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Bachelor Thesis, 2003, 101 Pages
Author: Master of Science in Public Health and Administration Franziska Bittner
Subject: Health Science
Details
Tags: Dimension, Verantwortung, Unternehmen, Beispiel, Corporate, Citizenship, Deutschland
Year: 2003
Pages: 101
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 35 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-73107-2
ISBN (Book): 978-3-638-80336-6
File size: 442 KB
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Abstract
Im Zuge der wachsenden Globalisierung und dem damit einher gehenden Wandel der Arbeitswelt, der Gesellschaft und ihrer Gesundheit, gewinnt die soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) zunehmend an Bedeutung. Im Sinne der Ottawa Charta sollte die Arbeit als Quelle der Gesundheit statt der Krankheit verstanden werden, so dass es gilt sichere, angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen. Dieses Ziel ist erreichbar, indem unnötige Arbeitsbelastungen vorab reduziert werden und sich die Betriebsorganisation und -philosophie auf die Gesundheit und Motivation ihrer Mitarbei-ter ausrichtet. Bestandteil des Konzeptes der sozialen Verantwortung ist demnach die Auffassung, dass der Mitarbeiter das höchste Gut eines Unternehmens ist, das es gilt durch entsprechende Maßnahmen zu bewahren. Soziale Verantwortung umfasst von daher Investitionen in Humankapital, aber auch in die Umwelt und das soziale Umfeld der Unternehmen. Hierbei sollen jedoch die Interessen aller Seiten gewahrt werden, also die des Unternehmens und die der Mitarbeiter, der Umwelt und des sozialen Um-feldes. Die Rede ist dann von einer sogenannten Win-Win-Situation. Auf Grund der globalen Vernetzung vieler Unternehmen gewinnt die soziale Verantwor-tung von Unternehmen an Tragweite. Sie geht also über die Werktore und das unmit-telbare Umfeld hinaus und erzielt weltweite Dimensionen. International erarbeitete Richtlinien, Standards und Bewertungsinstrumente sozialer Verantwortung finden dann auch für Zulieferer, Geschäftspartner und deren Mitarbeiter Anwendung. Ein Unter-nehmen, das seine Unternehmenspolitik nach den CSR-Prinzipien ausgerichtet hat, ist demnach bestrebt mit internationalen Geschäftspartnern zu handeln, die u.a. die Men-schenrechte einhalten und Kinderarbeit untersagen. Darüber hinaus haben bereits (einige) Unternehmen erkannt, dass überdurchschnittli-che sozial- und ökologisch ausgerichtete Unternehmenspraktiken zur Gewinnerzielung beitragen. So werden beispielsweise anerkannt sozial verantwortliche handelnden Un-ternehmen konkrete finanzielle Vorteile eingeräumt, indem sie z.B. in einen auf ethi-schen Kriterien basierenden Aktienindex aufgenommen werden. Vor diesem Hintergrund und dem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit zielt das CSR-Konzept darauf ab, die negativen Einflüsse auf den Menschen und die Gesell-schaft zu minimieren und die Unternehmen und Institutionen zu ähnlichen Handlungs-weisen zu animieren .
