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Zentrale Themen in Emile Zolas 'Germinal'

Scholary Paper (Seminar), 2001, 20 Pages
Author: Julia Hansens
Subject: Romance Languages - French Literature

Details

Event: Emile Zola und der französische Naturalismus
Institution/College: University of Potsdam (Romanistik)
Tags: Zentrale, Themen, Emile, Zolas, Germinal, Emile, Zola, Naturalismus
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 20
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V8035
ISBN (E-book): 978-3-638-15120-7

File size: 193 KB


Excerpt (computer-generated)

Zentrale Themen in Emile Zolas "Germinal"

von Julia Hansens


Inhalt

Einleitung 2

1. Inhaltsangabe 2

2. Allgemeines 3

2.1. Besonderheit des Romans 4
2.2. Historisch- politische Einordnung des Romans 4

3. Aufbau 5

4. Kontraste in dem Roman 6

4.1. Lebenswelt der Arbeiter und der Bourgeoisie- ein Vergleich 6
4.1.1. Familienzusammensetzung 7
4.1.2. Wohnsituation 7
4.1.3. Zeit des Aufstehens  7
4.1.4. Frühstück 8
4.1.5. Arbeitssituation 8
4.1.6. Aussehen/ Gesundheit 9
4.1.7. Fruchtbarkeit 10
4.1.8. Liebesleben und Moral im privaten Bereich 10

5. Differenzierungen innerhalb beider Klassen 10

5.1. Differenzierung im Bereich des Liebeslebens 10
5.1.1. die Arbeiter 10
5.1.2. die Bourgeoisie 11

5.2. Differenzierung im Arbeitsmilieu 11
5.2.1. die Arbeiter 11
5.2.2. die Bourgeoisie 11

6. Metaphern 12

7. Verheißung einer neuen Welt (politischer Diskurs)  15

8. Schlußbetrachtung 17

9. Literaturverzeichnis 18



Einleitung

Im Anschluß an das Proseminar "Emile Zola und der französische Naturalismus" möchte ich mich in meiner Hausarbeit noch einmal mit einem Teilaspekt befassen, der unter anderem auch in meinem Referat während des Semesters eine Rolle gespielt hat. Darin ging es um das Thema "Popularisierung der `question sociale` oder: Germinal, ein Sozialroman". Hier möchte ich mich jedoch besonders auf die zentralen Themen in Zolas "Germinal" konzentrieren, worunter sowohl der Vergleich der Lebenswelt der Bourgeoisie mit der der Arbeiter fällt (Punkt 4.), als auch die Unterschiede innerhalb dieser beiden Klassen herausarbeiten (Punkte 5.). Ferner schließt sich daran der Versuch einer Erklärung der Bedeutung der Metaphern an, die diese Unterschiede durch den ganzen Roman hindurch begleiten (Punkt 6). Als letzten Punkt möchte ich dann noch einen Blick in die Zukunft aus Sicht verschiedener Charaktere wagen (Punkt 7).
Zu Beginn scheint es mir aber sinnvoll, eine Inhaltsangabe dieses 13. Romans Zolas aus der Rougon- Macquart- Serie zu liefern, der eine bedrückend authentische Beschreibung der elenden Lebensumstände nordfranzösischer Bergarbeiter kurz vor Beginn der industriellen Revolution am Ende des 19. Jahrhunderts gibt.

1. Inhaltsangabe

Der Roman beginnt damit, dass Etienne Lantier, der Protagonist des Werks, ein junger Arbeiter, auf der Suche nach Arbeit nach Montsou in ein Bergarbeiterdorf kommt, dessen Bewohner von der Wirtschaftskrise stark betroffen sind. Der junge Arbeiter erhält sofort eine Beschäftigung als Minenarbeiter. Von dem Tage an arbeitet er selbst als einer unter vielen in den tiefen Schächten und hat die Ausbeuterei durch das Industriebürgertum zu ertragen. Auf diese Weise wird er sich schnell der Ungerechtigkeit bewußt, unter der das Industrieproletariat zu leiden hat. Sein Bild von der Situation der Arbeiter wird noch realistischer und genauer, als er bei der Familie Maheu einzieht, einer typischen Arbeiterfamilie, die im Laufe des Romans in die elende Hoffnungslosigkeit getrieben wird. Die Situation der Arbeiter verschlechtert sich zunehmend, als die Bergarbeitsgesellschaft in Folge der Wirtschaftskrise gezwungen ist, die Löhne der Arbeiter weiterhin zu kürzen und gleichzeitig die Arbeitszeit zu erhöhen. So wird ihr Leben mehr und mehr unerträglich, während die Bourgeoisie selbst auf keinen Luxus verzichten muß.
Das materielle und moralische Elend im Bergarbeiterdorf und mehrere politische Gespräche mit dem russischen Anarchisten Souvarine bringen Etienne schließlich dazu, aufständische Gedanken unter den Arbeitern zu verbreiten, die jedoch zuerst keinen großen Anklang finden, da die Arbeiter noch mehr auf Vergessen und Ablenkung aus sind als an eine Revolte, einen Streik zu denken.
Schließlich aber gelingt es Etienne, die Arbeiter zum Kampf für die Gerechtigkeit und für akzeptable Arbeitsbedingungen zu gewinnen. Kurze Zeit später ruft er den Streik aus.
Zuerst sind die Arbeiter noch voller Hoffnung, daß der Streik Erfolg haben könnte. Diese Hoffnung wird aber schon nach wenigen Wochen jäh zerstört, denn während ihnen die Nahrung ausgeht, nimmt das Leben im Hause der Grubendirektion seinen gewohnten Lauf, und die Grubendirektion zeigt keinen Willen, die Situation der Arbeiter zu verbessern. Die Ignoranz der Grubendirektion bezüglich des Streiks und die Tatsache, daß sich einige Arbeiter noch nicht dem Streik angeschlossen haben, führt die Arbeiter dazu, daß sie in Meuten ganze Schächte zerstören und auf die Bourgeoisie und deren Anhänger losgehen.
Der Einsatz von Soldaten durch die Bourgeoisie endet mit einer eskalierenden Konfrontation derselben mit den Arbeitern, bei der mehrere Arbeiter zu Tode kommen.
Kurze Zeit später wird die Arbeit von den Streikenden mißmutig und aus ihrer Verzweiflung heraus wieder aufgenommen.
Souvarine jedoch bevorzugt radikalere Methoden und denkt nicht ans Resignieren. Er überschwemmt die Grube, in der sich gerade viele Arbeiter befinden, um dem Übel ein Ende zu bereiten und einen kompletten Neuanfang zu versuchen. Etienne ist einer der wenigen, die lebend geborgen werden können. Nach seiner vollständigen Genesung verläßt er Montsou wieder mit der Gewissheit, zumindest die Samen der Revolution gesät zu haben und ein erstes, mit Sicherheit wiederkehrendes Aufkeimen der Auflehnung gegen die Ungerechtigkeit erreicht zu haben. Er begibt sich nach Paris, um dort den Kampf zu Gunsten der Arbeiter weiterzuführen.

[...]


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