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eCommerce als Bindeglied zwischen der Beschaffung stationärer Einrichtungen des Gesundheitswesens und einer Einkaufsgemeinschaft am Beispiel der P.E.G. e.G. München

Diploma Thesis, 2001, 99 Pages
Author: Gertrud Mackenbrock
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2001
Pages: 99
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V7953
ISBN (E-book): 978-3-638-15045-3

File size: 852 KB


Excerpt (computer-generated)

Diplomarbeit

eCommerce als Bindeglied
zwischen der Beschaffung stationärer Einrichtungen des Gesundheitswesens 
und einer Einkaufsgemeinschaft
am Beispiel der P.E.G. e.G. München

Erstellt von:

Gertrud Mackenbrock

Juli 2001

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis ... II

Tabellenverzeichnis ... IV

Abbildungsverzeichnis ... V

Abkürzungsverzeichnis ... VI

1. Einleitung ... 1
   
1.1 Problemstellung ... 1
    1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit ... 2

2. Theoretische Grundlagen ... 3
   
2.1 Electronic Commerce ... 3
        2.1.1 Bedeutung ... 3
        2.1.2 Entwicklung und technische Basis ... 5
        2.1.3 Erscheinungsformen ... 8
    2.2 Beschaffung in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens ... 12
        2.2.1 Bedeutung ... 12
        2.2.2 Aufgaben und Instrumente ... 15
        2.2.3 Kosten ... 18

3. eCommerce in der Beschaffung stationärer Einrichtungen des Gesundheitswesens ... 21
   
3.1 Motivation für den Einsatz elektronischer Beschaffungssysteme ... 21
    3.2 Nutzungsmöglichkeiten ... 23
        3.2.1 Informationsrecherche ... 23
        3.2.2 Interaktive Bestellungen ... 24
        3.2.3 eProcurement ... 25
    3.3 Rechtlicher Rahmen ... 26
        3.3.1 Rabattgesetz und Zugabeverordnung ... 26
        3.3.2 Kartellrecht ... 27
        3.3.3 Vertragsrecht im Internet ... 30
    3.4 Zwischenergebnis ... 31

4. Standortanalyse der P.E.G. ... 32
   
4.1 Material und Methode ... 32
    4.2 Unternehmen P.E.G. ... 34
        4.2.1 Geschäftsmodell ... 34
        4.2.2 Leistungsspektrum ... 35
        4.2.3 Ziele ... 36
    4.3 Wettbewerberanalyse ... 37
        4.3.1 Darstellung Geschäftsmodelle ... 37
        4.3.2 Zusammenfassung der Leistungen ... 39
        4.3.3 Bewertung ... 41
    4.4 Mitgliedshäuser ... 42
        4.4.1 Struktur ... 42
        4.4.2 Wünsche der Mitglieder in Bezug auf eCommerce ... 46
    4.5 Zwischenergebnis ... 47

5. Ansätze von eCommerce Lösungen für die P.E.G. ... 49
   
5.1 Methodisches Vorgehen ... 49
    5.2 Beschreibung der Ansätze ... 51
        5.2.1 Fachportal P.E.G. ... 51
        5.2.2 B2B Lösung ... 56
        5.2.3 eMarketplace ... 58
    5.3 Bewertung der Ansätze ... 61
        5.3.1 Fachportal P.E.G. ... 61
        5.3.2 B2B Lösung ... 63
        5.3.3 eMarketplace ... 65
    5.4 Strategische Empfehlung ... 66

6. Resümee ... 69

Literaturverzeichnis ... 72

Anhang ... 76

Eidesstattliche Erklärung ... 93

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Anzahl Mitgliedshäuser nach Trägern und Ausrichtung ... 42
Tabelle 2: Anzahl und Betten Mitgliedshäuser nach Ausrichtung gesamt ... 43
Tabelle 3: Anzahl Mitgliedshäuser nach Ausrichtung pro Größenordnung ... 43
Tabelle 4: Anzahl Mitgliedshäuser nach Ausrichtung pro Größenordnung +50 ... 44
Tabelle 5: Betten Mitgliedshäuser nach Ausrichtung pro Größenordnung +50 gesamt ... 45

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Protokolle und Dienste im Internet ... 6
Abb. 2: Anforderungen an die Beschaffung ... 13
Abb. 3: Hierarchische Einordnung Beschaffungsaufgaben und Instrumente ... 15
Abb. 4: Sach- und Personalkosten Krankenhäuser BRD gesamt 1998 ... 18
Abb. 5: Kostenstruktur medizinischer Sachbedarf im Krankenhaus ... 18
Abb. 6: eSourcing ... 22
Abb. 7: Homepage P.E.G. ... 51
Abb. 8: Forum P.E.G. ... 52
Abb. 9: Suche/Biete Börse ... 53
Abb. 10: Lieferantendatenbank Suchmaschine ... 54
Abb. 11: Lieferantendatenbank Suchergebnisse ... 55
Abb. 12: B2B Lösung mit P.E.G. Tool ... 57
Abb. 13: eMarketplace ... 59
Abb. 14: Supply Chain ... 60

Abkürzungsverzeichnis

[...]