Excerpt (computer-generated)
F a c h h o c h s c h u l e N e u b r a n d e n b u r g
Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Studiengang Gesundheitswissenschaften
Die gesellschaftliche Dimension sozialer Verantwortung von Unternehmen
am Beispiel des Corporate Citizenship in Deutschland
B a c h e l o r a r b e i t
zur
Erlangung des akademischen Grades
Bachelor of health promotion and administration
von
Franziska Bittner
31. Juli 2003
Inhaltsverzeichnis
Anhangsverzeichnis ... 4
1. Einleitung ... 5
2. Vorgehensweise ... 6
3. Was bedeutet Soziale Verantwortung von Unternehmen? ... 7
3.1 Grundsätze von CSR ... 9
3.2 Maßnahmenschwerpunkte von CSR ... 10
3.3 Auswirkungen von CSR ... 11
3.4 Die interne und externe Dimension von CSR ... 12
3.4.1 Die interne Dimension von CSR ... 12
3.4.1.1 Humanressourcemanagement ... 12
3.4.1.2 Arbeitsschutz ... 13
3.4.1.3 Anpassung an den Wandel ... 14
3.4.1.4 Umweltverträglichkeit und Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen ... 15
3.4.2 Die externe Dimension von CSR ... 17
3.4.2.1 lokale Gemeinschaften ... 17
3.4.2.2 Geschäftspartner, Zulieferer, Verbraucher ... 18
3.4.2.3 Menschenrechte ... 19
3.4.2.4 Globaler Umweltschutz ... 20
3.5 Unternehmensführung im Bewusstsein der sozialen Verantwortung ... 22
3.5.1 Qualität der Arbeit ... 22
3.5.2 Berichterstattung und Auditierung von CSR-Maßnahmen ... 24
3.5.3 Sozial verantwortliches Investieren ... 26
4. CSR im wirtschaftlichen und politischen Kontext ... 28
4.1 Bisherige Hemmnisse von CSR ... 30
4.2 Der Weg zu einem Aktionsrahmen von CSR ... 31
5. CSR bzw. bürgerschaftliches Engagement von Unternehmen in Deutschland ... 34
5.1 Die Strategie des Corporate Citizenship ... 35
5.2 Corporate Citizenship in Deutschland ... 36
5.2.1 Beteiligung am Corporate Citizenship ... 37
5.2.2 Maßnahmen des Corporate Citizenship ... 38
5.2.3 Ziele des Corporate Citizenship ... 40
5.2.4 Ziele und Unternehmensgröße ... 43
5.2.5 Aufwendungen für wohltätige Zwecke ... 45
5.2.6 Bewertung der Erfolge der Corporate Citizenship-Aktionen in Deutschland ... 47
5.2.6.1 Beurteilung des Erfolges aus Sicht der Unternehmensführung ... 47
5.2.6.2 Beurteilung des Erfolgs aus Sicht der eigenen Mitarbeiter ... 49
5.2.7 Ausblick auf geplante Aktivitäten ... 49
5.2.8 Good Practice-Beispiele in Deutschland ... 50
5.2.8.1 Soziale Verantwortung und Corporate Citizenship am Beispiel der Siemens AG ... 50
5.2.8.2 Soziale Verantwortung am Beispiel der Ford-Werke AG ... 56
5.2.9 wirtschaftlicher Ausblick ... 57
6. Weiterführende Überlegungen ... 58
Literaturverzeichnis ... 66
Anhangsverzeichnis
1. Die Liste der 100 besten Arbeitgeber der EU 2003 71
2. Bewertung von CSR 73
2.1 Richtlinien 73
2.1.1 United Nations Global Compact 74
2.1.2 Caux Round Table Richtlinien für Unternehmen 75
2.1.3 Ethical Trading Initiative`s Basic Code (ETI) 76
2.1.4 OECD Leitlinien für multinationale Unternehmen 78
2.2 Standards 78
2.2.1 Boston`s College Standard of Excellence 79
2.2.2 Social Accountability 8000 (SA 8000) 79
2.3 Bewertungsinstrumente 81
2.3.1 Community Mark 81
2.3.2 CSR Europe Matrix 81
2.3.3 The European Foundation for Quality Management (EFQM) Excellence Modell 82
3. CRT - Grundsätze für Geschäftsaktivitäten 83
4. Good-Practice-Beispiele: 91
5. Leitgedanken zur unternehmerischen Nachhaltigkeit der ÖBU
(schweizerische Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung) 100
6. Imug: Verantwortlich einkaufen - eine repräsentative Haushaltsbefragung Dez. 1999 101
1 Einleitung
Im Zuge der wachsenden Globalisierung und dem damit einher gehenden Wandel der Arbeitswelt, der Gesellschaft und ihrer Gesundheit, gewinnt die soziale Verantwortung von Unternehmen (CSR) zunehmend an Bedeutung. Im Sinne der Ottawa Charta sollte die Arbeit als Quelle der Gesundheit statt der Krankheit verstanden werden, so dass es gilt sichere, angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen zu schaffen. Dieses Ziel ist erreichbar, indem unnötige Arbeitsbelastungen vorab reduziert werden und sich die Betriebsorganisation und -philosophie auf die Gesundheit und Motivation ihrer Mitarbeiter ausrichtet. Bestandteil des Konzeptes der sozialen Verantwortung ist demnach die Auffassung, dass der Mitarbeiter das höchste Gut eines Unternehmens ist, das es gilt durch entsprechende Maßnahmen zu bewahren. Soziale Verantwortung umfasst von daher Investitionen in Humankapital, aber auch in die Umwelt und das soziale Umfeld der Unternehmen. Hierbei sollen jedoch die Interessen aller Seiten gewahrt werden, also die des Unternehmens und die der Mitarbeiter, der Umwelt und des sozialen Umfeldes. Die Rede ist dann von einer sogenannten Win-WinSituation.
