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Seminararbeit, 2006, 15 Seiten
Autor: Claudia Stein
Fach: Kunst - Kunstpädagogik
Details
Tags: Bildbetrachtung, Erich, Heckel, Zirkus
Jahr: 2006
Seiten: 15
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-86372-8
Dateigröße: 121 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich mit didaktischen Überlegungen zu einer Bildbetrachtung und schließt dabei den kunstgeschichtlichen Hintergrund des Werkes ein.
Textauszug (computergeneriert)
Universität der Künste Berlin, Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Seminararbeit im Lernbereich Deutsch/Musisch-Ästhetische Erziehung
Bildbetrachtung von Erich Heckel: Zirkus (1910)
von
Claudia Stein
1. BILDBETRACHTUNG 3
1.1. Eine erste Begegnung 3
1.2. Die zweite Begegnung 3
2. KUNSTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND 5
2.1. Kunstwissenschaftliche Einordnung 5
2.2. Künstlergemeinschaft „Die Brücke“ 5
2.3. Erich Heckel 6
2.4. Merkmale der Brücke 7
2.5. Bewegung 8
2.6. Erich Heckel: Zirkus (1910) 8
3. DIDAKTISCHE ÜBERLEGUNGEN 8
3.1. Kinder und Moderne Malerei 8
3.2. Rahmenlehrpläne 10
3.3. Auslegungsprozeduren und Perzeptbildung 11
3.4. Erschließungen und Lernziele 12
3.5. Fazit für „Zirkus“ 13
3.6. Vorschlag für die Einheit „Zirkus“ 13
4. LITERATUR 15
1. BILDBETRACHTUNG
1.1. Eine erste Begegnung
Die „Brücke“-Ausstellung in der Berlinischen Galerie hat mich fasziniert. Ich tauche von einem Bild ins nächste. Farben wetteifern um meine Aufmerksamkeit. Am Ende meines Rundgangs habe ich eher beiläufig eine Skizze betrachtet, die auf der Seite eines kleinen Linienheftes festgehalten wurde. Es war eine bewegte Szene dargestellt. Kunst im Schreibheft.
Auf dem Heimweg kommt mir dieses Bild in den Sinn. Je mehr ich über die Skizze nachdenke, desto mehr Fragen habe ich, ausgelöst durch das Linienpapier mit dem aufgedruckten Herstellernamen. Was ist Kunst? Und wann ist Kunst Kunst? Was hat den Künstler zum Zeichnen veranlasst? Warum hat er diesen Untergrund gewählt, der doch eher störend wirkt?
Im Laufe der nächsten Wochen steigt mein Interesse. Ich beginne, im Internet und in Katalogen der „Brücke“-Maler nach dem Bild zu suchen, an dessen Inhalt ich mich mittlerweile kaum noch erinnere – ich halte also Ausschau nach Linienpapier. Erfolglos.Was ist mir vom Bild in Erinnerung geblieben, außer der Schreibheftseite? Dass es sich um eine Tuschezeichnung mit roten Farbflächen handelt auf einem unauffälligen Format, Din A5 quer. Dass die Seite aus dem Heft herausgerissen wurde und das Papier vergilbt ist. Dass eine bewegte Szene ist in genauso bewegt gezeichneten Linien.
Ich bin erstaunt, wie wenig ich von dem eigentlichen Bild in Erinnerung behalten habe., bin ungeübt im geduldigen Betrachten. Ich beschließe, noch einmal in die Ausstellung zu gehen.
1.2. Die zweite Begegnung
Ich finde den Ort, an dem ich die Skizze in der Ausstellung vermute, gleich wieder. Beim Hinsehen scheint es mir aber, es handle sich nicht um das Bild aus meiner Erinnerung. Ich gehe die Ausstellung ab, um eine weitere Skizze zu entdecken. Es ist aber keine zweite Skizze auf Linienpapier ausgestellt. Meine Fantasie hat in der Zwischenzeit ein eigenes Bild gemalt, das erstaunlicherweise wenig mit dem ursprünglichen zu tun hat. Das Rot ist in wilden Strichen, die zusammen eine farbige Fläche ergeben, aufgetragen. Im Original sind außer der schwarzen Tusche und dem Rot noch grau und beige verwendet worden. Ich lese die Bildunterschrift: „Erich Heckel: ‚Zirkus’ (1910). Tuschefeder und -pinsel und farbige Kreiden“. Die Skizze ist klein, wirkt ziemlich gedrungen, da sie auf dem Papier mit schwarzer Tusche doppelt umrahmt ist – als würde man von einem Zuschauerplatz durch die Linse eines Fotoapparates in das Geschehen blicken.
In der Bildmitte ist die beige ausgemalte Manege, dahinter die auffallend roten Vorhänge, die ein wenig geöffnet sind und durch die zwei Personen treten. Die aufsteigende Tribüne rechts und links daneben ist mit Tusche und roter Kreide angedeutet, ohne Besucher. Nur im linken Bildvordergrund sitzen in einer vorderen Reihe zwei schwarz getuschte Zirkusbesucher mit dem Rücken zu mir.
In der Manege selbst herrscht reges Treiben. Dominierend sind die kräftigen tief-schwarzen Beine einer Artistin, die sich über eine am Boden liegende Person beugt. Die Handlung ist nur angedeutet, wahrscheinlich eine Clownerieszene. Ein unbeabsichtigt wirkender Tuscheklecks und die mit Bleistift geschriebene Bildunterschrift „Zirkus“ am linken Bildrand fallen mir zuletzt ins Auge.
2. KUNSTGESCHICHTLICHER HINTERGRUND
2.1. Kunstwissenschaftliche Einordnung
[...]
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