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Seminararbeit, 2002, 19 Seiten
Autor: Chris Sebastian Heidrich
Fach: Geschichte - Neuere Geschichte, 19. Jhdt.
Details
Institution/Hochschule: Universität Hohenheim (Wirtschaftspolitik)
Tags: Funktionsweise, Goldstandards, Ausgewählte, Aspekte, Stabilitätspolitik
Jahr: 2002
Seiten: 19
Note: 1.7
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-15053-8
Dateigröße: 199 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Funktionsweise des Goldstandards
von Chris Heidrich
Gliederung
I. Einleitung S. 1
II. Erscheinungsformen
1.) Goldumlaufswährung S. 1
2.) einlösbare Goldkernwährung oder Goldbarrenwährung S. 1
3.) Golddevisenwährung S. 2
III. Theoretische Funktionsweisen und stabilisierende Mechanismen
1.) "Spielregeln" des Goldstandards S. 2
2.) Goldarbitrage und Goldpunkte S. 3
3.) Preisstabilisierungsmechanismus S. 4
4.) Geldmengen-Preis-Mechanismus S. 5
5.) Geldmengen-Einkommens-Mechanismus S. 7
6.) Diskontpolitik im Goldstandard und Geldmengen-Zins-Mechanismus S. 9
IV. Bewertung des Goldstandards
1.) Vorteile der Goldwährung S. 10
2.) Nachteile der Goldwertung S. 10
V. Die Realität zur Zeit des klassischen Goldstandards S. 12
VI. Schlussbemerkung S. 14
Literaturverzeichnis S. 16
I. Einleitung
Die Einführung des Euro war unter anderem damit begründet worden, dass eine Region, in der in immer größerem Maße Außenhandel stattfindet und deren Länder sich in einem Prozess der wirtschaftlichen Annährung befinden, eine gemeinsame Währung bekommen sollte. Für Außenhändler sollten Währungsrisiken, denen man die Eigenschaften einer Bremse für den Außenhandel zuschrieb, beseitigt werden, schließlich bedeutet prosperierender Außenhandel wachsenden wirtschaftlichen Wohlstand. Die Menschen in einer auch politisch zusammenwachsenden Gemeinschaft sollten in allen teilnehmenden Ländern mit der gleichen Währung zahlen können, da die Länder innerhalb der Gemeinschaft insgesamt einen derartig hohen Homogenitätsgrad aufweisen, dass sich eine gemeinsame Währung geradezu aufdrängte.
Zu fragen ist allerdings, ob die Lösung, wie sie mit dem Euro gewählt wurde, die einzig mögliche war, um feste Wechselkurse und eine Art supranationales Geld zu schaffen. Zwar mochten die Motive ganz andere gewesen sein, aber auch zu Zeiten des klassischen internationalen Goldstandards (1871-1913) war es gelungen, weitgehend fixe Wechselkurse zu schaffen, die den ihren Teil zu einem prosperierenden Außenhandel beitrugen, sowie ein "Weltgeld" in Form des Goldes zu kreieren, ohne das nationale Geldpolitik oder gar die nationale Währungen aufgegeben werden mussten und die teilnehmenden Länder einen hohen Homogenitätsgrad aufweisen mussten und politisches Gerangel notwendig war.
Die vorliegende Arbeit zeigt die Erscheinungsformen und volkswirtschaftliche Ausgleichsmechanismen des Goldstandards auf, gefolgt von einer Bewertung und einer kurzen Analyse, wie die Wirklichkeit des Goldstandards im Vergleich zur Theorie aussah.
II. Erscheinungsformen
II. 1.) Goldumlaufswährung
Bei der Goldumlaufswährung in der reinen Form fungieren vollwertige Goldmünzen (sogenannte Kurantmünzen) als Tausch- und Zahlungsmittel. Die Notenbank verpflichtet sich hierbei, jede Menge Gold oder Münzen zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Folglich sind Nominal- und Metallwert der Münzen stets identisch und die Geldmenge ist nur über die in der Volkswirtschaft befindliche Goldmenge im Verhältnis 1:1 zu ändern. Als Unterform der reinen Goldumlaufswährung sei die gemischte Goldumlaufswährung genannt, bei der sich neben vollwertigen Goldmünzen auch Banknoten im Umlauf befinden, die ganz oder teilweise durch Goldreserven der Zentralbanken gesichert sind. (vgl. Adebahr 1978, S. 392f)
II. 2.) einlösbare Goldkernwährung oder Goldbarrenwährung
Die einlösbare Goldkernwährung ist dadurch charakterisiert, dass nicht nur Kurantmünzen existieren, sondern das umlaufende Geld auch oder ausschließlich aus Banknoten besteht, die bei der Zentralbank jederzeit gegen Gold eintauschbar sind und zwar, und das ist entscheidend, zu einem ein für alle Mal fixierten Kurs. Trotzdem ist in der Regel die umlaufende Geldmenge größer als die Goldmenge, da die Zentralbank damit rechnen kann, dass nicht alles umlaufende Geld gleichzeitig zum Eintausch präsentiert wird. Üblicherweise existieren rechtliche Vorschriften, welchen Prozentsatz des umlaufenden Bargeldes die Zentralbank durch Goldreserven zu decken hat.
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