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Scholary Paper (Seminar), 2006, 17 Pages
Author: Benjamin Kober
Subject: Ethics
Details
Tags: Böse, Literatur
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 9 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-84676-9
ISBN (Book): 978-3-638-84548-9
File size: 91 KB
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Abstract
Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema „Das Böse in der Literatur“. Um sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, muss man zuerst einen Überblick darüber bekommen, was das Böse überhaupt ist. Deshalb werden zuerst einige allgemeine Aspekte des Bösen beleuchtet. Anschließend wird die Doppelstruktur des Bösen vorgestellt, die lange Zeit die Vorstellung vom Bösen prägte, bis sie durch die zunehmende Dominanz des Christentums, welches das Böse nur einseitig ansah, weitgehend in Vergessenheit geriet. Im Anschluss daran werden verschiedene Arten des Bösen vorgestellt. Das soll deutlich machen, dass sich das Böse auf verschiedene Weisen äußern kann. Der nächste Abschnitt befasst sich dann mit der Entstehung des Bösen. Da darüber keine Einigkeit herrscht, werden verschiedene Thesen genannt. Im Anschluss an die allgemeinen Ausführungen wird dann auf das Böse in der Literatur eingegangen. Zuerst wird kurz die Geschichte des Bösen in der frühen deutschen Literatur beleuchtet. Damals gab es einen Streit darüber, ob das Böse gänzlich aus der Literatur ausgeklammert werden sollte. Dann folgen zwei weitere Beispiele aus der Literatur. Das erste, „Das Böse bei Wilhelm Buschs Max und Moritz“, soll zeigen, wie das Böse in einem Werk dargestellt werden kann und wie ein Autor ein eigenes Bild vom bösen entwirft, das zweite Beispiel, „Das Böse im Märchen“, welche Aufgabe dem Bösen in der Literatur zukommen kann.
Excerpt (computer-generated)
Seminar:
Wintersemester 2006/2007
Benjamin Kober
Das Böse in der Literatur
Inhalt
1. Einleitung 3
2. Das Böse 4
3. Die Doppelstruktur des Bösen 6
4. Drei verschiedene Arten des Bösen 7
5. Die Entstehung des Bösen 9
6. Das Böse in der deutschen Literatur 11
7. Das Böse in Wilhelm Buschs Max und Moritz 13
7.1 Das Verhalten der Bösewichte 13
7.2 Das Ziel der Bösewichte 15
7.3 Begriff und Bedeutung des Bösen im Werk Wilhelm Buschs 16
8. Das Böse im Märchen 18
9. Fazit 19
Literaturverzeichnis 21
1. Einleitung
Die folgende Ausarbeitung beschäftigt sich mit dem Thema „Das Böse in der Literatur“. Um sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, muss man zuerst einen Überblick darüber bekommen, was das Böse überhaupt ist. Deshalb werden zuerst einige allgemeine Aspekte des Bösen beleuchtet. Anschließend wird die Doppelstruktur des Bösen vorgestellt, die lange Zeit die Vorstellung vom Bösen prägte, bis sie durch die zunehmende Dominanz des Christentums, welches das Böse nur einseitig ansah, weitgehend in Vergessenheit geriet. Im Anschluss daran werden verschiedene Arten des Bösen vorgestellt. Das soll deutlich machen, dass sich das Böse auf verschiedene Weisen äußern kann. Der nächste Abschnitt befasst sich dann mit der Entstehung des Bösen. Da darüber keine Einigkeit herrscht, werden verschiedene Thesen genannt.
Im Anschluss an die allgemeinen Ausführungen wird dann auf das Böse in der Literatur eingegangen. Zuerst wird kurz die Geschichte des Bösen in der frühen deutschen Literatur beleuchtet. Damals gab es einen Streit darüber, ob das Böse gänzlich aus der Literatur ausgeklammert werden sollte. Dann folgen zwei weitere Beispiele aus der Literatur. Das erste, „Das Böse bei Wilhelm Buschs Max und Moritz“, soll zeigen, wie das Böse in einem Werk dargestellt werden kann und wie ein Autor ein eigenes Bild vom bösen entwirft, das zweite Beispiel, „Das Böse im Märchen“, welche Aufgabe dem Bösen in der Literatur zukommen kann.
2. Das Böse
Das Böse bezeichnet im Allgemeinen alles dem Guten entgegengesetzte. Es ist die Ursache für Leid und Unglück in der Welt. Man kann unter dem Bösen zunächst einmal eine einzelne, verwerfliche Tat oder Handlung verstehen, als einen Verstoß gegen das, was man als sittlich richtig oder gut versteht. Hier muss man allerdings die Kriterien der Beurteilung und die zugrunde liegenden Wertvorstellungen berücksichtigen, da der Begriff „böse“ subjektiv zu verstehen ist. Zum anderen kann man unter dem Bösen auch das negative, zerstörerische Prinzip sehen, den Gegenbegriff zu „dem Guten“.
Es wird ebenfalls in Taten und Handlungen fassbar. Ihm ist ein bestimmter Bereich von Gestalten und Kräften zugeordnet, in denen es sich manifestieren kann.1 Vor allem die Theologie und die Philosophie beschäftigen sich mit dem Bösen. Sie interessiert vor allem wie das Böse in die Welt gekommen ist. Diese Frage stellt für beide Wissenschaften ein großes Problem dar, da sie dabei dazu gezwungen sind, erklären zu müssen wie es sein kann, dass in einem Universum, das von einem allmächtigen Wesen erschaffen wurde und kontrolliert wird, das Böse existieren kann. Das Problem beschäftigt die Denker schon lange Zeit. So kam zum Beispiel der griechische Philosoph Epikur zu der Lösung, dass Gott das Böse entweder verhindern könnte, dies aber nicht will oder dass selbst Gott das Böse nicht verhindern kann. Diese Theorie wirft jedoch neue Probleme auf. Träfe sie zu, wäre Gott im ersten Fall nicht gut und im zweiten Fall nicht allmächtig, was den religiösen Grundsätzen widersprechen würde.
Die Theologen, allen voran Augustinus und Thomas von Aquin, vermieden dieses Problem indem sie versuchten das Böse dadurch zu erklären, dass sie ihm kein eigenes Wesen zugestanden.2 Es kann nach ihrer Argumentation als die Abwesenheit alles moralisch Guten bezeichnet werden.3 Auch die asiatischen Religionen beschäftigen sich mit dem Bösen. So sagen zum Beispiel die Hindus, dass das Böse nicht wirklich existiert, sondern zum Reich der Erscheinungen gehört. Im Zoroastrismus und im Manichäismus existiert eine böse Gottheit, die für das Böse in der Welt verantwortlich ist. Sie muss vom guten Gott bekämpft werden.4
1 Vgl. Thome, Gabrielle: Vorstellungen vom Bösen in der lateinischen Literatur. Stuttgart 1993, S. 15.
2 Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2005.
3 Vgl. Bohrer, Karl Heinz: Imaginationen des Bösen. Zur Begründung einer ästhetischen Kategorie. München 2004, S. 7.
4 Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2005.
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