1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Stationäre Einrichtungen im Gesundheitswesen werden durch die Folgen der Gesundheitsreform und der Umstellung auf die AR-DRG auch in Zukunft weiter steigendem Kostendruck ausgesetzt sein. Dementsprechend wird der Wettbewerb sowohl im Inland, als auch, im Hinblick auf den vermehrten "Medizintourismus" im Ausland, untereinander verstärkt werden, so dass das Management einer Einrichtung vor die Herausforderung gestellt wird, Kosten zu sparen, während gleichzeitig Qualität und Effizienz der Dienstleistungen gehalten oder gesteigert werden sollten.1

Mögliches Einsparpotential für diese Herausforderung liegt unter anderem in den Bereichen Einkauf und Logistik und somit im Beschaffungsprozess der Einrichtungen. Hier helfen schon heute Einkaufsgemeinschaften, Kooperationen und Verbunde, wie z.B. die P.E.G. e.G. in München, indem sie den Beschaffungsbedarf der Einrichtungen bündeln und somit günstigere Preise mit den Partnerlieferanten verhandeln können. Eine andere Möglichkeit, den Beschaffungsprozess zu optimieren, kann die Integration von eCommerce sein. So schätzen Experten das mögliche Einsparpotential deutscher Krankenhäuser auf ca. 80%, wenn bei Bestellungen das Medium "Internet" genutzt würde.2

In dieser Entwicklung sieht die P.E.G., welche als Partner für Einkauf und Beratung im Gesundheitswesen seit über 30 Jahren ihre Funktion als Genossenschaft wahrnimmt, eine persönliche Herausforderung, ihre über 1500 Mitgliedshäuser und über 350 Partnerlieferanten zum Thema eCommerce optimal zu beraten. Auch im Hinblick auf eine vermehrte Konkurrenz an Einkaufskooperationen und der Entwicklung von Einkaufsplattformen für das Gesundheitswesen im Internet kann eCommerce als Service der P.E.G. auch eine strategische Chance für die Genossenschaft bedeuten. Somit kann es mit dem Ziel einer sogenannten "win-win" Situation, bei der für die Mitglieder der P.E.G. und für die Genossenschaft selbst Nutzen entsteht, sinnvoll sein, dass die P.E.G. für ihre Mitglieder eCommerce Lösungen evaluiert und anbietet.

1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
Inhalt dieser Arbeit ist die Betrachtung der Möglichkeiten, eCommerce in die Beschaffung stationärer Einrichtungen des Gesundheitswesens zu integrieren. Insbesondere soll die Frage geklärt werden, in welcher Form die P.E.G. in Zukunft eCommerce als zusätzliche Serviceleistung erbringen kann, damit effektiver Nutzen für beide Seiten entsteht.

Dazu werden in Kapitel 2 zunächst Grundlagen des eCommerce und der Beschaffung in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens erläutert. Dieses Kapitel soll einen Einblick in die Bedeutung, die Entwicklung sowie die Erscheinungsformen des eCommerce und die Bedeutung, Aufgaben und Kosten der Beschaffung in stationären Einrichtungen des Gesundheitswesens geben.

Die Bedeutung von eCommerce für die Beschaffung stationärer Einrichtungen des Gesundheitswesens im Hinblick auf potentiellen Nutzen wird in Kapitel 3 dargestellt. Außerdem werden hier die rechtlichen Rahmenbedingungen, welche bei der geschäftlichen Nutzung elektronischer Transferwege und in Verbindung mit der Bildung von Einkaufsgemeinschaften in Betracht kommen, dargelegt.

Kapitel 4 stellt die aktuelle Situation der P.E.G. selbst sowie im Verhältnis zu ihren Mitbewerbern und auch in Bezug zu ihren Mitgliedern und deren Wünschen dar. Es werden hier die Ausgangsgrundlagen für Ansätze von eCommerce Lösungen anhand von Sekundäranalysen herausgearbeitet.