Auf Grund der globalen Vernetzung vieler Unternehmen gewinnt die soziale Verantwortung von Unternehmen an Tragweite. Sie geht also über die Werktore und das unmittelbare Umfeld hinaus und erzielt weltweite Dimensionen. International erarbeitete Richtlinien, Standards und Bewertungsinstrumente sozialer Verantwortung finden dann auch für Zulieferer, Geschäftspartner und deren Mitarbeiter Anwendung. Ein Unternehmen, das seine Unternehmenspolitik nach den CSR-Prinzipien ausgerichtet hat, ist demnach bestrebt mit internationalen Geschäftspartnern zu handeln, die u.a. die Menschenrechte einhalten und Kinderarbeit untersagen.
Darüber hinaus haben bereits (einige) Unternehmen erkannt, dass überdurchschnittliche sozial- und ökologisch ausgerichtete Unternehmenspraktiken zur Gewinnerzielung beitragen. So werden beispielsweise anerkannt sozial verantwortliche handelnden Unternehmen konkrete finanzielle Vorteile eingeräumt, indem sie z.B. in einen auf ethischen Kriterien basierenden Aktienindex aufgenommen werden.
Vor diesem Hintergrund und dem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit zielt das CSR-Konzept darauf ab, die negativen Einflüsse auf den Menschen und die Gesellschaft zu minimieren und die Unternehmen und Institutionen zu ähnlichen Handlungsweisen zu animieren1.
2 Vorgehensweise
In meinem Praxissemester bei der BKK-Team Gesundheit Gesellschaft für Gesundheitsmanagement mbH in Essen wurde ich mit dem WHO-Projekt "Wandel der Arbeitswelt - Einflüsse auf die Gesundheit der Gesellschaften" betraut und befasste mich hierbei v.a. mit den Themen "Der Wandel der Arbeitswelt", "Die gesellschaftlichen Auswirkungen des Wandels der Arbeitswelt" und "Die Gesundheit im Wandel der Arbeitswelt". Ich lernte hierdurch, wie stark der Einfluss der Arbeitswelt mit den gesellschaftlichen und gesundheitlichen Chancen korreliert, so dass Unternehmen eine erhebliche Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern und anderen Stakeholdern besitzen.
Da mir das Thema bis dahin noch nicht vertraut war, es bei mir jedoch äußerstes Interesse und Neugierde weckte, entschloss ich mich schließlich es zum Thema meiner Abschlussarbeit zu machen.
Meine Recherchen weitete ich deshalb auf die Medien Hochschulbibliothek Neubrandenburg, Fernleihe, Internet und private Buchbestellungen aus dem Internet aus, wobei mir das Grünbuch der Europäischen Kommission über die "Europäischen Rahmenbedingungen für die Soziale Verantwortung der Unternehmen" als Grundlage diente. Hiermit verschaffte ich mir einen ersten Überblick über diese Thematik, woraufhin ich meine Recherchen intensivierte. Mit Zunahme der Recherchen wurde ich mir Schritt für Schritt der immensen Komplexität dieses Themas bewusst. Ich stieß auf Problemstellungen, die ich mittels meines bisherigen Kenntnisstandes nicht beantworten kann, es aber zu meiner zukünftigen Zielsetzung mache, mir das hierfür erforderliche Wissen anzueignen.
Aufgrund des vorgegebenen Rahmens der Arbeit entschloss ich mich, den Schwerpunkt auf die Grundlagen von Sozialer Verantwortung zu legen und hierauf aufbauend, die aktuelle Situation in Deutschland zu reflektieren. Die Arbeit will also die verschieden Dimensionen des CSR-Konzeptes aufzeigen und praktisch fundieren.
[....]
1 (vgl. BKK, WHO; Soziale Indikatoren zur Entwicklung von Gesundheit Soziale Verantwortung von Unternehmen, http://www.bkk.de, [Stand: 09.02.2003],.S.4)
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