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Termpaper, 2007, 22 Pages
Author: Kristin Peukert
Subject: Musicology
Details
Tags: Schlager, DÖF, Hit, Popmusik, Musikhit, NDW, Austro-Pop, Humpe, Prokopetz, Popsong, Charts, Popmusikanalyse, düse, ironisch, Erfolg, Kommerz, kulturell, ästhetisch, Zweiraumwohnung, 80er, Charthits, Musik Hit, Popmusik Charts
Year: 2007
Pages: 22
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-80813-2
ISBN (Book): 978-3-638-80759-3
File size: 235 KB
Analyse eines Top10 Hits, Bezüge und Geschichte zur NDW, Musik der 80er, Merkmale eines Hits
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Abstract
Was macht einen Popsong zu einem Hit? Warum landen nur bestimmte Musiktitel in den TOP 10 der Charts? Gibt es ein Rezept dafür, einen bestimmten Sound, Struktur oder Melodiebewegung? Was repräsentieren bzw. stellen die Charts dar? Auf diese Fragen wird in der Arbeit theoretisch eingegangen und das Phänomen Hit am Beispiel eines einzelnen Nr.1-Songs analysiert. Die längst vergessene deutsch-österreichische Combo DÖF wird vorgestellt (Humpe, Humpe, Prokopetz) und Hintergründe sowie Anekdoten zu ihrem bekannten Musiktitel erläutert. Weiterhin wird auf Austro-Pop, NDW und neuen deutschen Schlager eingegangen im geschichtlichen und teilweise analytischen Kontext. Der oben aufgeführte Popsong soll im Folgenden analytisch betrachtet und dem historischen Kontext nach eingeordnet werden mit anschließender Herausstellung der Besonderheiten unter kommerziellen, kulturellen und ästhetischen Gesichtspunkten... Der Begriff NDW wurde erstmals im Jahr 1979 von dem Hamburger Musikjournalisten Alfred Hilsberg erwähnt. Er bezog sich mit der Überschrift seines Artikels „Neue Deutsche Welle: Aus grauer Städte Mauern“ im Magazin Sounds auf junge, deutsch singende Punk-gruppen der entstandenen Musikbewegung Ende der Siebziger...
Excerpt (computer-generated)
Humboldt-Universität, Berlin Lehrstuhl Populäre Musik
Hauptseminar: Der Hit als musikkulturelles Phänomen WS 2006/07
DÖF – „Codo (...düse im Sauseschritt)“: Eine ironische Anlehnung an den neuen deutschen Schlager
Schriftliche Arbeit von Kristin Peukert
Technische Universität Berlin – Fachgebiet Musikwissenschaft
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Grundlagen der Analyse ... 3
2. „Berlin meets Wien“ – Ein deutsch-österreichisches Projekt ... 6
3. 1983 – Kommerzieller Höhepunkt und Ende der Neuen Deutschen Welle ... 8
4. „Im Sauseschritt in die Charts“ – Der Nr.1-Hit „Codo“ ... 10
4.1. Kommerzielle Aspekte ... 13
4.2. Kulturelle Aspekte und gesellschaftlicher Hintergrund ... 14
4.3. Ästhetische Aspekte ... 15
4.3.1. Klangliche und visuelle Besonderheiten ... 15
4.3.2. Inhaltliche und sprachliche Beschreibung ... 16
4.3.3. Wirkung und Charakter der klanglich-visuellen Präsentation ... 17
5. NDW oder neuer deutscher Schlager? – Versuch einer Kategorisierung ... 18
6. Abschließende Bemerkungen ... 19
7. Literaturverzeichnis ... 21
7.1. Verwendete Literatur ... 21
7.2. Internetquellen ... 22
1. Einleitung und Grundlagen der Analyse
Die Band mit Namen „DÖF“ ist sicher nur noch wenigen Musikhörern ein Begriff und auch die Bezeichnung „Codo“ lässt nicht gerade auf einen bekannten Musiktitel oder sogar Nr.1- Hit aus den frühen 80er Jahren schließen. Spielt man diesen Song jedoch an, wird es eine eindeutige Mehrheit an Hörern geben, die sich, aufgrund der auffälligen Repetitionen im Chorus und der Textzeile „düse im Sauseschritt“, an dieses Lied erinnert. Wer hätte gedacht, dass ein Wiener „Szene-Freak“ namens Georg Januszewski der Band zur Entstehung des Songs mit anschließenden Charterfolg verhalf, indem er den Musikern einmal im betrunkenen Zustand die Zeile „...und ich düse, düse, düse“ vorsang. Januszewski bildete sich ein der Außerirdische Codo zu sein1 und prägte mit seinen Äußerungen die Thematik und Titelbezeichnung dieses Musikstücks. Der oben aufgeführte Popsong soll im Folgenden analytisch betrachtet und dem historischen Kontext nach eingeordnet werden mit anschließender Herausstellung der Besonderheiten unter kommerziellen, kulturellen und ästhetischen Gesichtspunkten. Bedingung bei der Auswahl des Titels ist die Notwendigkeit der Chartplatzierung in den TOP 10, d.h. die Plätze 1-10 der offiziellen Charts in Deutschland ermittelt durch Media Control im Auftrag des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft e.V.2 und zusätzlich, wie es bei dem zu untersuchenden Titel der Fall ist, die offiziellen Charts aus Österreich und der Schweiz3. Gerade diese Bedingung ist von Wichtigkeit, denn die Analyse soll Aufschluss darüber geben, welche strukturellen und gestalterischen Merkmale, wie auch gesellschaftliche Hintergründe diesen Song zu einem „Hit“ werden ließen.
Eine Definition für den Begriff Hit im musikalischen Sinne zu finden, ist dabei nicht einfach. Zunächst ist die Bindung an den Tonträgerverkauf von Bedeutung, denn ein Hit ist ein kommerzielles Produkt der Pop-/Rockmusik oder U-Musik und als Massenware für jeden zugänglich. Die verkauften Einheiten werden in Relation zu anderen verkauften Musiktiteln wöchentlich in den Charts abgebildet. Die Charts fungieren als Marketinginstrument der Musikindustrie und Vermittler zwischen Verkaufspotentialen und Tonträgermarketing. Dabei spielt in diesem kommerziellen Prozess die Quantität eine große Rolle und äußert sich in der Anzahl verkaufter Titel mit dem Ziel, den Umsatz von Tonträgern zu steigern und eine größtmögliche Konsumentengruppe zu erreichen. Die Qualität eines Popsongs lässt sich nicht allein über die Quantität oder Chartplatzierung beurteilen, denn der Konsum der Masse repräsentiert und orientiert sich nicht immer an qualitativen Bestleistungen.
1 Österreich aktuell, in: Der Musikmarkt, 01. August 1983, Nr. 15, S. 34
2 Vgl. media control GmbH & Co. KG, Baden-Baden, URL: http://www.media-control.de/musikcharts.html (Stand: 10.01.07)
3 Vgl. hitparade.ch-Gruppe, Dietikon (Schweiz), URL: http://www.austriancharts.at und http://hitparade.ch (Stand: 10.01.07)
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