Drei mögliche Ansätze von eCommerce Lösungen werden im Kapitel 5 als Modelle vorgestellt und im Hinblick auf Umsetzbarkeit und Nutzen für die P.E.G. und ihre Mitglieder kritisch bewertet. Außerdem wird in diesem Kapitel eine strategische Empfehlung für die zukünftige Entwicklung von P.E.G. Geschäftsfeldern gegeben.

Den Abschluss dieser Arbeit bildet ein Resümee.

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Electronic Commerce
2.1.1 Bedeutung
Electronic Commerce aus dem Englischen übersetzt, bedeutet elektronischer Handel. Es ist ein Begriff, der zwar weit verbreitet, dessen Inhalt jedoch noch nicht abschließend geklärt ist. So finden sich in der Literatur eine Vielzahl unterschiedlicher Definitionen des Electronic Commerce (eCommerce).3

Haertsch hat die wesentlichen von ihnen zusammengetragen und ihre Kernaspekte in folgender Definition abgebildet: ,,Unter Electronic Commerce wird die Unterstützung von Geschäftstransaktionen, Geschäftsprozessen und Beziehungen zu sämtlichen internen und externen Partnern eines Unternehmens durch Informations- und Kommunikationstechnologien verstanden."4 Es handelt sich somit nicht ausschließlich um einen Online-Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Es gilt vielmehr: "Internet sales are just the tip of the iceberg of economic value that companies can derive from e-commerce."5

Synonym zu eCommerce werden häufig auch der Begriff Electronic Business (eBusiness) oder Electronic Service (eService) verwendet. eBusiness meint jedoch eine Geschäftstätigkeit, die vollständig auf das Internet konzentriert ist, wie z.B. Online-Werbung, Online-Servicedienste oder die Erstellung von Websites. eService umfasst dagegen alle Dienstleistungen, die auf elektronische Wege angeboten und in Anspruch genommen werden.6

Aus technologischer Sicht ist eCommerce die Bemühung, mit Hilfe von Internettechnologien, Kommunikations-, Auftrags- und Klärungsprozesse sowie inner- und zwischenbetrieblichen Workflow abzubilden. Hierzu werden das freie Internet, betrieblich geschlossene Intranets oder Extranets, bei denen ein Intranet ausgewählten Kunden oder Lieferanten geöffnet wird, genutzt. Die im eCommerce umgesetzten Prozesse sind dabei vollständig medialisiert, das heißt über elektronische Medien erreichbar und bedienbar und finden somit in einem virtuellen Arbeitsraum statt.7

Aus Sicht einer Unternehmung kann eCommerce eine Verbesserung in der gesamten Wertschöpfungskette bedeuten, indem es eine Vielzahl von geschäftlichen Transaktionen und Operationen erleichtert oder neu erschließt. Als Beispiele sind ein schnellerer Informationsaustausch, mit einer Erleichterung der Erstellung des Erstkontaktes zwischen potentiellen Kunden und Anbietern sowie ein detaillierterer Kunden-Support vor und nach dem Kauf durch Detailangaben zu verfügbaren Produkten aus einem Online-Katalog zu nennen. Über das Medium Internet wird eine weltweite Marktpräsenz ermöglicht und Dienstleistungen, technische Anweisungen zur Produktverwendung, Reaktionen auf Kundenfragen, sowie der Verkauf von Produkten über elektronischen Zahlungsverkehr, wie Electronic Funds Transfer, Kreditkarten, elektronische Schecks, Electronic Cash erleichtert. Weiterhin bedeutet eCommerce für Unternehmen eine Verbesserung des Vertriebs, in den Bereichen Vertriebsmanagement und Verwaltung physisch vorhandener Produkte und von Produkten, die elektronisch geliefert werden können, wie Softwarelizenzen oder Datenmaterial. Ein weiterer Vorteil ergibt sich in der Möglichkeit ein virtuelles Unternehmen zu gründen, indem unabhängige Unternehmen durch einen Zusammenschluss ihre Kompetenz zusammenführen, so dass Produkte oder Dienstleistungen angeboten werden können, die ohne eine Zusammenarbeit nicht bereitgestellt werden könnten.8

[...]

1 Vgl. Schober, C. (2001), S. 1.
2 Vgl. Porsche, R. (2000), S. 215.
3 Vgl. Siebert, A. (1999), S. 8.
4 Haertsch, P. (2000), S. 13.
5 Masterson, M. (1999), (o. S.).
6 Vgl. Müller-Hagedorn, L., Kaapke, A. (1999), S. 195.
7 Vgl. Mocker, H., Ahlreep, J. (2000), S. 20.
8 Vgl. Haf, A. (1998), S. 3 f..


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