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Scholary Paper (Seminar), 2002, 24 Pages
Author: Magister Artium Roland Sonntag
Subject: Ethnology / Cultural Anthropology
Details
Institution/College: University of Freiburg (Institut für Ethnologie)
Tags: Südafrika, Apartheid, Rassismus
Year: 2002
Pages: 24
Grade: 2,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-15116-0
File size: 231 KB
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Abstract
Die Seminararbeit "Vom Stützpunkt der Niederländischen Vereinigten Handelskompanie zum Apartheid - Staat" gliedert sich in zwei Abschnitte: Im ersten Teil werde ich die historische Entwicklung Südafrikas in den Focus rücken, und den Weg des Landes zur Südafrikanischen Union aufzeigen. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Eroberung des Landes durch die weißen Siedler, die brutale Unterdrückung und Diskriminierung der afrikanischen Bevölkerungsmehrheit, sowie der Konflikt zwischen der burischen und der britischen Bevölkerungsschicht um die Vorherrschaft im Land. Zusätzlich werde ich die ökonomische Entwicklung, vor allem im Bereich des Diamanten- und Goldbergbaus analysieren, ohne die der Weg Südafrikas in die Apartheid nur schwer denkbar erscheint. Im zweiten Teil der Arbeit steht die Entwicklung zum Apartheid-Staat im Mittelpunkt der Untersuchung. Zudem werden die auf dem Rücken der afrikanischen Bevölkerung ausgetragenen Machtkämpfe im burischen Lager behandelt. Vor allem anhand der diskriminierenden Gesetzgebung werde ich illustrieren, wie der rassistische, totalitäre Staat die afrikanische Bevölkerung unterdrückte, und die verschiedenen Etappen der Entwicklung des Apartheid-Staates bis hin zum heutigen, demokratisch organisierten Südafrika beleuchten.
Excerpt (computer-generated)
Südafrika: Vom Stützpunkt der Niederländischen Vereinigten
Handelskompanie zum Apartheid-Staat.
von Roland Sonntag
Inhalt
1. Einleitung, S. 2
2. Von der Handelskompanie zur Gründung
der Südafrikanischen Union
2.1 Die europäische Besiedlung des Kaps, S.2,3
2.2 Ankunft der Briten am Kap, S.3,4
2.3 Der Große Treck. Der Weg zu den Burenstaaten, S.4 - 6
2.4 Diamantenfieber und Goldrausch, S.6 - 9
2.5 Vom Burenkrieg zur Südafrikanischen Union, S. 9,10
3. Von der Südafrikanischen Union zum Apartheid - Staat
3.1 Südafrika in den Jahren 1910 - 1948.
Auf dem Weg zum Apartheid - Staat, S.10 -13
3.2 Errichtung des Apartheid - Staates.
Die Ära Malan und Strijdom, S.13 -16
3.3 Politik der "getrennten Entwicklung".
Die Ära Verwoerd und Vorster, S.16,17
3.4 Neo - Apartheid. Die Ära Botha, S.17 -20
3.5 Der Weg in die Freiheit, S.20,21
4. Literaturliste, S.22
1. Einleitung:
Die Hausarbeit "Vom Stützpunkt der Niederländischen Vereinigten Handelskompanie zum Apartheid - Staat" gliedert sich in zwei Abschnitte:
Im ersten Teil werde ich die historische Entwicklung Südafrikas in den Focus rücken, und den Weg des Landes zur Südafrikanischen Union aufzeigen. Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Eroberung des Landes durch die weißen Siedler, die brutale Unterdrückung und Diskriminierung der afrikanischen Bevölkerungsmehrheit, sowie der Konflikt zwischen der burischen und der britischen Bevölkerungsschicht um die Vorherrschaft im Land.
Zusätzlich werde ich die wirtschaftliche Entwicklung, vor allem im Bereich des Diamanten - und Goldbergbaus, analysieren, ohne die der Weg Südafrikas in die Apartheid nur schwer denkbar ist.
