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Untertitel: Unter besonderer Berücksichtigung der Individualisierbarkeit des Angebotes
Diplomarbeit, 2007, 109 Seiten
Autor: Katrin Theos
Fach: Touristik / Tourismus
Details
Tags: Angebotsanalyse, Studien-, Erlebnisreisen, Reiseveranstalter, Südamerika, Jahr
Jahr: 2007
Seiten: 109
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 68 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-81553-6
ISBN (Buch): 978-3-638-83161-1
Dateigröße: 689 KB
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Zusammenfassung / Abstract
(Auszug aus der Einleitung): Das Ziel der nachfolgenden Untersuchung besteht darin, die Angebote an Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika in ihrer Gestaltung darzustellen sowie zu analysieren, ob und inwieweit diese Angebote individualisierbar sind. Die Flexibilität der Reisen und somit auch der Reisenden soll untersucht und schlussendlich bewertet werden. In Kapitel 2, Grundlagen, werden zunächst, des einheitlichen Verständnisses wegen, einige Begrifflichkeiten definiert. „Was ist unter einer Studien- und Erlebnisreise zu verstehen?“, „Welche Länder zählen zu Südamerika“ und „Was bedeutet Individualisierbarkeit“; all dies sind essentielle Fragen, die geklärt werden müssen. Daran anschließend werden Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt aufgeführt, die mit Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika in Zusammenhang stehen. Sie geben einen ersten Überblick über die Relevanz dieser Reisen und ihrer Stellung im deutschen Urlaubsreisemarkt. Darüber hinaus werden die Charakteristika von Studien- und Erlebnisreisenden und mögliche Unterschiede zu anderen Urlaubern vorgestellt sowie Aspekte zur Erlebnisorientierung der deutschen Bevölkerung und deren Einfluss auf die Entwicklung von Erlebnisreisen. Im Anschluss daran soll in Kapitel 3 erörtert werden, warum das Thema Individualisierbarkeit von Reiseangeboten im Jahr 2007 von entscheidender Bedeutung ist und auch für die Zukunft von großem Belang für den Erfolg und die Existenzfähigkeit von Reiseveranstaltern sein wird. Dazu werden der Wertewandel in Deutschland und der daraus resultierende allgemeine Individualisierungstrend bei Konsumenten dargelegt und die Konsequenzen für touristische Unternehmen erläutert. Ein weiterer Abschnitt des dritten Kapitels widmet sich den Vor- und Nachteilen der Individualisierbarkeit von Reiseangeboten. Schließlich folgt mit den Kapiteln 4 und 5 der Kern dieser Arbeit: die Untersuchung der Reiseangebote deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika. Hierbei werden im ersten Teil die verschiedenen Varianten von Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika präsentiert, bevor mithilfe eines Scoring-Modells die Individualisierbarkeit der Angebote ausgewählter Reiseveranstalter untersucht und letztendlich bewertet wird. Ein von der Autorin erarbeiteter Kriterienkatalog zur Überprüfung der Individualisierbarkeit stellt die Basis dieser Untersuchung dar. Abschließend finden sich in Kapitel 6 eine Zusammenfassung der bedeutendsten Aspekte der vorliegenden Ausarbeitung und ein Fazit über die Situation der Reiseveranstalter und die Individualisierbarkeit ihrer Angebote.
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule Heilbronn
Fachbereich Wirtschaft 2
Studiengang Tourismusbetriebswirtschaft
Freie wissenschaftliche Arbeit zur Erlangung des Grades der
Diplombetriebswirtin (FH)
Angebotsanalyse:
Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika im Jahr 2007
unter besonderer Berücksichtigung der Individualisierbarkeit des Angebots
vorgelegt von: Katrin Theos
vorgelegt im: Juli 2007
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis ... I
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis ... III
Abkürzungsverzeichnis ... V
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit ... 1
2 Grundlagen ... 3
2.1 Begrifflichkeiten ... 3
2.1.1 Studien- und Erlebnisreisen ... 3
2.1.2 Südamerika ... 9
2.1.3 Individualisierbarkeit ... 10
2.2 Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt ... 11
2.2.1 Entwicklung der Urlaubsreisen nach Südamerika ... 11
2.2.2 Entwicklung der Reisemotive ... 12
2.2.3 Entwicklung der Studien- und Erlebnisreisen ... 12
2.3 Die Erlebnisorientierung als Treiber für Studien- und Erlebnisreisen ... 14
2.4 Der Studien- und Erlebnisreisende ... 16
3 Individualisierung und Individualisierbarkeit ... 17
