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Malen mit Licht - Kooperation und Konkurrenz zwischen Fotografie und Malerei in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2002, 37 Pages
Author: Thomas Scheufler
Subject: Art - Photography / Film

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2002
Pages: 37
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V8126
ISBN (E-book): 978-3-638-15191-7

File size: 5550 KB

Abstract

„Dienerin der Künste und der Wissenschaften“ – so wurde die Fotografie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesehen und so sah sie sich wohl auch selbst. Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, inwieweit und in welcher Form es dabei zu Wechselwirkungen zwischen Fotografie und Malerei kam. Die Annäherung erfolgt aus zwei Richtungen. Aus malerischer Sicht im Kapitel „Fotografische Malerei“ am Beispiel von David Octavius Hill und Franz von Stuck und aus fotografischer Sicht im Kapitel „Malerische Fotografie“ am Beispiel von Hermann Krone.


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Dresden
Institut für Kunst- und Musikwissenschaft
FB Kunstgeschichte

Seminar Fotografiegeschichte
WS 2001/02

Malen mit Licht
Kooperation und Konkurrenz zwischen Fotografie und Malerei
in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

Verfasser:
Thomas Scheufler
HF: Romanistik 9.FS
1.NF: Kommunikationswissenschaft 9.FS
2.NF: Kunstgeschichte 9.FS

 

Inhalt

Inhalt ... 2
Einleitung  ... 3
„Fotografische Malerei" ...  4
Der Maler und der Fotograf - David Octavius Hill und Robert Adamson  ... 4
Der Maler als Fotograf – Franz von Stuck  ... 8
„Malerische Fotografie" ...  15
Der Fotograf als „Maler“ – Hermann Krone  ... 15
Zusammenfassung ... 31
Literatur ... 34
Anhang  ... 36

 

Einleitung

Als Geburtstag der Fotografie gilt heute allgemein der 19. August 1839, der Tag, an dem ein von Louis-Jacques Mandé Daguerre (1787-1851) patentiertes fototechnisches Verfahren durch das Institut de France in Paris der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die sogenannte Daguerrotypie war ein Postivverfahren, bei dem auf lichtempfindlich gemachten Kupferplatten (beschichtet mit Silber bzw. Silberjodid) fotografische Unikate im Spiegelbild entstanden. Das Patent war vom französischen Staat aufgekauft worden um mit großer Geste in den Dienst der ganzen Menschheit gestellt zu werden: „Frankreich schenkt der Welt eine Erfindung, die den Fortschritt in Kunst und Wissenschaft fördern wird.“ 1 Die Daguerrotypie überzeugte gegenüber den mit ihr konkurrierenden, aber noch nicht ausgereiften Verfahren von William Henry Fox Talbot (Negativ/Positiv-Verfahren auf Salzpapier mit der Möglichkeit der Reproduktion, der späteren Kalotypie) und Hippolyte Bayard (Papierpositive ohne Entwicklung) durch ihre bestechende Schärfe, Brillianz und Detailtreue. Nachteilig waren allerdings das Gewicht der Aufnahmeapparatur und der Preis der Abbildungen sowie die Unmöglichkeit der Vervielfältigung. Das Fotografieren war in den Anfangsjahren sehr kompliziert und setzte umfangreiches physikalisch-chemisches Fachwissen voraus. Die Fotografen der ersten Stunde waren also in erster Linie Techniker und „Tüftler“, die das Aufnahmeverfahren mit jeder neuen Aufnahme zu perfektionieren suchten. Die Verbesserung der Abbildungsqualität blieb nicht ohne Folgen für das Verhältnis von Fotografie und Malerei. Wurde die Fotografie von Malern wie Paul Delaroche abgelehnt, der mit ihrer Verbreitung sogar das Ende der Kunst prophezeite, entdeckten und nutzten sie andere sehr früh als praktisches Hilfsmittel für ihre Kunst. „Dienerin der Künste und der Wissenschaften“ – so wurde die Fotografie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gesehen und so sah sie sich wohl auch selbst. Ziel dieser Arbeit ist es zu zeigen, inwieweit und in welcher Form es dabei zu Wechselwirkungen zwischen Fotografie und Malerei kam. Die Annäherung erfolgt aus zwei Richtungen. Aus malerischer Sicht im Kapitel „Fotografische Malerei“ am Beispiel von David Octavius Hill und Franz von Stuck und aus fotografischer Sicht im Kapitel „Malerische Fotografie“ am Beispiel von Hermann Krone.

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