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Intermediate Diploma Thesis, 2007, 31 Pages
Author: Stephanie Jörk
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Magdeburg (Hochschule Magdeburg-Stendal)
Tags: Punk, Entstehung, Jugendkultur, Protest, Provokation, Jugend, Subkultur
Year: 2007
Pages: 31
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 15 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-81772-1
ISBN (Book): 978-3-638-81803-2
File size: 244 KB
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Abstract
Einleitung Die Bezeichnung „Punk“ stammt ursprünglich aus dem Angloamerikanischen und hatte schon immer eine abwertende Bedeutung. Im 13 Jahrhundert trat der Begriff erstmalig auf und bezeichnete damals einen Stapel modriges Holz. Auch später war die Bezeichnung Punk nicht gerade ein Kompliment. Wer als Punk tituliert wurde, galt als das „Allerletzte“. Außerdem wurden mit diesem Attribut u.a. Müll, Abfall, Prostituierte, Nichtsesshafte und Kleinkriminelle bedacht. Ich habe mich in meiner Hausarbeit für das Thema Punk entschieden, weil mich diese Jugend(sub)kultur und alles was sie ausmacht sehr interessiert. Punk gilt ja seither als der Inbegriff einer rebellischen und provokanten Jugendkultur und genau darauf möchte ich in dieser Arbeit mein Hauptaugenmerk legen. In dieser Hausarbeit soll erörtert werden, was den Protest und Provokation dieser Jugendkultur ausmacht und wie die Punks ihren Frust an der Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Zum besseren Verständnis, soll im zweiten Kapitel zunächst die Begriffsbestimmung von Subkulturen erfolgen. Der Begriff Jugend soll geklärt werden und wie sich die Jugend im Laufe der Zeit verändert hat, sowie welche Funktionen den jugendkulturellen Gruppen zukommt. Im dritten Kapitel gebe ich zuerst eine geschichtliche Perspektive zur Entstehung und Entwicklung des Punk, wobei ich mich aber hauptsächlich an England als Entstehungsland halte. Anschließend möchte ich speziell auf den Punkt, Punk als Jugendkultur eingehen. Hier soll geklärt werden, was Punk als Jugendkultur ausmacht und was die Jugendlichen an dieser Jugendkultur anzieht. Im Punkt 3.3 befasse ich mich speziell mit der Mode und dem Lebensstil Punk. Im nächsten Punkt komme ich auf die Musik zu sprechen, da die Musik ein wichtiger Bestandteil jeder Jugendkultur ist. Ich möchte somit klären, was das Charakteristische an der Punkmusik ist und was Sie von anderer Musik unterscheidet. Im Punkt 3.5 soll die Frage geklärt werden, ob Punks nun politisch oder eher unpolitisch orientiert sind. Ich werde erläutern, was Punks unter Anarchismus verstehen und wie sie ihn umsetzen wollen. Des Weiteren werde ich versuchen, am Beispiel der Chaos−Tage in Hannover den Protest und die politische Provokation der Punk zu klären. Als letztes möchte ich das Thema der Geschlechterfrage innerhalb der Punkszene näher beleuchten. Welche Stellung nehmen Frauen und Mädchen in der Szene ein?
Excerpt (computer-generated)
Hochschule Magdeburg-Stendal
FB Sozial- und Gesundheitswesen
Sommersemester 2005
Seminar: Jugend- und Subkultur
Magdeburg, 26.10.2005
Vor-Diploms-Hausarbeit
PUNK – Entstehung und Entwicklung einer Jugendkultur
gekennzeichnet durch Protest und Provokation
angefertigt von
Stephanie Jörk
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Jugendsubkulturen 3
2.1 Begriffsbestimmung von Subkulturen 3
2.2 Jugend und Funktion von Jugendkulturen 4
3. Punk - eine provokante, protestorientierte Jugendkultur 6
3.1 Historischer Überblick: Entstehung und Entwicklung des Punk 6
3.2 Punk als Jugendkultur 10
3.3 Der Stil „Punk“ – Mode und Lebensart 11
3.4 Punkmusik 16
3.5 Sind Punks politisch oder unpolitisch ? 18
3.5.1 Punks und Anarchismus 20
3.5.2 Punk als politische Provokation, am Beispiel der „Chaos- Tage“ 23
3.6 Punks - Sexismus und Feminismus 26
4. Resümee 28
Literaturverzeichnis 30
1. Einleitung
Mit dem Begriff Punk werden häufig Gedanken wie Abfall, Müll, Alptraum aller Eltern, Schmutz, Arbeitslosigkeit und No Future etc. verbunden. Wer als Punk tituliert wird gilt als das "Allerletzte", doch Punk ist mehr als diese Vorurteile, es ist eine Art von Selbstverwirklichung und Freiheit.