3.1 Die Individualisierung und Konsequenzen für die Wirtschaft ... 17
3.2 Die Individualisierung im Tourismus ... 21
3.3 Vorteile und Nachteile der Individualisierbarkeit von Reiseangeboten ... 27
4 Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika ... 29
4.1 Varianten von Studien- und Erlebnisreisen ... 29
4.2 Untersuchungsmethode ... 36
4.2.1 Auswahl der zu analysierenden Reiseveranstalter ... 38
4.2.2 Das System zur Bewertung der Individualisierbarkeit ... 43
4.2.2.1 Kategorie Anreise ... 45
4.2.2.2 Kategorie Unterkunft ... 47
4.2.2.3 Kategorie Verpflegung ... 49
4.2.2.4 Kategorie Transportmittel ... 50
4.2.2.5 Kategorie Fakultative Aktivitäten ... 51
4.2.2.6 Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte ... 52
4.2.2.7 Kategorie Privatreisen ... 53
4.2.3 Die Gewichtung der Kategorien ... 54
5 Auswertung der Angebotsanalyse für Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika ... 58
5.1 Gesamtauswertung ... 58
5.2 Auswertung der einzelnen Kategorien ... 61
5.2.1 Kategorie Anreise ... 61
5.2.2 Kategorie Unterkunft ... 64
5.2.3 Kategorie Transportmittel ... 67
5.2.4 Kategorie Fakultative Aktivitäten ... 69
5.2.5 Kategorie Vorab- und Anschlussaufenthalte ... 71
5.2.6 Kategorie Privatreisen ... 73
5.3 Ausgewählte Aspekte der Preisdifferenzierung ... 75
6 Zusammenfassung und abschließende Beurteilung ... 78
Quellenverzeichnis ... IV
Anhang ... XIX
1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
„Individualismus bedeutet heute, alles tun, was die andern auch tun, bloß einzeln.“1 Dieses Zitat des US-Schauspielers Rock Hudson mag auf den ersten Blick paradox oder gar sarkastisch erscheinen, spiegelt aber letztendlich genau das wider, was sich auch im Alltag und der Freizeit der deutschen Gesellschaft abzeichnet. Es gibt Aktivitäten, die von einem Großteil der Menschen in irgendeiner Form unternommen werden. Das Verreisen ist eine dieser Aktivitäten. Die Deutschen sind 2006 zum wiederholten Male Reiseweltmeister geworden. Mit einem Rekordwert von 60,5 Milliarden Euro gaben sie im vergangenen Jahr mehr Geld für Urlaub aus als die Bevölkerung anderer Länder (etwa 11 % der weltweiten Reiseausgaben).2 Die Reiseintensität, die laut Reiseanalyse der F.U.R schon seit über zehn Jahren bei über 70 % liegt,3 macht deutlich, dass es für den Großteil der Bevölkerung eine Selbstverständlichkeit geworden ist, einmal oder sogar mehrmals jährlich in Urlaub zu fahren. Es herrscht das Gefühl vor, dass alle anderen in Urlaub fahren und man dies ebenso machen möchte. Dennoch möchten die Menschen nicht als Massenpauschaltouristen angesehen und behandelt werden. Das demonstriert die steigende Zahl an selbst organisierten Reisen.4 Die Urlauber wollen vermehrt ihren individuellen Bedürfnissen gerecht werden und nicht mit dem Strom schwimmen. Klassische Pauschalreisen engen diese Individualität in vielerlei Hinsicht ein, andererseits gibt es neue Formen der Pauschalreise, die dem Reisenden eine größere Individualität bieten.
Studien- und Erlebnisreisen sind ein spezielles Segment, das aufgrund seiner spezifischen Eigenschaften, die an späterer Stelle erläutert werden, bei der Individualisierung einige Schwierigkeiten aufwirft. Interessant ist es daher herauszufinden, inwieweit und vor allem in welchen Bereichen die Veranstalter solcher Reisen es vermögen, individualisierbare Programme aufzulegen.
Die deutschen Urlauber weisen eine hohe Reiseerfahrung auf und wollen immer mehr Ecken der Welt entdecken. Fernreisen auf andere Kontinente sind längst nichts Außergewöhnliches mehr und so scheint das immer größer werdende Angebot an Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika ein interessanter Untersuchungsgegenstand.
Das Ziel der nachfolgenden Untersuchung besteht darin, die Angebote an Studien und Erlebnisreisen deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika in ihrer Gestaltung darzustellen sowie zu analysieren, ob und inwieweit diese Angebote individualisierbar sind. Die Flexibilität der Reisen und somit auch der Reisenden soll untersucht und schlussendlich bewertet werden.
In Kapitel 2, Grundlagen, werden zunächst, des einheitlichen Verständnisses wegen, einige Begrifflichkeiten definiert. „Was ist unter einer Studien- und Erlebnisreise zu verstehen?“, „Welche Länder zählen zu Südamerika?“ und „Was bedeutet Individualisierbarkeit?“; all dies sind essentielle Fragen, die geklärt werden müssen.
