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Die Erlebnisgesellschaft. Unteruchung mit dem Fokus auf Bedeutung alltagsästhetischer Schemata und den Erlebnismarkt

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2000, 17 Pages
Author: Tatjana Butorac
Subject: Communications: Methods and Research Logic

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2000
Pages: 17
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V7936
ISBN (E-book): 978-3-638-15034-7
ISBN (Book): 978-3-638-78706-2
File size: 211 KB

Abstract

Inhaltsverzeichnis: 1. Einleitung 2. Die alltagsästhetischen Schemata 2.1 Begriff und Bedeutung alltagsästhetischer Schemata 2.2 Die drei alltagsästhetischen Schemata 3. Der Erlebnismarkt 3.1 Erlebnis als Handlungsziel 3.2 Rationalität der Erlebnisnachfrage 3.3 Rationalität des Erlebnisangebots 3.4 Dynamik des Erlebnismarktes 4. Schluß 5. Literaturverzeichnis 1. Einleitung "Erlebnisgesellschaft hat an Reiz verloren. Partnerschaft und Familie gewinnen wieder an Wert," so eine Überschrift in der Ostseezeitung vom 4.08.2000. Der Begriff "Erlebnisgesellschaft" wurde vom Kultursoziologen Gerhard Schulze, aufgrund von empirischen Untersuchungen der Sozialstruktur der BRD in den achtziger Jahren, geschaffen. Die Gesellschaft wurde mit Hilfe komplexer Schematas in fünf verschiedene, soziale Milieus eingeteilt. Die Ergebnisse seiner umfangreichen Arbeit veröffentlichte er in seinem gleichnamigen Buch. Ziel seiner Forschung war es u.a. den Einfluß der Erlebnisorientierung auf die Veränderung der Gesellschaft sowie neue soziale Strukturen zu beschreiben und diese von kulturtypischen, existentiellen Problemen her zu verstehen. "Vom weltbezogenen Subjekt zur subjektbezogenen Welt: dies ist der große kulturgeschichtliche Einschnitt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts." Ob dies für dies für die heutige Gesellschaft noch zutreffen mag, ist fraglich. So ist Prof. Stefan Hardil der Auffassung, daß eine ständige Erlebnisorientierung als erschöpfend empfunden werde. Dagegen haben Familie und Partnerschaft wieder an Stellenwert gewonnen. Doch Schulze stellt diesbezüglich fest: "Es wäre erstaunlich, wenn sich die Erlebnisgesellschaft nicht transformieren würde. Genau deshalb, weil sie sich auf einer sehr allgemeinen Ebene treu bleibt, erzeugt die Erlebnigesellschaft neue Muster." Ziel dieser Arbeit soll es sein einige Sachverhalte, die Schulze in seinem Buch "Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart" erforscht hat, näher zu beschreiben. Schwerpunkte bilden dabei der Begriff und die Bedeutung alltagsästhetischer Schemata sowie der Erlebnismarkt. Aus Gründen des Umfangs können jedoch nicht alle relevanten Aspekte in Schulzes Argumentation angesprochen werden. Daher wird auch u.a. in dieser Hausarbeit keine Ausführung bezüglich der fünf sozialen Milieus (Niveau-, Harmonie-, Integrations-, Selbstverwirklichungs-, Unterhalungsmilieu) vorgenommen werden.


Excerpt (computer-generated)

Die Erlebnisgesellschaft

von Tatjana Butorac

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung

2. Die alltagsästhetischen Schemata

2.1 Begriff und Bedeutung alltagsästhetischer Schemata
2.2 Die drei alltagsästhetischen Schemata

3. Der Erlebnismarkt

3.1 Erlebnis als Handlungsziel
3.2 Rationalität der Erlebnisnachfrage
3.3 Rationalität des Erlebnisangebots
3.4 Dynamik des Erlebnismarktes

4. Schluß

5. Literaturverzeichnis


1. Einleitung

"Erlebnisgesellschaft hat an Reiz verloren. Partnerschaft und Familie gewinnen wieder an Wert," so eine Überschrift in der Ostseezeitung vom 4.08.2000.
Der Begriff "Erlebnisgesellschaft" wurde vom Kultursoziologen Gerhard Schulze, aufgrund von empirischen Untersuchungen der Sozialstruktur der BRD in den achtziger Jahren, geschaffen. Die Gesellschaft wurde mit Hilfe komplexer Schematas in fünf verschiedene, soziale Milieus eingeteilt. Die Ergebnisse seiner umfangreichen Arbeit veröffentlichte er in seinem gleichnamigen Buch. Ziel seiner Forschung war es u.a. den Einfluß der Erlebnisorientierung auf die Veränderung der Gesellschaft sowie neue soziale Strukturen zu beschreiben und diese von kulturtypischen, existentiellen Problemen her zu verstehen.
"Vom weltbezogenen Subjekt zur subjektbezogenen Welt: dies ist der große kulturgeschichtliche Einschnitt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts." Ob dies für dies für die heutige Gesellschaft noch zutreffen mag, ist fraglich. So ist Prof. Stefan Hardil der Auffassung, daß eine ständige Erlebnisorientierung als erschöpfend empfunden werde. Dagegen haben Familie und Partnerschaft wieder an Stellenwert gewonnen.
Doch Schulze stellt diesbezüglich fest: "Es wäre erstaunlich, wenn sich die Erlebnisgesellschaft nicht transformieren würde. Genau deshalb, weil sie sich auf einer sehr allgemeinen Ebene treu bleibt, erzeugt die Erlebnigesellschaft neue Muster."

Ziel dieser Arbeit soll es sein einige Sachverhalte, die Schulze in seinem Buch "Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart" erforscht hat, näher zu beschreiben. Schwerpunkte bilden dabei der Begriff und die Bedeutung alltagsästhetischer Schemata sowie der Erlebnismarkt. Aus Gründen des Umfangs können jedoch nicht alle relevanten Aspekte in Schulzes Argumentation angesprochen werden. Daher wird auch u.a. in dieser Hausarbeit keine Ausführung bezüglich der fünf sozialen Milieus (Niveau-, Harmonie-, Integrations-, Selbstverwirklichungs-, Unterhalungsmilieu) vorgenommen werden.

2. Die alltagsästhetischen Schemata

Im folgenden soll der Begriff der alltagsästhetischen Schemata sowie ihre Bedeutung geklärt werden und im anschließend Kapitel eine nähere Beschreibung dieser erfolgen.

2.1 Begriff und Bedeutung alltagsästhetischer Schemata

Alltagsästhetische Schemata können als "Bündelungen" bzw. als "Muster des Erlebens" verstanden werden. Dabei weist Schulze unterschiedlichen Verhaltenweisen ähnliche ästhetische Bedeutungen zu. Dies kann beispielsweise nach folgendem Prinzip ablaufen: Der Besuch eines Museums ist ähnlich dem Besuch eines Konzertes und auch dem Lesen oder Schreiben von Gedichten; Verhaltensweisen, wie dem Lesen einer Bildzeitung oder dem Besuch einer Discothek, sind mit den erstgenannten jedoch kaum vereinbar bzw. diesen "unähnlich". Aufgrund von solchen Bündelungen gelangt Schulze zu drei Schemata bzw. drei kollektiven Mustern.

[...]


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