Autor: Mohamed Nabil Majid
Fach: Verkehrswissenschaft
Details
Jahr: 2007
Seiten: 25
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 984 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-82755-3
ISBN (Buch): 978-3-638-83180-2
In dieser Arbeit wird die Infrastruktur Marokkos unter logistischen Gesichtspunkten betrachtet und ihre Funktion als Grundlage für die Integration in die globale Wertschöpfungskette untersucht. Die Bedeutung der Logistik für globale Wettbewerbsfähigkeit ist auch die Grundlage einer Zusammenarbeit zwischen Marokko und der Weltbank. Das Programm konzentriert sich auf das Wirtschaftswachstum und zu den wesentlichen Strategien gehört eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Stärkung der Logistik.
Zusammenfassung / Abstract
Die Wettbewerbsfähigkeit, besonders der exportorientierten Unternehmen kann sich durch eine Senkung der Lagerbestände und beschleunigte Versorgungs- und Lieferzyklen erheblich steigern. Marokko wird dadurch auch für internationale Investoren attraktiver, die sich auf zuverlässige logistische Ketten verlassen müssen. Viele Fortschritte, wie die Modernisierung des Straßengüterverkehrs, Verbesserung der Sicherheit der logistischen Kette, verbesserter Datenaustausch, Erleichterung der Hafenpassagen, Entwicklung logistischer Kooperationsbeziehungen im Wertschöpfungsprozess zwischen selbstständigen Unternehmen und Zulieferer (Supply Chain), Entwicklung der Bildung sind durch das Königreich Marokko bereits erreicht worden. So können zusätzliche Anreize und Beispiele für andere Entwicklungsländer aufgezeigt werden, die ähnliche Probleme ihrer Wirtschaft lösen wollen. Bereits Mitte der 80er Jahre hat Marokko seine Wirtschaft geöffnet, um das Handelswachstum anzutreiben. Von 1983 bis 2003 ist der Export laut offiziellen Angaben durchschnittlich um 8,7 % angestiegen, die wirtschaftliche Öffnung von 40 auf 55% gewachsen. Die Öffnung der Wirtschaft ist vor allem Ergebnis verschiedener internationaler Abkommen, z.B. mit der EU und den USA, darunter das Freihandelsabkommen mit den USA im Jahr 2004, durch das nach Regierungsangaben 50000 Arbeitsplätze allein im Bereich Textil geschaffen wurden. Wachstum und Beschäftigung wurden durch die Abkommen gestärkt. Allerdings sind durch die Abkommen auch neue Herausforderungen zu meistern. Marokkanische Produkte müssen auf dem nationalen Markt mit europäischen und amerikanischen Produkten konkurrieren. Der Tarifschutz verschwindet allmählich. So müssen marokkanische Unternehmen in diesem Bereich wettbewerbsfähig sein. Personalkosten, Innovationen, Infrastruktur, Eigentumsrecht und öffentlicher Dienst spielen eine Rolle für diesen Wettbewerb. Ein wesentliches Element ist dabei auch die Logistik, vor allem durch den Vorteil, den die Geographie Marokko bietet (Nähe zur EU). Die Logistik des Handels und die Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Marokko ist Thema dieser Arbeit mit dem Titel „Die logistische Infrastruktur Marokkos als Grundlage für die Integration in die globale Wertschöpfungskette“.
Textauszug (computergeneriert)
Logistische Infrastruktur Marokkos
als Grundlage für die Integration in die globale Wertschöpfungskette
Studiengang: Diplomstudiengang Wirtschaft
Hauptmodul: Prozessmanagement und Logistik
vorgelegt von:
Mohamed Nabil Majid
Tag der Abgabe: 11. Februar 2007
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 4
2. Logistik 6
2.1. Logistik in Marokko 6
2.2 Logistik ist ein wichtiger Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit Marokko 8
2.3 Herausforderungen der Logistik in Marokko 9
2.4 Chancen und Risiken für marokkanische Unternehmen 10
3. Analyse der SC in Marokko 13
3.1 Die Wirkung der logistischen Probleme auf die Wirtschaft Marokkos durch Analyse der SCM 13
3.2 Analyse der SCM im Bereich Textil 16
3.3 Die Integration der logistischen Infrastruktur in die globale Wertschöpfungskette
4. Vorgeschlagene Reformen und deren Umsetzung 20
4.1 Reform der Zölle 20
4.2 Hafenreformprojekt 20
4.3 Reform des Transportes im Straßenverkehrs 22
5. Zusammenfassung und Ausblick 24
6. Literaturverzeichnis 25
1. Einleitung
In dieser Arbeit wird die Infrastruktur Marokkos unter logistischen Gesichtspunkten betrachtet und ihre Funktion als Grundlage für die Integration in die globale Wertschöpfungskette untersucht. Die Bedeutung der Logistik für globale Wettbewerbsfähigkeit ist auch die Grundlage einer Zusammenarbeit zwischen Marokko und der Weltbank. Das Programm konzentriert sich auf das Wirtschaftswachstum und zu den wesentlichen Strategien gehört eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch Stärkung der Logistik.
