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Beratung in der Weiterbildung

Presentation (Elaboration), 2007, 23 Pages
Author: Bernadette Proske
Subject: Pedagogy - Adult Education

Details

Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2007
Pages: 23
Bibliography: ~ 7  Entries
Language: German
Archive No.: V79104
ISBN (E-book): 978-3-638-85665-2

File size: 91 KB

Abstract

Der derzeit tief greifende gesellschaftliche Strukturwandel gilt als Symptom für den Übergang in eine Wissensgesellschaft. Neue Technologien, Globalisierung, Veränderungen der Arbeits- und Betriebsstrukturen und die Ausdifferenzierung von Erwerbsbiografien sind nur wenige Schlagworte, die mit diesen immer schneller voranschreitenden Veränderungsprozessen einhergehen. Die Menschen, aber auch und vor allem Institutionen müssen sich permanent aktiv mit dem gesellschaftlichen Wandel auseinandersetzen. Es geht dabei um ein angemessenes, vor allem schnelles und flexibles Reagieren auf diesen Wandel, sowohl im Privaten als auch auf dem Arbeitsmarkt und als aktives Gesellschaftsmitglied. Da dies nur durch die ständige Erweiterung und einen Neuerwerb von Kompetenzen und Qualifikationen zu realisieren ist, gewinnt das Lebenslange Lernen als Bestandteil der Biografie einen starken Bedeutungszuwachs. Das hat natürlich Konsequenzen für die Weiterbildung, die sich nun verschiedenen neuen Anforderungen stellen muss: Klassische Lernarrangements wie Kurse und Seminare verlieren allmählich an Bedeutung. Dahingegen erhalten medienunterstützte Lernprozesse, außerdem die Eigenverantwortung und Selbststeuerung des Lernenden einen neuen Stellenwert. Weiterbildungsinstitutionen sehen sich dadurch vor ein gewandeltes Aufgabenprofil und einer veränderten Institutionsstruktur gestellt: Es verändert sich zum einen die Rolle des Weiterbildungspersonals, welches neben der eigentlichen Vermittlung unterstützende, moderierende und beratende Hilfe im Lernprozess leisten soll. Neue didaktische Überlegungen werden also notwendig.


Excerpt (computer-generated)

Verschriftlichung des Referats:

Beratung in der Weiterbildung

Proske, Bernadette

5. Fachsemester
Studiengang:
Diplom-Erziehungswissenschaften, Hauptstudium
Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg
Philosophische Fakultät III
Fachbereich Erziehungswissenschaften

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung...3

2. Weiterbildungsberatung – Dimensionen, Typen, Verlauf...6
    2.1 Dimensionen von Beratung im Kontext von WB...6
        2.1.1 Personenbezogene Beratung...6
            2.1.1.1 Lernberatung...7
            2.1.1.2 Bildungs(laufbahn)beratung...8
        2.1.2 Institututionsbezogene Beratung...8
            2.1.2.1 Qualifizierungsberatung...9
            2.1.2.2 Qualitätsentwicklungsberatung...9
            2.1.2.3 Organisationsberatung...10
    2.2. Die Typen von Beratung...11
        2.2.1 Informative Weiterbildungsberatung...12
        2.2.2 Situative Weiterbildungsberatung...12
        2.2.3 Biografie orientierte Weiterbildungsberatung...13

3. Bildungskarriereberatung für Menschen in Umbruchsituationen – Hilfe mit dem ProfilPass...14
    3.1 Die Bedeutung und Notwendigkeit der Bildungskarriereberatung...14
    3.2 Bildungskarriereberatung mit dem ProfilPASS...16

4. Allgemeine Kompetenzanforderungen an Berater...19

5. Ausblick – vom Lebenslangen Lernen zur Lebenslangen Beratung...21

Literaturverzeichnis...23

 

