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Bibliotheken im Wandel - Die British Library im 21. Jahrhundert

Seminararbeit, 2004, 21 Seiten
Autor: Tim Wamer
Fach: Anglistik - Kultur und Landeskunde

Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 21
Note: 1,0
Literaturverzeichnis: ~ 22  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V75492
ISBN (E-Book): 978-3-638-74003-6
ISBN (Buch): 978-3-638-75550-4
Dateigröße: 160 KB

Zusammenfassung / Abstract

Kein Jahrhundert hat seit Menschengedenken so viele technische Innovationen hervorgebracht wie das 20. Jahrhundert. Die Entwicklung und Verbreitung dieser Erfindungen stieg in den letzten Jahrzehnten rapide an und erreichte in den 90er Jahren ein Ausmaß, das alles Vorherige in den Schatten stellte: Der PC hält Einzug in die Haushalte. Das Internet avanciert zu einem bedeutenden Medium und wird von immer mehr Menschen genutzt. Außerdem wird das mobile Telefonieren ermöglicht, was dazu führt, dass im Jahr 2000 bereits 29,8 % aller deutschen Haushalte mindestens ein mobiles Telefon besaßen.1 Diese Entwicklung beeinflusste und beeinflusst noch heute die gesamte Öffentlichkeit und verändert somit die Lebensweise fast aller Menschen. Dienstleistungsanbieter, öffentliche Einrichtungen und Institutionen müssen sich daher diesem Trend anpassen. Gerade für Bibliotheken ist diese Anpassung an die neuen Medien und die neuen Kommunikationswege eine große Herausforderung, da sie sich hauptsächlich mit dem sehr alten Medium „Buch“ befassen. Allerdings gibt es Wege und Möglichkeiten, das Angebot der Bibliotheken mithilfe der neuen Entwicklungen zu verbessern und den Zugang zu den Beständen zu erleichtern. Zwei solcher Maßnahmen werden nun vorgestellt.


Textauszug (computergeneriert)

Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Englisches Seminar
Proseminar: The History of the British Library from its Origins to the Present
Wintersemester 03/04, 3. Fachsemester

Bibliotheken im Wandel - Die British Library im 21. Jahrhundert

von

Tim Wamer

 


Inhaltsverzeichnis

Einleitung  1

1. Bibliotheken im Wandel – Der Einfluss und die Möglichkeiten der neuen Medien  1

1.1. Retrospektive Digitalisierung 2
1.2. Retrospektive Konversion 7

2. Die British Library  8

2.1. Gründung und Ziele der British Library  9
2.2. Digitale Projekte der British Library – Die Initiatives for Access  10

2.2.1. Website 10
2.2.2. Online-Kataloge  10
2.2.3. Der elektronische Beowulf  12
2.2.4. Die Virtual Library 13
2.2.5. Inside  14

Schlussbetrachtung 15

Literaturverzeichnis 17




 

Einleitung

Diese Seminararbeit mit dem Thema „Bibliotheken im Wandel – Die British Library im 21. Jahrhundert" befasst sich mit den neuen Möglichkeiten, die sich für Bibliotheken durch die technischen Innovationen der letzten Jahre und ihrer Verbreitung in der Öffentlichkeit eröffnet haben. Besonders wird in dieser Arbeit auf die Projekte der British Library eingegangen, die auf dieser Entwicklung basieren. Nach der Lektüre dieser Arbeit soll der Leser einen theoretischen Überblick über einige dieser Möglichkeiten haben und darüber informiert sein, wie die British Library durch diese Möglichkeiten neue Projekte realisiert.

Zuerst wird in Kapitel 1 die retrospektive Digitalisierung und die retrospektive Konversion vorgestellt und ihre Durchführung erläutert. In Kapitel 2 erfolgt eine kurze Erläuterung über die Gründung der British Library und ihre Zielsetzung, um dann in den nächsten Teilen des Kapitels verschiedene digitale Projekte vorzustellen, die die British Library seit Beginn der 90er Jahre ins Leben gerufen hat. Im ersten Teil dieser Arbeit werden hauptsächlich Publikationen des Deutschen Bibliotheksinstitutes und Artikel aus der Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST benutzt. Informationen über die Projekte der British Library wurden im Wesentlichen ihrer Homepage, die unter http://www.bl.uk verzeichnet ist, entnommen.

