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Analyse der quantitativen Nutzenpotenziale des Einsatzes der RFID-Technologie zur logistischen Steuerung

Diplomarbeit, 2005, 109 Seiten
Autor: Alexander Kleinert
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen

Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 109
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 132  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V76097
ISBN (E-Book): 978-3-638-73109-6

Dateigröße: 1020 KB


Textauszug (computergeneriert)

Technische Universität Berlin

Freie wissenschaftliche Arbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Ingenieurs

Analyse der quantitativen Nutzenpotenziale des Einsatzes der RFID-Technologie zur logistischen Steuerung

Alexander Kleinert

 

Inhaltsverzeichnis


1 Einleitung ... 1

1.1 Ausgangslage und Handlungsbedarf ... 1
1.2 Vorgehensweise ... 2

2 Grundlagen ... 4

2.1 Der Begriff „Logistik“ ... 4
2.2 Wertschöpfung der Logistik durch Koordination ... 7
2.2.1 Die Logistik im Wertschöpfungsprozess ... 7
2.2.2 Logistische Zielkonflikte ... 9
2.2.3 Beherrschung der Zielkonflikte durch Koordination ... 11
2.3 Instrumente zur Bewertung logistischer Wertschöpfung ... 13
2.3.1 Anforderungen an ein Bewertungsverfahren ... 13
2.3.2 Die „traditionelle“ Kostenrechnung ... 17
2.3.3 Logistikkosten- und -leistungsrechnung ... 18
2.3.4 Alternative Kostenrechnungen ... 28
2.4 Besonderheiten der Bewertung technologischer Innovationen ... 35
2.4.1 Kritische Rahmenbedingungen der Innovationsbewertung ... 36
2.4.2 Technologische Wettbewerbsvorteile ... 36
2.4.3 Koordinationseffekte eines IT-Einsatzes ... 38
2.5 Zusammenfassung wichtiger Erkenntnisse ... 38

3 Analyse der RFID-Treiber in der logistischen Steuerung ... 40

3.1 Koordinationsmängel ... 40
3.1.1 Mangel an Echtzeitfähigkeit ... 40
3.1.2 Länge von Durchlaufzeiten ... 43
3.1.3 Qualitätsmängel ... 45
3.1.4 Mangel an Visibilität ... 46
3.2 Bestandsprobleme ... 48
3.2.1 Schwund ... 48
3.2.2 OOS – Leerbestände ... 50
3.2.3 Ineffiziente Lagerhaltung ... 52
3.3 Unzulänglichkeit der Barcode-Technologie ... 53
3.4 RFID als technologische Innovation zur Verbesserung der Koordination ... 54
3.4.1 Bestandteile der RFID ... 54
3.4.2 Eigenschaften der RFID ... 56
3.4.3 Entwicklungsstand der technischen Umsetzung ... 58
3.5 Zusammenfassung der Potenzialanalyse ... 60

4 Entwicklung eines Modells zur Quantifizierung des RFID-Einflusses ... 61

4.1 Vorgehen in der Wirkungsanalyse ... 61
4.2 Direkte Auswirkungen ... 63
4.2.1 Verkürzung der Identifikations- und Kontrollzeiten ... 63
4.2.2 Reduzierung fehlerhafter Lesungen ... 66
4.2.3 Zusätzliche Daten ... 67
4.3 Indirekte Auswirkungen ... 68
4.3.1 Nutzenpotenzial durch verkürzte Durchlaufzeit ... 68
4.3.2 Nutzenpotenzial durch höhere Lieferqualität ... 75
4.3.3 Nutzenpotenzial durch erhöhte Visibilität ... 78
4.4 Verdichtung und Interpretation ... 84

5 Zusammenfassung und Ausblick ... 88

Literaturverzeichnis ... 91

Anhang ... 99

 

 

1 Einleitung

Nichts ist mächtiger als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.1 Wie jede Technologie, stiftet auch die RFID nur dann Nutzen, wenn sie erhebliche Auswirkungen auf die Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens oder auf die Branchenstruktur hat.2


1.1 Ausgangslage und Handlungsbedarf

Der internationale Wettbewerb, steigende Kundenanforderungen, neue Gesetze und besonders der wachsende Kostendruck sind als die aktuellen unternehmerischen Herausforderungen hinreichend beschrieben worden.3 Um diesen Gegebenheiten zu entgegnen, die Effizienz der Wertschöpfung der Unternehmensprozesse weiterhin zu erhöhen und etablierte Wettbewerber anzugreifen, sind Praxis und Wissenschaft ständig auf der Suche nach neuen Innovationen.4 Eine dieser Innovationen ist die Radio Frequency Identification (RFID), welche in den letzten Jahren immer stärker als eine solche betrachtet und dennoch erst zu einem geringen Ausmaß eingesetzt wird.5 Den Unternehmen sind zum einen die Investitionskosten zu hoch und zum anderen fragen sie sich, durch welche monetären Auswirkungen diese Technologie die hohen Investitionskosten rechtfertigen würde.6

