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Swiss Diploma Thesis, 2001, 128 Pages
Author: David Zürcher
Subject: Computer Science - Commercial Information Technology
Details
Tags: Mobile Commerce, Business-to-Business, B2B, M-Commerce, Mobilitätsfunktionen
Year: 2001
Pages: 128
Grade: 7
Bibliography: ~ 66 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10502-6
File size: 472 KB
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Excerpt (computer-generated)
Mobile Commerce
Analyse der Einbindung von Mobilitätsfunktionen im Electronic Commerce Business-to-Business-Bereich
als
Lizentiatsarbeit an der Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Bern
eingereicht bei
Prof. Dr. J. Griese
Institut für Wirtschaftsinformatik
von
Zürcher David
von Trub/BE
im 11. Semester
Bern, 14.01.2001
Zusammenfassung
Dank neuer Technologien im Bereich der mobilen Datenübertragung soll das Internet auch über mobile Endgeräte zugänglich werden. Die Möglichkeit Mobiltelefone für den Electronic Commerce einzusetzen gilt für Unternehmen als neue Herausforderung. Da die technologischen Voraussetzungen in Europa noch im Entstehen begriffen sind, steht Mobile Commerce noch am Anfang einer vielversprechenden Entwicklung. Diese Arbeit soll in einem ersten Teil einen Überblick über die technologische Entwicklung geben und die Voraussetzungen für den Aufbau von Mobile Commerce Lösungen aufzeigen. In einem zweiten Schritt werden Möglichkeiten zur Einbindung dieser neuen Technologie innerhalb des Electronic Commerce Business-to-Business-Bereichs untersucht. Mögliche Anwendungen sollen auf ihre Eignung zur Steigerung des Unternehmensnutzens hin untersucht werden.
Résumé
Grace a des nouvelles technologies dans le domaine de la telecommunication mobile, l′internet sera aussi accessible à travers les téléphones cellularires. La possibilité de faire du commerce électronique grâce à des appareils cellulaires créera des grandes opportunités pour les entreprises. Le commerce mobile europeen se trouve, malgré à des conditions technologiques encore insuffisantes, au début d′un développement très prometteur. La première partie de ce travail donnera une vision générale du développement technologique et des éléments nécessaires à l′organisation de solutions pour le commerce cellulaire. Dans la deuxième partie, nous analyserons différentes possibilités d′intégration de cette nouvelle technologie avec les opérations business-to-business. Les applications possibles seront analysées parmi les possibilites d′augmenter les profits.
Riassunto
Grazie alle nuove tecnologie nel campo della telecomunicazione mobile, l´internet sará accessibile anche attraverso i telefoni callulari. La possibilità di effettuare il commercio eletronico tramite gli apparecchi cellulari crea delle grandi opportunità per le aziende. Il commercio mobile In Europa si trova, malgrado delle condizioni tecnologiche deficiente, al pricipio di uno sviluppo molto promettente. La prima parte di questo lavoro dará una visione generale sullo sviluppo tecnologico e sulle condizioni nel provvedimento di soluzioni per il commercio cellulare. Nella seconda parte vengono analizzate le possibilità di integrazione di questa nuova technologia con le operazioni aziendale (business-to-business). Le possibili applicazioni saranno analizzate nelle loro possibilità di aumentare i profitti.
Summary
New technologies in mobile data communication make internet accessible with mobile devices. The possibility of using smartphones for doing e-commerce will create new opportunities for businesses. Although technological assumptions in Europe are in the process of development, expectations about mobile commerce is very high. This research, first gives a survey on the technological development and conditions for emerging solutions. Then the various possibilities for integrating this technology into the Electronic Business-to-business model are analyzed. Feasible applications are explored and analyzed for their capability to increase business revenues.