1. Einleitung

Der derzeit tief greifende gesellschaftliche Strukturwandel gilt als Symptom für den Übergang in eine Wissensgesellschaft. Neue Technologien, Globalisierung, Veränderungen der Arbeits- und Betriebsstrukturen und die Ausdifferenzierung von Erwerbsbiografien sind nur wenige Schlagworte, die mit diesen immer schneller voranschreitenden Veränderungsprozessen einhergehen. Die Menschen, aber auch und vor allem Institutionen müssen sich permanent aktiv mit dem gesellschaftlichen Wandel auseinandersetzen. Es geht dabei um ein angemessenes, vor allem schnelles und flexibles Reagieren auf diesen Wandel, sowohl im Privaten als auch auf dem Arbeitsmarkt und als aktives Gesellschaftsmitglied. Da dies nur durch die ständige Erweiterung und einen Neuerwerb von Kompetenzen und Qualifikationen zu realisieren ist, gewinnt das Lebenslange Lernen als Bestandteil der Biografie einen starken Bedeutungszuwachs. Das hat natürlich Konsequenzen für die Weiterbildung, die sich nun verschiedenen neuen Anforderungen stellen muss: Klassische Lernarrangements wie Kurse und Seminare verlieren allmählich an Bedeutung. Dahingegen erhalten medienunterstützte Lernprozesse, außerdem die Eigenverantwortung und Selbststeuerung des Lernenden einen neuen Stellenwert.
Weiterbildungsinstitutionen sehen sich dadurch vor ein gewandeltes Aufgabenprofil und einer veränderten Institutionsstruktur gestellt: Es verändert sich zum einen die Rolle des Weiterbildungspersonals, welches neben der eigentlichen Vermittlung unterstützende, moderierende und beratende Hilfe im Lernprozess leisten soll. Neue didaktische Überlegungen werden also notwendig.

Zum anderen geht der erhöhte Stellenwert der Weiterbildung für die Bildungsbiographie mit einer Vielzahl von entsprechenden Angeboten auf dem Weiterbildungsmarkt einher. Für die Betroffenen ergibt sich aus dieser verschärften Intransparenz die Schwierigkeit, ein geeignetes Weiterbildungsangebot zu finden, welches den für den Arbeitsmarkt erforderlichen Kompetenzen (die zudem nur schwer vorherzubestimmen sind) gerecht wird. Das Weiterbildungspersonal sieht sich angesichts der Individualisierung von Lebensläufen und Bildungsinteressen vor das Problem gestellt, nachgefragte und standardisierbare Bildungsinhalte vorwegzunehmen. (vgl. Schiersmann, 2000, S. 18)

Der Weiterbildungsberatung kommt hier eine ganz entscheidende Bedeutung zu: Berater werden zu den neuen Informationsschnittstellen, die notwendige Informationen bündeln, „um die schnellstmögliche Beschleunigung und die größte Zielgenauigkeit in der Umsetzung zu erreichen“ (Gieseke, 2000, S. 12). Der Beratungsbegriff entwickelt sich zu einer Aufbereitung von Informationen, einem Informationsservice und wird damit zur „flexiblen Schaltstelle für aktuell verwertbares Wissen“ (ebd., S. 12). Bei dem sich ausdehnenden Bildungsmarkt gibt Weiterbildungsberatung demnach Hilfe zur Entscheidungsfindung, für Privatpersonen, Gruppen oder auch ganze Organisationen, wie im Folgenden zu sehen sein wird.
In einem ersten Punkt soll es mir daher um die Dimensionen, in denen sich Weiterbildungsberatung bewegt, gehen. Dabei beschäftige ich mich mit den einzelnen adressatenbezogenen Schwerpunkten. In einem nächsten Punkt gehe ich auf die Typen von Beratung ein, um eine schärfere Trennung dieses Themas zu ermöglichen. Im dritten Kapitel möchte ich in die Problematik der Bildungskarriereberatung tiefer einsteigen, da ich den Eindruck habe, dass sie gerade heute in Zeiten, in denen sich immer Menschen vor Übergangssituationen von Beschäftigung und Arbeitsmarkt in Bildungsprozesse und umgekehrt (vgl. Baethge, 2007, S. 24) gestellt sehen, an Bedeutung gewinnt.

Dabei orientiere ich mich an aktuelleren Diskussionen. In einem nächsten Schritt werde ich den 2006 fertig gestellten ProfilPASS vorstellen, der vor allem an den genannten Übergängen ansetzen möchte und über Bildungsberatungsprozesse bei der Kompetenzfindung und Weiterbildungsentscheidung Hilfe bietet.

2. Weiterbildungsberatung – Dimensionen, Typen, Verlauf

2.1 Dimensionen von Beratung im Kontext von WB

Die Weiterbildungsberatung kann man analytisch nach deren Adressaten unterscheiden. Daraus ergeben sich auf der einen Seite personenbezogene und auf der anderen Seite institutionsbezogene Ansätze. Praktisch sind diese aber nicht immer voneinander zu trennen, wie ich im Folgenden Kapitel noch aufzeigen werde.
Die Grafik soll die Dimensionen der Weiterbildungsberatung verdeutlichen, die ich nun näher erläutern werde.

[Grafik in der Downloadversion vorhanden]


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