Hausarbeit, 2002, 18 Seiten
Autor: Katrin Fischer
Fach: Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Details
Institution/Hochschule: Universität Augsburg (Philosophische Fakultät)
Tags: Maria Stuart, Friedrich Schiller, Weimarer Klassik, Frauenfiguren in der Literatur, Historische Werke, The Tudors, Königin Elisabeth, Schottland
Jahr: 2002
Seiten: 18
Note: 2,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-15085-9
Dateigröße: 188 KB
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Textauszug (computergeneriert)
Maria Stuart
von Katrin Fischer
Inhaltsverzeichnis
A) "Maria Stuart"- Ein klassisches
"Vorzeigewerk" Friedrich Schillers S.3
B) Friedrich Schillers Drama "Maria Stuart" S.3-15
1. Historischer Hintergrund S.3-4
2. Inhalt des Dramas S.4-5
3. Charakterisierung der Hauptpersonen S.5-8
3.1. Elisabeth S.5-7
3.2. Maria Stuart S.7-8
4. Der Höhepunkt - Die Begegnung der Königinnen S.8-11
4.1. Leicesters Überredungskunst S.8-9
4.2. Die Begegnung der Königinnen S.9-10
4.3. Analyse der Begegnung S.10-11
5. Der Freiheitsbegriff in "Maria Stuart" S.11-14
5.1. Schillers philosophisches Menschenbild S.12
5.2. Anwendung Schillers Philosophie auf "Maria Stuart" S.12-13
5.3. Schillers Begriffe "Erhabenheit" und "schöne Seele" S.13-14
6. Schillers Frauenbild S.14-15
C) Schillers Umgang mit dem historischen Stoff S.15-16
Literaturverzeichnis S.17
A) "Maria Stuart" - Ein klassisches "Vorzeigewerk" Friedrich Schillers
Die Tragödie "Maria Stuart" ist eines der bekanntesten und erfolgreichsten Werke des deutschen Dichters Friedrich Schiller und zählt zu den vollkommensten Theaterstücken der Weltliteratur. Das 1800 veröffentlichte Drama gilt, neben einigen anderen Werken Schillers und Johann Wolfgang von Goethes, als Musterbeispiel der "Weimarer Klassik". Diese Epoche bezeichnet den literarischen Zeitraum zwischen 1786 - dem Beginn von Goethes erster Italienreise - und 1805, dem Todesjahr Friedrich Schillers. Die Jahre der "Weimarer Klassik", auch unter der Bezeichnung "Hochklassik" bekannt, wurden insbesondere vom literarischen Schaffen der beiden Dichter Schiller und Goethe geprägt, die zu Lebzeiten eine enge Freundschaft verband.
Mit "Maria Stuart" schuf Schiller ein Werk, das eine Bereicherung für die gesamte Literatur darstellt. Schillers Umgang mit dem historischen Stoff, der dem geschlossenen Drama zu Grunde liegt, die Einbeziehung klassischer Ideale und die regelmäßige Bauform der Tragödie machen das Stück einzigartig. Nicht selten wird "Maria Stuart" deshalb als "Vorzeigetragödie" Friedrich Schillers gehandelt.
Im Folgenden soll dieses klassische Drama, dessen Handlung auf dem Konflikt zwischen der englischen Königin Elisabeth I. und der schottischen Königin Maria Stuart im 16. Jahrhundert basiert, vorgestellt und in einzelnen Punkten vertieft analysiert werden.
B) Friedrich Schillers Drama "Maria Stuart"
1. Historischer Hintergrund
1533 wird Elisabeth Tudor als Tochter des englischen Königs Heinrich VIII. und seiner Frau Anna Boleyn geboren. Als Anna Boleyn 1536 wegen angeblichen Ehebruchs und Blutschande zum Tode verurteilt wird, lässt Heinrich VIII. Elisabeth als illegitim erklären. Damit verliert Elisabeth jeglichen Thronanspruch.
Elisabeths spätere Konkurrentin, Maria Stuart, kommt am 8. Dezember 1542, als Tochter des schottischen Königs Jakob V. und Maria von Guise, zur Welt. Bereits sieben Tage nach der Geburt wird sie zur Königin gesalbt, weil ihr Vater im Kampf gegen England fällt. 1558 heiratet Maria, die seit 1548 am französischen Hof erzogen wurde, den französischen Thronfolger Franz II. von Valois und ist damit Königin von Frankreich. Noch im selben Jahr wird Elisabeth I., die 1544 ihren Herrschaftsanspruch durch einen Parlamentsbeschluss zurückerhalten hat, Königin von England. Maria fühlt sich übergangen und erhebt Ansprüche auf den englischen Thron. 1561 übernimmt sie, nach dem Tod ihres Ehemannes, die Regierung von Schottland. Im Jahre 1565 heiratet Maria ihren Vetter Herny Darnley, den Vater ihres Sohnes JakobVI., den sie 1566 zur Welt bringt. Zwei Jahre nach der Hochzeit wird Darney ermordet. Obwohl Maria unter Verdacht steht, am Tod ihres Mannes mitschuldig zu sein, heiratet sie noch im selben Jahr den mutmaßlichen Mörder ihres Gemahls, den Grafen Bothwell. Das schottische Volk ist über seine Königin entsetzt. Es beginnt Maria als Hure zu beschimpfen und verlangt Gerechtigkeit im Namen des Ermordeten. Weil sich Maria in ihrem eigenen Land nicht mehr sicher fühlt, sieht sie keinen anderen Ausweg und flieht 1568 nach England. Bei Elisabeth I. hofft sie Schutz und Unterkunft zu finden. Die Anklage, Maria sei an der Ermordung ihres Gemahls beteiligt gewesen, verschafft Elisabeth die Gelegenheit, Maria gefangen zu nehmen. Nach Aufdeckung einer Verschwörung gegen Elisabeth und zugunsten Marias, erlässt das Parlament 1585 den "Act for the Queen´s Safety", ein Gesetz zur Sicherheit der Königin. Darin ist Strafe nicht nur für diejenigen vorgesehen, die Elisabeth umbringen wollten, sondern auch für die Person, welcher der Mord von Nutzen wäre. Sinn und Zweck dieses Gesetzes ist die Benachteiligung und Vernichtung Maria Stuarts.
Im folgenden Jahr kommt es zur Gerichtsverhandlung gegen Maria und zu ihrer Verurteilung zum Tode. Neben der Anklage, bei der Ermordung ihres Mannes mitgewirkt zu haben, wird Maria unterstellt, an einer Verschwörung gegen Elisabeth beteiligt gewesen zu sein. Elisabeth unterzeichnet schließlich den Hinrichtungsbefehl. Am 8. Februar 1587 wird Maria nach 19-jähriger Gefangenschaft in Fotheringhay geköpft. Elisabeth bleibt bis zu ihrem Tod 1603 englische Königin.
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