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Mesopotamien vom 5. bis 3. Jahrtausend v. Christus - Determinierten Klima und Topographie die Entwicklung

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2006, 20 Pages
Author: Halit Berisha
Subject: Economics / Business : Economic and Social History

Details

Event: Wachstum, Globalisierung und Ungleichheit in sehr langfristiger Perspektive: „Wirtschaftsgeschichte und Archäologie“
Institution/College: University of Tubingen (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Tags: Mesopotamien, Jahrtausend, Christus, Klima, Topographie, Entwicklung, Wachstum, Globalisierung, Ungleichheit, Perspektive, Archäologie“
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2006
Pages: 20
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 11  Entries
Language: German
Archive No.: V80909
ISBN (E-book): 978-3-638-87429-8

File size: 377 KB

Abstract

Als Mesopotamien, griechisch für Zweistromland, wird das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris bezeichnet. Geographisch erstreckt sich Mesopotamien größtenteils über die Gebiete des heutigen Irak, schließt aber auch Teile Syriens, der Türkei, insbesondere Südostanatoliens, und des Iran mit ein. Mesopotamien wird häufig Wiege der Zivilisation genannt, da sich hier etwa 10 000 v. Chr. der Übergang der Menschheit vom Jäger und Sammler hin zur Ackerbaugesellschaft vollzog und sich später die ersten Städte entwickelten. Was führte jedoch dazu, dass sich diese revolutionäre Entwicklung ausgerechnet in Mesopotamien abspielte? Diese Hausarbeit wird zunächst die historische Entwicklung der Städtebildung in Mesopotamien darlegen, um dann im Anschluss mittels statistischer Analysemethoden zu untersuchen welche Determinanten die Entwicklung früher Städte in Mesopotamien zwischen dem 5.Jt. bis 3.Jt. v. Chr. beeinflussten. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Faktoren Klima und Topographie geschenkt werden.


Excerpt (computer-generated)

Universität Tübingen, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Hauptseminar: „Wachstum, Globalisierung und Ungleichheit in sehr
langfristiger Perspektive: „Wirtschaftsgeschichte und Archäologie“
Sommersemester 2006

Mesopotamien vom 5. bis 3. Jahrtausend v. Christus -
Determinierten Klima und Topographie die Entwicklung

von

Halit Berisha

 


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung... 3

II. Mesopotamien - Wiege der Zivilisation... 4

II.1 Übergang vom Jäger und Sammler zur Ackerbaugesellschaft... 4
II.2 Die Charakteristika früher Städte... 5
II.3 Die Stadt Uruk als Beispiel... 6

III. Mögliche Determinanten der Städteentwicklung... 7

III.1 Die Geografie... 7
III.2 Das Klima... 8
III.3 Euphrat und Tigris - Bewässerungssysteme... 10

IV. Empirisch-statistische Analysen zur Hypothesenüberprüfung... 13

V. Fazit... 18

Literaturverzeichnis... 20


 

I. Einleitung

Als Mesopotamien, griechisch für Zweistromland, wird das Gebiet zwischen den Flüssen Euphrat und Tigris bezeichnet. Geographisch erstreckt sich Mesopotamien größtenteils über die Gebiete des heutigen Irak, schließt aber auch Teile Syriens, der Türkei, insbesondere Südostanatoliens, und des Iran mit ein. Mesopotamien wird häufig Wiege der Zivilisation genannt, da sich hier etwa 10 000 v. Chr. der Übergang der Menschheit vom Jäger und Sammler hin zur Ackerbaugesellschaft vollzog und sich später die ersten Städte entwickelten.1
Was führte jedoch dazu, dass sich diese revolutionäre Entwicklung ausgerechnet in Mesopotamien abspielte? Diese Hausarbeit wird zunächst die historische Entwicklung der Städtebildung in Mesopotamien darlegen, um dann im Anschluss mittels statistischer Analysemethoden zu untersuchen welche Determinanten die Entwicklung früher Städte in Mesopotamien zwischen dem 5.Jt. bis 3.Jt. v. Chr. beeinflussten. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei den Faktoren Klima und Topographie geschenkt werden.

II. Mesopotamien - Wiege der Zivilisation

II.1 Übergang vom Jäger und Sammler zur Ackerbaugesellschaft

Mesopotamien kommt bei der Entwicklung der uns heute bekannten Zivilisationsform eine Schlüsselrolle zu, da hier der Menschheit ca. 10 000 v. Chr. der Übergang vom Jäger und Sammler zur Ackerbaugesellschaft gelang. Bis zu dieser Zeit lebten die Menschen in Regionen in denen das Klima für Pflanzen und Tiere günstig war. Schließlich war das Sammeln von Wurzeln und Pflanzen bzw. das Jagen von Tieren bis dahin die einzige Möglichkeit zu Nahrung zu kommen. Dabei legten die Menschen auch damals schon großen Wert darauf eine Umgebung auszuwählen, die eine möglichst zahlreiche Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren sowie einen relativ leichten Zugang zu Wasser sicherstellte.2
Voraussetzung für die Sesshaftwerdung der Menschen war jedoch eine ganzjährig sichergestellte Versorgung mit Nahrungsmitteln. Dazu war es notwendig Nahrungsvorräte anlegen zu können, die es erlaubten, unabhängig von Dürreperioden oder Erschöpfung des tierischen Nahrungsbestandes, die Versorgung der Menschen mit ausreichend Lebensmitteln zu gewährleisten. Aus diesem Motiv heraus entstand die Domestizierung von Pflanzen und Tieren. Das diese Entwicklung zuerst in Mesopotamien stattfand hatte verschiedene Gründe. Sicher spielte die Tatsache, dass in den bergigen Gebieten Mesopotamiens eine große Anzahl von Siedlungsräumen mit ausreichender Wasserversorgung und artenreicher Tierwelt existierte, eine wichtige Rolle.
Die Domestizierung der Tiere und Pflanzen war jedoch mit zahlreichen Risiken verbunden und verlief deshalb nicht problemlos. Dürreperioden, Missernten und Tierseuchen führten dazu, dass die Menschen, zu Beginn der Übergangsphase vom Jäger und Sammler hin zur Ackerbaugesellschaft, noch nicht bereit waren sich vollständig auf den Ackeranbau und die Viehzucht zu verlassen. Aus diesem Grund existierte lange Zeit eine Mischform aus beiden Systemen, die es den Menschen erlaubte relativ flexibel auf die jeweilige Situation reagieren zu können. Da die ersten Siedlungen jedoch noch recht stark vom Jagen und Sammeln abhängig waren, war es für sie wichtig über weite Gebiete zu verfügen, die ihnen ausreichend Nahrung zur Verfügung stellen konnten. Dies führte dazu, dass die einzelnen Siedlungen relativ weit von einander entfernt waren.
Mit der Zeit wurde jedoch in immer größerem Maße auf die unsichere Nahrungsbeschaffung verzichtet. Stattdessen intensivierten die Menschen die selbständige Produktion von Nahrung und erhöhten somit die Sicherheit einer ausreichenden Versorgung. Da die Siedlungen nun nicht mehr auf die weiten Gebiete angewiesen waren, verringerten sich die Abstände zwischen ihnen. Dieser Vorgang markierte den entscheidenden Schritt zur Entwicklung der Zivilisation.3

II.2 Die Charakteristika früher Städte

[...]


1 Roaf, Mesopotamien, S.18

2 Nissen, Von Mesopotamien zum Irak, S. 18ff

3 Nissen, Von Mesopotamien zum Irak, S.19ff


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