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Seminararbeit, 2007, 23 Seiten
Autor: Sabrina Kläs
Fach: Pädagogik - Allgem. Didaktik, Erziehungsziele
Details
Institution/Hochschule: Universität Koblenz-Landau (Institut für Erziehungswissenschaften)
Tags: Unterrichtsplanung, Ernährung, Basiskurs
Jahr: 2007
Seiten: 23
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-87030-6
ISBN (Buch): 978-3-638-87032-0
Dateigröße: 166 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die gesunde Ernährung ist der Teil einer bewussten Lebensführung und Grundvoraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Das Ernährungsverhalten, d.h. die Ess- und Trinkgewohnheiten, wird bereits in der Kindheit entscheidend geprägt und wird oft ein Leben lang beibehalten. Deshalb ist es die Aufgabe aller Erziehenden, das positive Ernährungsverhalten bei Kindern zu fördern. Da unsere Nahrung aus unterschiedlichsten Lebensmitteln besteht, veranschaulicht eine Ernährungspyramide sehr gut, welche Lebensmittel wichtig sind und welchen Anteil sie an den täglichen Mahlzeiten für eine gesunde und ausgewogene Ernährung haben sollten: Getreideprodukte 40 % Gemüse 20 % Obst 15 % Milchprodukte 10-15 % Fleisch & Fisch 5-10 % Fett & Süßigkeiten 5 % Eine internationale Studie der Weltgesundheitsorganisation besagt, dass ein Viertel der Grundschüler nicht frühstückt. Des Weiteren erhalten viele Kinder anstatt einer gesunden Verpflegung Geld, um sich in der Schule etwas zu essen zu kaufen, oder bringen ungesunde Schokoriegel o.ä. mit. Die Kinder kaufen Süßigkeiten von diesem Geld und verzichten auf ein nahrhaftes Frühstück, das für Konzentration und Leistungsfähigkeit sorgen würde. Die Leistungskurve der Kinder nimmt kontinuierlich ab, da keine Energiezufuhr stattfindet. Weitere Konsequenzen sind mangelnde Ausdauer sowohl im Sport als auch in theoretischen Bereichen und Unausgeglichenheit bis hin zu Aggressionen. Eine moderne, handlungsorientierte und situationsbezogene Gesundheitserziehung ist erforderlich und benötigt daher Realisationsmöglichkeiten, die ein Schulfrühstück bietet. Eine weniger aufwändige Form des Schulfrühstücks ist täglich der gemeinsame Verzehr (auch Lehrer) von Pausenbroten, worüber jedoch auch die Eltern und die Schulleitung informiert werden müssen. Es entwickelt sich schnell eine Gemeinschaft, die gerne zusammen isst, den Tisch deckt, Geschirr und Besteck verschönert von zu Hause mitbringt, …, so dass bald jedes Kind ein Pausenbrot mitbringt (wie sich in Modellversuchen herausstellte). Hieraus kann sich dann eine zweite Form des Schulfrühstücks ergeben, wobei der Lehrer oder die Schüler etwas (Schale mit kleinen Gemüse- oder Obststückchen, …) mitbringen, was für alle in die Mitte gestellt wird. Des Weiteren kann ein „Extra-Frühstück geplant werden, für das sich die Schüler aus der Ernährungspyramide ein gesundes Frühstück zusammenstellen
Textauszug (computergeneriert)
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, Institut für Erziehungswissenschaften
Basiskurs II, Sommersemester 2005
Unterrichtsplanung: Ernährung
von
Sabrina Kläs
Inhaltsverzeichnis
1. Sachanalyse ...3
1.1 Gesunde Ernährung ...3
1.2 Das Schulfrühstück ...6
2. Didaktische Analyse ...7
2.1 Begründung der Lernaufgabe ...7
2.2 Bedeutsamkeit des Unterrichtsinhalts für die Schülerinnen und Schüler ...8
2.3 Didaktische Reduktion ...9
2.4 Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit ...9
3. Voraussetzungen für den Unterricht ...10
3.1 Voraussetzungen bei den Schülerinnen und Schülern ...10
3.2 Äußere Voraussetzungen ...11
4. Lernziele ...12
4.1 Grobziele ...12
4.2 Feinziele ...12
5. Methodische Überlegungen ...13
5.1 Einstiegsmöglichkeiten ...13
5.2 Artikulation ...13
5.3 Sozial- und Aktionsformen ...16
5.4 Medien und Arbeitsmittel ...17
5.5 Mögliche Schwierigkeiten ...17
5.6 Unterrichtsprinzipien ...17
6. Geplanter Unterrichtsverlauf (Verlaufsplanung) ...19
7. Literaturverzeichnis ...23
Anmerkung:
Zur Vereinfachung werden die weiblichen Formen, z.B. Schülerin, Schülerinnen, …, ausgelassen und nur die männlichen Formen benutzt.
Bei dieser Sachunterrichtsstunde handelt es sich um eine Doppelstunde.
1. Sachanalyse
1.1 Gesunde Ernährung
Die gesunde Ernährung ist der Teil einer bewussten Lebensführung und Grundvoraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Das Ernährungsverhalten, d.h. die Ess- und Trinkgewohnheiten, wird bereits in der Kindheit entscheidend geprägt und wird oft ein Leben lang beibehalten. Deshalb ist es die Aufgabe aller Erziehenden, das positive Ernährungsverhalten bei Kindern zu fördern.
