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Motive für die Wahl des Berufes Techniklehrerin / Berufschullehrerin im Berufsfeld Metall

Examensarbeit, 2006, 64 Seiten
Autor: Dunja Schwab
Fach: Technik

Details

Veranstaltung: Technik und ihre Didaktik
Institution/Hochschule: Universität Flensburg
Tags: Motive, Wahl, Berufes, Techniklehrerin, Berufschullehrerin, Berufsfeld, Metall, Technik, Didaktik
Kategorie: Examensarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 64
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 47  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V76004
ISBN (E-Book): 978-3-638-01341-3
ISBN (Buch): 978-3-638-91699-8
Dateigröße: 398 KB

Zusammenfassung / Abstract

„Mein Vater hat immer gesagt: „Wer nichts wird, wird Wirt und wer dann noch nichts wird, wird Lehrer.““ (Originalzitat eines angehenden Berufschullehrers des „Berufsbildungsinstitutes Arbeit und Technik“ - biat, Universität Flensburg) Martin Luther (1483 - 1546): "Es gefällt mir kein Stand so gut, ich wollte auch keinen lieber annehmen, als ein Schulmeister zu sein." „Nach wie vor bestehen zwischen jungen Frauen und Männern erhebliche Unterschiede bei der Berufs- und Studienwahl und beim Einstieg in die Berufstätigkeit. Berufswahlentscheidungen stehen am Ende eines Berufsfindungsprozesses, der lange vor der Entscheidung für einen Beruf beginnt und von individuell-biografischen sowie strukturellen Faktoren geprägt ist. Eltern, Schule und Berufsberatung spielen dabei als "Gatekeeper" eine wichtige Rolle.“ (Keddie, B.) Warum wird man Lehrer/in, wenn man nichts wird? Warum wollte Martin Luther so gerne „Schulmeister“ werden? Welche Motive bzw. Motivationen haben insbesondere Studentinnen Techniklehrerin bzw. Berufschullehrerin im Berufsfeld Metall zu werden? Mit dieser Arbeit möchte ich versuchen, Motive und Motivationen herauszuarbeiten, die zu dieser – auch heute noch - ungewöhnlichen Berufswahl für Frauen führen. Dazu werden im folgenden zunächst die fachpsychologischen Begriffe „Motivation“ und „Motiv“ näher erläutert. Weiterhin wird auf Lernmotive und Lernmotivationen im Studium allgemein eingegangen, da diese eine wichtige Basis zum Erlagenden der Ausbildung sind. Es folgen verschiedene Tests, Befragungen und ihre Auswertungen. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Untersuchungen interpretiert.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Flensburg

Schriftliche Hausarbeit 

zur Ersten Staatsprüfung für die Laufbahn der Grund- und Hauptschullehrerin in Schleswig-Holstein

Motive für die Wahl des Berufes Techniklehrerin/ 
Berufschullehrerin im Berufsfeld Metall

Dem Prüfungsamt vorgelegt von

Dunja Schwab

Institut für Technik und ihre Didaktik
18.06.2007

 

 

Einleitung ... 3

1. Zielsetzung - Frauenanteil im Technikbereich erhöhen ... 4

2. Motive zur Berufswahl: Begriffe und Befunde ... 5
2.1 Motive und Motivationen - begriffliche Erklärung ... 5
2.2 Erwartungs-Wert-Theorie der Leistungsmotivation ... 10
2.3 Befunde zu Motiven für die Berufswahl ... 12
2.3.1 Befunde zu Motiven allgemein ... 15
2.3.2 Befunde zu Motiven zur Lehrerin ... 17
2.3.3 Befunde zu Motiven zur Techniklehrerin ... 20
2.4 Frauenanteil bei Techniklehrerinnen/ Berufschullehrerinnen ... 20
2.5 Anforderungen an Techniklehrerinnen allgemein ... 22

3. Motive zur Wahl des Berufes Techniklehrerin/ Berufschullehrerin ... 27
3.1 Begründungsansätze zur Auswahl von Techniklehrerin/ Berufschullehrerin ... 27
3.2 Zielsetzung der Befragung ... 27
3.3 Methoden der Befragung ... 28
3.3.1 Begründung der ausgewählten Methoden ... 29
3.3.2 Beschreibung der Testverfahren ... 29
3.3.2.1 FLL - Fragebogen zu Lebenszielen und Lebenszufriedenheit ... 29
3.3.2.2 KAI - Messung der aktuellen geistigen Leistungsfähigkeit ... 32
3.3.2.3 Selbstentwickelter Fragebogen/ Interviewbogen ... 33
3.3.2.4 Durchführung der Tests ... 33

4. Ergebnisse ... 36
4.1 Ergebnisse der Befragungsmethoden ... 36
4.1.1 FLL ... 36
4.1.2 KAI ... 47
4.1.3 Fragebogen ... 51
4.2 Ergebnisse aus der Literatur ... 56

5. Bewertung der Ergebnisse in Bezug auf die Zielsetzung der Arbeit ... 58

6. Zusammenfassung ... 61

7. Literaturverzeichnis (alphabetisch)  ... 62
7.1 Bücher ... 62
7.2 Internetquellen ... 62

 

 

 

Einleitung

"Mein Vater hat immer gesagt: "Wer nichts wird, wird Wirt und wer dann noch nichts wird, wird Lehrer."" (Originalzitat eines angehenden Berufschullehrers des "Berufsbildungsinstitutes Arbeit und Technik" - biat, Universität Flensburg)

Martin Luther (1483 - 1546):
"Es gefällt mir kein Stand so gut, ich wollte auch keinen lieber annehmen, als ein Schulmeister zu sein."


