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Subtitle: Ein Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung und Konsequenzen daraus für den Literaturunterricht
Termpaper, 2005, 25 Pages
Author: Jennifer Reuter
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Tags: Lesetagebuch, Unterrichtsmethode
Year: 2005
Pages: 25
Grade: 2,2
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-86731-3
ISBN (Book): 978-3-638-86736-8
File size: 149 KB
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Abstract
Der Deutschunterricht der Grundschule wie auch jener der weiterführenden Schulen hat u.a. die Aufgabe, den Schülern Literatur näher zu bringen und diese zu Lesern zu machen. Der Unterricht hat nicht nur das Ziel, die Kulturtechniken Lesen und Schreiben zu vermitteln, sondern auch den Umgang mit und die Freude an Literatur. In der heutigen Zeit gibt es viele Erwachsene, die im Freizeitbereich gänzlich auf das Lesen verzichten. Dies kann zahlreiche Gründe haben, wie die fehlenden Lesevorbilder im Elternhaus, ein die Freude am Lesen nehmender Deutschunterricht und andere Interessen. Anhand von Lektürebiographien kann versucht werden, Ursachen von Leseunlust bzw. -lust aufzuspüren, um diesen dann im Deutschunterricht begegnen zu können. In dieser Hausarbeit werde ich zunächst meine eigene Lektürebiographie erstellen, wobei ich einige Fragen des Interviewleitfadens zur Erstellung von Lektürebiographien von Dagmar Grenz als Anregung genommen habe. Im Anhang befindet sich eine Liste von Büchern, die von mir gelesen wurden. Es muss hinzugefügt werden, dass diese Liste nicht vollständig ist, da einige Bücher sicher in Vergessenheit geraten sind. An die eigene Lektürebiographie schließt sich ein Vergleich mit der lektürebiographischen Forschung an. Daraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen für den Unterricht, welche ich in Punkt 4 behandeln werde. Dabei interessieren mich vor allem handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsverfahren, die in meinem Unterricht am Gymnasium kaum eine Rolle spielten. Ich werde mich speziell mit der Methode des Lesetagebuchs auseinandersetzen, welche als Methode des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts eine Fülle von Möglichkeiten des Umgangs mit Literatur bietet.
Excerpt (computer-generated)
Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode
Ein Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen
Forschung und Konsequenzen daraus für den Literaturunterricht
von
Jennifer Reuter
Gliederung
1 Einleitung... 3
2 Eigene Lektürebiographie... 3
3 Vergleich der eigenen Lektürebiographie mit der lektürebiographischen Forschung... 7
4 Konsequenzen für den Unterricht... 11
4.1 Einbeziehung von handlungs- und produktionsorientierten Verfahren in das Unterrichtsgeschehen... 14
4.2 Das Lesetagebuch als Unterrichtsmethode... 15
4.2.1 Entwicklung des Lesetagebuchs vom Forschungsmittel zur Unterrichtsmethode... 15
4.2.2 Darstellung der Methode... 16
4.2.3 Begründung der Methode... 18
5 Literaturangaben... 20
6 Anhang: Lektüreliste... 22
1. Einleitung
Der Deutschunterricht der Grundschule wie auch jener der weiterführenden Schulen hat u.a. die Aufgabe, den Schülern Literatur näher zu bringen und diese zu Lesern zu machen. Der Unterricht hat nicht nur das Ziel, die Kulturtechniken Lesen und Schreiben zu vermitteln, sondern auch den Umgang mit und die Freude an Literatur.
In der heutigen Zeit gibt es viele Erwachsene, die im Freizeitbereich gänzlich auf das Lesen verzichten. Dies kann zahlreiche Gründe haben, wie die fehlenden Lesevorbilder im Elternhaus, ein die Freude am Lesen nehmender Deutschunterricht und andere Interessen. Anhand von Lektürebiographien kann versucht werden, Ursachen von Leseunlust bzw. -lust aufzuspüren, um diesen dann im Deutschunterricht begegnen zu können. In dieser Hausarbeit werde ich zunächst meine eigene Lektürebiographie erstellen, wobei ich einige Fragen des Interviewleitfadens zur Erstellung von Lektürebiographien von Dagmar Grenz als Anregung genommen habe. Im Anhang befindet sich eine Liste von Büchern, die von mir gelesen wurden. Es muss hinzugefügt werden, dass diese Liste nicht vollständig ist, da einige Bücher sicher in Vergessenheit geraten sind.
