Termpaper, 2006, 33 Pages
Author: Stefanie Gnaß
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Tags: Nebensätze, Syntax, Hauptseminar
Year: 2006
Pages: 33
Grade: 1,5
Bibliography: ~ 6 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-82790-4
File size: 252 KB
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Abstract
Bevor auf den Nebensatz im Einzelnen eingegangen werden kann, ist es notwendig, eine zunächst gröbere Einteilung der Arten von Nebensätzen vorzunehmen. Anhaltspunkte für eine solche Kategorisierung bieten dabei zunächst formale und funktionale syntaktische Aspekte für das Gesamtgefüge „Satz“. Auch ein kurzer Einstieg in die derzeit vorherrschenden Grammatikmodelle zur Darstellung der syntaktischen Struktur eines Satzes im Ganzen, erleichtert im Folgenden das Verständnis für den Nebensatz im Satzganzen. Von Bedeutung werden sodann für die Einteilung der Nebensätze anhand ihrer inhaltlichen Ordnung auch die spezifische Stellung des Verbs sowie die Art der Abhängigkeit oder Kausalität zum übergeordneten Satz. Hieran lassen sich letztlich die Nebensätze in detaillierte Satzarten einordnen und deren spezifischen Probleme aufweisen. Insgesamt ist es hierbei von großer Bedeutung, dass sowohl die syntaktische Methodik, als auch die letztlich spezifische Einordnung, nur eine Beschreibung des Satzes und dessen syntaktischer Struktur und semantischer Abhängigkeiten ist...
Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Nebensätze
Stefanie Gnaß
2006
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 2
2. Methode ... 3
3. Kategorien von Nebensätzen ... 7
3.1 Unterscheidungen aufgrund formaler Kennzeichen ... 8
3.1.1 Eingeleitete Nebensätze ... 8
3.1.2 Uneingeleitete Nebensätze ... 9
3.2 Unterscheidung aufgrund funktionaler Kriterien ... 10
3.2.1 Nebensätze mit Satzgliedfunktion ... 10
3.2.1.1 Der Subjektsatz ... 10
3.2.1.2 Der Objektsatz ... 11
3.2.1.3 Der Adverbialsatz ... 13
3.2.2 Nebensätze als Teil eines Satzglieds ... 14
3.2.3 Weiterführende Nebensätze ... 15
3.3 Unterscheidungen aufgrund der inhaltlichen Ordnung von Nebensätzen ... 15
3.3.1 Der Relativsatz ... 16
3.3.1.1 Attributive Relativsätze ... 17
3.3.1.2 Freie Relativsätze ... 18
3.3.1.3 Weiterführende Relativsätze ... 19
3.3.1.4 Einzelne Relativsätze ... 21
3.3.1.5 Konstruktionen von Relativsätzen ... 24
3.3.2 Der Inhaltssatz ... 25 _
3.3.3 Der Verhältnissatz ... 28
4. Fazit ... 30
5. Literaturverzeichnis ... 32
1. Einleitung
Bevor auf den Nebensatz im Einzelnen eingegangen werden kann, ist es notwendig, eine zunächst gröbere Einteilung der Arten von Nebensätzen vorzunehmen. Anhaltspunkte für eine solche Kategorisierung bieten dabei zunächst formale und funktionale syntaktische Aspekte für das Gesamtgefüge „Satz“. Auch ein kurzer Einstieg in die derzeit vorherrschenden Grammatikmodelle zur Darstellung der syntaktischen Struktur eines Satzes im Ganzen, erleichtert im Folgenden das Verständnis für den Nebensatz im Satzganzen. Von Bedeutung werden sodann für die Einteilung der Nebensätze anhand ihrer inhaltlichen Ordnung auch die spezifische Stellung des Verbs sowie die Art der Abhängigkeit oder Kausalität zum übergeordneten Satz. Hieran lassen sich letztlich die Nebensätze in detaillierte Satzarten einordnen und deren spezifischen Probleme aufweisen.
Insgesamt ist es hierbei von großer Bedeutung, dass sowohl die syntaktische Methodik, als auch die letztlich spezifische Einordnung, nur eine Beschreibung des Satzes und dessen syntaktischer Struktur und semantischer Abhängigkeiten ist. Die Methoden bieten Hypothesen, die zur Beschreibung des Gesamtgefüges „Satz“ dienen. Letztlich sind diese allerdings nicht in der Lage, eine ihnen selbst immanente Regel des Aufbaus von Satzgefügen in der Beziehung von Hauptsatz und Nebensatz oder Matrixsatz und eingebettetem Satz zu bieten. Dieser Umstand wird umso deutlicher, als dass stets zu bedenken ist, dass Sprache intuitiv erlernt, geschrieben und gesprochen wird und immer auch in Abhängigkeit der Absicht des Verwenders steht. Während sich beispielsweise der Poet vor der Verfassung eines Gedichts, mit der Struktur des Typus Gedichts auseinandersetzen muss, das ihm für seine Absicht am geeignetesten erscheint, steht im Vordergrund des üblichen Umgangs mit der Sprache und damit auch des Bildens von Sätzen und Nebensätzen, die Intuition. Erst nach diesem „Satzbildungsprozess“ lässt sich das Gesagte oder Geschriebene anhand der Grammatikmodelle und Lehren analysieren. Der entgegengesetzte oder reziproke Weg zur Satzbildung ist zwar denkbar, entbehrt allerdings eben der Tatsache, dass im Vordergrund Intuition und kommunikative Absicht stehen. Welche Bedeutung der Nebensatz im Gesamtgefüge „Satz“ dabei einnimmt, wird besonders in dem Punkt deutlich, der eine inhaltliche Einordnung der Nebensätze vornimmt. Durch bestimmte Abhängigkeiten von Haupt- und Nebensatz zeigt sich, wie ein grammatisch korrekter Hauptsatz erst durch den Nebensatz derart verständlich wird, dass auch derjenige, der nicht in den durch den Hauptsatz geschilderten Sachverhalt involviert ist, verstehen kann, worum es im Detail geht. Auch wenn man quasi alles mit S-P-O-Sätzen ausdrücken kann, erleichtert nicht zuletzt der Nebensatz den Gebrauch der Sprache.
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