Ich habe mich in meiner Hausarbeit für das Thema Punk entschieden, weil mich diese Jugend(sub)kultur und alles was sie ausmacht sehr interessiert. Punk gilt ja seither als der Inbegriff einer rebellischen und provokanten Jugendkultur und genau darauf möchte ich in dieser Arbeit mein Hauptaugenmerk legen. In dieser Hausarbeit soll erörtert werden, was den Protest und Provokation dieser Jugendkultur ausmacht und wie die Punks ihren Frust an der Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Zum besseren Verständnis, soll im zweiten Kapitel zunächst die Begriffsbestimmung von Subkulturen erfolgen. Der Begriff Jugend soll geklärt werden und wie sich die Jugend im Laufe der Zeit verändert hat, sowie welche Funktionen den jugendkulturellen Gruppen zukommt. Im dritten Kapitel gebe ich zuerst eine geschichtliche Perspektive zur Entstehung und Entwicklung des Punk, wobei ich mich aber hauptsächlich an England als Entstehungsland halte. Anschließend möchte ich speziell auf den Punkt, Punk als Jugendkultur eingehen. Hier soll geklärt werden, was Punk als Jugendkultur ausmacht und was die Jugendlichen an dieser Jugendkultur anzieht. Im Punkt 3.3 befasse ich mich speziell mit der Mode und dem Lebensstil Punk. Im nächsten Punkt komme ich auf die Musik zu sprechen, da die Musik ein wichtiger Bestandteil jeder Jugendkultur ist. Ich möchte somit klären, was das Charakteristische an der Punkmusik ist und was Sie von anderer Musik unterscheidet. Im Punkt 3.5 soll die Frage geklärt werden, ob Punks nun politisch oder eher unpolitisch orientiert sind. Ich werde erläutern, was Punks unter Anarchismus verstehen und wie sie ihn umsetzen wollen. Des Weiteren werde ich versuchen, am Beispiel der Chaos-Tage in Hannover den Protest und die politische Provokation der Punks zu klären. Als letztes möchte ich das Thema der Geschlechterfrage innerhalb der Punkszene näher beleuchten. Welche Stellung nehmen Frauen und Mädchen in der Szene ein?
2. Jugendsubkulturen
2.1 Begriffsbestimmung von Subkulturen
Rolf Schwendter gilt als einer der ersten Jugendforscher, der sich ausführlich mit Jugendsubkulturen und deren Definition beschäftigte. Er definiert Subkultur als "Teilkultur einer konkreten Gesellschaft, der sich in seinen Institutionen, Bräuchen, Werkzeugen, Normen, Wertordnungssystemen, Präferenzen, Bedürfnissen usw. in einem wesentlichen Ausmaß von den herrschenden Institutionen etc. der jeweiligen Gesamtgesellschaft unterscheidet" (Schwendter 1978, S.11).
Auch die Ende der 70er entstanden Definition von "Subkultur" als ein Aspekt von Jugend des "Centre of Contemporary Cultural Studies", scheint bis heute noch zutreffend zu sein. Demnach ist die "Kultur" jene Ebene, auf der gesellschaftliche Gruppen selbstständige Lebensformen entwickeln und ihrer sozialen und materiellen Lebenserfahrung eine Ausdrucksform verleihen. Kultur sei demnach die Art und Form, in der Gruppen das "Rohmaterial" ihrer sozialen und materiellen Existenz bearbeiten (vgl. Müller-Wiegand 1998, S.35).
Die Grundthese der Jugendkultursoziologen besagt, dass Subkulturen bzw. Jugendkulturen eine Übergangserscheinung zur Erwachsenenwelt seien, die über kurz oder lang in die Gesellschaft integriert werden würden (vgl. Schwendter 1978, S.29). Dieter Baacke zum Beispiel plädiert dafür, den Begriff "Subkultur" heute nicht mehr zu verwenden, da der Begriff "suggeriert, es handele sich um kulturelle Sphären, die unterhalb der akzeptierten elitären Kultur liegen - von teilweise zweifelhaftem Wert und jedenfalls einem irgendwie unteren Bereich zugehörig. Diese Deutung entspricht nicht den Tatsachen - wenn sie zwar häufig vertreten wird - und sollte vermieden werden" (Baacke 1999, S.133). Laut Baacke geht die Subkultur-Theorie weiterhin davon aus, dass einzelne Subkulturen genau lokalisierbar seien. So zum Beispiel in einer bestimmten sozialen Schicht, oder auch durch politische Gesinnungen.
Dass dies aber nicht immer zutrifft, versucht er am Beispiel der Punks zu erläutern, indem er Punks wie folgt beschreibt: "Sie sind weder "links" noch "rechts" oder sie sind teils kommerziell, teils unabhängig, insgesamt keinem Raster einzuordnen" (Baacke 1999, S.134). Zu dieser Aussage, werde ich noch in den nächsten Kapiteln Stellung nehmen.
Doch ein wesentliches Element der Definition von "Subkultur" sei jedoch, so Baacke, weiterhin haltbar, nämlich die Betonung der Eigenständigkeit kultureller Systeme. Eine Betonung dieser Tatsache impliziert, dass "kulturell" hier nicht als Überbau-Phänomen gedeutet wird, sondern als ein spezifischer Habitus, der bis in die Motive ökonomischer Lebenssicherung und politischer Selbstverortung hineinreicht (vgl. Baacke 1999, S.134).
Für meine weiteren Ausführungen, werde ich auch den Begriff Jugendkulturen verwenden, da mir dies passender erscheint.
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