Daran anschließend werden Daten und Fakten zum deutschen Reisemarkt aufgeführt, die mit Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika in Zusammenhang stehen. Sie geben einen ersten Überblick über die Relevanz dieser Reisen und ihrer Stellung im deutschen Urlaubsreisemarkt. Darüber hinaus werden die Charakteristika von Studien- und Erlebnisreisenden und Unterschiede zu anderen Urlaubern vorgestellt sowie Aspekte zur Erlebnisorientierung der deutschen Bevölkerung und deren Einfluss auf die Entwicklung von Erlebnisreisen.
Im Anschluss daran soll in Kapitel 3 erörtert werden, warum das Thema Individualisierbarkeit von Reiseangeboten im Jahr 2007 von entscheidender Bedeutung ist und auch für die Zukunft von großem Belang für den Erfolg und die Existenzfähigkeit von Reiseveranstaltern sein wird. Dazu werden der Wertewandel in Deutschland und der daraus resultierende allgemeine Individualisierungstrend bei Konsumenten dargelegt und die Konsequenzen für touristische Unternehmen erläutert.
Ein weiterer Abschnitt des dritten Kapitels widmet sich den Vor- und Nachteilen der Individualisierbarkeit von Reiseangeboten.
Schließlich folgt mit den Kapiteln 4 und 5 der Kern dieser Arbeit: die Untersuchung der Reiseangebote deutscher Reiseveranstalter nach Südamerika. Hierbei werden im ersten Teil die verschiedenen Varianten von Studien- und Erlebnisreisen nach Südamerika präsentiert, bevor mithilfe eines Scoring-Modells die Individualisierbarkeit der Angebote ausgewählter Reiseveranstalter untersucht und letztendlich bewertet wird. Ein von der Autorin erarbeiteter Kriterienkatalog zur Überprüfung der Individualisierbarkeit stellt die Basis dieser Untersuchung dar.
Abschließend finden sich in Kapitel 6 eine Zusammenfassung der bedeutendsten Aspekte der vorliegenden Ausarbeitung und eine abschließende Beurteilung der Situation der Reiseveranstalter und der Individualisierbarkeit ihrer Angebote.
2 Grundlagen
2.1 Begrifflichkeiten
2.1.1 Studien- und Erlebnisreisen
Studien- und Erlebnisreisen sind ein weit gefasster Begriff, der sich in viele spezifische Subkategorien einteilen lässt, wie im Laufe der Arbeit ersichtlich werden wird. Die verschiedenen Varianten von Studien- und Erlebnisreisen werden in Punkt 4.1 vorgestellt. Im Folgenden sollen zunächst Merkmale benannt werden, die allen Studien- und Erlebnisreisen weitestgehend gemein sind und sie von anderen Pauschalreisen unterscheiden.
Bis in die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts hinein gab es in der Tourismusbranche keine allgemein gültige Definition für den Begriff der Studienreise. Zuvor sahen die Reiseveranstalter keine Notwendigkeit zu einer Definition. In den 80er Jahren wollten sich die Studienreiseveranstalter davor bewahren, dass der Begriff für ihr Produkt von allen denkbaren Reiseveranstaltern genutzt wird, um für deren Rundreisen zu werben.5 Erste Definitionsversuche wurden 1983 von der Arbeitsgemeinschaft Studienreisen unternommen, nach der eine Studienreise sich definieren lässt als „eine Gruppenreise mit begrenzter Teilnehmerzahl, festgelegtem Reiseverlauf sowie deutschsprachiger, fachlich qualifizierter Reiseleitung.“67
[ ... ]
1 Sprichwort.ch, http://www.sprichwort.ch/, Stand 05.07.2007.
2 Vgl. o.V.: Deutsche 2006 erneut Reiseweltmeister, Artikel vom 16.01.2007, online unter Handelsblatt, http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/1208582/default.aspx/deutsche-2006-erneut-reiseweltmeister.html, Stand 05.07.2007.
3 Vgl. F.U.R Reiseanalyse 2007, http://www.fur.de/downloads/Reiseanalyse_2005.pdf, S.2, Stand 03.07.2007.
4 Vgl. o.V.: Deutsche 2006 erneut Reiseweltmeister, Artikel vom 16.01.2007, online unter Handelsblatt, http://www.handelsblatt.com/news/Journal/Business-Travel-Reise/_pv/_p/202790/_t/ft/_b/1208582/default.aspx/deutsche-2006-erneut-reiseweltmeister.html, Stand 05.07.2007.
5 Vgl. Dietsch, K.: Die Studienreise im Wandel – Konzepte einer klassischen Reiseform, in: Günter, W. (Hrsg.): Handbuch für Studienreiseleiter, München, Wien, 2003, S.134.
6 Arbeitsgemeinschaft Studienreisen: Pressemitteilung vom November 1998, zitiert nach: Dietsch, K.: Studienreisen, in: Dreyer, A. (Hrsg.): Kulturtourismus, München, Wien, 2000, S.76.
7 Vgl. Dietsch, K.: Studienreisen, in: Dreyer, A. (Hrsg.): Kulturtourismus, München, Wien, 2000, S.76. 8 Vgl. ebenda, S.78f.
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