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Fair Value in der IFRS-Rechnungslegung - Konzeption, Inhalt und Zweckmäßigkeit

Hausarbeit, 2006, 12 Seiten
Autor: Karina Boldyreva
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 12
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 7  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V78148
ISBN (E-Book): 978-3-638-82797-3

Dateigröße: 184 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die letzten elf Jahre haben sich in der internationalen Rechnungslegung durch eine schnelle und „stürmische“ Entwicklung gekennzeichnet. Durch den Gang an die New Yorker Börse vieler europäischer Unternehmen erfolgte eine Welle freiwilliger Veröffentlichungen von Konzernabschlüssen nach IAS/IFRS und US-GAAP. Diese Tendenz wurde von der EU unterstützt. Durch den EU-Beschluss von 1995 wurden Unternehmen 1998 von der Verpflichtung der Erstellung eines HGB-Konzernabschlusses befreit, falls sie einen Konzernabschluss nach IAS oder US-GAAP aufstellten. Eine weitere Intensivierung einer Internationalisierung der Rechnungslegung erfolge durch die IAS-Verordnung der EG im Jahr 2002, wonach kapitalmarktorientierte Unternehmen in der EU ab 2005 (mit Ausnahmen ab 2007) zu Konzernabschlüssen nach IAS/IFRS verpflichtet sind. Die Internationalisierung der Rechnungslegung ist dabei eng mit dem Begriff des Fair Value verbunden. Mit dem Ziel, umfassende Informationen mit dem IFRS-Abschluss offen legen zu lassen und damit den Bedürfnissen des Kapitalmarktes nach entscheidungsrelevanten und zuverlässigen Informationen über das bilanzierende Unternehmen zu genügen, rückt der IASB historische Kosten in den Hintergrund und stellt auf die Bewertung zu Fair Values ab. Die Fair Value-Bilanzierung soll dabei eine zuverlässige Abbildung eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz gewährleisten und somit einem wirksamen Gläubigerschutz beitragen. In der vorliegenden Arbeit soll zunächst der Begriff des Fair Value in den IFRS festgestellt werden. Die einzelnen Regelungen in Bezug auf die Fair Value-Bilanzierung werden in einem weiteren Schritt dargelegt. Daraufhin wird die Erreichung des Gläubigerschutzes im Sinne einer entscheidungsrelevanten und zuverlässigen Informationsermittlung diskutiert. Abschließend werden einige Kritikpunkte in der gegenwärtigen Diskussion zu Fair Value-Bilanzierung präsentiert.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Hamburg

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Department für Wirtschaft und Politik

Hausarbeit im Kurs Bilanzen 2 zum Thema

Fair Value in der IFRS-Rechnungslegung – Konzeption, Inhalt und Zweckmäßigkeit

vorgelegt von Karina Boldyreva 8. Fachsemester

Hamburg, den 03. April 2006

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 3

2. Definition und Ermittlungsmöglichkeiten von Fair Value ... 4

3. Fair Value im Regelwerk der IFRS ... 5
3.1 Erfassung wertgeminderter Bewertungseinheiten ... 5
3.2 Fair Value in den einzelnen Standards ... 7

4. Fair Value im Hinblick auf Informationsvermittlung und Gläubigerschutz ... 8

5. Kritische Würdigung der Fair Value-Bilanzierung ... 106. Fazit ... 11

Quellenverzeichnis ... 12

 

 

1. Einleitung

Die letzten elf Jahre sind in der internationalen Rechnungslegung durch eine schnelle und „stürmische“ Entwicklung gekennzeichnet.1 Durch den Gang an die New Yorker Börse vieler europäischer Unternehmen erfolgte eine Welle freiwilliger Veröffentlichungen von Konzernabschlüssen nach IAS/IFRS und US-GAAP. Diese Tendenz wurde von der EU unterstützt. Durch den EU-Beschluss von 1995 wurden Unternehmen 1998 von der Verpflichtung der Erstellung eines HGBKonzernabschlusses befreit, falls sie einen Konzernabschluss nach IAS oder US-GAAP aufstellten. Eine weitere Intensivierung einer Internationalisierung der Rechnungslegung erfolge durch die IAS-Verordnung der EG im Jahr 2002, wonach kapitalmarktorientierte Unternehmen in der EU ab 2005 (mit Ausnahmen ab 2007) zu Konzernabschlüssen nach IAS/IFRS verpflichtet sind.

Die Internationalisierung der Rechnungslegung ist dabei eng mit dem Begriff des Fair Value verbunden. Mit dem Ziel, umfassende Informationen mit dem IFRS-Abshcluss offen legen zu lassen und damit den Bedürfnissen des Kapitalmarktes nach entscheidungsrelevanten und zuverlässigen Informationen über das bilanzierende Unternehmen zu genügen, rückt der IASB historische Kosten in den Hintergrund und stellt auf die Bewertung zu Fair Values ab. Die Fair Value-Bilanzierung soll dabei eine zuverlässige Abbildung eines Vermögenswertes bzw. einer Schuld in der Bilanz gewährleisten und somit einem wirksamen Gläubigerschutz beitragen.2 In der vorliegenden Arbeit soll zunächst der Begriff des Fair Value in den IFRS festgestellt werden. Die einzelnen Regelungen in Bezug auf die Fair Value-Bilanzierung werden in einem weiteren Schritt dargelegt. Daraufhin wird die Erreichung des Gläubigerschutzes im Sinne einer entscheidungsrelevanten und zuverlässigen Informationsermittlung diskutiert. Abschließend werden einige Kritikpunkte in der gegenwärtigen Diskussion zu Fair Value-Bilanzierung präsentiert.

[...]


1 Vgl. Wagenhofer, A. (2003): Internationale Rechnungslegungsstandards – IAS / IFRS. – 4., überarbeitete und erweiterte Auflage der International Accounting Standards. – Frankfurt; Wien: Redline Wirtschaft bei Ueberreuter, S. V.

2 Vgl. Baetge, J.; Lienau, A. (2005): Der Gläubigerschutzgedanke im Mixed Fair Value-Modell des IASB. In: Schneider, D; Rückle, D; Küpper, H.-U.; Wagner, F. W. (Hrsg.): Kritisches zu Rechnungslegung und Unternehmensbesteuerung. – Berlin: Duncker & Humblot, S. 66.


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