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Ganzheitliches Personalmanagement vor dem Hintergrund demographischer Entwicklung in Deutschland

Scholary Paper (Seminar), 2007, 20 Pages
Author: Angela Wolf
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2007
Pages: 20
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 22  Entries
Language: German
Archive No.: V78747
ISBN (E-book): 978-3-638-83866-5

File size: 123 KB

Abstract

Deutschland befindet sich inmitten eines gravierenden demographischen Umbruchs. Es wird von niedrigen Geburtenraten, steigender Lebenserwartung und einem Rückgang der Bevölkerung gesprochen. Der Anteil älterer Menschen wächst und zugleich wird der Anteil jüngerer Menschen immer geringer. Diese Entwicklung stellt Gesellschaft und Wirtschaft vor große Herausforderungen. Insbesondere das Personalmanagement ist von dieser Entwicklung betroffen. Personalverantwortliche müssen sich bereits heute Gedanken über die zukünftige Struktur und die Qualifizierung ihrer Belegschaft ma-chen. Das eigene Unternehmen auf den demographischen Wandel einzustellen, ist eine komplexe Aufgabe. Die Instrumente dafür liegen meist vor – was oft fehlt, ist ein auf das Altern der Belegschaft abgestimmter Einsatz.


Excerpt (computer-generated)

FOM
Fachhochschule für Ökonomie & Management
University of Applied Sciences
 

Ganzheitliches Personalmanagement
vor dem Hintergrund demographischer
Entwicklung in Deutschland


Berufsbegleitender Studiengang zum Dipl. Wirtschaftsjuristen (FH)
Studienschwerpunkt Personalmanagement
6. Semester
 

eingereicht von:
Angela Wolf
Essen, 09. Mai 2007

 

I. Inhaltsverzeichnis

I. Inhaltsverzeichnis  I
II. Abkürzungsverzeichnis III

1 Einleitung 1
    1.1 Problemstellung 1
    1.2 Zielsetzung 1
    1.3 Vorgehensweise 1

2 Grundlinien der demographischen Entwicklung 2
    2.1 Determinanten und Ursachen der Bevölkerungsentwicklung 2
    2.2 Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2050 4

3 Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Arbeitsmarkt 5
    3.1 Determinanten des Arbeitskräfteangebots 5
    3.2 Umfang und Struktur des zukünftigen Arbeitskräfteangebots 5
    3.3 Arbeitskräftebedarf  6

4 Konsequenzen für die Personalpolitik  7
    4.1 Rahmenbedingungen 7
    4.2 Personalbeschaffung durch Ausbildung 8
    4.3 Alternative Personalbeschaffung 9
        4.3.1 Kooperation mit Bildungseinrichtungen 9
        4.3.2 E-Recruiting 10
    4.4 Personalentwicklung 10
        4.4.1 Lebenslange altersübergreifende Qualifizierung 11
        4.4.2 Gestaltungsmöglichkeiten der Personalentwicklung 12

5 Handlungsoptionen 13
    5.1 Gesundheitsvorsorge 13
    5.2 Frauenförderung 13
    5.3 Altersteilzeit 14

6 Abschlussbetrachtung 15

III. Literaturverzeichnis IV

 

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

Deutschland befindet sich inmitten eines gravierenden demographischen Umbruchs. Es wird von niedrigen Geburtenraten, steigender Lebenserwartung und einem Rückgang der Bevölkerung gesprochen. Der Anteil älterer Menschen wächst und zugleich wird der Anteil jüngerer Menschen immer geringer. Diese Entwicklung stellt Gesellschaft und Wirtschaft vor große Herausforderungen1. Insbesondere das Personalmanagement ist von dieser Entwicklung betroffen. Personalverantwortliche müssen sich bereits heute Gedanken über die zukünftige Struktur und die Qualifizierung ihrer Belegschaft machen. Das eigene Unternehmen auf den demographischen Wandel einzustellen, ist eine komplexe Aufgabe. Die Instrumente dafür liegen meist vor – was oft fehlt, ist ein auf
das Altern der Belegschaft abgestimmter Einsatz2.