Gliederung
1. Einleitung ... 1
1.1. Ausgangslage ... 1
1.2. Zielsetzung ... 1
1.3. Gliederung der Arbeit ... 2
2. E-Commerce Business-to-Business ... 3
2.1. Grundlagen ... 3
2.1.1. Definition ... 3
2.1.2. Abgrenzung ... 4
2.2. Angewandte Technologien ... 6
2.2.1. Electronic Data Interchange ... 6
2.2.2. Internet ... 7
2.2.3. Trends ... 8
2.3. Ausgewählte Geschäftsmodelle ... 9
2.3.1. Ausgangslage ... 9
2.3.2. Supply Chain Management ... 11
2.3.3. E-Procurment ... 12
2.3.4. Customer Relationship Management (CRM) ... 13
2.4. Electronic Commerce B-to-B im Rahmen der Mobilität ... 14
2.4.1. Mobilitätsfunktionen innerhalb von Unternehmen ... 14
2.4.2. Integrationsmodell von Mobilitätsformen in Unternehmen ... 16
Auswirkungen auf organisatorischer Ebene ... 17
3. Entwicklung der Mobilkommunikation ... 20
3.1. Technische Mobilität ... 20
3.2. Abgrenzung ... 21
3.3. Zelluläre Mobilfunktechnik ... 23
3.3.1. Entstehungsgeschichte des Mobilfunks ... 23
3.3.2. Technische Grundlagen ... 24
3.3.3. Analoger Mobilfunk ... 24
3.3.4. Global System for Mobile Communications (GSM) ... 25
3.4. Mobilität aufgrund der GSM Technologie ... 26
4. Entstehung von M-Commerce ... 27
4.1. Grundlage ... 27
4.1.1. Digitale Konvergenz ... 27
4.1.2. Mobile Datenübertragung ... 29
4.1.3. Entwicklungen im IT-Bereich ... 30
4.2. Mobile Commerce ... 31
4.2.1. Definition ... 31
4.2.2. Technische Voraussetzungen ... 31
4.2.3. M-Commerce Wertkette ... 33
4.2.4. Typische Merkmale von M-Commerce ... 34
4.3. Basistechnologien für M-Commerce ... 36
4.3.1. Mobilfunk G2.5 ... 36
4.3.2. Mobilfunk G3 ... 38
4.3.3. Mobilfunk G4 ... 40
4.4. M-Commerce Endgeräte ... 40
4.5. M-Commerce Basisdienste ... 42
4.6. Übertragungsstandards für M-Commerce Anwendungen ... 43
4.6.1. Wireless Application Protocol (WAP) ... 43
4.6.2. I-Mode ... 47
4.6.3. Ausblick ... 47
4.7. Mobile Middleware ... 48
4.8. M-Commerce Basisanwendungen ... 48
4.9. Erwartete Entwicklung von Mobile Commerce ... 50
5. M-Commerce im B-To-B-Bereich ... 52
5.1. Ausgangslage ... 52
5.2. Abgrenzung M-Commerce im B-to-B-Bereich ... 53
5.2.1. Definition ... 53
5.2.2. M-Commerce B-to-B ... 53
5.2.3. M-Commerce B-to-B im engeren Sinne ... 55
5.3. Komponenten zum Aufbau mobiler Lösungen für Anwender ... 57
5.3.1. Nutzungssituation ... 57
5.3.2. Benötigte Leistung ... 61
5.3.3. Technische Eigenschaften ... 64
5.3.4. Transaktionsmodell ... 68
5.4. Integration der Mobilität ins E-Commerce B-to-B ... 72
5.4.1. M-Commerce B-to-B im Rahmen des Integrationsmodells ... 72
5.4.2. Gründe für Investitionen in mobile Lösungen ... 74
5.4.3. Architektur ... 76
5.4.4. Umsetzen von M-Commerce Lösungen ... 79
6. Anwendungen im M-Commerce B-to-B-Bereich ... 81
6.1. Entwicklung von Anwendungen und Service ... 81
6.2. Anwendungen im M-Business Bereich ... 81
6.3. M-Commerce Anwendungen im Bereich materielle Güter ... 82
6.3.1. M-Procurement ... 82
6.3.2. M-Auktionen ... 85
6.3.3. M-SCM ... 87
6.3.4. M-CRM ... 90
6.3.5. Point-of-Sale-Handel ... 93
6.4. M-Commerce Anwendungen im Dienstleistungs-Bereich ... 94
6.4.1. M-Banking ... 94
6.4.2. M-Ticketing ... 96
6.4.3. POS-Handel mit Dienstleistungen ... 98
6.4.4. Serviceanwendungen ... 98
6.5. M-Commerce Anwendungen im Informations-Bereich ... 100
6.5.1. Informations Pull ... 100
6.5.2. Informations Push ... 102
7. Nutzungspotentiale ... 105
7.1. Methodische Grundlagen ... 105
7.2. Analyse der Nutzenpotentiale von M-Commerce Anwendungen ... 106
7.3. Schlussbemerkung ... 107
Literaturverzeichnis ... 109
Hyperlinkverzeichnis ... 115
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Varianten des E-Commerce B-to-B. ... 4
