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Ökotourismus, Ziele Grundlagen und Perspektiven

Untertitel: Dargestellt am Taman Negara National Park in Malaysia

Examensarbeit, 2003, 148 Seiten
Autor: Studienrat Niels Preiser
Fach: Geowiss. / Geographie - Regionalgeographie

Details

Kategorie: Examensarbeit
Jahr: 2003
Seiten: 148
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 94  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V80949
ISBN (E-Book): 978-3-638-01759-6

Dateigröße: 19427 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die folgende Arbeit befasst sich mit den verschiedensten Definitionen des Ökotourismus und formuliert eine allgemeine Ökotourismusdefinition. Danach wird die Problematik des weltweiten Flugverkehrs erörtert und auf die Entwicklung des Naturschutzes in den Industrie- und Entwicklungsländern eingegangen. Hieran schließt sich eine Betrachtung über die Entwicklungstendenzen des weltweiten Tourismus an. Nachfolgend wird das Angebot und die Nachfrage von Ökotourismusreisen beleuchtet und die Auswirkungen von Ökotourismus in den Zielländern beschrieben. Anschließend wird anhand eines Kriterienkataloges am Beispiel des Taman Negara National Parks untersucht, ob dort die Ziele des Ökotourismus verwirklicht sind. Abschließend wird ein Ausblick über eine mögliche Zukunft von Ökotourismus gegeben.


Textauszug (computergeneriert)

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich Geowissenschaften
Geographisches Institut

Staatsexamensarbeit

Ökotourismus -

Ziele, Grundlagen und Perspektiven
dargestellt am Beispiel des Taman Negara National Park

Vorgelegt von:

Niels Preiser

 

Inhaltsverzeichnis

I.) Einleitung  ...  5

II.) Die Geschichte der Touristischen Reise  ...  7

1.) Der Tourismus seit der Antike  ...  7
2.) Tourismus im Zeitalter der Industrialisierung   ...  13

III. Ökotourismus Entstehung und Differenzierung des Begriffs   ...  16

1.)Begriffsbestimmung und Definitionen:   ...  17
1.1) Tourismus   ...  17
1.2) Sanfter Tourismus  ...  17
1.3) Sustainable Tourism  ...  20
1.4) Ökotourismus  ...  24
1.5) Naturtourismus und Abenteuertourismus   ...  30
1.6) Schlussfolgerung  ...  34

IV.) Entwicklung und Probleme des Flugverkehrs   ...  36

1.) Die Entwicklung des Flugverkehrs  ...  36
2.) Die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs   ...  39
3.) Der Primärenenergieverbrauch einer Urlaubsreise  ...  43
4.) Eine Umweltabgabe zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs  ...  45
5.) Mit dem Flugzeug zur Ökotourismus-Reise  ...  47

V.) Naturschutz und seine Entwicklung in den Industrie- und Entwicklungsländern   ...  48

1.) Der Naturschutz in den Industrieländern   ...  48
2.) Der Naturschutz in den Entwicklungsländern   ...  53
3.) Die Naturschutzpolitik in Entwicklungsländern  ...  54
4.) Biodiversität  ...  59
5.) Gefährdung des Artenreichtums auf der Welt durch Umweltbelastung und Umweltzerstörung   ...  61
6.) Schutzmaßnahmen in der Asien – Pazifik Region  ...  63
7.) Eine Definition von Naturschutz und die verschiedenen Schutzgebietskategorien  ...  65

VI.) Die Entwicklung des Tourismus   ...  67

VII.) Tourismus in den Schwellenländern und den Entwicklungsländern   ...  71

VIII.) Die Nachfrage des Ökotourismus und sein Angebot   ...  74

1.) Die Nachfrage nach Ökotourismus  ...  74
2.) Das Angebot von Ökotourismus  ...  81
3.) Die Ökonomie von Ökotourismusreisen  ...  

