Geschichtspolitik”? ... 3
2.2 Die Bedeutung des 17. Juni 1953 in der Geschichtspolitik ... 5
2.3 Formale Betrachtung ... 6
2.3.1 Methodisches Vorgehen ... 6
2.3.2 Aufbau der Studie ... 7
2.4 Inhaltliche Betrachtung ... 8
2.5 Geschichtspolitik vs. Vergangenheitspolitik ... 15
2.6 Geschichtspolitik als wissenschaftliche Kategorie? ... 16
III. Fazit ... 17
Literaturverzeichnis ... 20
Edgar Wolfrum, mittlerweile Professor für Zeitgeschichte an der Universität zu Heidelberg, hat mit seiner Habilitationsschrift ein Forschungsthema aufgegriffen, das beim Erscheinen des Werkes erst am Anfang stand. Der Terminus “Geschichtspolitik” ist zwar bereits erstmals während des Historikerstreits in den 1980er Jahren erwähnt worden, hat allerdings bis Ende der 1990er Jahre, als Wolfrum sich diesem zuwandte, kaum nennenswerte Beachtung gefunden. Seine Monografie bietet erstmals eine umfassende Gesamtdarstellung eines Themas, das fast ein halbes Jahrhundert geschichtspolitisch debattiert wurde. Die Adressaten einer derartigen Studie sind in erster Linie Geschichts- und Politikwissenschaftler. Im Zentrum seiner Untersuchung steht der Arbeiteraufstand am 17. Juni 1953 in der DDR, vor dessen Hintergrund er in vier zeitlich aufeinander folgenden Phasen der Jahre 1948 bis 1990 das gesellschaftliche und politische Bewusstsein im Umgang mit diesem früheren “Tag der deutschen Einheit” nachzeichnet. Er schildert den Wandel der Geschichtsbilder in Ost- und Westdeutschland und veranschaulicht, welchen Einfluss politische Akteure auf diese haben, während sie “in öffentlichen Konflikten Traditionen zu bilden und Erinnerungen zu gestalten”1 versuchen.
[...]
1 Edgar Wolfrum/Petra Bock, Einleitung, in: Edgar Wolfrum/Petra Bock (Hg.), Umkämpfte Vergangenheit. Geschichtsbilder, Erinnerung und Vergangenheitspolitik im internationalen Vergleich, Göttingen 1999, S. 7-14, hier: S. 10
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