Abb. 2: Nahtstellen bei der Kommunikation zwischen Unternehmen ... 5
Abb. 3: Abgrenzung der Begriffe. ... 11
Abb. 4 Traditioneller Ablauf der Beschaffung. ... 12
Abb. 5: Einbindung der Mobilitätsfunktion Besuchen ins E-Commerce B-to-B. ... 16
Abb. 6: Einbindung der Mobilen Arbeit in die Organisation. ... 17
Abb. 7: Anwendungsformen des Mobilfunks. ... 22
Abb. 8: Konvergenz. ... 27
Abb. 9: M-Commerce Entwicklungsmodell. ... 50
Abb. 10: WAP-Protokoll-Architektur im Vergleich zum Internet Protokoll. ... 44
Abb. 11: Funktionsweise der WAP-Übermittlung. ... 46
Abb. 12: Erwartete Entwicklung der M-Commerce Umsätze in Europa ... 51
Abb. 13: Entwicklung der Datenübertragungstechnologie in Unternehmen. ... 52
Abb. 14: Bedingende Komponenten für mobile Transaktionen. ... 57
Abb. 15: Mobiler Mitarbeiter als direkter Leistungsempfänger. ... 70
Abb. 16: Mobiler Mitarbeiter als dierekter Leistungserbringer. ... 70
Abb. 17: Mobiler Mitarbeiter als indierekter Leistungsempfänger. ... 71
Abb. 18: Mobiler Mitarbeiter als indirekter Leistungserbringer. ... 72
Abb. 19: Einbindung aller Mobilitätsfunktionen ins E-Commerce B-to-B. ... 74
Abb. 20: Architektur zur Integration mobiler Lösungen. ... 78
Abb. 21: Beispiel für M-Procurement über WAP. ... 85
Abb. 22: Beispiel für M-CRM über WAP. ... 93
Abb. 23: Beispiel für M-Banking über WAP. ... 96
Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Technologieeinsatz in den Unternehmensschnittstellen. ... 6
Tab. 2: Unterstützung der persönlichen durch die technische Mobilität. ... 21
Tab. 3: Übertragungsleistungen im Vergleich. ... 39
Tab. 4: Abbgrenzung von M-Commerce B-to-B zu B-to-C. ... 56
Tab. 5: Nutzenpotentiale von M-Commerce B-to-B Anwendungen. ... 106
Einleitung
1.1. Ausgangslage
Die Mobilkommunikation verzeichnete in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs. Dank der technischen Entwicklung im Bereich der mobilen Datenübermittlung wird erwartet, dass sich Electronic Commerce (kurz E-Commerce) zunehmend über mobile Endgeräte vollziehen wird. Während in Japan das Mobile Electronic Commerce (kurz M-Commerce) schon Realität ist, hofft man in Europa noch auf den Durchbruch. Dies ist vor allem auf den technologischen Rückstand der Mobiltechnologie Europas gegenüber Japan zurückzuführen. Trotzdem sind die Erwartungen an M-Commerce hoch. Durch die grosse Verbreitung von Mobiltelefonen in der Bevölkerung findet die Entwicklung von M-Commerce zunächst vorwiegend im Business-to-Consumer-Bereich statt. Praktisch alle M-Commerce Lösungen orientieren sich an Privatkunden1.
Die hohe Aktualität des Themas und die Dynamik dieses Marktes bringen es mit sich, dass fast täglich neue Fakten rund um M-Commerce veröffentlicht werden. Daneben konnte jedoch kaum fundierte Literatur für den Business-to-Business Bereich gefunden werden. Zudem erwies sich die Informationsbeschaffung für diese Arbeit, wegen dem noch verhaltenen Interesse von Lösungsentwicklern am Business-to-Business-Markt als äusserst schwierig. Selbst Expertengespräche liessen auf eine abwartende Haltung der Unternehmen gegenüber M-Commerce Business-to-Business Lösungen schliessen.2
1.2. Zielsetzung
Diese Arbeit soll zunächst einen Einblick in die Entwicklung von M-Commerce einerseits aus der Sicht des E-Commerce Business-to-Business und andererseits aus dem Blickwinkel der Mobilkommunikation verschaffen. Neben dem Beschreiben der M-Commerce Technologie soll diese Arbeit vor allem die Mobilität von Unternehmen untersuchen und Möglichkeiten aufzeigen, diese Bedürfnisse durch den Einsatz von M-Commerce-Lösungen zu befriedigen.
