Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Studienarbeit, 2006, 30 Seiten
Autor: Dipl. Betriebswirtin, MBA Sandra Burgemeister
Fach: Ernährungswissenschaft / Ökotrophologie
Details
Tags: Krebsprophylaxe, Ernährung, Beispiel, Vitamin
Jahr: 2006
Seiten: 30
Literaturverzeichnis: ~ 39 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-75571-9
Dateigröße: 314 KB
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Beim Statistischen Bundesamt werden Krebserkrankungen im Jahr 2003 mit 209.255 Todesfällen als zweithäufigste Todesursache - nach Herzkreislauferkrankungen - geführt. Aufgrund der hohen Sterblichkeits- und Wachstumsquote stellen sich sowohl Forscher als auch Privatpersonen immer häufiger die Frage, ob die Erkrankung an Krebs unvermeidliches Schicksal ist, oder ob es Faktoren gibt, die sich positiv bzw. negativ auf die Krebsentstehung auswirken. Mit dieser Fragestellung, fokussiert auf das Thema Präventation durch Ernährung, beschäftigt sich auch diese Arbeit. In zahlreichen Studien werden heutzutage die Möglichkeiten der Krebsprävention durch Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe erforscht. Diese Arbeit setzt sich im folgenden vor allen Dingen mit der krebsprophylaktischen Wirkung des Vitamin C auseinander. Zunächst soll jedoch der Begriff Krebs klar definiert werden, um dann auf die Ursachen von Krebserkrankungen, ihren Entstehungsprozess und Präventationsmöglichkeiten eingehen zu können.
Textauszug (computergeneriert)
Krebsprophylaxe durch Ernährung am Beispiel von Vitamin C
von
Sandra Burgemeister
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffsdefinition: Was bedeutet Krebs?
3 Krebsentstehung (Kanzerogenese)
4 Einflussfaktoren auf Krebsentstehung
4.1 Genetische Disposition
4.2 Chemische Einflüsse
4.3 Physikalische Einflüsse
4.4 Biologische Einflüsse
4.5 Krebserregende Substanzen in der Nahrung
5 Krebspräventation durch Ernährung?
5.1 Risikofaktoren der Ernährung
5.2 Die Rolle der freien Radikalen
6 Antioxidationsmittel
6.1 Beispiel: Antioxidative Wirkung von Vitamin C
6.2 Ascorbinsäure: Vorkommen und Bedarf
6.3 Funktionen des Vitamin C
6.4 Vitamin C und Krebs
7 Möglichkeiten und Gefahren der Vitamin C-Einnahme zur Krebsvorsorge
8 Präventation durch Vitamin C aus der Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel?
9 Fazit
10 Literaturverzeichnis
Lass deine Nahrung deine Medizin sein und deine Medizin deine Nahrung!
(Hippokrates ca. 500 v. Chr.)
1 Einleitung
Beim Statistischen Bundesamt werden Krebserkrankungen im Jahr 2003 mit 209.255 Todesfällen als zweithäufigste Todesursache - nach Herzkreislauferkrankungen - geführt. Es gibt in Deutschland noch keine flächendeckenden regionalen bevölkerungsbezogene Krebsregister, so dass über die Zahl der Neuerkrankungen nur Schätzungen des Robert Koch- Instituts vorliegen. Nach diesen Zahlen erkrankten im Jahr 2000 rund 395.000 Menschen in Deutschland erstmalig an Krebs (Deutschen Krebshilfe 2006). Der Entstehung von Krebserkrankungen liegen
fundamentale noch nicht bis ins Detail erforschte biologische Prozesse zugrunde. Diese führen zu einer Entgleisung der Zellvermehrung und haben eine gestörte Organfunktion zur Folge. Aufgrund der hohen Sterblichkeits- und Wachstumsquote stellen sich sowohl Forscher als auch Privatpersonen immer häufiger die Frage, ob die Erkrankung an Krebs unvermeidliches Schicksal ist, oder ob es Faktoren gibt, die sich positiv bzw. negativ auf die Krebsentstehung auswirken. Mit dieser Fragestellung, fokussiert auf das Thema Präventation durch Ernährung, beschäftigt sich auch diese Arbeit.
