Details

Kategorie: Projektarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 51
Note: 1
Literaturverzeichnis: ~ 13  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 518 KB
Archivnummer: V80611
ISBN (E-Book): 978-3-638-83874-0
ISBN (Buch): 978-3-638-83892-4

Zusammenfassung / Abstract

Die Seminar-Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen um ein Kostenrechnungssystem zu konzipieren, sowie die wichtigsten Normbegriffen aus diesem Bereich. Die Betrachtung der umgebenden sozialen Strukturen ergänzen hierbei die Grundlagen. Als Werkzeuge für die Umsetzung wurden Transformationsmanagement und Projektmanagement eingesetzt. Transformationsmanagement beschäftigt sich mit der Zieldefinition und der Wegbestimmung. Projektmanagement begleitet den Veränderungsprozess. Die Projekt-Arbeit dokumentiert die Anwendung und Umsetzung für das Formula Student Team an der TU Graz - das "TUG Racing Team".

Textauszug (computergeneriert)

ÜBERLEGUNGEN ZUR KONZEPTION EINES
KOSTENRECHNUNGSSYTEMS IN EINEM GEMEINNÜTZIGEN VEREIN

Bakkalaureats-Arbeit
(Seminararbeit und Projektarbeit)

von

Heidemarie Thomann

eingereicht am
Institut für Betriebswirtschaftslehre und Betriebssoziologie
Technische Universität Graz

 

 

Inhaltsverzeichnis

1. Seminararbeit ... 8

2. Kostenrechnung wozu?  ... 9
2.1.Begriffsdefinitionen ... 10
2.2.Wertebenen ... 13

3. Konzeption ... 15
3.1.Arten der Kostenerfassung ... 16
3.2.Einteilung der Kosten – die Kostenarten ... 17
3.3.Kostenstellenrechnung ... 18
3.3.1.Gliederung der Unternehmung in Kostenstellen ... 18
3.3.2.Das Werkzeug Betriebsabrechnungsbogen ... 20
3.3.3.Innerbetriebliche Leistungsverrechnung - Grundzüge ... 20
3.4.Kostenträgerrechnung ... 22

4. Umsetzungsphase ... 24
4.1.Transformationsmanagement ... 24
4.2.Projektmanagement ... 26

5. Projektarbeit  ... 29
5.1.Formula Student – die Disziplinen ... 29

6. Gestaltungskriterien ... 31
6.1.Formale Kriterien ... 31
6.2.Inhaltliche Kriterien ... 31

7. Vorgangsweise ... 32
7.1.Istzustanderhebung ... 32
7.2.Kostenarten ... 32
7.2.1.Tätigkeiten ... 35
7.2.2.Personalzeit- und Kilometer-Erfassung  ... 36
7.3.Kostenstellen ... 37
7.3.1.Festlegung der Kostenstellen ... 39
7.4.Kostenträger ... 40
7.5.Betriebsabrechnungsbogen ... 41
7.6.Innerbetriebliche Leistungsverrechnung ... 42
7.7.Prozessabläufe ... 44
7.7.1.Aufbau der Prozessabläufe ... 44
7.7.2.Prozessablauf Einkauf ... 45

I. Abbildungsverzeichnis ... 46

II. Anhang Prozessablauf ... 47

III. Literaturverzeichnis ... 51

 

 

1. Seminararbeit

Diese Betrachtung ergänzt die „Bakkalaureats-Projekt-Arbeit - Konzeption eines Kostenrechnungssystems“1 mit dem theoretischen und praktischen Hintergrund der Planungs- und Umsetzungsphase.

Weiters wir aufgezeigt, welche Veränderungen - im sozialen Bereich - die Einführung eines Kostenrechnungssystem mit sich bringen kann. Welche konkreten Befürchtungen und Erwartungen ausgelöst werden und wie man diesen begegnet.

Der Fokus dieser Arbeit richtet sich dabei auf die Umsetzung der Kostenrechnung in dem gemeinnützigen Verein „TUG Racing Team“. Der Bedarf für die Kostenrechnung wurde teamintern gesehen und in weiterer Folge umgesetzt.

Das Interesse gilt insbesondere den Überlegungen:

„Wie entsteht der Bedarf?“
„Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden?“
„Wie lässt sich das Konzept realisieren?“
„Welche Widerstände entstehen Team intern?“

2. Kostenrechnung wozu?

Oder „Wie entsteht der Bedarf?“
In der Praxis ist es von Interesse, welche Kosten angefallen sind und welche Produkte bzw. Leistungen entstanden sind, damit die zukünftige Vorgehensweise (Zielrichtung) festgelegt werden kann.

Das Lehrveranstaltungsskriptum Kosten- und Erfolgsrechnung2 beschreibt die Entwicklungsstufen der Kostenrechnung mit folgenden Worten: 
„Die Kostenrechnung als vergangenheitsorientierte Gebarungs-(Amortisations-) rechnung“ ... „das Bedürfnis nach Informationen über das Gelingen oder Mißlingen der Amortisation des in den einzelnen Betrieben der Unternehmung investierten Kapitals“ ...

„Die Kostenrechnung als gegenwartsorientierte Preisbildungsrechnung“ ...
„Sie sollte es ermöglichen, "gerechte", "angemessene" Preise (!) zu berechnen, und zwar in Form von "Selbstkostenfestpreisen" bzw. "Selbstkostenpreisen" “ ...

„Die Kostenrechnung als zukunftsorientierte Planungsrechnung
Will man Entscheidungen nicht nur intuitiv, sondern auf rationaler Grundlage vornehmen, so hat man Informationen zu sammeln und bereitzustellen, die erkennen lassen, welche erfolgsmäßigen Konsequenzen, die in den einzelnen Entscheidungssituationen verfügbaren Entscheidungsalternativen voraus-sichtlich mit sich bringen.“

Daraus ergeben sich die „Aufgaben der Kostenrechnung“ nach Kemmetmüller3:
„Die Kostenrechnung dient der Erfassung und Verrechnung der Kosten der im Unternehmen erbrachten Leistungen“ ... „Zentrales Prinzip der Kostenrechnung zur Erfüllung ihrer Zwecksetzungen ist das Verursachungsprinzip. Darunter versteht man, daß diverse Bezugsgrößen (Kostenträgern, Kostenstellen) nur jene Kosten zugerechnet werden, die durch die jeweilige Bezugsgröße betreffende Maßnahmen verändert werden können.“

Das Bedürfnis nach Information ist eine treibende Kraft hinter der Kostenrechnung. Sie kann die Fragen nach dem woher und wohin für die Unternehmungsleitung aus Kostensicht beantworten.

2.1. Begriffsdefinitionen

Um eine Kostenrechnung einführen zu können, müssen alle Beteiligten die gleiche Sprache sprechen. Dies erleichtert bzw. ermöglicht erst die Kommunikation und Diskussion zum Thema Kosten und Kostenrechnung. Daher wurde vom Österreichischen Normungsinstitut ein Vokabular von betriebswirtschaftlichen Begriffen festgelegt4.

Diese Richtlinie aus dem Jahre 1988 definiert die im folgenden aufgezählten Begriffe und ermöglicht damit die Kommunikation zum Thema über die Unternehmungsgrenzen hinweg.

[....]


1 vgl. Thomann (2005)

2 vgl. Bauer u. a. (2002) S. 1-2 ff.

3 vgl. Kemmetmüller/Bogensberger (2000) S. 15 f.

4 vgl. ON-Richtlinie 51 (1988) S: 3 ff.

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