IX.) Die Auswirkungen von Ökotourismus   ...  88

1.) Ökologische Auswirkung  ...  88
2.) Die sozio-kulturellen Auswirkungen   ...  89
3.) Wirtschaftliche Auswirkungen in den Zielgebieten   ...  90

X. Kriterien die für den Ökotourismus Voraussetzung sind.   ...  

1.) Oberkriterium  ...  92
2.) Schutzgebietskriterien  ...  92
3.) Ökologische Kriterien  ...  92
4.) Ökonomische Kriterien  ...  92
5.) Soziale Kriterien   ...  93
6.) Die Ökotourismuspyramide   ...  93

XI.) Rahmenbedingungen von Malaysia  ...  94

1.) Landes- und Staatsstruktur  ...  94
2.) Bevölkerung und Wirtschaft   ...  97
3.) Schutzgebiets- und Waldflächenentwicklung  ...  100
4.) Flora und Fauna   ...  100

XII.) Der Taman Negara Nationalpark   ...  101

1.) Die Entwicklung und die Lage des Nationalparks  ...  101
2.) Die Flora und die Fauna  ...  104
3.) Die Erreichbarkeit  ...  108
4.) Die Besucherzahl und die Besucherstruktur   ...  112
5.) Das Taman Negara Resort (TNR)   ...  114

XIII.) Die Ökotourismuskriterien, überprüft am Taman Negara   ...  121

1.) Die Schutzgebietskriterien   ...  121
2.) Ökologische Kriterien  ...  127
3.) Ökonomische Kriterien  ...  131
4.) Soziale Kriterien   ...  132
5.) Bewertung   ...  134

XIV.) Ausblick ...  137

Literaturverzeichnis ...  140
Internetquellen ...  146
Bildnachweis  ...  147

 

 

I.) Einleitung:

Seit der Rio- Konferenz 1992 ist Naturschutz als allgemeines weltweites Anliegen anerkannt. Doch trotz aller Bemühungen schreitet die Zerstörung der Natur fort. Insbesondere die durch ihre Biodiversität so wichtigen Tropenwälder fallen dem menschlichen Raubbau, durch Rodungen, zum Opfer. Hinzu kommt, dass von der Wirtschaft die Natur als Gut ohne Marktpreis angesehen wird, d.h. aus rein marktwirtschaftlicher Sicht besteht kein Grund sich naturverträglich und ressourcenschonend zu verhalten.

Der Naturschutz in den Entwicklungsländern ist wegen der fehlenden finanziellen Mittel nur punktuell vorhanden. Mit den nationalen Naturschutzprogrammen lassen sich zwar Schutzgebiete ausweisen, aber die naturzerstörenden Entwicklungen nicht aufhalten. 

Durch die internationale Förderung der nachhaltigen Nutzungen von Naturgütern versucht man Biodiversität und Naturlandschaften ökonomisch in Wert zu setzen. Damit ist die Nutzung unter langfristigen, verträglichen und tragfähigen Konzepten gemeint, die in Bezug auf Natur und Umwelt, auf Gesellschaft und Kultur sowie auf die wirtschaftliche Entwicklung wirken.

Dies verweist auf den Tourismus, denn dieser wird als Möglichkeit einer nachhaltigen Naturnutzung angesehen. Außerdem ist er einer der dynamischsten und umsatzstärksten Wirtschaftsbereiche der Welt.

Aber der Tourismus wird auch mit der Zerstörung von Natur und Umwelt in Verbindung gebracht, denn durch fehlende Planung und durch kurzfristige Gewinnaussichten wurde die Umwelt oft außer acht gelassen. Doch eine weltweite Kritik und das Interesse der Touristen an einer intakten Natur hat auch in der Tourismusindustrie zu einem Umdenken geführt. Man hat erkannt, dass durch eine Zerstörung der Natur auch die Grundlage für den Tourismus zerstört wird.

Das Konzept des Ökotourismus ist aus diesen Entwicklungen im Naturschutz hervorgegangen und hat sich als Grundgedanke auf den Tourismus übertragen.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2002 zum „Internationalen Jahr des Ökotourismus und der Berge“ ausgerufen. Weltweit sind alle Staaten dazu eingeladen, sich über Diskussionsbeiträge und Maßnahmen in Theorie und Praxis mit ökologischem Tourismus auseinander zu setzen. Ein löblicher Ansatz sagen die Befürworter, die sich davon ein stärkeres Problembewusstsein in der Tourismuswirtschaft und die Einsicht für ökologisch notwendiges Handeln versprechen. Der falsche Ansatz sagen die anderen die befürchten, dass das „Internationale Jahr des Ökotourismus und der Berge“ eher dazu dienen wird Werbung für den Ökotourismus zu machen, ohne die entsprechenden Inhalte zu fördern bzw. zu überprüfen. Am meisten wird die Tatsache kritisiert, dass der Ökotourismus nur vage definiert ist und es keine allgemein gültige Definition gibt.

