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Mit Robin Hood in den Wald

Subtitle: Der Versuch eines pädagogischen Projekts

Examination Thesis, 2007, 25 Pages
Author: Sarah Niehaves
Subject: Pedagogy - General

Details

Tags: Robin, Hood, Wald
Category: Examination Thesis
Year: 2007
Pages: 25
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 13  Entries
Language: German
Archive No.: V75349
ISBN (E-book): 978-3-638-71639-0

File size: 247 KB


Excerpt (computer-generated)

Schriftliche Arbeit zur Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen

Mit Robin Hood in den Wald

Der Versuch eines pädagogischen Projekts

Sarah Niehaves

 

Inhaltsverzeichnis


A. Einleitung ... 1

1. Motivation/ Themenbegründung ... 1

2. Ziel ... 2

3. Aufbau ... 3


B. Hauptteil ... 4

1. Didaktische Analyse und theoretische Grundlagen ... 4

1.1 Definitionsversuche und Abgrenzung ... 4
1.2 Merkmale eines pädagogischen Projekts ... 6
1.3 Die Phasen eines pädagogischen Projekts ... 9
1.4 Grenzen/ Gefahren des pädagogischen Projekts ... 9
1.5 Der Lehrer als teilnehmender Leiter/ Der Schüler als leitender Teilnehmer ... 10
1.6 Rechtliche Grundlagen ... 10
    1.6.1 Bezug zum Bildungsplan ... 10
    1.6.2 Schulgesetz ... 14

2. Methodische Realisierung des pädagogischen Projekts ... 15


C. Schluss ... 16

1. Zielerreichung ... 16
2. Reflexionen ... 16
3. Fazit ... 17
4. Ausblick ... 17

D. Literaturverzeichnis ... 19

E. Anhang ... 21

 

 

A. Einleitung


1. Motivation/ Themenbegründung

Wenn ich meine Motivation für das Thema „Mit Robin Hood in den Wald – Der Versuch eines pädagogischen Projekts“ und die Bedeutung dessen darlegen soll, so ist es meiner Meinung nach notwendig zweierlei zu tun. Zum einen zu begründen, warum ich mich für die offene Unterrichtsform des pädagogischen Projekts entschieden habe und zum anderen, warum ich das Thema „Wald“ nicht einfach in einem pädagogischen Projekt realisiere, sondern, warum wir mit Robin Hood in den Wald „gehen“.

Pädagogisches Projekt

Der Begriff „Projekt“, ist mir sehr wohl bekannt und fand auch während meiner Schulzeit immer wieder im Zusammenhang mit Projektwochen Beachtung. So, wie weiter unten definiert, habe ich diesen jedoch bisher noch nicht kennen gelernt.
Mich interessiert es und ich bin gespannt darauf zu sehen, wie ein Unterricht abläuft, der weniger durch die Lehrkraft, sondern viel mehr durch die Schüler geplant und gestaltet wird. Zu „normalen“ Themen aus dem Schulcurriculum und Bildungsplan, zu denen auch das Thema „Wald“ zählt, macht man sich als Lehrer vor Beginn der Reihe Gedanken. Man hat genaue Vorstellungen über Inhalte und Ziele einzelner Stunden und der gesamten Sequenz. Ich bin sehr gespannt darauf, freier an ein Thema heranzutreten, mehr an die Schülerinteressen, an ihr Vorwissen anzuknüpfen und ihnen Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und damit eventuell verbundene Irrwege zuzugestehen.
Sind die Ideen, die die Schüler, in diesem Fall zum Themenkomplex „Wald“, haben, ähnlich wie meine? Hätte ich in einem eher traditionell gestalteten Unterricht ähnliche Themen und Ziele ausgewählt?
Bereits im letzten Schuljahr ist mir aufgefallen, wie kreativ viele Kinder sind. Sie hatten Einfälle, auf die ich nie gekommen wäre. Ich denke, dass gerade im Bereich der Kreativität ein pädagogisches Projekt den Schülern vielfältige Möglichkeiten der freien Entfaltung bietet.

Wald und Robin Hood

Warum gerade Wald und Robin Hood? Ich habe mich für den „Wald“ als Thema des pädagogischen Projekts entschieden, weil dieser sehr „vielfältig“ ist. Es gibt viel zu erforschen und zu entdecken, viele Möglichkeiten die Kinder „laufen“ und an der „langen Leine“ zu lassen. Aber nicht nur das. Wenn mir aus meiner Schulzeit etwas besonders im Gedächtnis geblieben ist, dann sind das die Ausflüge in den Wald. Ich kann mich immer noch an die Gerüche erinnern. Der Wald übt etwas Faszinierendes, Spannendes, ja vielleicht sogar Mystisches aus. An dieser Stelle kommt auch Robin Hood ins Spiel. Er und die Geächteten leben im Wald. Sie kennen sich in ihm aus, nutzen ihn als Wohnraum und er ist ihre Nahrungsgrundlage.
Ich möchte, dass die Kinder die Geschichte kennen lernen und gruppenweise in die verschiedenen Rollen schlüpfen. Sie sollen selbst forschen, so wie es die Geächteten taten, und gewillt sein, den Wald gleichermaßen kennen zu lernen. Weniger beachtet werden sollen die komplexen geschichtlichen Hintergrundinformationen.

Sowohl das pädagogische Projekt, als auch der Themenkomplex „Wald und Robin Hood“ werden durch die Entwicklung der Gesellschaft und die Schrumpfung von Handlungsmöglichkeiten in der Alltagswelt der Kinder aus meiner Sicht immer mehr „notwendig“. Da es erwiesen ist, dass Kinder immer weniger Erfahrungen aus „erster Hand“ machen, sondern die aus „zweiter Hand“ überwiegen, finde ich es unabdingbar Wirklichkeitserfahrungen und Handlungsmöglichkeiten, wo immer dies möglich ist, zu schaffen. Dass ein tiefgreifender Wandel in der Kindheit der letzten 50 Jahre stattgefunden hat, zeigen unter anderem Veränderungen im Raumerleben und im Umgang mit Fernsehen und elektronischen Medien.1 Die Veränderung des Raumerlebens zeichnet sich durch eine Verinselung der kindlichen Erfahrungsräume aus. Kinder wissen zwar über sehr viel Bescheid, dieses Wissen ist jedoch rein ikonisch und die reale Erfahrung fehlt. Wenn, wie Gudjons sagt, „(…) Vorstellung und Verständnis von Wirklichkeit an die aktive Auseinandersetzung mit dieser Wirklichkeit gebunden sind (…)“ dann wird da, „[w]o eine Vorstellung von Entstehen fehlt, (..) das Verstehen schwieriger, - wenn nicht unmöglich.“2

 

[...]


1 vgl. Gudjons 2001, S.13-19.
2 Gudjons 2001, S.18.


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