An die eigene Lektürebiographie schließt sich ein Vergleich mit der lektürebiographischen Forschung an. Daraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen für den Unterricht, welche ich in Punkt 4 behandeln werde. Dabei interessieren mich vor allem handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsverfahren, die in meinem Unterricht am Gymnasium kaum eine Rolle spielten. Ich werde mich speziell mit der Methode des Lesetagebuchs auseinandersetzen, welche als Methode des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts eine Fülle von Möglichkeiten des Umgangs mit Literatur bietet.
2. Eigene Lektürebiographie
Ich bin in einem Haushalt mit meinen Eltern und drei älteren Geschwistern, Pflegekindern von meinen Eltern, aufgewachsen. Ich hatte viele Personen um mich herum, die mit mir Bilderbücher angesehen bzw. mir Bücher vorgelesen haben. Meine Eltern sind beide Lehrer und lesen gerne und relativ häufig, wobei mein Vater vor allem Zeitungen und meine Mutter eher Romane oder Biographien liest. Meine älteren Geschwister lesen auch viel, so dass ich in einem Umfeld mit vielen Büchern und leseinteressierten Menschen groß werden konnte. Bevor ich schreiben und lesen konnte, habe ich schon gerne Geschichten erfunden. Ich bat dann immer meine Mutter, schnell alles aufzuschreiben, wobei sie immer eine Seite frei ließ, auf die ich ein Bild zu dem jeweiligen Text malen konnte. Ich freute mich schon auf das Lesen- und Schreibenlernen in der Schule, weil ich selbst Geschichten lesen und aufschreiben wollte. Der sprachliche Anfangsunterricht wurde bei mir mit der "Fu-Fibel" durchgeführt. Den von meiner Mutter gestrickten Fu liebte ich abgöttisch, und meine erfundenen Geschichten dieser Zeit handelten alle von Fu und seinen Abenteuern. Obwohl ich die "Fu-Fibel" aus heutiger Sicht als recht langweilig und wenig abwechslungsreich einstufe, kann ich mich erinnern, dass ich sie damals sehr gerne und auch oft zur Hand genommen habe, was dazu führte, dass ich die meisten Texte auswendig konnte.
Meine liebsten Kinderbücher waren die von Astrid Lindgren, die auch immer noch meine Lieblingsschriftstellerin ist. Besonders gefallen haben mir neben "Lotta aus der Krachmacherstraße", "Madita", "Michel", "Karlsson vom Dach" und "Pippi Langstrumpf", die "Kinder aus Bullerbü". Ich dachte immer, dass es doch irgendwo in Schweden einen Ort namens "Bullerbü" geben müsse, wo Lisa und die anderen Kinder lebten, und eines Tages, da war ich mir sicher, würde ich sie besuchen fahren. Ich wollte diese Geschichten immer wieder hören. Besonders gern mochte ich auch die "Nesthäkchen"-Bücher von Else Ury, was auch mit der dazugehörigen Fernsehserie zusammenhing. Ich wollte gern so sein wie Nesthäkchen, was dazu führte, dass ich meine Eltern darum bat, mich Annemarie zu nennen und dass ich in sämtliche Kinderbücher diesen Namen schrieb. Ein anderer Favorit war das Buch "Milly Molly Mandy" von Joyce Lankester Brisley, das meine Mutter mir auf englisch vorlas. Besonders gut gefielen mir auch die "Famous Five" von Enid Blyton, die ich auch als deutsche Hörspielkassetten gerne hörte. Meine Vorliebe für Blytons "Hanni und Nanni" prägte meine Vorstellung über das Leben in Internaten für lange Zeit. Es gibt so viele Kinderbücher, an die ich schöne Erinnerungen habe, dass es schwierig ist, hier nur ein paar herauszugreifen.
Ich kann mich nur an zwei Bücher erinnern, die, neben dem Lesebuch, im Deutschunterricht der Grundschule gelesen wurden. Das eine war Preußlers "die kleine Hexe", welches ich schon vorher kannte, und das andere war "Schnüpperle" von Barbara Bartos-Höppner, welches in der Weihnachtszeit gelesen wurde. Beide Bücher gefielen mir gut, und an den Deutschunterricht der Grundschulzeit habe ich fast nur positive Erinnerungen. Spaß gemacht hat mir vor allem das Schreiben von Aufsätzen. Am Gymnasium lasen wir die Jugendbücher "Die Rolltreppe abwärts" von Hans-Georg Noack, "Ben liebt Anna" von Peter Härtling und "The Wave" von Morton Rhue. Die drei Bücher habe ich gern gelesen, und der Deutschunterricht zu Beginn der Gymnasiumszeit gefiel mir auch noch ganz gut.
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