Marokko hat für die Umsetzung der neuen Herausforderungen im Bereich der Logistik für einen besseren Informationsaustausch ein Komitee ins Leben gerufen, das die wichtigen betroffenen Organisationen und Verwaltungen versammelt, wie die Ministerien für Finanzen, Industrie, Landwirtschaft und Außenhandel und das nationale Zentrum des Außenhandels, CNCE1. Auch Organisationen des Privatsektors können daran teilnehmen.
Eine leistungsfähige Logistik ist für das Königreich Marokko in der Tat eine große Herausforderung. Die Wirtschaftsstrukturen sind mangelhaft, Reformen notwendig, um die Infrastruktur zu entwickeln und so auch die logistischen Dienste. So ist es möglich internationale Transportzeiten zu reduzieren und die Qualität der Dienstleistung zu erhöhen.
Die Wettbewerbsfähigkeit, besonders der exportorientierten Unternehmen kann sich durch eine Senkung der Lagerbestände und beschleunigte Versorgungs- und Lieferzyklen erheblich steigern. Marokko wird dadurch auch für internationale Investoren attraktiver, die sich auf zuverlässige logistische Ketten verlassen müssen.
Viele Fortschritte, wie die Modernisierung des Straßengüterverkehrs, Verbesserung der Sicherheit der logistischen Kette, verbesserter Datenaustausch, Erleichterung der Hafenpassagen, Entwicklung logistischer Kooperationsbeziehungen im Wertschöpfungsprozess zwischen selbstständigen Unternehmen und Zulieferer (Supply Chain), Entwicklung der Bildung sind durch das Königreich Marokko bereits erreicht worden. So können zusätzliche Anreize und Beispiele für andere Entwicklungsländer aufgezeigt werden, die ähnliche Probleme ihrer Wirtschaft lösen wollen.
Bereits Mitte der 80er Jahre hat Marokko seine Wirtschaft geöffnet, um das Handelswachstum anzutreiben. Von 1983 bis 2003 ist der Export laut offiziellen Angaben durchschnittlich um 8,7 % angestiegen, die wirtschaftliche Öffnung von 40 auf 55% gewachsen. Die Öffnung der Wirtschaft ist vor allem Ergebnis verschiedener internationaler Abkommen, z.B. mit der EU und den USA, darunter das Freihandelsabkommen mit den USA im Jahr 2004, durch das nach Regierungsangaben 50000 Arbeitsplätze allein im Bereich Textil geschaffen wurden. Wachstum und Beschäftigung wurden durch die Abkommen gestärkt. Allerdings sind durch die Abkommen auch neue Herausforderungen zu meistern. Marokkanische Produkte müssen auf dem nationalen Markt mit europäischen und amerikanischen Produkten konkurrieren. Der Tarifschutz verschwindet allmählich. So müssen marokkanische Unternehmen in diesem Bereich wettbewerbsfähig sein. Personalkosten, Innovationen, Infrastruktur, Eigentumsrecht und öffentlicher Dienst spielen eine Rolle für diesen Wettbewerb. Ein wesentliches Element ist dabei auch die Logistik, vor allem durch den Vorteil, den die Geographie Marokko bietet (Nähe zur EU). Die Logistik des Handels und die Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit Marokko ist Thema dieser Arbeit mit dem Titel „Die logistische Infrastruktur Marokkos als Grundlage für die Integration in die globale Wertschöpfungskette“.
Obwohl die Logistik des Handels wenig Aufmerksamkeit findet, ist sie außerordentlich wichtig für marokkanische Exportunternehmen. Eine gut funktionierende Logistik kann die Transportkosten und Lieferzeiten erheblich senken, sodass der Warenaustausch vereinfacht wird. So ist sie auch wichtig für die Beschäftigungsbeschaffung. Die Wirtschaft könnte zudem durch neue Dienste gestärkt werden, die für internationale Unternehmen wichtig sind, als Beispiel die Dienste logistischer Lieferanten. Marokkanische Unternehmen müssen den neuen Ansprüche an Zeitaufwand, Zuverlässigkeit und Qualität gerecht werden. So entwickeln sich die Ansprüche der Kunden immer mehr zur zeitlich punktgenauen Lieferung, oft in sehr kurzer Zeit, z.B. eine Woche nach Auftragserteilung. Marokko muss durch seine logistische Leistung in der Lage sein, solchen Kundenwünschen nachzukommen.
Marokkos Regierung hat diese Herausforderungen erkannt und bereits Maßnahmen zur Wettbewerbsfähigkeit ergriffen. So wurden Zölle, Straßen-, Luft- und Hafentransporte reformiert und die Infrastruktur ausgebaut und verbessert. In Tanger wurde ein neuer Industriehafen gebaut und die Autobahnen ausgebaut. Um allerdings den Anschluss an die Weltwirtschaft nicht zu verpassen und sogar in großem Umfang davon zu profitieren, sind noch weitere Verbesserungsmöglichkeiten vorhanden. (Gaud Menguy)
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1 Comité national du commerce extèrieur
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