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Termpaper, 2007, 27 Pages
Author: Diplom-Betriebswirtin, M.A. Hilleken Zeineddine
Subject: Sociology - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Hamburg
Tags: Beziehungen, Subsysteme, Wissenschaft, Politik, Massenmedien, Beispiel, Umgangs, Klimawandel, Wissenschaftssoziologie, Wissenssoziologie
Year: 2007
Pages: 27
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 23 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-83860-3
File size: 182 KB
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Abstract
Treibhauseffekt, CO2, Kyoto-Protokoll, Erderwärmung, Klimakatastrophe – der anthropogene Klimawandel ist zurzeit (wieder) in aller Munde. Hierbei existiert jedoch nicht nur eine Perspektive. Die Subsysteme der Gesellschaft nehmen das Thema – auch sich verändernd im Zeitablauf – ganz unterschiedlich wahr und reagieren gemäß ihrer Codes sehr verschieden. Dabei stehen sie untereinander in Kontakt, beeinflussen und stören sich gegenseitig. Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Beziehungen der Subsysteme Wissenschaft, Politik und Massenmedien am Beispiel des Umgangs mit dem Thema Klimawandel herauszuarbeiten. Zunächst wird dazu kurz die Theorie (nach Niklas Luhmann und Uwe Schimank) dargestellt. Anschließend werden – nach einer Einführung in die heutigen Erkenntnisse zum Klimawandel – die Charakteristika der Subsysteme und ihr entsprechender Umgang mit diesem Thema beleuchtet. Es folgt eine Aufgliederung in die einzelnen Subsystembeziehungen und ihrer gegenseitigen Einflussnahmen.
Excerpt (computer-generated)
Universität Hamburg, Master Entrepreneurship
Kurs: Wissenschaftssoziologie und Wissenssoziologie
WS 2006/2007, am 02.04.2007
Beziehungen der Subsysteme Wissenschaft,
Politik und Massenmedien am Beispiel des Umgangs mit dem Klimawandel
von
Hilleken Zeineddine
Gliederung
1 Einleitung 3
2 Theorie 4
2.1 Systemtheorie 4
2.2 Systematik der Subsystembeziehungen 5
3 Fakten zum Klimawandel 8
4 Die Subsysteme und der Klimawandel 10
4.1 Wissenschaft 10
4.2 Umgang mit dem Klimawandel 13
4.3 Massenmedien 16
5 Subsystembeziehungen 19
5.1 Wissenschaft und Politik 19
5.2 Politik und Massenmedien 21
5.3 Wissenschaft und Massenmedien 22
6 Fazit und Kritik 24
7 Literaturverzeichnis 26
1 Einleitung
Treibhauseffekt, CO2, Kyoto-Protokoll, Erderwärmung, Klimakatastrophe – der anthropogene Klimawandel ist zurzeit (wieder) in aller Munde. Hierbei existiert jedoch nicht nur eine Perspektive. Die Subsysteme der Gesellschaft nehmen das Thema – auch sich verändernd im Zeitablauf – ganz unterschiedlich wahr und reagieren gemäß ihrer Codes sehr verschieden. Dabei stehen sie untereinander in Kontakt, beeinflussen und stören sich gegenseitig. Ziel dieser Arbeit soll es sein, die Beziehungen der Subsysteme Wissenschaft, Politik und Massenmedien am Beispiel des Umgangs mit dem Thema Klimawandel herauszuarbeiten.
Zunächst soll dazu kurz die Theorie (nach Niklas Luhmann und Uwe Schimank) dargestellt werden. Anschließend werden – nach einer Einführung in die heutigen Erkenntnisse zum Klimawandel – die Charakteristika der Subsysteme und ihr entsprechender Umgang mit diesem Thema beleuchtet. Es folgt eine Aufgliederung in die einzelnen Subsystembeziehungen.