"Nach wie vor bestehen zwischen jungen Frauen und Männern erhebliche Unterschiede bei der Berufs- und Studienwahl und beim Einstieg in die Berufstätigkeit. Berufswahlentscheidungen stehen am Ende eines Berufsfindungsprozesses, der lange vor der Entscheidung für einen Beruf beginnt und von individuell-biografischen sowie strukturellen Faktoren geprägt ist. Eltern, Schule und Berufsberatung spielen dabei als "Gatekeeper" eine wichtige Rolle." 

(Keddie, B.)

Warum wird man Lehrer/in, wenn man nichts wird? Warum wollte Martin Luther so gerne "Schulmeister" werden? Welche Motive bzw. Motivationen haben insbesondere Studentinnen Techniklehrerin bzw. Berufschullehrerin im Berufsfeld Metall zu werden?

Mit dieser Arbeit möchte ich versuchen, Motive und Motivationen herauszuarbeiten, die zu dieser - auch heute noch - ungewöhnlichen Berufswahl für Frauen führen. Dazu werden im folgenden zunächst die fachpsychologischen Begriffe "Motivation" und "Motiv" näher erläutert. Weiterhin wird auf Lernmotive und Lernmotivationen im Studium allgemein eingegangen, da diese eine wichtige Basis zum Erlagenden der Ausbildung sind. Es folgen verschiedene Tests, Befragungen und ihre Auswertungen. Im Anschluss werden die Ergebnisse der Untersuchungen interpretiert.

1. Zielsetzung - Frauenanteil im Technikbereich erhöhen

Mit dieser Arbeit soll versucht werden, insbesondere die Motive und Motivationen der Frauen in den Technikbereichen der Universität Flensburg zu erarbeiten, um herauszufinden, warum sie Techniklehrerin bzw. Berufschullehrerin im Bereich Metall- oder Elektrotechnik werden möchten. Vielleicht können diese Informationen unter anderem interessierten Abiturientinnen und derzeitigen Studentinnen einen Überblick verschaffen, was sie im und nach dem Studium erwartet, so dass Unklarheiten beseitigt werden könnten und dadurch der Frauenanteil in den beiden Studiengängen eventuell zunimmt.

"Gerade bei den zehn- bis zwölfjährigen Realschülern, bei Mädchen wie Jungen, sei das Interesse an handwerklichen Arbeiten noch leicht zu wecken. Aber durch die geplante Reform würden besonders die Mädchen dazu gedrängt, eher in hauswirtschaftliche Fächer abzuwandern. "Die Streichung verlagert die Begegnung der Mädchen mit dem Technikunterricht in die siebte Klasse", behauptet der Ausbilder der Techniklehrer. Dann aber sei "die Aufgeschlossenheit für Technik bei den Schülerinnen nur noch sehr schwer herbeizuführen".
(http://www.technik-online-magazin.de/modules/news/article.php?storyid=7 )

2. Motive zur Berufswahl: Begriffe und Befunde

2.1 Motive und Motivationen - begriffliche Erklärung


"Motivation kommt aus dem Lateinischen und hat mit Beweggrund, Antrieb zu tun. Wir Erwachsenen handeln nie ohne Motiv und wir meiden - wenn wir es können - Tätigkeiten, die uns sinnlos erscheinen. Wenn wir als Erwachsene fragen, will dieser Schüler nicht oder kann er nicht, dann lautet für mich die Antwort als Psychologe stets: Er kann jetzt nicht, weil er eben nicht will, heißt: er ist nicht ausreichend motiviert."

(Dr. Josef Zollneritsch: Wie behalte ich mir die Freude am Lernen? In: "Schule". Zeitschrift des Landeschulrates für Steiermark. auf www.stangl-taller.at )

Stangl-Taller unterscheidet zwischen der umgangssprachlichen Verwendung des Motivationsbegriffs und der fachpsychologischen:

Motivationen werden in der Psychologie als "Drang zur Aktivität" verstanden, der "Zustand des Motiviertseins". Dieser Begriff ist im wesentlichen neutral zu verstehen ist und enthält im fachpsychologischem Sprachgebrauch keine Bewertung. Es gibt zwei Perspektiven, um Prozesse zu betrachten:

a) unbewusst, unreflektiert (physiologische und emotionale Appelle führen zu Verhaltensimpulsen) oder

b) bewusst, reflektiert, welches Willenprozesse und die konkreten Handlungen sind (kognitivistischen Theorien)

Man unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation, welche man auch unter den Begriffen Primärmotivation und Sekundärmotivation finden kann. Beide Arten "schliessen sich nicht grundsätzlich aus und können zugleich in derselben Tätigkeit wirken."

[....]


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