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Betreutes Wohnen - Erwartungen und erste Erfahrungen

Termpaper, 2001, 30 Pages
Author: Norman Nicoll
Subject: Psychology - Social Psychology

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 30
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V8044
ISBN (E-book): 978-3-638-15127-6

File size: 282 KB


Excerpt (computer-generated)

Betreutes Wohnen - Erwartungen und erste Erfahrungen

von Norman Nicoll



Gliederung

1 Einleitung

2 Zur Durchführung der eigenen Befragung

2.1 Zweck der Befragung
2.2 Schwierigkeiten des Zugangs
2.3 Gewinnung von Freiwilligen -
Eine kommunikativ- strategische Herausforderung

3 Entwicklungen von Wohnflächenkonsum
und Haushaltsstruktur und ihr Zusammenhang

3.1 Der stetige Anstieg des Wohnflächenkonsums

3.2 Strukturveränderungen bei den Haushalten

4 Was ist "Wohnen" ?

4.1 Komponenten des "Wohnens"
4.2 Die Bedeutung des Wohnens im Alter

5 Determinanten des Wohnens im Alter

5.1 Einblick in die wirtschaftlich-soziale Situation der Älteren
5.2 Die Wohnmobilität und Umzugsbereitschaft der Älteren
5.3 Bestimmungsfaktoren für einen Wohnungswechsel
5.4 Wünsche zu Wohnformen und Dienstleistungsangeboten

6 Resümee

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Der demographische Wandel stellt eine der größten sozialpolitischen Herausforderungen dar. Die Zahl der älteren Menschen wird in den kommenden Jahrzehnten kontinuierlich anwachsen. Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes zufolge lag der Bevölkerungsanteil der über 65jährigen im Jahre 2000 bei 16,1% (StBA, 1993), soll über das Jahr 2015 bereits 20,2% und schließlich im Jahre 2030 über 26% erreichen.
Gleichzeitig verändert sich die Familienstruktur, sie führt weg von den Mehrpersonenhaushalten hin zu Zwei- und Einpersonen-Haushalten. Ein Drittel der 60jährigen und älteren Menschen lebt bereits heute in Einpersonen-Haushalten. Eine detaillierte Skizzierung bei der Entwikklungen des Wohnflächenkonsums sowie der Haushaltsstruktur liefert Abschnitt drei dieser Arbeit.
Der alte Mensch ist auf seine Wohnung mehr angewiesen als jüngere Personen. Die meisten Senioren möchten möglichst lange unabhängig bleiben und somit so lang als möglich in ihrer eigenen Wohnung leben und nicht etwa in ein Heim umziehen müssen, wo sie häufig einer straffen Hausordnung unterliegen und ihren Tagesablauf und Speisezettel nicht selbst bestimmen können. Es zeichnen sich eine Reihe von solchen und ähnlichen Gründen ab, welche ältere Menschen davon abhalten, ihre bisherige, zu große und zudem nicht altersgerechte Wohnung zu verlassen. Dies hat zur Folge, daß die großen Bestandswohnungen, die ihrer Ausstattung nach den Bedürfnissen älterer Bewohner nicht gerecht werden können, nicht für die Versorgung der mehrköpfigen Familien mit Kindern zur Verfügung stehen. Das Beheben dieses Mißstandes ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Wohnungsmarkt- und Sozialpolitik. Im vierten und fünften Abschnitt der Arbeit wird erstens erläutert, welche Bedeutung das Wohnen für ältere Menschen überhaupt hat sowie zweitens auf die Fragen eingegangen, inwieweit Ältere mobil sind und welche Bedingungen sie an einen Umzug knüpfen.
Es gibt mittlerweile eine Vielzahl moderner Wohnformen für Senioren, die eine gute und überdenkenswerte Alternative zur bisherigen Wohnung sein können, wie beispielsweise ein Seniorenwohnhaus. Auch das Wohnen im Altenheim ist eine eigenständige Wohnform, die es jedoch richtig zu nutzen und einzusetzen gilt. Der Abschnitt fünf dieser Arbeit setzt sich mit den alternativen Wohnformen auseinander.

Die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojektes über Wohnmobilität im Alter (vgl. das Symposium zum Forschungsprojekt über "Umzugswünsche und Umzugsmöglichkeiten älterer Menschen", 1997, in Auftrag gegeben von der Schader-Stiftung in Darmstadt und dem Bundesbauministerium) belegen, daß auch in Zeiten knapper Mittel Familien- und Altenhaushalte mit passenden Wohnungen zu annehmbaren Bedingungen versorgt werden können.
Vor diesem Hintergrund wurde für die hier vorliegende Arbeit eine Kleinbefragung in einem Seniorenwohnhaus durchgeführt. Einen kurzen Einblick in diese Befragung und die mit ihrer Planung und Durchführung einhergegangenen Probleme bietet der folgende Abschnitt zwei. Die Ergebnisse dieser Befragung werden unter der Schwerpunktbildung auf Umzugsgründe in die gesamte Arbeit eingefügt dargestellt, in einen theoretischen Rahmen eingefaßt, auf ihre Repräsentativität und Validität überprüft und im Hinblick auf ihre Vergleichbarkeit mit den Ergebnissen der großangelegt durchgeführten Hintergrundstudien der Schader-Stiftung untersucht.

Abschließend sei hinzugefügt, daß einerseits aufgrund der zum Teil nur für das Gebiet der alten Bundesländer vorliegenden Studien mit validen Daten bzw. der nur geringen Aussagekraft der Befunde für die neuen Bundesländer, und andererseits aus dem Grund der räumlichen Beschränkung dieser Arbeit größtenteils leider nur Ergebnisse für das alte Bundesgebiet dargestellt und berücksichtigt werden konnten.

[...]


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