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Grundlagen des Bauzeichnens

Hausarbeit, 2005, 20 Seiten
Autor: Thomas Braun
Fach: Technik

Details

Veranstaltung: Grundlagen der technischen Kommunikation
Institution/Hochschule: Universität Erfurt
Tags: Grundlagen, Bauzeichnens, Grundlagen, Kommunikation
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2005
Seiten: 20
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 12  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V81342
ISBN (E-Book): 978-3-638-83341-7

Dateigröße: 587 KB

Zusammenfassung / Abstract

Was ermöglicht es, dass Bauten, wie das Empire State Building in New York, der Schwerkraft trotzen? Wie ist es möglich, dass unsere Häuser, Brücken und Straßen trotz ständiger Belastung viele Jahre halten und oftmals sogar älter werden als wir Menschen selbst? Ohne korrekte Planung, genaue Berechnung der Statik und einheitliche, für alle Fachleute verständliche Darstellung des Bauplans würde all dies nicht funktionieren. Die Anfänge technischer Zeichnungen und speziell des Bauzeichnens gehen zurück bis zu Ur- und Stammesgesellschaften. So entstanden schon um 1400 v. Chr. beeindruckende Bauten, wie der Ägyptische Säulentempel des Amun-Re, oder der mit zahlreichen Räumen ausgestattete Palast des Königs Minos in Knossos in der Nähe der heutigen Stadt Iraklion auf Kreta (ca. 1500 v. Chr.). Diese ständige und schnelle Entwicklung lässt erkennen, dass das heutige Bauwesen weit fortgeschritten ist, wenn man bedenkt, dass es keine Utopie mehr ist, Häuser zu bauen, die über 450 Meter hoch sind, wie das zur Zeit höchste Gebäude der Welt in Kuala Lumpure namens Petronas Towers. Die folgende Arbeit soll einen Überblick darüber geben wie moderne Bauzeichnungen gestaltet werden und welche Arbeitsmaterialien dabei zum Einsatz kommen. Nach einer kurzen Definition werden Arten des Bauzeichnens, wichtige Zeichnungsnormen und Zeichengeräte vorgestellt. Ferner werden Zeichenblättern, Linien, Beschriftungen, Maßstäbe und Bemaßungen beschrieben.


Textauszug (computergeneriert)

Universität Erfurt
Technische Wissenschaften und Betriebliche Entwicklung
(Technische Innovation und Kommunikation)
Sommersemester 2005
Seminar: Grundlagen der technischen Kommunikation
(Berufsfeld)

Grundlagen des Bauzeichnens

von 

Braun, Thomas

Hauptstudienrichtung: Wirtschaftswissenschaften (2. Semester)
Ergänzungsbereich: Sozialwissenschaften (2. Semester)
Nebenstudienrichtung: Kommunikationswissenschaft (2. Semester)
eingereicht am 2005-07-07

 

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung  3

2 Was versteht man unter Bauzeichnungen?  

3 Bauzeichnungsarten  

4 Zeichnungsnormen  5
4.1 Aufgabe und Sinn der Normung  5
4.2 Wichtige Zeichnungsnormen  5

5 Zeichengeräte und deren Verwendung  6

6 Zeichenblätter  8
6.1 Zeichenpapier  8
6.2 Formate  8
6.3 Falten  9
6.4 Schriftfeld  

7 Linienarten und Linienbreiten  9

8 Beschriftung  10

9 Maßstäbe  11

10 Bemaßen  11

11 Schlussbemerkung  13

12 Literaturverzeichnis  

13 Anlagenverzeichnis  16

 

 

1 Einleitung

Was ermöglicht es, dass Bauten, wie das Empire State Building in New York, der Schwerkraft trotzen? Wie ist es möglich, dass unsere Häuser, Brücken und Straßen trotz ständiger Belastung viele Jahre halten und oftmals sogar älter werden als wir Menschen selbst? Ohne korrekte Planung, genaue Berechnung der Statik1 und einheitliche, für alle Fachleute verständliche Darstellung des Bauplans würde all dies nicht funktionieren. Die Anfänge technischer Zeichnungen und speziell des Bauzeichnens gehen zurück bis zu Ur- und Stammesgesellschaften. So entstanden schon um 1400 v. Chr. beeindruckende Bauten, wie der Ägyptische Säulentempel des Amun-Re, oder der mit zahlreichen Räumen ausgestattete Palast des Königs Minos in Knossos in der Nähe der heutigen Stadt Iraklion auf Kreta (ca. 1500 v. Chr.).2 Diese ständige und schnelle Entwicklung lässt erkennen, dass das heutige Bauwesen weit fortgeschritten ist, wenn man bedenkt, dass es keine Utopie mehr ist, Häuser zu bauen, die über 450 Meter hoch sind, wie das zur Zeit höchste Gebäude der Welt in Kuala Lumpure namens Petronas Towers.3 