1.2 Zielsetzung

Das Ziel meiner Arbeit ist es, einen Eindruck über die künftige Bevölkerungsentwicklung zu vermitteln und die daraus resultierenden Probleme zu skizzieren, welche insbesondere auf das Personalmanagement zukommen. Zum einen möchte ich den Schwerpunkt auf das Thema Demographie legen und darstellen, wie sich die Bevölkerung in den nächsten Jahren entwickeln wird. Der zweite, etwas schwerer gewichtete, Schwerpunkt soll das Thema Personalpolitik umfassen. Welche Auswirkungen hat die demographische Entwicklung auf das Personalmanagement und welche möglichen Handlungsoptionen bestehen.

1.3 Vorgehensweise

Zu Beginn meiner Arbeit habe ich mich mit dem Thema Demographie beschäftigt, eine Vielzahl von Literatur zu diesem Thema gelesen, um mir einen Überblick über die Folgen und das Ausmaß des demographischen Wandels zu machen. Dieses Thema ist Inhalt des zweiten Kapitels, um einen Überblick über die zukünftige Bevölkerungsentwicklung zu geben.
Anschließend möchte ich näher erläutern, welche Auswirkungen der demographische Wandel auf den Arbeitsmarkt hat, welcher Bedarf besteht und welches Angebot zur Deckung dieses Arbeitskräftebedarfs vorhanden sein wird. In Kapitel vier werde ich erstmals auf den Einfluss des demographischen Wandels auf die betriebliche Personalpolitik eingehen und hier insbesondere die Themen der Personalbeschaffung und Personalentwicklung behandeln, da hier die größten Herausforderungen im Laufe der nächsten Jahre anstehen werden. Im letzten Kapitel werde ich einige Handlungsoptionen aufgreifen, wie schon heute den Folgen des demographischen Wandels vorgebeugt werden kann.

2 Grundlinien der demographischen Entwicklung

2.1 Determinanten und Ursachen der Bevölkerungsentwicklung

Die Bevölkerung Deutschlands ist von 1950 bis zur Jahrhundertwende von gut 68 Millionen auf rund 82 Millionen Einwohner gewachsen3. Jedoch ist nicht nur die Bevölkerungszahl gestiegen, sondern auch deutlich gealtert. Die Bevölkerungsentwicklung eines Staates hängt hauptsächlich von den drei unterschiedlichen Determinanten Fertilität, Lebenserwartung und Migration ab4. Unter Fertilität ist die Geburtenrate oder auch Geburtenhäufigkeit zu verstehen. Sie gibt die Anzahl der Kinder an, die eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich zur Welt bringt. Die Geburtenrate in Deutschland ist stark rückläufig. Deutschland war 1973 das erste Land, in dem die Anzahl der Sterbefälle höher war als die Zahl der Ge-burten. Der Höhepunkt der Geburtenzahl wurde 1964 mit 1,2 Millionen erreicht und ist heute bis auf rund 685.000 pro Jahr gesunken.
Ein Grund für die sinkende Zahl an Geburten ist die sinkende Anzahl junger Frauen. Derzeit liegt die Geburtenhäufigkeit bei durchschnittlich 1,4 Kindern pro Frau. Jedoch werden die heute 30-jährigen Frauen bis zum Ende des gebärfähigen Alters, welches bei 49 Jahren liegt, deutlich weniger Kinder zur Welt bringen als dies zur Bestandserhaltung in Deutschland notwendig wäre. Dieses Niveau liegt bei 2,1 Kindern pro Frau.
 


1 Vgl. Priebe (2006), S. 1.

2 Vgl. Völpel, Streb (2006), S. 24.

3 Vgl. Buck, Kistler, Mendius, (2002), S. 16.

4 Vgl. Schmitt-Lechner (2007), S. 18.


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