Da unsere Nahrung aus unterschiedlichsten Lebensmitteln besteht, veranschaulicht eine Ernährungspyramide sehr gut, welche Lebensmittel wichtig sind und welchen Anteil sie an den täglichen Mahlzeiten für eine gesunde und ausgewogene Ernährung haben sollten:
Getreideprodukte 40 %
Gemüse 20 %
Obst 15 %
Milchprodukte 10-15 %
Fleisch & Fisch 5-10 %
Fett & Süßigkeiten 5 %
Es gibt sieben Lebensmittelgruppen:
1. Getreide und Kartoffeln:
Sie enthalten vor allem Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren. Hierzu gehören z.B. Kartoffeln, Brot, Nudeln, …
2. Gemüse und Hülsenfrüchte:
Sie liefern vor allem Vitamine und Mineralstoffe, die man auch Schutz- und Reglerstoffe nennt, und auch Ballaststoffe, die die Verdauung fördern. Die Hülsenfrüchte sind auch reich an Kohlenhydraten und Eiweiß. Beispiele für Gemüse sind Möhren, Blumenkohl, Lauch, Brokkoli, … und für Hülsenfrüchte Erbsen, Bohnen und Linsen.
3. Obst:
Auch Obst liefert Mineralstoffe und Vitamine. Sonderstellung nehmen Nüsse ein, denn sie enthalten sehr viel Fett. Beispiele hierzu sind Äpfel, Bananen, Mandarinen, Kirschen, Walnüsse, Pistazien, Aprikosen, …
4. Milch und Milchprodukte:
Sie sind keine Durstlöscher, sondern Nahrungsmittel, die Eiweiß und besonders viel Kalzium enthalten. In vielen Milchprodukten ist auch Fett enthalten. Hierzu gehören z.B. Quark, Käse, Joghurt, …
5. Fisch, Fleisch und Eier:
Neben Milchprodukten ist diese Gruppe der wichtigste Lieferant für Eiweiß. Sie liefert außerdem auch Mineralstoffe, Vitamine und Fett. Beispiele sind Geflügelfleisch, Seefische, Eier, …
6. Fette und Öle:
Sie sind meistens, ohne dass wir sie sehen, in Nahrungsmitteln versteckt, weswegen nur wenig zusätzliches Streichfett oder Speiseöl verwendet werden sollte. Eine Empfehlung lautet 4 Teelöffel Öl und 1 Teelöffel Streichfett pro Tag. Geeignet sind besonders Rapsöl und Olivenöl.
7. Getränke:
Eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit sollte gewährleistet sein, was bei Kindern von 7 bis 9 Jahren täglich 970 ml und bei Kindern zwischen 10 und 12 Jahren 1170 ml Flüssigkeitsaufnahme täglich bedeutet. Für Erwachsene gilt, mindestens 2 Liter am Tag trinken. Zu erreichen sind diese Mengen überwiegend durch Leitungswasser, Mineralwasser und Kräuter- sowie Früchtetees oder auch durch verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte (mehr Kalorien).
Ebenso gibt es sieben wichtige Bestandteile unserer Nahrung:
1. Eiweiß:
Unser Körper braucht Aminosäuren aus tierischen und pflanzlichen Eiweißen, um Zellen aufbauen und ständig erneuern zu können. Einige dieser Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen und somit müssen sie, zu etwa gleichen Teilen tierischer und pflanzlicher Herkunft, über die Nahrung aufgenommen werden. Kinder im Wachstum haben einen höheren Eiweißbedarf als Erwachsene (Erwachsene: 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag; 7-9 Jährige 30 g Eiweiß pro Tag; 10-12 Jährige 40 g Eiweiß am Tag) und benötigen besonders die tierischen Eiweiße. Ein Problem ist, dass diese Mengen meist überschritten werden und wir uns mit einem Energieüberschuss auseinandersetzen müssen. Die Energiezufuhr sollte zu ca. 8 % durch Eiweiße erfolgen.
2. Fette:
Sie liefern schon bei wenig Volumen große Energiemengen und sind nicht völlig verzichtbar, denn es gibt Vitamine (A, D, E und K), die ohne Fett nicht in den Stoffwechsel gelangen würden. Die gesättigten Fettsäuren, v.a. tierische Fette und gehärtete Pflanzenfette, sollten möglichst wenig aufgenommen werden, besser sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Die Energiezufuhr an Fett sollte 30-35% nicht übersteigen, allerdings kommt es darauf an, wie schwer gearbeitet wird, wie viel Sport getrieben wird, … Kinder zwischen 6-10 Jahren sollen täglich nicht mehr als 20-25 g an sichtbarem Streichfett zu sich nehmen, da der Rest unbemerkt verzehrt wird. Fette, die unser Körper nicht mehr verarbeiten kann, werden als Depotfette als Fettschichten in der Unterhaut und an den inneren Organen angelagert, was bei häufigerem Vorkommen zu Dickleibigkeit und/oder zu Krankheiten führt.
3. Kohlenhydrate:
Sie liefern etwa die hälfte der Energie des Fettes und beeinflussen den Energiestoffwechsel des Gehirns und der Nervenzellen. Sie kommen in Form von Stärke und Zucker v.a. in Pflanzen vor. Stärkehaltige Nahrungsmittel sind z.B. Getreide und Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse, … Diese Produkte sind auch reich an Vitaminen und Ballaststoffen, was den Verdauungsvorgang verlangsamt und somit länger sättigt. Leider kommen Kohlenhydrate auch in Süßigkeiten, Zucker, Marmeladen, Honig, … vor, die jedoch kaum Vitamine und Mineralstoffe enthalten und somit nicht lange sättigen und schnell verdaut werden. Daher haben wir einen Energieüberschuss, der überwiegend in körpereigenes Depotfett umgewandelt und abgelagert wird. Die Energiezufuhr sollte zu 57-62 % durch Kohlenhydrate (möglichst aus Stärke bestehend) aufgenommen werden.
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