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Amerika in der deutschen Presse - Eine Inhaltsanalyse von Interpretationshilfen in der deutschen Tageszeitung taz

Bachelor Thesis, 2004, 92 Pages
Author: Christian Rell
Subject: Communications: Research, Studies, Enquiries

Details

Event: Seminar: Synchronisation und Framing. Das Amerikabild in den deutschen Medien
Institution/College: Free University of Berlin (Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Tags: Amerika, Presse, Eine, Inhaltsanalyse, Interpretationshilfen, Tageszeitung, Seminar, Synchronisation, Framing, Amerikabild, Medien
Category: Bachelor Thesis
Year: 2004
Pages: 92
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V75755
ISBN (E-book): 978-3-638-63648-3
ISBN (Book): 978-3-638-71238-5
File size: 816 KB

Abstract

Anmerkungen: Diese Arbeit ist ein Muss für jeden Publizistikstudenten der sich mit einer empirischen Untersuchung von Stereotypen oder dem Framing in den Medien auseinandersetzen möchte: *Einige Schwächen in der Analyse, aber sehr gute theoretische Fundierung und Literaturrecherche. Ausgezeichnete, intelligente Arbeit!* (Anmerkung des Erstkorrektors)


Excerpt (computer-generated)

Freie Universität Berlin
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Seminar: Synchronisation und Framing: Das Amerikabild in den deutschen Medien
SS 2003- WS 2003/04

Amerika in der deutschen Presse
Eine Inhaltsanalyse von Interpretationshilfen in der deutschen Tageszeitung taz
 

von: Christian Rell
Bachelorarbeit
Abgabe: 21. April 2004

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungen ...4
Abbildungen und Tabellen ...5

1 Einleitung ...6

2 Wie entstehen Bilder?...7
2.1 Schemata und Kontextualisierungshilfen...7
2.2 Die Empfängerseite...8
    2.2.1 Denken in Mustern...8
    2.2.2 Schemata (Rezeption) ...9
    2.2.3 andere Interpretationsmuster - Denken in Stereotypen...11
2.3 Die Seite der Kommunikatoren ...12
    2.3.1 Hinführung – Interpretationshilfen der Medien...12
    2.3.2 Themenauswahl...13
    2.3.3 Framing...14
        2.3.3.1 Allgemein ...14
        2.3.3.2 Halbnachrichten - Weglassen – Platzierung ...16
        2.3.3.3 thematische und episodische Frames ...17
        2.3.3.4 Zuschreibung von Verantwortung...17
    2.3.4 Stereotypisierung ...18
    2.3.5 andere Kontextualisierungshilfen ...22

3 Eine Untersuchung des Amerikabildes...23
3.1 Geschichtlicher Abriss ...23
3.2 Notwendigkeit der Untersuchung des deutschen Amerikabildes ...25
3.3 Konzeption der Inhaltsanalyse...27
3.4 Hypothesen ...29
    3.4.1 Frames...29
        3.4.1.1 Stilmittel und Techniken des Journalisten... 29
        3.4.1.2 Framing in faktenorientierten vs. meinungsorientierten Formaten ... 29
        3.4.1.3 Bezugsebenen der Frames... 29
        3.4.1.4 Dominanz einzelner Frames im zeitlichen Verlauf... 30
        3.4.1.5 Framing in episodischen oder thematischen Nachrichten ... 30
        3.4.1.6 thematische Verteilung von Frames ... 30
        3.4.2 Stereotypen...31
        3.4.2.1 Stereotypisierung in faktenorientierten vs. meinungsorientierten Formaten ... 31
        3.4.2.2 Bezugsebenen von Stereotypen und negative vs. positive Stereotypen... 31
        3.4.2.3 Konzentration auf einzelne Stereotypen... 32
        3.4.2.4 Die Stilform des Zitierens und Autostereotypisierung... 32
3.5 Medienauswahl, Stichprobe und Operationalisierung...32
    3.5.1 Medienauswahl ...32
    3.5.2 Zeitraum und Stichprobe ...35
    3.5.3 Zugriffskriterium - „Was ist (deutsche) Amerikaberichterstattung?“...37
    3.5.4 Analyseeinheit ...38
    3.5.5 Variablen – Kurzbeschreibung ...39
    3.5.6 Erkenntnisse aus Testcodierungen und Pre-Tests ...45
    3.5.7 Erklärungen zum Codebuch (wurde in den Anhang verlegt) ...45
3.6 Auswertung...45
    3.6.1 Allgemein...45
    3.6.2 Frames...46
    3.6.2.1 Rahmendaten ...46
    3.6.2.2 Hypothesenüberprüfung ...47
    3.6.3 Stereotypen...49
        3.6.3.1 Rahmendaten ...49
        3.6.3.2 Hypothesenüberprüfung ...50
        3.6.3.3 Sonstige interessante Ergebnisse und Anschlussfragen...55