2 Theorie
Zunächst gilt es, als Grundlage der weiteren Ausführungen den Systembegriff darzustellen und die Theorie der Subsystembeziehungen zu erläutern.
2.1 Systemtheorie
Die Systemtheorie als Gesellschaftstheorie macht sich die Beschreibung und Erklärung sozialen Geschehens, der sozialen Wirklichkeit, zur Aufgabe. (Eine neutrale Beobachtung der Gesellschaft von außen ist jedoch unmöglich, da der Beobachter als Mensch zwangsläufig immer auch selbst Teil der Gesellschaft, des Systems, ist.1
Soziale Systeme sind nichts Festes, weisen allerdings eine Struktur auf. Sie bestehen nach Luhmann, dem Begründer der modernen Systemtheorie, nicht aus Akteuren und Handlungen, sondern aus Kommunikation, auch wenn diese sich letztendlich als auf Personen zurechenbare Handlungen konkretisiert.2 Soziale Systeme besitzen eigenes Vokabular (z.B. die wissenschaftliche Sprache), eigene Grammatik bzw. Programme (z.B. die wissenschaftlichen Methoden) und eigene binäre Codes. Letztere sind Kriterien, nach denen im System Entscheidungen gefällt werden (z.B. in der Wissenschaft nach dem Code ‚wahr’ oder ‚nicht wahr’). Der Code stellt die Leitdifferenz des Systems dar, er ermöglicht also die operative Schließung und eine Unterscheidung zwischen Systemzugehörigem und Nichtzugehörigem.3 Ein System bildet eine Einheit in Differenz zur Umwelt.4 Nur wer sich an die Vorgaben hält, darf Mitglied des Systems sein. Programme als Erwartungsstrukturen helfen beim Überprüfen des Codes und der Auswahl von passenden Handlungen. Sie sind die „Selbst- oder auch Fremdsteuerung von Systemen. Die Programmierung kann durch ein System selbst erfolgen, aber auch von einem anderen System ausgehen. Programme sind sehr viel weniger stabil als der Code eines Systems. [...] [Wird allerdings letzterer] verändert, dann bricht das System zusammen und hört auf zu existieren.“5
Die Umwelt wirkt auf das System ein und wird sehr wohl wahrgenommen, kann allerdings nur mit dem systemeigenen Zeichensystem abgebildet werden, so dass sich das selbstreferentielle System seine eigene Wirklichkeit konstruiert. Systeme sind autopoietisch, das heißt, sie können sich nur durch die Reproduktion ihrer Strukturen entwickeln.6 Kurz gesagt: Systeme „sind operativ geschlossen, kognitiv offen, strukturdeterminiert, umweltangepasst und reproduzieren sich temporär. Sie aktualisieren sich augenblicklich durch den Anschluss von neuer Kommunikation.“7
2.2 Systematik der Subsystembeziehungen
[...]
1 vgl. dieser Absatz: Milanova, Mihaela: Gesellschaftstheorien 1: Systemtheorie [Teile]; aus MedienWiki, der freien Wissensdatenbank; <http://luhmann.uni-trier.de/index.php?title=Gesellschaftstheorien_1:_Systemtheorie>; 18.02.2007; (keine Seitenangaben)
2 vgl. Weber, Christa: Gesellschaftstheorien 1: Systemtheorie [Teile]; aus MedienWiki, der freien Wissensdatenbank; <http://luhmann.uni-trier.de/index.php?title=Gesellschaftstheorien_1:_Systemtheorie>; 18.02.2007; (keine Seitenangaben)
3 vgl. Weber, ebd.
4 vgl. Milanova, a.a.O.
5 Weber, ebd.
6 vgl. Epskamp, Heinrich: Wissenschaftstheorie – Wissenschaftssoziologie; Foliensatz zur Master-Vorlesung „Wissenschaftssoziologie und Wissenssoziologie“ an der Universität Hamburg, DWP; Wintersemester 2006/2007; Folie 17
7 Weber, ebd.
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