Hausarbeit, 2002, 41 Seiten
Autor: Madlen Eichmann
Fach: Wirtschaft - Handel und Distribution
Details
Tags: Standortpolitik, Standortmarketing, Handelsbetriebslehre
Jahr: 2002
Seiten: 41
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-14881-8
Dateigröße: 414 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Standortpolitik
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Aspekte der Standortpolitik
2.1 ,Standort′ als Begriff und dessen Wirkung auf eine Unternehmung
2.2 Standortfaktoren
2.2.1 Grundlagen
2.2.2 Besonderheit von Standortfaktoren in der Industrie als Unternehmen der Leistungserstellung
2.2.2.1 Material- und arbeitsorientierte Gründe
2.2.2.2 Infrastrukturelle Gründe
2.2.2.3 Wirtschaftliche und steuerliche Gründe
2.2.3 Besonderheit von Standortfaktoren im Handel als Unternehmen der Leistungsverwertung
2.2.3.1 Kaufkraftpotential
2.2.3.2 Einzugsgebiet und Einkaufsstättenattraktivität
2.2.3.3 Konkurrenzaspekte
2.3 Bedeutung der Standortfaktoren für ein Unternehmen der Leistungserstellung sowie -verwertung
3. Standortauswahl eines Filialbetriebes des Handels bzw. des Lebensmittelhandwerkes
3.1 Ausgangsbasis
3.2 Standortsuche durch Makro- und Mikroanalysen
3.3 Standortbewertungsverfahren zur Bestimmung des Mikrostandortes
3.4 Standortauswahl und -controlling
4. Schlussbemerkung
Literaturverzeichnis
Anlagen
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1
Klassifikation von Agglomerationseffekten
Abbildung 2
Klassische und weiche Standortfaktoren
Abbildung 3
Standortfaktor Kaufkraft
Abbildung 4
Scoring-Modell
1. Einleitung
1.1 Vorstellung des Themas in Verbindung mit dem Ablauf und Ziel der Arbeit
Allein ein gutes Produkt auf den Markt zu bringen, reicht in der heutigen Zeit der ständig wachsenden Bedürfnisse und des sich verändernden Käuferverhaltens nicht mehr aus. Vielmehr ist es wichtig, sein Produkt unter Verwendung strategischer Marketingaktivitäten für den Konsumenten so attraktiv zu gestalten, dass er davon abgehalten wird, ein gleichwertiges Produkt bei einem Konkurrenzunternehmen zu kaufen. Aufgrund vorhandener Produkteigenschaften kann nicht verallgemeinert werden, welches Produkt von welchem Unternehmen besser ist. Unter Ausrichtung seiner Kernkompetenzen kann ein jedes Unternehmen sein Produkt mit hervorstechenden Eigenschaften produzieren und vermarkten. Aber letztendlich entscheidet der Kunde über den Erfolg des Unternehmens. Die Anwendung des Marketingmanagements kann deutlich dazu beitragen. Es ist psychologisch nachweisbar, dass sich Kunden von Marketinginstrumenten wie der Kommunikations-, der Sortiments- der Distributions- sowie der Preispolitik in ihrem Konsumverhalten beeinflussen lassen.1 Überdies ist die Standortpolitik unter strategischen Gesichtspunkten eine Möglichkeit, das Interesse des potentiellen Kunden am Unternehmen und deren Produkte zu stärken. Der Vorteil gegenüber den o.g. Marketingmaßnahmen: die Konkurrenz hat keine Möglichkeit zur Imitation.2 Ein Unternehmen kann sich folglich seine eigene Unternehmensstrategie im Sinne der Standortpolitik aufbauen und davon profitieren. Genau das stellt auch deren Schwierigkeit dar. Eine guter Standort stellt ein knappes Gut auf den deutschen Immobilienmarkt dar. Um die Gefahr einer Fehlentscheidung zu umgehen, werden genaue Standortanalysen immer wichtiger und sollten auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht außer Acht gelassen werden.
Ziel der Diplomarbeit ist es, die Standortpolitik als Hilfsmittel der strategischen Unternehmensentscheidung vorzustellen. Zunächst werden demzufolge theoretische Fakten diskutiert und der allgemeine Hintergrund von Standortfaktoren erläutert. Des weiteren erfolgt ein Vergleich verschiedener Branchen - Industrie versus Handel - und deren Darstellung auf das Fachgeschäft des Lebensmittelhandwerkes. Weiterhin sollen theoretisch Einzelhandelsfilialbetriebe und so auch die Vertriebsstrukturen des Lebensmittelhandwerkes in die nähere Überlegung miteinbezogen werden. Dabei wird die Standortsuche in Unterscheidung des Makro- und Mikrostandortes näher erläutert. Als Hilfsmittel sind verschiedene Standortbewertungsverfahren zu beschreiben, welche die Grundlage für eine praktische Anwendung geben.
2. Analyse von theoretischen Aspekten der Standortwahl
2.1 ,Standort′ als Begriff und dessen Bedeutung für eine Unternehmung
Um anfangs theoretische Gesichtspunkte der Standortpolitik näher erläutern zu können, ist zunächst die Beziehung zwischen einem Standort und einem betriebswirtschaftlichen Unternehmen vorzustellen. In der Fachliteratur wird er als ,,geografischen Ort ..., an dem die Unternehmung zum Zwecke der Erreichung ihrer Ziele, Produktionsfaktoren kombiniert"3 bezeichnet. D.h. alle unternehmerischen Wertaktivitäten fallen auf diesen Ort, was ihn somit zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren macht und den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg gibt.4 Ganz gleich zu welcher Klassifikation oder Branche ein Unternehmen zählt; eine Standortentscheidung besitzt durch deren hohe Komplexität und Tragweite eine große Bedeutung.5 Besonders in der Zeit, in der ein Kampf um die besten Standorte existiert, werden Fragen dieser Politik immer lauter. Entscheidungen aus dem Bauch heraus sind längst ein zu hohes Risiko. Eine endgültige Entscheidung sollte immer einer ordentlichen Überprüfung zugrunde liegen. Denn ist ein Standort erst einmal erschlossen, so lässt er sich meist nicht oder nur sehr schwer revidieren. Selbst langfristig kann eine Fehlentscheidung zu hohen Kosten führen und sogar einen Imageverlust zur Folge haben.6
Dabei steht ein Unternehmen in vielen Situation dieser Problematik gegenüber. Die gebräuchlichsten Anwendungen einer Standortbestimmung sind in Verbindung mit der Firmengründung oder der Expansion zu finden. Vor Beginn aller unternehmerischen Aktivitäten ist eine Standortauswahl unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren durchzuführen. Diese ist gerade bei Firmengründung zum Aufbau eines Images und den damit verbundenen Erfolgsaussichten von großem Gewicht. In Fragen der Expansion ist ein bestehendes Unternehmen aus diversen Gründen bestrebt, neue Standorte in unbekannten Regionen oder Ländern zu erschließen.7 Gerade dabei sind verschiedenste Gegebenheiten von Bedeutung, um aus einer Standortentscheidung einen Standorterfolg zu ziehen. Eine Ansiedlung an einem neuen Standort kann verschiedenartige Auswirkungen nach sich ziehen.
[...]
1 Vgl. Bruhn (1999), S. 29.
2 Vgl. Bienert (1995), S. 36.
3 Müller-Hagedorn (1993), S. 110.
4 Vgl. Balderjahn (2000), S. 1.
5 Vgl. Balderjahn/ Aleff (1996), S. 40.
6 Vgl. Lerchenmüller (1998), S. 81.
7 Vgl. Birker/ Voss (2000), S. 140.
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