4 Schlussbetrachtung...56

Literaturverzeichnis ...58
Stichwortverzeichnis ...64
Anhang...65
Codebuch...65
Schaubilder und Tabellen...74
Paradebeispiele ...90



1 Einleitung

Empirische Studien belegen die Tendenz zur kommentierenden Berichterstattung und zur einseitigen Nachrichten- und Quellenauswahl.1 Es entwickeln sich Hybridformen des Nachrichtenjournalismus.2 Nachricht und Kommentar synchronisieren zunehmend.3 Die strikte Trennung von Nachricht und Meinung (Trennungsgrundsatz) scheint durch unterschwellige Manipulationsversuche gefährdet zu sein. Meinungen sind in einer demokratischen Gesellschaft geradezu erwünscht, aber sollen diese in Nachrichten auftauchen? Die Qualität der Massenmedien in Deutschland leidet.4 Die überwiegende Darstellung bedeutungsloser Details ist eine traurige Entwicklung der Informationsvermittlung durch die Massenmedien – aber auch gleichzeitig ein Nachweis für die Existenz und Anwendung von Schemata.5 BROSIUS nennt dies ein „uniformes Informationsangebot“6, und genau dieses soll in dieser Arbeit am Beispiel Amerika untersucht werden (s. Punkt „3 Eine Untersuchung des Amerikabildes“). Insbesondere Stereotypen haben in diesem Prozess einen starken Einfluss: „It is evident that stereotypes serve political, social and ideological functions and that we reject and condemn some stereotypes at the same time as we advance our own.“7 Im ersten Teil dieser Arbeit soll auf die Frage eingegangen werden, warum Menschen stereotypisieren, warum sie Schemata benutzen und wie sich dieser Prozess im weiteren Verlauf
gestaltet bis hin zu einem „Nationenbild“. Der erste Teil kann daher als theoretischer Unterbau für die nachgelagerte Inhaltsanalyse im zweiten Teil dieser Arbeit gesehen werden, in welchem
untersucht werden soll welche Instrumente Journalisten heranziehen, um ein solches Nationenbild aufzubauen, und wie ein solches im konkreten Fall von Amerika aussieht. Mitglieder fremder
Gruppen werden nicht nur stereotyper, sondern im Positiven wie Negativen auch extremer beurteilt, da über sie ein weniger genaues Wissen existiert als über die Eigengruppe.8
Die Grundlagen für die nachfolgende Untersuchung wurden im Rahmen eines Projektseminars des Instituts für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Freien Universität Berlin erarbeitet.
Ziel des Seminars war „eine inhaltsanalytische Untersuchung stereotypischer ‘Frames’, die das Bild der USA in den deutschen Medien kennzeichnen.”9 Dies sollte unter Berücksichtigung der
Forschungsliteratur zur Rolle der Medien bei der Entstehung und Verbreitung nationaler Stereotypen und Images geschehen.

[...]


1 s. Erbring, Lutz, Nachrichten zwischen Professionalität und Manipulation. Journalistische Berufsnormen und politische Kultur, in:
Kaase, Max und Schulz, Winfried (Hrsg.), Massenkommunikation: Theorien, Methoden, Befunde, Kölner Zeitschrift für Soziologie und
Sozialpsychologie, Sonderheft 30,Westdeutscher Verlag, Opladen, 1989, S. 301-313, hier: S. 308 ff.

2 s. Erbring, Lutz, Nachrichten zwischen Professionalität und Manipulation (1989), S. 312.

3 vgl. Schönbach, Klaus, Trennung von Nachricht und Meinung. Empirische Untersuchung eines journalistischen Qualitätskriteriums,
Verlag Karl Alber, Freiburg/München, 1977.

4 s. Schönbach, Klaus, Trennung von Nachricht und Meinung (1977), S. 161.

5 s. Brosius, Hans-Bernd, Schema-Theorie – ein brauchbarer Ansatz in der Wirkungsforschung?, in: Publizistik, 1991, S. 285-297, hier: S. 289.

6 Brosius, Hans-Bernd, Schema-Theorie – ein brauchbarer Ansatz in der Wirkungsforschung? (1991), S. 285-297, hier: S. 289

7 Oakes, Penelope J.; Haslam, S. Alexander und Turner, John C., Stereotyping and Social Reality, Blackwell, Oxford und Cambridge, 1994, S. 199.

8 s. Bergmann, Werner, Was sind Vorurteile?, in: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.), Informationen zur politischen Bildung (Heft 271): Vorurteile - Stereotype - Feindbilder , Bonn, 2. Quartal 2001, S. 3-9, hier: S. 3ff.

9 Erbring, Lutz, Beschreibung des Seminargegenstandes „Antiamerikanismus in deutschen Medien? Synchronisations- und Frame-Analyse (Teil II).

 


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