Im zweiten Teil der Arbeit steht die Entwicklung des Landes zum Apartheid - Staat im Mittelpunkt der Untersuchung. Zudem werden die auf dem Rücken der afrikanischen Bevölkerung ausgetragenen Machtkämpfe im burischen Lager behandelt. Vor allem anhand der diskriminierenden Gesetzgebung werde ich aufzeigen, wie der rassistische, totalitäre Staat die afrikanische Bevölkerung unterdrückt, und die verschiedenen Etappen der Entwicklung des Apartheid - Staates Südafrika beleuchten.
2. Von der Handelskompanie zur Gründung der Südafrikanischen Union
2.1 Die Anfangsjahre europäischen Besiedlung des Kaps
Am 6. 04. 1652 legen drei Schiffe der Niederländischen Vereinigten Ostindienkompanie in der Tafelbucht, am Kap der guten Hoffnung, im Süden Afrikas, Anker. Sie haben den Auftrag eine Versorgungsstation aufzubauen, die Schiffe der Kompanie auf ihrer langen Reise von und nach Asien anlaufen können.
Das Gebiet der südafrikanischen Küste ist schon bewohnt. Einerseits von den Khoikhoi ("Hottentotten), die ihr Überleben als Viehzüchter sichern, und andererseits den San ("Buschmänner"), die ein Leben als Jäger und Sammler führen.
Die Kompanie lässt um das Lager Gärten anlegen und beginnt mit den Khoikhoi Handelsbeziehungen aufzunehmen, um der Station auch tierische Nahrungsmittel zu sichern. Allerdings werfen die Gärten nur geringe Erträge ab, so dass der Bedarf an Vieh überhand nimmt, und von den Khoikhoi nicht mehr gedeckt werden kann.
Im Verlauf dieser ersten Krise muss die Kompanie Angestellte entlassen, die nun als "Freibürger" ( vrijburger) Ackerbau und in Konkurrenz zu den Khoikhoi Viehzucht betreiben. Ihre Erzeugnisse müssen sie zu Festpreisen an die Versorgungsstation verkaufen.
1658 kommt es wegen Streit um Weideland, zu einem Krieg mit den Khoikhoi, die alsbald den weißen Bauern weichen müssen.
In den folgenden Jahren wird der Stützpunkt weiter ausgebaut, und um den größeren Bedarf an Arbeitskräften zu decken, werden Sklaven aus Madagaskar, Mosambik und Ostafrika "importiert". Bis Ende des 17. Jahrhunderts wächst die Siedlung schnell zu einer kleinen Stadt und erhält den Namen Kapstadt. Die Siedlung entwickelt sich " ... zur Taverne zwischen den Meeren, und schon bald reichen die Anbau - und Weideflächen in der Tafelbucht nicht mehr aus" .
Mit Hilfe ihrer überlegenen Waffentechnik entreißen die weißen Kolonisten den Khoikhoi immer mehr von ihrem angestammten Land. Diese geraten in ein Abhängigkeitsverhältnis zu den Weißen und müssen ihren Lebensunterhalt fortan als schlechtbezahlte Erntearbeiter, Hausbedienstet und Hirten bestreiten. Nur 50 Jahre nach der Landung der Holländer sind die Khoikhoi aus ihrem angestammten Land vertrieben oder als billige Arbeitskräfte geknechtet. Unter den weißen Kolonisten bilden sich bis etwa 1770 zwei Gruppen heraus. Die einen, vor allem Hugenotten, lassen sich am Südwestkap nieder und bauen Getreide und Wein an, während die andere Gruppe vor allem Viehzucht betreibt und sich, aufgrund der steigenden Nachfrage nach neuen Weideflächen, immer mehr von Kapstadt entfernt. Wegen ihrer halbnomadischen Lebensweise werden sie "Treckburen" (Wanderbauern) genannt.
[...]
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