Exegese von Gen 12, 9-20

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Details

Titel: Exegese von Gen 12, 9-20
Autor: Susanne Schmid
Fach: Theologie - Biblische Theologie
Veranstaltung: Einführung in die exegetischen Methoden
Institution/Hochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München (evangelische Theologie)
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 17
Note: gut
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 171 KB
Archivnummer: V8024
ISBN (E-Book): 978-3-638-15111-5
Anmerkungen :
Arbeit ohne Übersetzung aus dem Hebräischen! Also nur für Lehrämter geeignet!129 KB

Textauszug (computergeneriert)

Exegese von Gen 12, 9-20

von Susanne Schmid


Inhalt

1 Einleitung 4

2 Übersetzung 4

3 Literarkritik 5

3.1 Textabgrenzung 5
3.2 Texteinheitlichkeit 6

4 Formgeschichte 7

4.1 Sprachliche Gestaltung des Textes 7
4.2 Gattungsbestimmung 9

5 Überlieferungsgeschichte 10

5.1 Vergleich der drei Textzeugen 10
5.2 Ursprünglich mündlicher Text 11

6 Traditionsgeschichte 13

7 Redaktionsgeschichte 14

8 Schluss 15

Bibliografie 16

1 Einleitung

Sara, die Frau Abrahams , ist eine der wichtigsten Frauengestalten des Alten Testaments, erfüllt sich doch Gottes Verheißung an dem gemeinsamen Kind Abrahams mit ihr. Als Stammmutter spielt sie eine bedeutende Rolle in der Geschichte Israels. Gen 12,9-20, Abraham und Sara in Ägypten, beschreibt die Gefährdung der Ehe und damit Gottes Verheißung. Im Folgenden soll nun diese wichtige Episode des 1. Buches Moses exegetisch erschlossen werden. Die Literarkritik wird den Text auf seine Einheitlichkeit hin überprüfen, die Formkritik liefert die Gattungsbestimmung. In der überlieferungsgeschichtlichen Untersuchung werden mündliche Vorstufen der Passage erschlossen, die traditionsgeschichtliche Forschung erläutert den geschichtlichen Hintergrund und die Redaktionsgeschichte zeigt, was auf die Arbeit eines Redaktors zurückgeht.

2 Übersetzung

Die Übersetzung des Textabschnittes wurde von Westermann übernommen. Lediglich bei Vers 9, der nach Westermann nicht zu dieser Geschichte gehört, greife ich auf die Übersetzung von Gunkel zurück:

9 Dann zog Abram immer weiter nach dem Negeb.
10 Es kam eine Hungersnot ins Land. Da ging Abraham nach Ägypten hinab, um dort als Fremdling zu leben; denn schwer lag die Hungersnot auf dem Land.
11 Als er der Grenze nach Ägypten nahekam, sagte er zu Sara, seiner Frau: Siehe, ich weiß, dass du eine schöne Frau bist.
12 Wenn dich die Ägypter sehen werden, werden sie sagen: das ist seine Frau! Dann werden sie mich töten, dich aber leben lassen.
13 Sag doch, du seist meine Schwester, damit es mir gut gehe um deinetwillen!
14 Und als Abraham nach Ägypten kam, da sahen die Ägypter, dass die Frau sehr schön war.
15 Dann sahen sie die Höflinge des Pharao und rühmten sie vor Pharao, und die Frau wurde in den Palast des Pharao gebracht.
16 Abraham aber ging es gut um ihretwillen: er erhielt Schafe und Rinder und Esel und Knechte und Mägde und Eselinnen und Kamele.
17 Da schlug Jahwe den Pharao mit schweren Plagen [und sein Haus] Saras wegen, der Frau Abrahams.
18 Der Pharao aber ließ Abraham rufen und sagte: Was hast du mir da angetan! Warum hast du mir nicht kundgetan, dass sie deine Frau ist!
19 Warum hast du gesagt: sie ist meine Schwester, sodass ich sie mir zur Frau nahm! Und nun: da hast du deine Frau! Nimm sie und geh!
20 Und der Pharao beorderte für ihn eine Eskorte und entließ ihn und seine Frau mit all seiner Habe.

3 Literarkritik

3.1 Textabgrenzung

Der Eingangssatz in Vers 10 ist typisch für Erzählungen und kommt innerhalb der Genesis öfter vor (z.B. 6,1; 11,1). Vers 9 gehört zwar zum gleichen Textstück, was später noch bewiesen wird, ist aber nicht die Einleitung in die Geschichte. Auch das Ende erweist sich als "befriedigende[r] Abschluss" , ist es doch typisch, dass auf eine Abschlussrede noch ein kurzer "Erzählungsausklang" folgt (z.B. Gen 2,23f.; Gen 4,15f.; Gen 11,7-9). Es liegt also eine abgeschlossene Erzählung vor.

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