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Die Thüringische Rhön

Termpaper, 2006, 20 Pages
Author: Tina Feuerstacke
Subject: Regional History and Geography (Basic Primary School Pedagogy)

Details

Institution/College: University of Sheffield
Tags: Thüringische, Rhön
Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 20
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 16  Entries
Language: German
Archive No.: V75574
ISBN (E-book): 978-3-638-80065-5
ISBN (Book): 978-3-638-80320-5
File size: 1282 KB

Abstract

1. Einleitung Betrachtet man diese Bilder, so fängt man schnell an zu Träumen. Wir finden weite kuppige Landschaften, gewaltigen Basaltformationen, grüne Borstengraswiesen mit Silberdisteln und Kuhschellen, auf denen die typischen schwarzköpfigen Rhönschafe weiden, Birkhähne, Moore und zahlreichen Hutbuchen. Wer die Natur und die weite Ferne liebt, der wird auch die Rhön lieben. Du kennst sie noch nicht? Dann wird es Zeit sich einmal dort hinzubegeben, um Zeuge einer aktiven vulkanischen Vergangenheit zu werden, die die einzigartige Landschaft bildete. Die Rhön als reizvollstes Mittelgebirge Deutschlands und im Herzen Europas gelegenes Grenzland mit ihren charakteristischen Kulturlandschaften, zahlreiche Lebensräume für selten gewordene wildlebende Pflanzen und Tierarten, Gegend der Kirchenburgen, Fachwerkhäuser und mächtige Festungen. Der Blick eines Wanderers gleicht dem eines Vogels über zahlreiche baumlose Kuppen der Hochlagen, die von vier Flüssen- Werra, Ulster, Felda und Fränkische Saale- umschweift werden, eine außergewöhnliche Schönheit und deswegen auch „das Land der offenen Fernen“. „Offene Ferne“, weil nach einer mittelalterlichen Rodungsphase eine Wiederbewaldung weitgehend durch eine naturnahe Beweidung mit heimischen Rinder- und Schafsrassen verhindert worden war und so eine offene weite Landschaft entstanden ist. (Abb.1) Die Rhön, welches auch ein Thema in der Grundschule sein könnte, werde auch ich heute näher betrachten. Dabei möchte ich zunächst auf die Lage der Rhön eingehen, wobei beachtet werde muss, dass sie durch das Länderdreieck Hessen, Bayern und Thüringen verläuft. In Thüringer Grundschulen wird vorwiegend Thüringen behandelt. Deshalb werde ich mich zunächst auf die Thüringische Rhön konzentrieren, aber auch die anderen Teile einbeziehen und vergleichen. Weiterhin werde ich die Geschichte der Rhön, die Geologie und Bodenentstehung sowie das typische Klima näher betrachten. Den Schluß bilden dann die Besonderheiten der Pflanzen- und Tierarten so wie die Einwirkung des Menschen auf die Landschaft.


Excerpt (computer-generated)

Die Thüringische Rhön

von

Tina Feuerstacke

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

1.1 Geschichte- Namensbildung 3
1.2 Gebietsbeschreibung 3
1.3 Territoriale Lage (Abb.3) 4

2. Geofaktoren 5

2.1 Definition 5
2.2 Wirkung der Geofaktoren in der Rhön 5

Geologie 5
Boden 7
Klima 8
Flora und Fauna 9

3. Anthropologischer Einfluss 10

4. Literaturverzeichnis 12

5. Quellenverzeichnis 12

6. Karten und Abbildungen 13

7. Anhang (Quellen siehe Karten und Abbildungen) 14




 

1. Einleitung

Betrachtet man diese Bilder, so fängt man schnell an zu Träumen. Wir finden weite kuppige Landschaften, gewaltigen Basaltformationen, grüne Borstengraswiesen mit Silberdisteln und Kuhschellen, auf denen die typischen schwarzköpfigen Rhönschafe weiden, Birkhähne, Moore und zahlreichen Hutbuchen. Wer die Natur und die weite Ferne liebt, der wird auch die Rhön lieben. Du kennst sie noch nicht? Dann wird es Zeit sich einmal dort hinzubegeben, um Zeuge einer aktiven vulkanischen Vergangenheit zu werden, die die einzigartige Landschaft bildete. Die Rhön als reizvollstes Mittelgebirge Deutschlands und im Herzen Europas gelegenes Grenzland mit ihren charakteristischen Kulturlandschaften, zahlreiche Lebensräume für selten gewordene wildlebende Pflanzen und Tierarten, Gegend der Kirchenburgen, Fachwerkhäuser und mächtige Festungen. Der Blick eines Wanderers gleicht dem eines Vogels über zahlreiche baumlose Kuppen der Hochlagen, die von vier Flüssen- Werra, Ulster, Felda und Fränkische Saale- umschweift werden, eine außergewöhnliche Schönheit und deswegen auch „das Land der offenen Fernen“.