Nach heutigen Erkenntnissen leisten verhaltens- und umweltbedingte Faktoren den größten Beitrag zum Krebsaufkommen (Boeing und Kroke 1999). Die amerikanischen Forscher Doll und Peto veröffentlichten 1981 eine Faktorenanalyse vermeidbarer Krebsarten in den USA. Die Studie kam zu dem erschreckenden Ergebnis, dass für die Auslösung von Krebserkrankungen in über 90% der Fällen Umweltfaktoren verantwortlich sind. Während Faktoren wie Umweltverschmutzung oder synthetische Schadstoffe eine relativ geringere Bedeutung zugeschrieben wird, spielt die Ernährung neben dem Tabakkonsum eine zentrale Rolle. In zahlreichen Studien werden heutzutage die Möglichkeiten der Krebsprävention durch Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe erforscht. Diese Arbeit setzt sich im folgenden vor allen Dingen mit der krebsprophylaktischen Wirkung des Vitamin C auseinander. Zunächst soll jedoch der Begriff Krebs klar definiert werden, um dann auf die Ursachen von Krebserkrankungen, ihren Entstehungsprozess und Präventationsmöglichkeiten eingehen zu können.
2 Begriffsdefinition: Was bedeutet Krebs?
In der Medizin bezeichnet Krebs einen bösartigen oder malignen Tumor. Dabei ist nicht jeder Tumor ein Krebs, denn ein Tumor kann jede umschriebene Gewebsvermehrung bzw. Raumforderung im Körper sein. Der Begriff des Tumors (aus dem lateinischen: Schwellung) bedeutet eine pathologische Zellansammlung, die durch überschießendes, ungehemmtes Wachstum körpereigener Zellen entsteht. Im Gegensatz dazu beschreibt der Begriff Krebs das Wachstum von neuem Gewebe infolge fortschreitender Wucherung von abnormen Zellen (Brockhaus 1985). Aufgrund ihrer Fähigkeit in anderes Gewebe eindringen zu können, werden diese Zellen als invasiv (infiltrierend = eindringend) bezeichnet. Der maligne Tumor wirkt außerdem destruierend, indem er sich nicht an Gewebsgrenzen hält, in Organe und Gefäße einbricht und entsprechendes Gewebe zerstört (Bierbach 2002). Generell kann jede Zellart von Krebs befallen werden, wobei sich je nach Gewebe und Zellart folgende drei Hauptgruppen unterscheiden lassen:
(1) Sarkome: entstehen im mesenchymalen Stützgewebe, das heißt im Binde-, Stütz- und Nervengewebe wie Knochen, Knorpel, Nerven, Blutgefäßen, Muskeln und Fett.
(2) Karzinome: häufigste Krebserkrankungen beim Menschen, entstehen im Epithelgewebe wie Haut, Auskleidung von Körperhöhlen, Organen und im Drüsengewebe der Brust und Prostata.
(3) Leukämie und Lymphome: befallen blutbildende Organe wie die Milz und das Knochenmark.
Diese Hauptgruppen differenzieren sich gegenwärtig in weitere ca. 100 verschiedene Krebserkrankungen, welche sich in Überlebenschance, Behandlungsmöglichkeiten und der Bildung von Tochtergeschwülsten, sogenannten Metastasen, teilweise stark unterscheiden. Auf eine Auflistung aller möglichen Krebserscheinungen bzw. der detaillierten Beschreibung einer bestimmten Krebsart wird in Hinblick auf das Thema und den Umfang dieser Arbeit verzichtet.