Die folgende Arbeit soll einen Überblick darüber geben wie moderne Bauzeichnungen gestaltet werden und welche Arbeitsmaterialien dabei zum Einsatz kommen. Nach einer kurzen Definition werden Arten des Bauzeichnens, wichtige Zeichnungsnormen und Zeichengeräte vorgestellt. Ferner werden Zeichenblättern, Linien, Beschriftungen, Maßstäbe und Bemaßungen beschrieben.

2 Was versteht man unter Bauzeichnungen? 

„Bauzeichnungen sind technische Zeichnungen von Bauwerken oder Bauteilen, wobei die zeichnerischen Darstellungen und Angaben nach einheitlichen Regeln bzw. nach DIN-Normen erfolgen. Sie enthalten die für die Beschreibung und Herstellung wichtigen Angaben und müssen sachlich, eindeutig und verständlich sein“.4

3 Bauzeichnungsarten 

Zeichnungsarten sind in der DIN5 1356 definiert, worauf im nächsten Abschnitt eingegangen wird, und werden nach dem Zweck und der Darstellungsart eingeteilt. Zweckgebunden unterscheidet man Vorentwurfs-, Entwurfs-, Bauvorlage-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Baubestandszeichnungen. In der Vorentwurfszeichnung ist das Entwurfskonzept für eine baulich geplante Anlage dargestellt. Ist dieses Entwurfskonzept durchgearbeitet, spricht man von der Entwurfszeichnung. Die Bauvorlagezeichnung ist durch alle Angaben ergänzt, „die gemäß nach den jeweiligen Bauvorlagenordnungen der Länder oder nach den Vorschriften für andere öffentlich-rechtliche Verfahren gefordert werden“.6 Nachdem die Bauvorlagezeichnung unterzeichnet worden ist, wird die Ausführungszeichnung erstellt. Hier werden, alle für die Ausführung notwendigen Angaben eingebracht. Die Abrechnungszeichnung ist die Bauzeichnung, in der baulich ausgeführte Leistungen für die bestimmten Gewerbe dargestellt sind. Sie dient, wie der Name schon sagt, der Abrechnung. In der Baubestandszeichnung werden schon vorhandene Objekte deutlich gemacht.

Bei der Tragwerksplanung7 und im Massivbau werden die Zeichnungen wie folgt unterteilt: Positionsplan, Schalplan, Rohbauzeichnung, Bewehrungszeichnung, Fertigteilzeichnung und Verlegezeichnung. Im Positionsplan sind die einzelnen Positionen mit der statischen Berechnung des Tragwerks angegeben. Bei dem Schalplan handelt es sich um eine Bauzeichnung des Beton-, Stahlbeton- und Spannbetonbau, in dem die einzuschalenden8 Bauteile dargestellt sind. Wird dieser mit allen für die Ausführung des Tragwerks erforderlichen Angaben ergänzt, spricht man von der Rohbauzeichnung. Die Bewehrungszeichnung ist im Stahlbeton- und Spannbetonbau die Tragwerksausführungszeichnung zur Herstellung der Bewehrung.9 Für die Herstellung von Fertigteilen aus Stahlbeton, Spannbeton oder Mauerwerk nennt man diese Fertigteilzeichnung. Die Tragwerksausführungszeichnung für den Zusammenbau von Fertigteilen heißt Verlegezeichung.10

[....]


1 Lehre von den Kräften im Gleichgewicht.

2 Vgl. Sellenriek (1987, S. 35ff.).

3 Vgl. Microsoft Encarta Enzyklopädie 2003, Artikel: Petronas Towers.

4 Batran et. al. (1997, S. 316).

5 Abk. für Deutsche Industrie-Norm(en).

6 Batran et. al. (1997, S. 316).

7 Das Tragwerk hat die Aufgabe, alle auf ein Bauwerk einwirkenden Lasten aufzunehmen, sicher zu übertragen und auf das Fundament abzuleiten.

8 Mit Baustoffen zu verkleidende Teile.

9 Stabilisierungsmaßnahme, welche die Zug- und Schubkraft von z.B. Stahlbetonsäulen übernimmt.

10 Vgl. Lipsmeier (1998, S. 5-2).


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