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Zu: Irene Disches "Ein Job" - eine Aufarbeitung eines Romans für den Politikunterricht

Termpaper, 2007, 15 Pages
Author: Maybritt Brehm
Subject: Politics - Didactics, Political Education

Details

Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 15
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V76615
ISBN (E-book): 978-3-638-80881-1
ISBN (Book): 978-3-638-81089-0
File size: 199 KB

Abstract

Der Einsatz erzählender Literatur im Politikunterricht kann dazu beitragen, unterschiedlichen Ansprüchen genüge zu tun. Zunächst ist die Förderung von Lesekompetenz spätestens seit PISA ein Anliegen, dessen Relevanz nicht nur die Unterrichtsgestaltung im Fach Deutsch betreffen sollte. Die Aneignung von Lesekompetenz als verstehendem Umgang mit Texten ist als universelles Kulturwerkzeug und wichtigste Schlüsselqualifikation Sache aller Fächer. Die Lektüre längerer Texte darf sich folglich nicht auf den Deutschunterricht beschränken. Der Einsatz von Sachtexten im Politikunterricht ist nicht neu, jedoch erfüllt er zumeist einen wesentlichen Zweck nicht: die Motivation der Schüler zu wecken. Die Lektüre des Romans von Irene Dische kann als motivierender Einstieg in eine differenziertere Betrachtung des Globalisierungs- und Migrationsbegriffs genutzt werden.


Excerpt (computer-generated)

Universität Kassel
Seminar: Globalisierung in erzählender Literatur

Zu: Irene Disches „Ein Job“ Aufbereitung eines Romans für den Politikunterricht

von Maybritt Brehm
2007

 

Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung des Textes ... 3
1.1 Zeitstruktur, Personenkonstellation, Handlungsstruktur ... 3
1.2 Themen und Motive ... 4
1.3 Autorin ... 4

2. Einleitung: Fragestellung, Vorgehensweise ... 5

3. Globalisierungsspuren, -themen, -motive im Text ... 6
3.1 Arbeitsbegriff von Globalisierung ... 6
3.2 Exemplarische Analyse einer Textstelle – Migration im Fokus ... 8

4. Didaktische Reflexion ... 11
4.1 Einschätzung von Lernpotentialen und –chancen ... 11

5. Einschätzung des lernthematischen/curricularen Zusammenhangs im Politikunterricht und Fazit ... 13

6. Literatur ... 15

 

1. Vorstellung des Textes

Irene Disches Roman Ein Job1 erzählt die Geschichte des kurdischen Profikillers Alan Korkunc, der nach New York reist, um dort einen Auftragsmord zu erledigen. Das Buch wird im Untertitel als Kriminalroman beschrieben, allerdings fehlt es dem Roman an typischen Krimielementen. Die Geschichte dreht sich in erster Linie um die innere Welt des Protagonisten, die auf skurrile Weise mit der äußeren Welt – New York- kollidiert.

 

1.1 Zeitstruktur, Personenkonstellation, Handlungsstruktur

Ein Job ist ein Roman, der ohne viele Zeitsprünge auskommt, lediglich zu Beginn und am Ende der Geschichte gibt es eine Zäsur, bei der nicht ganz klar ist, wieviel Zeit übersprungen wurde. Die Geschichte wird in der Vergangenheit aus personaler Perspektive erzählt, die sich eng an den Eindrücken und Gedanken des Protagonisten entwickelt.
Alan ist in einem kurdischen Dorf in der Türkei aufgewachsen, nachdem sein Vater von türkischen Soldaten getötet wurde und seine Mutter später ebenfalls starb, lebt er bei seiner Großmutter. Mit fünfzehn Jahren verlässt Alan sein Heimatdorf und geht nach Istanbul. Er wird zu einem berüchtigten Profikiller mit dem Decknamen „Schwarzer Stein“. Als er wegen des Mordes an einem türkischen Geschäftsmann ins Gefängnis kommt, bricht er kurz darauf aus.
Sein Weg führt ihn über Frankfurt nach New York, wo sein Auftraggeber Mr. Ballinger einen neuen Job für Alan hat. Zunächst bekommt Alan eine neue Persönlichkeit zur Tarnung, einschließlich eines neuen Nachnamens, Korkunc.
Sein Auftrag ist es, die Familie des Ex-Gouverneurs von Kurdistan umzubringen, während der Ex-Gouverneur, Süleyman Erkal, abwesend ist.
Alan findet sich in New York zunächst gar nicht zurecht, er versteht weder Sprache noch Kultur seiner neuen Heimat, was immer wieder zu absurden Situationen führt. Alan verbringt Tage damit, das Haus der Familie, die er töten soll, zu beobachten.
Neben der Hauptfigur Alan kommt der Figur von Alans Nachbarin, Mrs. Allen, eine bedeutsame Rolle zu. Er lernt sie zufällig auf dem Hausflur kennen und ihre schrullige, kontaktfreudige Art führt dazu, dass sich zwischen beiden eine außergewöhnliche Bekanntschaft entwickelt. Die Beziehung zu Mrs. Allen verleiht dem Charakter Alans etwas Menschliches. Denn alles, was man ansonsten über den Protagonisten erfährt, strotzt nur so vor Gewalt und Perversion.
Letztendlich kommt am Ende der Geschichte alles anders als geplant, Alan heiratet eine Studentin und lebt mit einer neuen Identität ein vermeintlich normales Leben in den USA.

[...]


1 Irene Dische: Ein Job. Kriminalroman. München, 2000.


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