Auswirkungen des mittleren und höheren Managements auf das Krankenhaus als lernende Organisation

Untertitel: Ausgewählte Aspekte und entsprechende Schlussfolgerungen am Beispiel des ärztlichen Managements
Autor: Dipl.-Berufspäd. für Pflegewissenschaft, MPH Arne Mahler
Fach: Gesundheitswissenschaften

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Details

Veranstaltung: Management/Organisation
Institution/Hochschule: Hochschule Bremen
Kategorie: Studienarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 25
Literaturverzeichnis: ~ 48  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 100 KB
Archivnummer: V79001
ISBN (E-Book): 978-3-638-85633-1
ISBN (Buch): 978-3-638-85967-7
Anmerkungen :
überarbeitete Fassung einer Präsentation als Ausarbeitung zur Studienarbeit

Zusammenfassung / Abstract

Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich in enormen Wandlungsprozessen. Es wird von neuen Anforderungen geprägt, unterliegt u.a. einem höheren Wettbewerb und größerer Bürgerbeteiligung. Diese Veränderungen betreffen sehr stark auch das Krankenhauswesen. Die Arbeit richtet sich in einer Literaturanalyse an der Frage aus, welche Auswirkungen das mittlere und höhere Management eines Krankenhauses auf die Lernende Organisation besitzt und welche Bedeutung dies im aktuellen gesundheitspolitischen Geschehen hat. Das Ziel der Arbeit ist, zu zeigen, dass sich aufgrund der enormen Wandlungen im Gesundheitswesen ebensolche Anforderungs- und Aufgabenveränderungen für das Krankenhausmanagement ergeben. Hierbei soll sich im exemplarischen Sinne überwiegend auf das ärztliche Management beschränkt werden.

Textauszug (computergeneriert)

Auswirkungen des mittleren und höheren Managements auf das Krankenhaus als
lernende Organisation

Ausgewählte Aspekte und entsprechende Schlussfolgerungen am Beispiel des ärztlichen Managements


von
Arne Mahler

 

Inhalt

Inhalt 1

1. Einleitung 2

2. Das Krankenhaus als Lernende Organisation 3
    2.1. Die Lernende Organisation 3
        2.1.1. Die erfolgreiche Organisation 5
        2.1.2. Die gesunde Organisation 7
    2.2. Das lernende Krankenhaus 8

3. Neue Anforderungen an das Krankenhausmanagement 9
    3.1. Management des Wandels 10
    3.2. Betriebliches Gesundheitsmanagement 11
    3.3. Kooperation im Lern- und Wissensmanagement 11

4. Andere Aufgaben des ärztlichen Krankenhausmanagements 12
    4.1. Patientenorientierung 12
    4.2. Organisationsorientierung 13
    4.3. Managementorientierung 14

5. Neue Kompetenzanforderungen 15
    5.1. Managementkompetenz 15
    5.2. Lern- und Lernorganisationskompetenz 16
    5.3. Soziale und kooperative Kompetenz 17

6. Schlussfolgerungen 18

7. Abschluss 19

8. Literatur 20

 

1. Einleitung

Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich in enormen Wandlungsprozessen. Es wird von neuen Anforderungen geprägt, unterliegt u.a. einem höheren Wettbewerb und größerer Bürgerbeteiligung. Diese Veränderungen betreffen sehr stark auch das Krankenhauswesen. Krankenhäuser sind aufgrund dessen gezwungen, sich neue Wege und Aufgaben im Gesundheitswesen zu suchen. Sie müssen sich hohem ökonomischen Druck aussetzen und zugleich eine gute Dienstleistungsqualität hervorbringen, um sowohl effizient wie auch effektiv zu sein.
Um solche Veränderungsprozesse umsetzen zu können, ist von den Krankenhäusern gefordert, sich laufend weiter zu entwickeln, sich mit den gegebenen Bedingungen auseinanderzusetzen sowie Ressourcen zu bündeln und zu schaffen. Dies beinhaltet kontinuierliche Lernprozesse im Rahmen der Organisationsentwicklung. Damit ist ein Krankenhaus eine so genannte Lernende Organisation.