3 Krebsentstehung (Kanzerogenese)
Das fundamentale Ereignis in der Kanzerogenese ist die Veränderung von DNA einer Zelle in kritischen zellwachstumsregulatorischen Genen (Boeing und Kroke 1999, S.6). Werden diese Defekte nicht durch die zelleigenen Abwehrmechanismen wie die DNA-Reparaturenzyme und den programmierten physiologischen Zelltod behoben, entsteht ein Tumor, da diese Defekte als Mutation in den folgenden Zellteilungen erhalten bleiben. Dabei entzieht sich der Stoffwechsel in den mutierten Zellen der gewebetypischen Kontrolle. Dies führt im Laufe der Zeit dazu, dass die ursprüngliche Funktion der Zelle nicht mehr erfüllt wird bzw. werden kann. Einige Krebszellen verlieren im Zuge dieser Veränderungen auch die lebenswichtige Fähigkeit des gesunden Gewebes zur gesteuerten Selbstauflösung. Dieser programmierte Zelltod wird auch Apoptose genannt. Physiologisch setzt Apoptose immer dann ein, wenn Zellen erkennbar geschädigt oder überaltert sind, oder wenn sie nur kurzfristig einen bestimmten Zweck erfüllen sollen und danach nicht mehr gebraucht werden, wie zum Beispiel die Immunzellen. Wenn Zellschäden auftreten, beginnt die Zelle zu schrumpfen und beim langsamen Abbau werden alle anfallenden Reste sorgfältig wiederverwertet. Dieser Mechanismus funktioniert jedoch aus bisher noch nicht vollständig erklärbaren Gründen bei der Krebszelle nicht, so dass diese die Fähigkeit zur Selbstauflösung verliert und sich stattdessen unkontrolliert vermehrt (Krebsinformationsdienst 2006).
Eine defekte bzw. mutierte Ursprungszelle leitet also das ein, das dann die verbindende Charakteristik aller Krebserkrankungen darstellt: das unkontrollierte Wachstum einer DNA-veränderten Zelle, ohne dass diese mutierten Zellen jemals absterben. Das Kontrollsystem des Zellwachstums hat keinen Einfluss mehr und kann die entarteten Zellen nicht mehr eliminieren (Boeing und Kroke 1999). Abbildung 3.1 veranschaulicht das ungehemmte Wachstum von Krebszellen.
Abbildung 3.1 Krebsentwicklung durch unkontrolliertes Zellwachstum [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]
Quelle: Wikipedia Foundation Inc. 2006, Florida, gesehen am 31. Juli 2006, <http://de.wikipedia.org/wiki/Krebs_%28Medizin%29>.
Auf im Detail noch nicht geklärte Weise entstehen neben der unbegrenzten Zellteilung auch völlig neue Zelleigenschaften, wie zum Beispiel die Fähigkeit, unter Sauerstoffmangel zu überleben, eine eigene Blutversorgung aufzubauen (Angiogenese) oder aus dem Verband auszuwandern und sich in fremden Geweben wie Knochen, Lunge oder Gehirn anzusiedeln (Metastasierung). In einem mehrstufigen Prozess, der sich über Jahre hinziehen kann, kommt es bei fast allen malignen Neubildungen zu dieser zunehmenden Entdifferenzierung der Zellen (Deutsche Krebsgesellschaft 1999).
Die genaue Ursache, warum es tatsächlich zu einem Tumor bzw. einer Mutation in den Erbanlagen kommt, konnte bisher noch nicht vollständig geklärt werden. Jedoch konnte festgestellt werden, dass am Beginn dieses mehrstufigen Prozess in den meisten Fällen der Kontakt mit krebserzeugenden oder sogenannten kanzerogenen Substanzen steht. Solche Kanzerogene können endogen entstehen, das heißt in physiologischen Stoffwechselprozessen gebildet werden oder von außen auf den Körper einwirken (Beier, Hirneth und Kleiner-Röhr 1997). Auf die verschiedenen Einflussfaktoren soll im nächsten Abschnitt näher eingegangen werden.
4 Einflussfaktoren auf Krebsentstehung
[...]
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: