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Scholary Paper (Seminar), 2006, 14 Pages
Author: Elisabeth Adam
Subject: American Studies - Literature
Details
Institution/College: Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Tags: Harlem, Renaissance, Zora, Neale, Hurstons, Verständnis, Identität, Voices, Harlem, Renaissance
Year: 2006
Pages: 14
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-87376-5
ISBN (Book): 978-3-638-87389-5
File size: 186 KB
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Abstract
Zora Neale Hurston lebte von 1891-1960 und war eine der bedeutendsten afroamerikanischen Autoren. Noch heute gelten ihre Werke als einzigartig. Sie beschrieb in ihren Arbeiten die afroamerikanische Kultur, das alltägliche Leben, die Träume, Wünsche und Ängste der Schwarzen in Amerika. Auch Hurston selbst zählt bis heute zu den wichtigsten kulturellen Vertretern ihrer Zeit. Einen besonders hohen Stellenwert genoss sie in der Zeit der Harlem Renaissance, einer Bewegung der 20er Jahre in Amerika, die das kulturelle Leben der Afroamerikaner veränderte. Da Hurston selbst aus den Südstaaten Amerikas stammte, verstand sie es wie kein Zweiter das black life zu beschreiben. Ihre Herkunft wurde Grundlage vieler ihrer Werke färbte ihre Ansicht des Lebens in Amerika. Hurston wurde oft als produktivste afroamerikanische Autorin Amerikas beschrieben. Hurstons Lebenswerk beinhaltet vier Romane, zwei Folkloresammlungen, zwei Schauspiele und eine Autobiographie. Außerdem schrieb sie zahlreiche Kurzgeschichten und veröffentlichte viele Artikel in verschiedenen Zeitschriften. Mit dieser Arbeit soll Zora Neale Hurstons besonderer Stellenwert herausgearbeitet werden. Zunächst wird dafür in einer biographischen Darstellung ihre allgemeine Bedeutung, danach ihre besondere Bedeutung für die Harlem Renaissance beschrieben. Als drittes und eigentliches Thema soll Hurstons Verständnis der afroamerikanischen Identität erläutert und dieses an drei Beispielen ihrer Werke deutlich gemacht werden.
Excerpt (computer-generated)
Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg
Proseminar: Voices of the Harlem Renaissance
Wintersemester 2005/ 2006, 3. Fachsemester
Die Harlem Renaissance -
Zora Neale Hurstons Verständnis der afroamerikanischen Identität
von
Elisabeth Adam
Inhaltsverzeichnis
Einleitung... 1
1. Biographie... 2
2. Die Harlem Renaissance und Hurstons Bedeutung für die Harlen Renaissance... 3
3. Hurstons Verständnis der Black Identity... 5
3.1 “Characteristics of Negro Expression“... 6
3.2 “Spunk“... 6
3.2.1 Inhalt... 6
3.2.2 “Spunk“ in Verbindung zu “Characteristics of Negro Expression“... 7
3.2.3 “Spunk“ in Verbindung zu Alan Lockes “The New Negro“... 8
3.3 “How It Feels To Be Colored Me”... 9
Schluss... 10
Literaturverzeichnis... 11
Einleitung
Zora Neale Hurston lebte von 1891-1960 und war eine der bedeutendsten afroamerikanischen Autoren. Noch heute gelten ihre Werke als einzigartig. Sie beschrieb in ihren Arbeiten die afroamerikanische Kultur, das alltägliche Leben, die Träume, Wünsche und Ängste der Schwarzen in Amerika. Auch Hurston selbst zählt bis heute zu den wichtigsten kulturellen Vertretern ihrer Zeit. Einen besonders hohen Stellenwert genoss sie in der Zeit der Harlem Renaissance, einer Bewegung der 20er Jahre in Amerika, die das kulturelle Leben der Afroamerikaner veränderte. Da Hurston selbst aus den Südstaaten Amerikas stammte, verstand sie es wie kein Zweiter das black life zu beschreiben. Ihre Herkunft wurde Grundlage vieler ihrer Werke färbte ihre Ansicht des Lebens in Amerika.
Hurston war jedoch nicht nur Autorin. Sie entdeckte während ihres Studiums ihr Interesse für Anthropologie und wurde zur ersten afroamerikanischen Folkloresammlerin. Sie wusste, dass sie mit ihrer Arbeit als Autorin auf der einen und der Anthropologie auf der anderen Seite immer ein Risiko einging. Das Risiko, für die Experten nicht wissenschaftlich genug, für das allgemeine Publikum aber zu undurchsichtig zu sein. Dennoch gab sie keine ihrer Leidenschaften während ihres Lebens auf.
Hurston wurde oft als produktivste afroamerikanische Autorin Amerikas beschrieben. Hurstons Lebenswerk beinhaltet vier Romane: “Jonah’s Gourd Vine” (1934), “Their Eyes Were Watching God” (1937), “Moses, Man of the Mountain” (1939) und “Seraph on the Suwanee” (1948); zwei Folkloresammlungen: “Mules and Man” (1935) und “Tell My Horse” (1938); zwei Schauspiele: “Color Struck” (1925) und “Mule Bone: A Comedy of Negro Life in Three Acts” (1931), welches sie zusammen mit dem Lyriker/Poet Langston Hughes schrieb; und eine Autobiographie: “Dust Traks on a Road” (1942). Außerdem schrieb sie zahlreiche Kurzgeschichten und veröffentlichte viele Artikel in verschiedenen Zeitschriften. Die meisten ihrer Kurzgeschichten wurden zwischen 1924 und 1926 veröffentlicht.
