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Scholary Paper (Seminar), 2007, 17 Pages
Author: Daliborka Horvat
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Tags: Amokläufe, Schulen, Universitäten, Welche, Sozialpolitik
Year: 2007
Pages: 17
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 26 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-83405-6
ISBN (Book): 978-3-638-83409-4
File size: 125 KB
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Abstract
Auch in Deutschland wird die Bevölkerung mit Informationen über Amokläufe bedient, sodass sie sich entsetzt stets erneut zu fragen beginnt, was eigentlich den Täter dazu treibt eine solch schreckliche Tat zu begehen und ob der Amoklauf nicht hätte verhindert werden können. Forderungen an die Politik werden laut. Die Politiker haben schließlich dafür zu sorgen, dass die Staatssicherheit gewährleistet bleibt. Diese Stimmung in der Gesellschaft und den Medien führt dazu, dass Politiker in Zugzwang geraten. Sie spüren die Erwartungen, die an sie gerichtet sind und versuchen verschiedene Problemlösungen anzubieten, damit Amokläufe sich nicht wiederholen. Demnach gehören so genannte Killerspiele verboten, ebenso müsse die herrschende Gewalt an Schulen und die Verrohung der Kinder und Jugendlichen angegangen und der Zugang zu Waffen noch mehr erschwert werden. Aber kann man damit Amokläufe wirklich verhindern? Geht es bei Amokläufen nicht vielmehr primär um ganz andere Dinge wie Anerkennung, Selbstinszenierung und Teilhabe an der Gesellschaft? Auf diese Fragen möchte ich mit dieser Arbeit Antworten geben. Das Thema Gewalt an Schulen, und Amokläufe sind eine extreme Form davon, ist eine berufliche Herausforderung für Schulsozialarbeiter. Vor brutalen Ausbrüchen von Aggressionen und Gewalttaten, wie sie in Deutschland in Bad Reichenhall, Meißen, Freising und schließlich Erfurt geschehen sind, kann man die Augen nicht länger verschließen. Aus diesem Grund hat dieses Thema eine hohe Relevanz für die Sozialarbeit. In dieser Arbeit möchte ich näher beleuchten, welche Positionen die einzelnen Parteien zu diesem Thema einnehmen. Mich interessiert, ob Gewalt an Schulen wirklich in dem hohen Maße stattfindet, wie uns die Medien weis machen. Ebenso, welche Lösungsvorschläge die Politiker vorbringen und was letztendlich effektiv, notwendig und sinnvoller wäre - um die Anzahl der Amokläufe in Zukunft zu minimieren.
Excerpt (computer-generated)
Berufsakademie Stuttgart
Staatliche Studienakademie
- Studienbereich Sozialwesen -
S e m i n a r a r b e i t im Fach S o z i a l a r b e i t u n d P o l i t i k
Thema: Amokläufe an Schulen und Universitäten- Welche Sozialpolitik kann sie verhindern?
von Daliborka Horvat
Studienjahrgang: 2004/D
Ludwigsburg, den 06.06.2007
I n h a l t s v e r z e i c h n i s
1 Einleitung 3
2 Der Amoklauf im Überblick 4
2.1 Chronologischer Überblick 4
2.2 Motivation und Ursache für die Tat 5
2.3 Amok als Kampf um Gerechtigkeit 6
2.4 Tatort Schule/Universität 7
3 Amoklauf und Politik 9
3.1 Öffentliche Sicherheit 9
3.2 Waffengesetz 9
3.3 Killerspiele 10
3.4 Standpunkte einzelner Parteien 11
4 Schlussgedanken 14
5 Literaturverzeichnis 16
1 Einleitung
Aktuelle Geschehnisse erwecken den Anschein, dass Amoktaten stetig zunehmen. Am 16. April 2007 war es dann wieder so weit. In den Vereinigten Staaten von Amerika stürmte ein Student seine Universität, mit dem Ziel ein Massaker anzurichten, was zu einem Ergebnis führte, dass insgesamt 32 Menschen mit ihm in den Tod gerissen wurden. Danach passierte das, was immer nach sensationellen Ereignissen passiert: Die Medien erlangen Kenntnis davon, die Amoktat wird zur Topstory, welche sich gut vermarkten lässt. Ab sofort dominiert das Thema die Berichterstattung. Die Medienlandschaft und die Öffentlichkeit widmet dem Phänomen Amoklauf für eine gewisse Zeit ihre volle Aufmerksamkeit.
