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Scholary Paper (Seminar), 2006, 17 Pages
Author: Thomas Neumann
Subject: German Studies - Comparative Literature
Details
Institution/College: University of Augsburg
Tags: Mensch, Maschine, William, Gibsons, Neuromancer, Mensch, Literatur, Menschmaschine, Künstlicher Mensch, Artificial Intelligence, Künstliche Intelligenz
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1.0
Bibliography: ~ 7 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-82330-2
ISBN (Book): 978-3-638-82488-0
File size: 223 KB
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Abstract
Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine steht im Mittelpunkt des Romans Neuromancer von William Gibson, der zu den einflussreichsten und bekanntesten Werken der literarischen Strömung des sogenannten Cyberpunk gehört. Der Cyberpunk entstand Mitte der 1980er Jahre als ein Subgenre der Science-Fiction-Literatur. Die genaue Definition des Genres ist umstritten, eine Annäherung lässt sich aber über die Etymologie des Begriffes vornehmen: cyber von cybernetics verweist auf eine hochtechnologisierte Welt und die umfassende Durchdringung des menschlichen Daseins durch Computer, also kybernetische Systeme; punk wiederum verweist auf die Gegenkultur der 80er Jahre und deutet die Möglichkeit einer Kritik ebendieser alles beherrschenden Macht des Computers hin. Im Zentrum dieser Arbeit soll die Frage nach der Beziehung von Mensch und Maschine in einer technologisierten Welt stehen, wie sie in Neuromancer dargestellt wird. Diese Fragestellung wird entlang zweier Entwicklungslinien untersucht: zum einen wird die Annäherung des Menschen an die Maschine durch die Technik dargestellt, zum anderen soll umgekehrt gefragt werden, wieweit sich die Maschine dem Menschen annähert. klären. Zum Schluss bleibt die Frage nach den Konsequenzen dieser Entwicklung sowohl für den Menschen als auch für die Maschine zu beantworten. Die Darstellung wird sich eng am Text orientieren und auf weitere Literatur weitgehend verzichten. Der Frage nach der Annäherung des Menschen an die Maschine wird mehr Raum eingeräumt, da sich darüber im Roman deutlich mehr Aussagen finden lassen als zur umgekehrten Fragestellung. Im Hinblick auf die Beziehung zwischen Mensch und Maschine soll die Ambivalenz der technologischen Entwicklung für den Menschen besondere Berücksichtigung finden. Eine solchermaßen kritische Sichtweise deckt sich mit Gibsons eigener Einschätzung: „My feelings about technology are totally ambivalent – which seems to me to be the only way to relate to what’s happening today.” Der Begriff der Ambivalenz impliziert nicht unbedingt eine negative Wertung. Dennoch soll in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden, dass die zunehmende Annäherung von Mensch und Maschine, wie sie in Neuromancer beschrieben wird, letztlich zu einer pessimistischen Bewertung der Folgen technologischer Entwicklung für den Menschen führt.
Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit im Fach Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg
entstanden im Rahmen des Proseminars „Der künstliche Mensch in der Literatur“ im Sommersemester 2006
Mensch und Maschine in William Gibsons Neuromancer
vorgelegt von Thomas Neumann
B.A. Europäische Kulturgeschichte (HF) Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (NF) Philosophie (NF)
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 3
2. Mensch und Maschine – Versuch einer Begriffsbestimmung ... 4
3. Die Annäherung des Menschen an die Maschine ... 4
3.1. Der Cyberspace zwischen Transzendenz und Exklusion ... 4
3.2. Case und der Cyberspace ... 5
3.3. Die Eroberung des Körpers durch die Technik ... 7
3.4. Die Maschine als Metapher für den Menschen ... 8
3.5. Der Mensch als Softwarekonstrukt ... 11
4. Maschine und Mensch ... 12
4.1. Künstliche Intelligenz als übermenschliche Lebensform ... 12
4.2. Die Evolution der Maschine und die Stagnation des Menschen ... 14
5. Zusammenfassung ... 15
6. Literaturverzeichnis ... 17
1. Einleitung
Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine steht im Mittelpunkt des Romans Neuromancer von William Gibson, der zu den einflussreichsten und bekanntesten Werken der literarischen Strömung des sogenannten Cyberpunk gehört. Der Cyberpunk entstand Mitte der 1980er Jahre als ein Subgenre der Science-Fiction-Literatur. Die genaue Definition des Genres ist umstritten, eine Annäherung lässt sich aber über die Etymologie des Begriffes vornehmen: cyber von cybernetics verweist auf eine hochtechnologisierte Welt und die umfassende Durchdringung des menschlichen Daseins durch Computer, also kybernetische Systeme; punk wiederum verweist auf die Gegenkultur der 80er Jahre und deutet die Möglichkeit einer Kritik ebendieser alles beherrschenden Macht des Computers hin.1 Im Zentrum dieser Arbeit soll die Frage nach der Beziehung von Mensch und Maschine in einer technologisierten Welt stehen, wie sie in Neuromancer dargestellt wird.
Diese Fragestellung wird entlang zweier Entwicklungslinien untersucht: zum einen wird die Annäherung des Menschen an die Maschine durch die Technik dargestellt, zum anderen soll umgekehrt gefragt werden, wieweit sich die Maschine dem Menschen annähert. klären. Zum Schluss bleibt die Frage nach den Konsequenzen dieser Entwicklung sowohl für den Menschen als auch für die Maschine zu beantworten. Die Darstellung wird sich eng am Text orientieren und auf weitere Literatur weitgehend verzichten. Der Frage nach der Annäherung des Menschen an die Maschine wird mehr Raum eingeräumt, da sich darüber im Roman deutlich mehr Aussagen finden lassen als zur umgekehrten Fragestellung. Im Hinblick auf die Beziehung zwischen Mensch und Maschine soll die Ambivalenz der technologischen Entwicklung für den Menschen besondere Berücksichtigung finden. Eine solchermaßen kritische Sichtweise deckt sich mit Gibsons eigener Einschätzung: „My feelings about technology are totally ambivalent – which seems to me to be the only way to relate to what’s happening today.”2 Der Begriff der Ambivalenz impliziert nicht unbedingt eine negative Wertung. Dennoch soll in der vorliegenden Arbeit gezeigt werden, dass die zunehmende Annäherung von Mensch und Maschine, wie sie in Neuromancer beschrieben wird, letztlich zu einer pessimistischen Bewertung der Folgen technologischer Entwicklung für den Menschen führt.
[...]
1 Vgl. Markus Säbel: „Cyberspace-Cyborg-AI: Technologie in William Gibsons Neuromancer“, in: Jahrbuch für Literatur u. Ästhetik, Band 18, Hrsg. Inklings-Gesellschaft für Literatur und Ästhetik, Moers, 2000, S. 250-271 (hier 251); für eine umfassendere Definition von Cyberpunk siehe beispielsweise den Eintrag „Cyberpunk“ in: Peter Nicholls: Encyclopedia of science fiction, London, Orbit, 1999, S. 288-290
2 Larry McCaffery: „An Interview with William Gibson“, in: Storming The Reality Studio. A Casebook of Cyberpunk and Postmodern Fiction”, Hrsg. Larry McCaffery, Durham u.a., Duke University Press, 1992, S. 274
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