„Offene Ferne“, weil nach einer mittelalterlichen Rodungsphase eine Wiederbewaldung weitgehend durch eine naturnahe Beweidung mit heimischen Rinder- und Schafsrassen verhindert worden war und so eine offene weite Landschaft entstanden ist. (Abb.1) Die Rhön, welches auch ein Thema in der Grundschule sein könnte, werde auch ich heute näher betrachten. Dabei möchte ich zunächst auf die Lage der Rhön eingehen, wobei beachtet werde muss, dass sie durch das Länderdreieck Hessen, Bayern und Thüringen verläuft. In Thüringer Grundschulen wird vorwiegend Thüringen behandelt. Deshalb werde ich mich zunächst auf die Thüringische Rhön konzentrieren, aber auch die anderen Teile einbeziehen und vergleichen. Weiterhin werde ich die Geschichte der Rhön, die Geologie und Bodenentstehung sowie das typische Klima näher betrachten. Den Schluß bilden dann die Besonderheiten der Pflanzen- und Tierarten sowie die Einwirkung des Menschen auf die Landschaft.

1.1 Geschichte- Namensbildung

Der Name „Rhön“, was soviel wie Berg oder Höhenzug bedeutet, ist auf die Kelten zurückzuführen. Circa 1000 keltische Bewohner siedelten sich vor 2300 Jahren an den Flusstälern des bewaldeten Triasgesteins an (Milseburg). Man findet Ringwallanlagen vor, die sowohl keltischer als auch germanischen Ursprungs sein können, in der Kuppenrhön auf dem Stallberg und dem Kleinberg. Die meisten vorkommenden Orts-, Berg- und Flurnamen gehen daher auf keltische Sprachwurzeln zurück. Den Begriff „Buchonie“ bringt man auch öfters mit der Rhön in Verbindung, denn Teile der Rhön gehörten zum Altgau Buchonia bis ins 10. Jahrhundert. In der Spätantike nutzten die Römer diesen Begriff und bezeichnete damit einen Urwald aus reichen Buchenbestand in der Rhön und den benachbarten Mittelgebirgen Spessart und Vogelsberg.1

1.2 Gebietsbeschreibung

Die Rhön ist ein Mittelgebirgsland in der Mitte Deutschlands und liegt im Dreiländereck von Thüringen, Hessen und Bayern: Thüringische Rhön, Hessische Rhön und Bayerische Rhön. Grob eingeteilt liegt sie zwischen dem Thüringer Wald im Nordosten, dem Grabfeld im Südosten, Unterfranken im Süden, dem Spessart im Südwesten, dem Vogelsberg im Westen und dem Knüll im Nordwesten. (Abb.2) Aufgrund den vulkanischen Aktivitäten kann man die Rhön in 4 verschiedene große Bereiche Unterteilen: die Kuppenrhön, die Vordere Rhön, die Hohe Rhön und die Südrhön. Die Vielfalt der Landschaft und die Lebensräume in der Rhön hatten schon lange zu Überlegungen von bundesweiten Institutionen geführt, die Hohe Rhön als Nationalpark auszuweisen. Somit folgte im Jahre 1991 die Ausweisung als Biosphärenreservat2 durch die UNESCO, die die Rhön als einzigartige Region aufgrund hoher ökologischer Bewertungen der Grünlandgesellschaft und kulturellen Gegebenheiten einstufte. Die Gesamtfläche des Reservates umfasst ca. 185.000ha, wovon 73.000ha in Bayern, 63.500ha in Hessen und 48.500ha in Thüringen liegen.3 Eines der bekanntesten Berge der Rhön ist die Wasserkuppe mit ihren 950,2m, die sich in Hessen in der Hohen Rhön befindet. Der Gebaberg mit 751m Höhe ist der höchste Berg der Vorderen Rhön in Thüringen. Weitere Berge und Erhebungen sind zum Beispiel die Milseburg mit 835,2m Höhe (höchste Erhebung der Kuppenrhön in Hessen) und der Ellenbogen mit seinen 814m in Thüringen. Bekannte Flüsse in Thüringen sind zum einem die Felda, welche an der Nähe des Ellenbogens entspringt. Die Werra (298km), die an der Nahtstelle Thüringer Wald und Schiefergebirge entsteht und die Fränkische Saale (142km) welche zum Einzugsgebiet des Rheins (mündet im Main) gehört.4

1.3 Territoriale Lage (Abb.3)

[...]


1 Vgl. Hermann, Werner: Die Thüringische Rhön: Kleine Thüringenbibliothek; Erfurt, 1990, S.3

2“sind großflächige, repräsentative Ausschnitte von Natur- und Kulturlandschaften, die zum überwiegenden Teil ihrer Fläche unter gesetzlichen Schutz stehen. In ihnen werden- gemeinsam mit den hier lebenden und wirtschaftenden Menschen- beispielhafte Konzepte zu Schutz, Pflege und Entwicklung erarbeitet und umgesetzt.“ Vgl. Neumann: Biosphärereservat Rhön- „Rahmenkonzept für Schutz, Pflege und Entwicklung“ Radebul, 1995, Seite I

3 Ebenda S.15

4 http://de.wikipedia.org/wiki/Rh%C3%B6n


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