1. Bibliotheken im Wandel – Der Einfluss und die Möglichkeiten der neuen Medien

Kein Jahrhundert hat seit Menschengedenken so viele technische Innovationen hervorgebracht wie das 20. Jahrhundert. Die Entwicklung und Verbreitung dieser Erfindungen stieg in den letzten Jahrzehnten rapide an und erreichte in den 90er Jahren ein Ausmaß, das alles Vorherige in den Schatten stellte: Der PC hält Einzug in die Haushalte. Das Internet avanciert zu einem bedeutenden Medium und wird von immer mehr Menschen genutzt. Außerdem wird das mobile Telefonieren ermöglicht, was dazu führt, dass im Jahr 2000 bereits 29,8 % aller deutschen Haushalte mindestens ein mobiles Telefon besaßen.1

Diese Entwicklung beeinflusste und beeinflusst noch heute die gesamte Öffentlichkeit und verändert somit die Lebensweise fast aller Menschen. Dienstleistungsanbieter, öffentliche Einrichtungen und Institutionen müssen sich daher diesem Trend anpassen. Gerade für Bibliotheken ist diese Anpassung an die neuen Medien und die neuen Kommunikationswege eine große Herausforderung, da sie sich hauptsächlich mit dem sehr alten Medium „Buch“ befassen. Allerdings gibt es Wege und Möglichkeiten, das Angebot der Bibliotheken mithilfe der neuen Entwicklungen zu verbessern und den Zugang zu den Beständen zu erleichtern. Zwei solcher Maßnahmen werden nun vorgestellt.

1.1. Retrospektive Digitalisierung

Eine Möglichkeit der Bibliotheken, die technischen Neuerungen der letzten Jahre effizient zu nutzen, ist die Idee der retrospektiven Digitalisierung. Ihr Ziel ist es, Texte, Auszüge aus Büchern, ja sogar komplette Bücher selbst ins Internet zu stellen und den Nutzern online zugänglich zu machen. Dieses Vorhaben ist natürlich mit sehr hohen Kosten und großem Aufwand verbunden und birgt auch rechtliche Probleme.2

1997 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Förderungsprogramm ins Leben gerufen, dessen Ziel es ist, durch die technischen Innovationen der letzten Jahre den Zugang zu wissenschaftlicher Literatur zu verbessern.3 So sollen Texte digitalisiert werden, damit der Nutzer diese direkt an seinem Arbeitsplatz über Kommunikationsnetze abrufen kann.4 „Der räumlich und zeitlich unbegrenzte Zugriff auf solche ansonsten vielleicht nur schwer beschaffbare oder häufig nachgefragte Bibliotheksbestände kann so realisiert werden.“5 Dafür wird der Aufbau einer Verteilten Digitalen Forschungsbibliothek (VDF) angestrebt.6 Diese soll sich besonders auf „thematisch orientierte Sammlungen von herausragendem Interesse für die Forschung“7 und auf Literatur mit grundlegender fachwissenschaftlicher Bedeutung und hoher Nutzung spezialisieren. Angestrebt wird dadurch, alte und seltene Materialien zu schützen, sie für die Nachwelt zu bewahren, den Zugang zu schwer zugänglichen Materialien zu erleichtern und schnellere und zeitgleiche Zugriffe auf ein Dokument möglich zu machen, das besonders häufig genutzt wird.8 Um den Aufbau der VDF voranzutreiben, sollen Service- und Kompetenzzentren an der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und an der Bayrischen Staatsbibliothek entwickelt werden, die den Aufbau einer Basis- Infrastruktur vollziehen, die VDF mit vorhandenen Bibliotheksverbundsystemen verknüpfen, vorhandene Systeme anpassen und weiterentwickeln und die Bereitstellung der digitalen Kopien sichern sollen.9 Von besonderem Interesse sind hier Enzyklopädien und Nachschlagewerke, da sie fachübergreifend genutzt werden und ihre kurzen Einträge für die Nutzung am Bildschirm sehr gut geeignet sind. Des Weiteren soll auch auf Kultur-, Literatur- und Fachzeitschriften, Rezensionsorgane und Feuilletons eingegangen werden, weil sie häufig nachgefragt werden. Aber auch historische Quellen, literarische Texte und Bildquellen sollen digitalisiert werden.10

[...]


1 Vgl. Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Datenreport 2002 (Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 2002), 130.

2 Vgl. Elmar Mittler (Hrsg.), Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen. Berichte der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft einberufenen Facharbeitsgruppen ’Inhalt’ und ’Technik’ (Berlin: Deutsches Bibliotheksinstitut, 1997), 25, 48 und 88 ff.

3 Vgl. ebd., 9.

4 Vgl. ebd., 29.

5 Ebd.

6 Vgl. ebd.

7 Ebd., 14.

8 Vgl. ebd., 14 f.

9 Vgl. ebd., 30 f.

10 Vgl. ebd., 16 ff.


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