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Scholary Paper (Seminar), 2002, 13 Pages
Author: Christian Schlegel
Subject: Theology - Systematic Theology
Details
Institution/College: Johannes Gutenberg University Mainz
Tags: Heiligkeit, Lebens, Darstellung, Widerlegung, Peter, Singer, Ethik, Genzeitalter, Bioethik, Abtreibung, Infantizid
Year: 2002
Pages: 13
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 4 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-82810-9
ISBN (Book): 978-3-638-83222-9
File size: 232 KB
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Abstract
„Ich bin Leben unter Leben, das leben will.“1 Diese Einfache Sicht des Wertes von Leben formulierte einmal Albert Schweitzer und drückte damit seinen tiefen Respekt vor allem Leben aus. Dieser Respekt geht über den Bereich menschlichen Lebens weit hinaus und schließt jegliche Form von Leben, sei es tierisch oder gar pflanzlich, mit ein. Er spricht jedem den gleichen Wert zu. Demnach bestünde – überspitzt formuliert – kein moralisch relevanter Unterschied darin, eine Pflanze zu zerstören, ein Tier zu schlachten oder einen Menschen zu töten; jede dieser Taten wäre gleich verwerflich. Das Prinzip der Heiligkeit des Lebens dagegen, besagt jedoch, dass alles menschliche Leben wertvoller ist als alles nicht-menschliche Leben und dass es kein menschliches Leben von unterschiedlichem Wert gibt.2 Ist also doch nicht alles Leben, egal welcher Art, gleich wertvoll? Wodurch unterscheidet sich menschliches Leben von anderem Leben, dass es wertvoller ist? Gibt es elementare Kriterien, durch die sich der Mensch von Tieren und Pflanzen abgrenzt, die nicht von jedem Menschen erfüllt werden können? Wären solche Menschen dann trotzdem von gleichem Wert, wie alle anderen? Peter Singer und Helga Kuhse vertreten die Meinung, dass diese Position der Gleichheit allen menschlichen Lebens und dessen Mehrwert gegenüber allem anderen Leben unhaltbar sei. Die vorliegende Arbeit wird die wesentlichen Punkte des Prinzips der „Heiligkeit des Lebens“ aufzeigen, und im Anschluss dessen Widerlegung durch Singer und Kuhse nachvollziehen. Abschließend wird noch eine Wertung und Diskussion der Widerlegung folgen.
Excerpt (computer-generated)
Johannes Gutenberg-Universität
Fachbereich 01 – Katholische Theologie
Seminar für Moraltheologie
Hauptseminar: Ethik im Genzeitalter WS 2001/02
Die Heiligkeit des Lebens - Darstellung und Widerlegung bei Peter Singer
Christian Schlegel
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 3
2 Das Prinzip der Heiligkeit des Lebens ... 4
2.1 Allgemein ... 4
2.2 Positionen ... 5
3 Was ist falsch an der „Heiligkeit“ des Lebens? ... 7
3.1 Problematik der „Menschlichkeit“ ... 7
3.2 Zur Christlichen Theologie ... 11
4 Zusammenfassung ... 12
Bibliographie ... 13
1 Einleitung
„Ich bin Leben unter Leben, das leben will.“1 Diese Einfache Sicht des Wertes von Leben formulierte einmal Albert Schweitzer und drückte damit seinen tiefen Respekt vor allem Leben aus. Dieser Respekt geht über den Bereich menschlichen Lebens weit hinaus und schließt jegliche Form von Leben, sei es tierisch oder gar pflanzlich, mit ein. Er spricht jedem den gleichen Wert zu. Demnach bestünde – überspitzt formuliert – kein moralisch relevanter Unterschied darin, eine Pflanze zu zerstören, ein Tier zu schlachten oder einen Menschen zu töten; jede dieser Taten wäre gleich verwerflich. Das Prinzip der Heiligkeit des Lebens dagegen, besagt jedoch, dass alles menschliche Leben wertvoller ist als alles nicht-menschliche Leben und dass es kein menschliches Leben von unterschiedlichem Wert gibt.2 Ist also doch nicht alles Leben, egal welcher Art, gleich wertvoll? Wodurch unterscheidet sich menschliches Leben von anderem Leben, dass es wertvoller ist? Gibt es elementare Kriterien, durch die sich der Mensch von Tieren und Pflanzen abgrenzt, die nicht von jedem Menschen erfüllt werden können? Wären solche Menschen dann trotzdem von gleichem Wert, wie alle anderen? Peter Singer und Helga Kuhse vertreten die Meinung, dass diese Position der Gleichheit allen menschlichen Lebens und dessen Mehrwert gegenüber allem anderen Leben unhaltbar sei. Die vorliegende Arbeit wird die wesentlichen Punkte des Prinzips der „Heiligkeit des Lebens“ aufzeigen, und im Anschluss dessen Widerlegung durch Singer und Kuhse nachvollziehen. Abschließend wird noch eine Wertung und Diskussion der Widerlegung folgen.
[...]
1 Honsak, 1998. S. 1
2 Kuhse und Singer, 1993. S. 47 & 160
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