Auch in Deutschland wird die Bevölkerung mit Informationen über das Ereignis bedient, so dass sie sich entsetzt erneut zu fragen beginnt, was eigentlich den Täter dazu treibt eine solch schreckliche Tat zu begehen und ob dies nicht hätte verhindert werden können. Forderungen an die Politik werden laut. Die Politiker hätten schließlich dafür zu sorgen, dass die Staatssicherheit gewährleistet bleibt. Diese Stimmung in der Gesellschaft und den Medien führt dazu, dass Politiker in Zugzwang geraten. Sie spüren die Erwartungen, die an sie gerichtet sind und versuchen verschiedene Problemlösungen anzubieten, damit Amokläufe sich nicht mehr wiederholen. So genannte Killerspiele gehören verboten, ebenso müsse die herrschende Gewalt an Schulen und die Verrohung der Kinder und Jugendlichen angegangen und der Zugang zu Waffen noch mehr erschwert werden.
Aber können damit Amokläufe wirklich verhindert werden? Oder geht es bei Amokläufen primär um ganz andere Dinge wie Anerkennung, Selbstinszenierung und Teilhabe an der Gesellschaft? Auf diese Fragen möchte ich mit dieser Arbeit Antworten geben. Das Thema Gewalt an Schulen, und Amokläufe sind eine extreme Form davon, ist eine berufliche Herausforderung für Schulsozialarbeiter. Vor brutalen Ausbrüchen von Aggressionen und Gewalttaten, wie sie in Deutschland in Bad Reichenhall, Meißen, Freising und schließlich Erfurt geschehen sind kann man die Augen nicht länger verschließen.1 Aus diesem Grund hat dieses Thema eine hohe Relevanz für die Sozialarbeit. In dieser Arbeit möchte ich näher beleuchten, welche Positionen die einzelnen Parteien zu diesem Thema einnehmen. Mich interessiert, ob Gewalt an Schulen wirklich in dem hohen Maße stattfindet, wie uns die Medien weis machen. Ebenso, welche Lösungsvorschläge die Politiker vorbringen und was letztendlich effektiv, notwendig und sinnvoller wäre - um die Anzahl der Amokläufe in Zukunft zu minimieren.
2 Der Amoklauf im Überblick
2.1 Chronologischer Überblick
Unter Amok versteht man eine „willkürliche, anscheinend nicht provozierte Episode mörderischen oder erheblich destruktiven Verhaltens (...). Die meisten Ereignisse treten ohne Vorwarnung auf, einigen geht ein Zeitraum intensiver Angst oder Feindseligkeit voraus“.2 Amoktaten sind kein neues Phänomen, denn sie ereigneten sich immer wieder an Universitäten und Schulen, wie folgender Blick auf die Vergangenheit beweist:
• Im August des Jahres 1966 tötet ein Mann in Texas, USA, an einer Universität 15 Personen, 31 weitere wurden verletzt.
• Im Dezember 1989 tötet ein Mann in Montreal, Kanada, an einer Schule 14 Personen, weitere 12 wurden verletzt.
• Im März 1996 tötet ein Mann an einer Grundschule in Schottland insgesamt 16 Personen.
• Im März 1997 tötet ein Mann an zwei Schulen im Jemen 8 Personen.3
• Im März 1998 töten zwei Schüler an einer Schule in Arkansas, USA, 5 Personen, weitere 10 wurden verletzt.
• Im April 1999 töten zwei Schüler in Colorado, USA, 13 Personen, weitere 23 wurden verletzt.
• Im Februar 2000 tötet ein Schüler in Michigan, USA, eine Mitschülerin.4
• Im Juni 2001 tötet ein Mann an einer Grundschule in Osaka, Japan, 8 Personen.
• Im April 2002 tötet ein Schüler an einem Gymnasium in Erfurt, Deutschland, 16 Personen.
• Im März 2005 tötet ein Schüler an einer Schule in Minnesota, USA, insgesamt 7 Personen.5
• Im November 2005 tötet ein Schüler an einer Schule in Tennessee, USA, 1 Person, weitere 2 Personen wurden verletzt.6
• Am 13. September 2006 tötet ein Mann in einer Schule in Montreal, Kanada, 1 Person, weitere 19 wurden verletzt.
[...]
1 Vgl. Rhue 2006, S. 7.
2Weilbach 2004, S. 15.
3Vgl.ihttp://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E89385B61FA78474986406814C5E54CFF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
4Vgl. Stuttgarter Zeitung 2007, S. 18.
5Vgl.ihttp://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~E89385B61FA78474986406814C5E54CFF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
6Vgl. Stuttgarter Zeitung 2007, S. 18.
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