Mit dieser Arbeit möchte ich Zora Neale Hurstons besonderen Stellenwert herausarbeiten. Ich werde zunächst in einer biographischen Darstellung ihre allgemeine Bedeutung, danach ihre besondere Bedeutung für die Harlem Renaissance beschreiben. Als drittes und eigentliches Thema meiner Hausarbeit möchte ich Hurstons Verständnis der afroamerikanischen Identität erläutern und dieses an drei Beispielen ihrer Werke deutlich machen.
1. Biographie
Zora Neale Hurston wurde am 07. Januar 1891 in Notasulga, Alabama geboren und wuchs ab ihrem zweiten Lebensjahr in Eatonville, Florida, der ersten amtlich eingetragenen, ausschließlich von Afroamerikanern bewohnten Stadt Amerikas auf (Bryant 9, Hemenway “HR Remembered” 192).
In Hurstons Beschreibungen ihrer Kindheit sprach sie oft von Armut und Entbehrungen, sie führten jedoch eigentlich ein solides Leben der Mittelklasse und konnte das Prestige einer Pfarrerstochter genießen (Bordelon 5). Als ihre Mutter, die großen Wert auf eine gute Ausbildung all ihrer Kinder gelegt hatte und zu der Hurston ein sehr gutes Verhältnis hatte, 1904 starb, entschied sich Hurston bald darauf die Familie zu verlassen. Sie lebte in den nächsten Jahren bei verschiedenen Verwandten und nahm diverse Gelegenheitsjobs an, weshalb sie die Schule nicht mehr regelmäßig besuchen konnte (Bryant 15-17, Hemenway “HR Remembered” 193). Erst im Alter von 27 Jahren konnte sie an der Morgan Academy in Baltimore ihren Abschluss nachholen und begann anschließend ein Studium an der Howard University in Washington D.C. (Dawson 164). Nachdem Hurston bei einem Literaturwettbewerb der Zeitschrift “Oppotunity” den zweiten Platz gewann, ermutigte sie der Herausgeber der Zeitschrift, Charles S. Johnson, nach New York zu kommen. Dort erhielt sie Dank der Hilfe von Fannie Hurst und Annie Nathan Meyer ein Stipendium und konnte ihr Studium am Bernard College der Columbia University fortsetzen (Bordelon 10). Hurston lernte in New York die Kultur Harlems kennen und wurde als Autorin Teil der so genannten Harlem Renaissance (Bryant 23). Sie begann sich, hauptsächlich durch den Einfluss des berühmten Anthropologen Franz Boas, allerdings auch mehr und mehr für Anthropologie zu interessieren und wurde von Boas in diesem Bereich ausgebildet (Bordelon 10). Nachdem sie ihren Abschluss am Bernard College erlangt hatte, ging sie 1928 für insgesamt vier Jahre zurück nach Eatonville um dort afroamerikanische Folklore zu sammeln (Bordelon 10). Sie war die erste Afroamerikanerin, die afroamerikanische Folklore veröffentlichte (Dawson164).
In den darauf folgenden Jahren schrieb Hurston mehrere, sowohl fiktionale als auch wissenschaftliche, auf ihrer Arbeit als Anthropologin basierende, Romane, Essays, Kurzgeschichten und Theaterstücke. Sie arbeitete während der großen Wirtschaftskrise für ein Theaterprojekt der “Works Progress Administration”, einer Institution, die von der Regierung gebildet wurde um Künstlern zu dieser Zeit Arbeit zu geben (Bryant 25- 29, 43-45, 49). Außerdem konnte sie durch ein weiters Forschungsstipendium Reisen in die Karibik unternehmen um dort Voodoo, ein anderes Gebiet an dem sie großes Interesse zeigte, zu erforschen (Bryant 49).
Hurston erhielt einerseits mehrere Auszeichnungen für ihre Arbeiten, wurde andererseits allerdings oft stark kritisiert, daher war es immer schwer für sie, durch den Verkauf von Büchern oder das Veröffentlichen von Aufsätzen genug Geld zum Leben zu verdienen (Bryant 55-56). Aufgrund dessen musste Hurston in den 40er und 50er Jahren erneut einige Gelegenheitsarbeiten annehmen (Dawson 165). Ihre Arbeit als Autorin setzte sie jedoch den Rest ihres Lebens fort (Bryant 54). In 1959 erlitt Hurston einen schweren Schlaganfall. Aufgrund ihrer finanziellen Probleme kam sie in ein Sozialpflegeheim in Fort Pierce, in dem sie am 28. Januar 1960, im Alter von 69 Jahren starb (Dawson 165). Hurston wurde in einem anonymen Grab auf dem Friedhof von Fort Pierce beigesetzt (Bryant 57).
2. Die Harlem Renaissance und Hurstons Bedeutung für die Harlem Renaissance
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