In dieser Arbeit soll sich die diesbezügliche Perspektive auf das mittlere und höhere Management von Krankenhäusern beziehen. Hierbei soll sich im exemplarischen Sinne überwiegend auf das ärztliche Management beschränkt werden.

Die Arbeit richtet sich in einer Literaturanalyse an der Frage aus, welche Auswirkungen das mittlere und höhere Management eines Krankenhauses auf die Lernende Organisation besitzt und welche Bedeutung dies im aktuellen gesundheitspolitischen Geschehen hat. Das Ziel der Arbeit ist, zu zeigen, dass sich aufgrund der enormen Wandlungen im Gesundheitswesen ebensolche Anforderungs- und Aufgabenveränderungen für das Krankenhausmanagement ergeben. Dabei soll sie sich an folgenden Thesen orientieren:

- Der Kooperationsbedarf der verschiedenen Managementdisziplinen (Medizin, Pflege, Verwaltung) untereinander erhöht sich;
- Die Verantwortung der Personen des Managements insbesondere gegenüber dem Human- und Organisationskapital nimmt zu;
- Die Orientierungspunkte, Wissensgrundlagen und Kompetenzanforderungen der Führungspersonen im Krankenhaus verändern sich;
- Die Qualifikations- bzw. Bildungsanforderungen der Personen im Krankenhausmanagement steigen enorm.

Die Ausrichtung der Arbeit soll sich dabei auf ausgewählte Aspekte wie Organisationsentwicklung, Gesundheitsmanagement und betriebliche Gesundheitsförderung beschränken.

2. Das Krankenhaus als Lernende Organisation

Das Gesundheitswesen ist ein wirtschaftlicher Beschäftigungs- und Wachstumsfaktor. Es ist aber zugleich ein kostenintensives System, das insbesondere aufgrund der immanenten Kostenregulierungen spezifischen Störfaktoren ausgesetzt ist, die wiederum große Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft haben. Sind die Kosten des Gesundheitssystems zu hoch, müssen diese nämlich über allgemeine Erhöhungen der Steuern oder Versicherungsbeiträge ausgeglichen werden. Damit wird aber über die erhöhten Lohnnebenkosten der gesamtwirtschaftlichen Produktionskraft Wachstumspotential entzogen. Dabei ist über eine Erhöhung der Einnahmen im Gesundheitswesen aber noch nicht gesichert, dass die Qualität und Effektivität dem Bedarf angemessen sind (Göpffarth u. Milbrandt 1998).
Die Politik versucht in vielfacher Weise dieser komplexen Dynamik entgegenzutreten. Diesen Bedingungen unterliegen auch die Krankenhäuser. Sie sind ein großer Kostenfaktor im Gesundheitswesen und ihr zahlenmäßiger Bedarf wird angezweifelt. Der Konkurrenzdruck und der ökonomische Begründungszwang steigen. Die Krankenhäuser sind längst zu Wirtschaftsbetrieben geworden, die kontinuierlichen Entwicklungsprozessen unterworfen sind.

2.1. Die Lernende Organisation

In Anlehnung an Giddens (1999) ist eine Organisation ein unpersönlich verwalteter, geplanter und zielgerichteter Verband von Personen, der zur Durchsetzung seiner Ziele mittels zweckgebundener Gebäude und Tätigkeiten mehr oder minder ausgeprägt in das gesellschaftliche Leben eingreift.
Argyris und Schön (1999) beschreiben, dass eine Organisation lernt, wenn sie sich Informationen aneignet, also ihren Informationsstand erweitert. Organisationales Lernen schließt einen Informationsgehalt, ein Lernergebnis und damit einen Lernprozess mit ein.

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