Die folgende Arbeit befasst sich mit den verschiedensten Definitionen des Ökotourismus und formuliert eine allgemeine Ökotourismusdefinition. Danach wird die Problematik des weltweiten Flugverkehrs erörtert und auf die Entwicklung des Naturschutzes in den Industrie- und Entwicklungsländern eingegangen. Hieran schließt sich eine Betrachtung über die Entwicklungstendenzen des weltweiten Tourismus an. Nachfolgend wird das Angebot und die Nachfrage von Ökotourismusreisen beleuchtet und die Auswirkungen von Ökotourismus in den Zielländern beschrieben. Anschließend wird anhand eines Kriterienkataloges am Beispiel des Taman Negara National Parks untersucht, ob dort die Ziele des Ökotourismus verwirklicht sind. Abschließend wird ein Ausblick über eine mögliche Zukunft von Ökotourismus gegeben.

II.) Die Geschichte der Touristischen Reise

1.) Der Tourismus seit der Antike

Reisen liegt in der Natur des Menschen. Es waren Kaufleute, Pilger, Gelehrte, Künstler, Kuriere, Eroberer, Soldaten und Abenteurer, die seit jeher in die Ferne zogen. Unterschiedlichste Motive können hierfür angeführt werden: Profitstreben, Glaubenseifer, Forscherdrang und Abenteuerlust. Ein uns heute näherliegendes Motiv stellt die Bildungsreise dar, die in der letzten Zeit wieder eine Renaissance erlebt. Das Ziel war und ist hierbei vorwiegend die persönliche Begegnung mit der Natur, mit den Menschen und ihrer Kultur, die Erweiterung der eigenen Erkenntnis und Erfahrung. Wahrscheinlich hat sich die Bildungsreise aus der Wallfahrt entwickelt. Bereits im alten Ägypten unternahmen Menschen Pilgerreisen zu ihren Heiligtümern, auch um die damit verbundenen monumentalen Gebäude zu besichtigen. 1

Die ersten naturverbundenen Touristen finden wir in der altgriechischen Gesellschaft vor vielen Hunderten von Jahren. Dies ist z.B. Herodot, der bei seinen ausgedehnten Reisen u.a. das Schwarze Meer, das Ägäische Meer, Ägypten und Italien besuchte. Aus seinem Werk geht hervor, dass er sich auch für die Geographie und die Natur und nicht nur für die Geschichte interessierte. Auch andere Philosophen, insbesondere Aristoteles, reisten und führten dabei Naturstudien durch. Die Griechen reisten nach Olympia, zu den Schlachtfeldern von Marathon und den Thermophylen. Zudem wurde das Orakel von Delphi häufig besucht, eine frühe Einrichtung der Zukunftsforschung, sozusagen ein antikes Trendbüro. Die Römer reisten hauptsächlich, um die Kultur und die Kunst der Griechen kennen zu lernen. Delphi, Athen, Korinth, Argos, Epidauros, Sparta und Olympia waren die bevorzugten Ziele dieses antiken Städtetourismus. Die Griechen wiederum reisten nach Rom, in die Stadt, die zu jener Zeit als Weltzentrum der Kunst galt. Neben Ägypthen war auch Palästina ein „Inziel“ antiker Reiselust. Insbesondere der Wallfahrttourismus zu bedeutenden religiösen Stätten nahm immer mehr zu und erreichte in der Spätantike seinen Höhepunkt. Es kam zu einem Aufbau einer touristischen Infrastruktur mit Läden und Herbergen. Auch Fremdenführer, so genannte „Erklärer“, boten an den Sehenswürdigkeiten ihre Dienste an.

[....]


1 Vgl.Krempien 2000 Seite 16ff..


Kommentare

Karsten Lome
17.05.2008 14:27:56
Danke
Vielen Dank für diese ganz persönliche Arbeit ... hat mir bei meiner Doktorarbeit sehr weitergeholfen...
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