Bei der Recherche nach geeigneter Literatur fällt auf, dass die RFID-Technologie sehr häufig thematisiert wird, jedoch die Quantifizierung ihrer Effekte auf die logistische Steuerung bislang nur unzureichend untersucht wurde.7 Dabei hat der Einsatz einer Technologie erst dann Aussicht auf Erfolg in der Praxis, wenn wirtschaftliche Zusammenhänge mit quantifizierbaren Größen dargestellt werden können.8 Eine betriebswirtschaftliche Perspektive wurde jedoch nur bei wenigen Veröffentlichungen9 in den Vordergrund gestellt. Häufig fokussiert sich die Diskussion über die Wirtschaftlichkeit der RFID zu sehr auf die Kosten der RFID bzw. nur auf bestimmte Industrien. Auch wenn dies wesentliche Aspekte sind, greift eine solche Diskussion zu kurz. Zunächst gilt es zu verstehen, welche Potenziale die RFID bietet und auf welche Weise sich diese in einem ganzheitlichen Ansatz quantifizieren lassen. Die vorliegende Arbeit soll nun einen Teil dieser Lücke schließen, wobei spezielle Beachtung auf Wertschöpfungs- und Kostensenkungspotenziale innerhalb logistischer Prozesse gelegt wird. Um auf den Handlungsbedarf so effizient wie möglich einzugehen und ein möglichst umfassendes Quantifizierungsmodell zu generieren, werden die in der Theorie existierenden Bewertungsinstrumente erläutert und die in der Praxis auftretenden Engpässe analysiert.

Auf eine Investitionsrechnung wird verzichtet, da die Investitionskosten stark von der technologischen Umsetzung abhängen und sich diese gegenwärtig in einem sehr dynamischen Prozess der technischen Standardisierung befindet, wodurch sich die Preise der Transpondertechnologie noch im großen Umfang ändern.10 Demnach ist es sinnvoller von einer Momentaufnahme abzusehen und eher Methoden für die praktische Anwendung zu entwickeln, mit deren Hilfe die Wertschöpfungspotenziale beim jeweiligen Stand der Technik ermittelt werden können und diese den zum Zeitpunkt der Anwendung auftretenden Kosten gegenübergestellt werden können.

Daraus ergibt sich als Ziel der Arbeit, zum einen die Auswirkungen der RFID besser verständlich zu machen und zum anderen dem Praktiker als Handlungshilfe zu dienen, das logistische Wertschöpfungspotenzial des RFID-Einsatzes monetär im eigenen Unternehmen zu bewerten und die quantitativen Auswirkungen abzuschätzen.


1.2 Vorgehensweise

Im nächsten Kapitel wird zunächst auf die grundlegenden Elemente der Untersuchung eingegangen. Nachdem zuerst die Begriffe „Logistik“ und „Supply Chain Management“ (SCM) aufgearbeitet werden, wird erläutert, wodurch in diesen Bereichen für den Kunden Wert geschaffen wird und welche Rolle die Koordination in diesem Zusammenhang spielt. Im Anschluss darauf wird dargelegt, welche Instrumente angewendet werden können, um die Wertschöpfung in der Logistik zu messen.

Im dritten Kapitel wird der Status Quo zum Zeitpunkt der Erstellung der Arbeit geschildert. Ziel des Kapitels ist es, die maßgeblichen Schwachstellen in der logistischen Steuerung, welche durch die mangelnde Koordinationsleistung der Barcodetechnologie existieren, zu identifizieren und somit die Treiber einer verbesserten Koordinationstechnologie herauszustellen. Daran schließt sich die Vorstellung der RFID-Technologie an und es wird erläutert, welche Eigenschaften sie besitzt, um den ausgewählten Schwachstellen der logistischen Steuerung zu begegnen. Da sich das technologische Umfeld im Bereich RFID momentan noch sehr verändert und die Standardisierung ebenfalls noch andauert, ist es für die Gestaltung der Arbeit sinnvoller, nur bestimmte und möglichst realitätsnahe Eigenschaften der Technologie zu betrachten. Diese Eigenschaften, welche die RFID von dem Barcode unterscheiden, werden kurz dargestellt und dienen als Ausgangslage für die spätere Untersuchung der Nutzenpotenziale.

Ausgehend von diesem Verständnis werden im vierten Kapitel die Auswirkungen der RFID-Technologie auf die im dritten Kapitel dargestellten Herausforderungen ermittelt. Dabei werden zunächst die elementaren Auswirkungen der verbesserten Koordination aufgearbeitet und erst im Anschluss die daraus resultierenden wirtschaftlichen Nutzenpotenziale. Die Quantifizierung der RFID-Effekte erfolgt dabei durch Anwendung der im zweiten Kapitel erläuterten Methoden.

Abgeschlossen wird die Arbeit mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse und einem Ausblick auf nachhaltige Ansätze und zukünftige Entwicklungen in Theorie und Praxis.

 

[...]


1 Victor Hugo
2 Vgl. PORTER (2000), S. 225
3 Vgl. BAUMGARTEN (2000), S. 9; PFOHL (2003), S. 48ff; SIMCHI-LEVI et al. (2000), S. 1
4 Vgl. PORTER (2000), S. 238
5 Vgl. BEHRENBECK et al. (2004), S. 17
6 Vgl. BOSSARD (2004), S. 5
7 Vgl. STRASSNER (2005), S. 9
8 Vgl. BEHRENBECK et al. (2004), S. 17f.; INTERMEC TECHNOLOGIES GMBH (2004)
9 Vgl. FLEISCH/TELLKAMP (2003); STRASSNER (2005); PFLAUM (2001); ALEXANDER et al. (2002)
10 Vgl. METRO-GROUP (2004), S. 24; OERTEL et al. (2004), S. 24 u. 101; STRASSNER/FLEISCH (2005), S. 47


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