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Notengebung im Sportunterricht

Subtitle: Probleme und Alternativen

Scholary Paper (Seminar), 2007, 19 Pages
Author: Daniel Schupmann
Subject: Sport - Sport Pedagogy, Didactics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 19
Bibliography: ~ 18  Entries
Language: German
Archive No.: V77931
ISBN (E-book): 978-3-638-82754-6
ISBN (Book): 978-3-638-83193-2
File size: 121 KB

Abstract

Das Schulfach Sport muss sich in regelmäßigen Abständen verschiedenster Kritik erwehren, die darauf abzielt, die Legitimation des Sports als Inhalt des schulischen Bildungsauftrags in Frage zu stellen. Auch wenn der Sportunterricht im Verhältnis zu den vergleichsweise etablierten Hauptfächern zweifellos einen besonderen Charakter aufweist (angefangen bei der räumlichen Umgebung bis hin zur schwerpunkthaften Einbeziehung der körperlichen Dimension von Kindern und Jugendlichen), so muss auch das Fach Sport Kriterien erfüllen, die seine Legitimation stützen und letztlich dazu beitragen, der Kritik standzuhalten. Eines dieser Kriterien ist die Beurteilung von Schülerleistungen, welche überwiegend in Form der sechsstufigen Notenskala in Halbjahres- und Abschlusszeugnissen zum Ausdruck kommt. Inwiefern eine derartige Beurteilung im Sportunterricht sinnvoll ist bzw. einem pädagogischen Anspruch grundsätzlich Rechnung tragen kann, ist Gegenstand einer kontroversen Debatte innerhalb der Sportpädagogik – ähnlich der erwähnten Diskussion um die Daseinsberechtigung des Faches an sich, welche insbesondere hinsichtlich ihrer politischen Dimension direkten Einfluss auf die Frage nach dem Sinn der Sportzensur hat.


Excerpt (computer-generated)

Philipps-Universität Marburg

Institut für Sportwissenschaft und Motologie

VL: Allgemeine und spezielle Ansätze zur Vermittlung von Bewegung, Spiel und Sport WS 2006/07

Die Sportzensur –  Probleme und Alternativen

Verfasst von: Daniel Schupmann

Abgabetermin: 31.03.2007

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung ... 3

2 Funktionen der Notengebung ... 4
2.1 Fächerübergreifende Funktionen ... 4
2.2 Messmethoden ... 4
2.3 Bewerten und Beurteilen ... 6

3 Probleme des Zensierens im Sportunterricht ... 7
3.1 Rückmeldefunktion ... 8
3.2 Selektionsfunktion ... 10
3.3 Motivationsfunktion ... 11
3.4 Die Note als Informationsquelle für Eltern ... 12

4 Alternative Formen der Beurteilung ... 13
4.1 Leistungsfortschritt ... 14
4.2 Beteiligung der Schüler am Bewertungsprozess ... 15

5 Schlussbetrachtung ... 18

Literaturverzeichnis ... 19

 

 

1 Einleitung

Das Schulfach Sport muss sich in regelmäßigen Abständen verschiedenster Kritik erwehren, die darauf abzielt, die Legitimation des Sports als Inhalt des schulischen Bildungsauftrags in Frage zu stellen. Auch wenn der Sportunterricht im Verhältnis zu den vergleichsweise etablierten Hauptfächern zweifellos einen besonderen Charakter aufweist (angefangen bei der räumlichen Umgebung bis hin zur schwerpunkthaften Einbeziehung der körperlichen Dimension von Kindern und Jugendlichen), so muss auch das Fach Sport Kriterien erfüllen, die seine Legitimation stützen und letztlich dazu beitragen, der Kritik standzuhalten. Eines dieser Kriterien ist die Beurteilung von Schülerleistungen, welche überwiegend in Form der sechsstufigen Notenskala in Halbjahres- und Abschlusszeugnissen zum Ausdruck kommt. Inwiefern eine derartige Beurteilung im Sportunterricht sinnvoll ist bzw. einem pädagogischen Anspruch grundsätzlich Rechnung tragen kann, ist Gegenstand einer kontroversen Debatte innerhalb der Sportpädagogik – ähnlich der erwähnten Diskussion um die Daseinsberechtigung des Faches an sich, welche insbesondere hinsichtlich ihrer politischen Dimension direkten Einfluss auf die Frage nach dem Sinn der Sportzensur hat.

In dieser Arbeit werde ich diese Frage einer näheren Betrachtung unterziehen. Dabei soll zunächst geklärt werden, auf welche Funktionen der Benotung die gängige Unterrichtspraxis gründet und wie (sportliche) Leistungen gemessen werden. Daraufhin gehe ich auf Probleme der Mess- und Bewertbarkeit sportunterrichtlichen Handelns ein, die vor allem vor dem Hintergrund eines emanzipatorischen Ansatzes scheinbar zwangsläufig entstehen und das Zensieren mittels Begriffen wie gut oder ausreichend als unzureichend und mitunter kontraproduktiv entlarven. Im weiteren Verlauf werde ich Ansätze und Verfahrensweisen vorstellen, mit Hilfe derer den genannten Schwierigkeiten ggf. Abhilfe geschaffen oder gar gänzlich beigekommen werden kann. Hierbei sollen Fallbeispiele konkrete Lösungswege aufzeigen und die zuvor besprochenen Alternativen bezüglich des Bewertungsprozesses veranschaulichen. Schließlich werde ich in einer abschließenden Einschätzung Chancen und Perspektiven alternativer Bewertungskriterien im Sportunterricht aufzeigen.

[...]


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