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Hausarbeit, 2007, 14 Seiten
Autor: Katrin Nowka
Fach: Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart
Details
Tags: Sind, Menschen, Personen, Personenbegriff, John, Locke, Peter, Singer, Robert, Spaemann
Jahr: 2007
Seiten: 14
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 6 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-83482-7
Dateigröße: 115 KB
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Sind alle Menschen Personen?
Über den Personenbegriff bei John Locke, Peter Singer und Robert Spaemann
von
Katrin Nowka
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 3
2 Über Robert Spaemann 3
3 Personenbegriff bei John Locke und Peter Singer 3
3.1 John Locke 3
3.2 Peter Singer 4
4 Robert Spaemanns Personenbegriff 6
4.1 Erste Hinweise 6
4.2 Eigenschaften von Personen 6
5 Sind alle Menschen Personen? 8
6 Schlussbemerkungen 13
7 Literatur 14
1 Einleitung
In dieser Arbeit soll es vornehmlich um Robert Spaemanns Personenbegriff gehen. Hierzu wird zunächst auf John Lockes und Peter Singers Personenbegriff eingegangen, da Singer in der Lockschen Tradition steht, welcher in Spaemanns Argumentation den Mittelpunkt bildet. Folgend wird der Personenbegriff Spaemanns erläutert. Da Spaemanns explizit verfolgtes Ziel ist, mit dem Buch „Personen, Versuche über etwas und jemand“ mit Peter Singer in die Debatte zu gehen, soll danach betrachtet werden, inwieweit Spaemann in der Lage ist, Singer zu widerlegen. Die Frage, die beantwortet werden soll ist die, ob alle Menschen Personen seien.
2 Über Robert Spaemann
Der zeitgenössische Philosoph Robert Spaemann wurde im Jahr 1927 geboren. Er ist der Sohn des katholischen Priesters und geistlichen Schriftstellers Heinrich Spaemann. Nach dem Studium der Philosophie, Geschichte, Theologie und Romanistik promovierte er im Jahre 1952 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und habilitierte dort zehn Jahre später. Seine Philosophie ist durch und durch christlich geprägt. Der Glaube an Gott steht im Mittelpunkt seiner Philosophie. Er schließt also die Religion in seine Betrachtungen ein und ist eher als konservativer Philosoph einzuordnen.
3 Personenbegriff bei John Locke und Peter Singer
Peter Singer übernimmt seinen Personenbegriff in weiten Teilen von John Locke und schließt in seinem Denken an ihn an. Da Spaemann ausdrücklich Kriktik an Singers Personenbegriff übt, ist es wichtig für das Verständnis, diese Positionen zu erläutern.
3.1 John Locke
„..., we must consider what person stands for; which, I think, is a thinking intelligent Being, that has a reason and reflection, and can consider it self as ist self, the same thinking thing in different times and places; which it does only by conciousness, which is inseparable from thinking, and as it seems to me essential to it: It being impossible for any one to perceive, without perceiving, that he does perceive.“ (Locke, 335)
John Locke definiert eine Person als jemanden, der sich im Augenblick seiner selbst bewusst ist. Eine Person besitzt Identität, das heißt, sie ist sich bewusst eins zu sein mit der Person und den Erlebnissen dieser Person in der Vergangenheit. Sie denkt sich selbst also in der Zeit und besitzt Selbstbewusstsein und Erinnerung. Potentielle Bewusstheit bleibt hier unberücksichtigt, denn Locke vertritt eine durch und durch empiristische Position. Das heißt für ihn sind einzig von außen beobachtbare Dinge relevant für die Erkenntnis. (Kather, 52) Nach Locke beginnt mit der ersten Erinnerung die eigene Biografie und sie endet mit der letzten Erinnerung. Demnach lassen sich, nach Locke, beispielsweise kleine Kinder, Alzheimerkranke und Komatöse nicht unter den Begriff der Person fassen. (Kather, 53) Locke trennt demnach als Erster explizit die Begriffe Mensch und Person voneinander, diese Thematik ist auch oder gerade heute, im Zeitalter der Bioethik, von höchster Brisanz und ist aktuell in der Debatte. In der Tradition Lockes argumentiert zum Beispiel Peter Singer, auf den Robert Spaemann in seinem Text explizit eingeht und der durchaus für Spaemann den Anstoß zum Schreiben des Buches „Personen“ gegeben haben könnte.
3.2 Peter Singer
Singer modifiziert Lockes Position für sich in so fern, dass er nicht davon ausgeht, dass die Person nur durch ihre Erinnerung bestimmt sei, sondern vor allem auch durch ihre Zukunft. Personen erwarten ihre Zukunft, haben als einzige Wünsche und Interessen, die sie nach Abwägung untereinander verwirklichen wollen. (Kather, 97) Der Präferenzutilitarismus, den Singer vertritt, zielt also auf die Realisierung von Interessen und sagt, die Menschen sollen Leid vermeiden, das jeweils eigene, das in der Gemeinschaft und das Leid der Angehörigen. (Kather, 96) Woher die angesprochenen Interessen stammen, ist dabei unwichtig, solange die Person diese als ihre eigenen anerkennt und als Basis des eigenen Handelns versteht.
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