Dazu sollen Massnahmen formuliert werden, um diese Technologie weitgehend ins E-Commerce System eines Unternehmens zu integrieren. Mögliche Anwendungen sollen auf ihre Eignung zur Steigerung des Unternehmensnutzens hin untersucht werden.
1.3. Gliederung der Arbeit
Die Gliederung dieser Arbeit lehnt sich an den zeitlichen Ablauf der Entwicklung im Bereich der für Unternehmen relevanten Technologien an.
Kapitel 2: E-Commerce Business-to-Business beschreibt die Entwicklung standortgebundener E-Commerce Lösungen zwischen zwei oder mehreren Unternehmen. Zusätzlich werden Mobilitätsformen innerhalb von Unternehmen definiert und diese in einem Integrationsmodell gegenübergestellt.
Kapitel 3: Entwicklung der Mobilkommunikation befasst sich mit der technischen Seite der Mobilität. In diesem Kapitel wird vor allem auf die Technologie eingegangen, die in Europa zur Verbreitung der Mobilkommunikation in der Bevölkerung geführt hat und als Grundvorausetzung für M-Commerce gilt.
Kapitel 4: Entstehung von M-Commerce beschreibt die Entstehung und die technischen Voraussetzungen für die Entwicklung von M-Commerce Lösungen.
Kapitel 5: M-Commerce im B-to-B Bereich soll Möglichkeiten für den Einsatz und die Integration der M-Commerce Technologie im Geschäftsbereich untersuchen.
Kapitel 6: M-Commerce B-to-B Anwendungen soll Anwendungsbeispiele aufführen und beschreiben.
Kapitel 7: Nutzenpotentiale soll die im Kapitel 6 formulierten Beispiele auf ihre Nutzenpotentiale für Unternehmen hin untersuchen.
1. E-Commerce Business-to-Business
1.1. Grundlagen
1.1.1. Definition
,,Electronic Commerce Business-to-Business bezeichnet den Einsatz von Datenverarbeitung und Telekommunikation, um Geschäfte zwischen Unternehmen zu unterstützen - typischerweise den Austausch von Gütern und Dienstleistungen gegen Bezahlung. Eingeschlossen sind private Netzwerke (z.B. EC mittels EDI), das Internet, unternehmensinterne Netzwerke (sogenannte Intranets) sowie Internet-basierte Netzwerke mit einer begrenzten Zahl von Teilnehmern (sogenannte Extranets).
"Geschäft" umfasst dabei alle wertschöpfenden Aktivitäten beim Käufer und beim Verkäufer."3
Damit sind alle geschäftlichen Transaktionen zwischen Unternehmen zu verstehen, also auch ihre Anbahnung und die Kundenbindung. Dies umfasst Prozessschritte wie z.B. Marketing, Bestellung, Auftragsabwicklung, Auslieferung, Support und Bezahlung. Im Hinblick auf geschäftliche Transaktionen geht man davon aus, dass eine finanzwirksame Transaktion in der Unternehmensschnittstelle getätigt oder durch sie initiiert wird. E-Commerce schliesst auch die elektronische Bereitstellung von Diensten und die elektronische Unterstützung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen mit ein. Man unterscheidet zwischen Transaktionen über Electronic Data Interchange (EDI) oder zwischen Internet-basierten E-Commerce Transaktionen.4
[...]
1 Mit sämtlichen geschlechtsspezifischen Beziehungen in dieser Arbeit sind jeweils beide Geschlechter gemeint, obwohl in allen fällen jeweils die männliche Form verwendet wird.
2 Gespräch mit Brunner, M., Senior Consultant bei IBM, 20.10.00.
3 Mattes (1999), S. 15.
4 Vgl. Mattes (1999), S. 16.
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