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Die Strukturen der deutschen Wortbildung und deren Veranschaulichung in einem elektronischen Wörterbuch

Thesis (M.A.), 2007, 108 Pages
Author: Steffen Kuegler
Subject: German Studies - Linguistics

Details

Category: Thesis (M.A.)
Year: 2007
Pages: 108
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 47  Entries
Language: German
Archive No.: V81392
ISBN (E-book): 978-3-638-85827-4
ISBN (Book): 978-3-638-85437-5
File size: 1264 KB

Abstract

Ein zentrales Thema der germanistischen Sprachwissenschaft ist die deutsche Wortbildung, das Teilgebiet der Lexikologie, welche sich mit den Regeln der Neubildung von Wörtern auseinandersetzt. Zum Verständnis dieser Thematik ist es nötig, dass die Terminologie und die Strukturen der deutschen Wortbildung auch innerhalb von Wörterbüchern erläutert und veranschaulicht werden. In den letzten Jahren wurden Wörterbücher jedoch einer rasanten Weiterentwicklung unterzogen. Das traditionelle gedruckte Nachschlagewerk weicht dabei immer mehr einem elektronischen Pendant, das den Benutzern vor allem innovative Recherchefunktionen bietet. Innerhalb des elektronischen Mediums mehren sich darüber hinaus vor allem in Spezialwörterbüchern zusätzliche Möglichkeiten, bestimmte Sachverhalte effektiv zu präsentieren und das Verständnis dadurch zu fördern. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit den Möglichkeiten der Veranschaulichung der Strukturen der deutschen Wortbildung in einem fachlichen Lern- und Konsultationswörterbuch wie Lexikologie.de, welches sich maßgeblich an Studierende richtet. Zu diesem Zweck werden im Verlauf dieser Arbeit Wege, Technologien und Strategien vorgestellt, die das Erlernen verschiedener Zusammenhänge der deutschen Wortbildung erleichtern und fördern sollen.


Excerpt (computer-generated)

Friedrich-Schiller-Universität Jena
Philosophische Fakultät
Institut für Germanistische Sprachwissenschaft

Die Strukturen der deutschen Wortbildung und deren Veranschaulichung in einem
elektronischen Wörterbuch

Magisterarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades
MAGISTER ARTIUM (M.A.)

vorgelegt von Steffen Kügler

 

 

Inhaltsverzeichnis ... I

Abbildungsverzeichnis ... IV

Beispielverzeichnis ... VI

Abkürzungsverzeichnis ... VII

1 Einleitung ... 1

1.1 Gegenstand und Zielsetzung ... 1

1.2 Aufbau ... 1

2 Wortbildung ... 3

3 Strukturen der deutschen Wortbildung ... 7

3.1 Grundlagen ... 7
3.1.1 Anforderungen ... 7
3.1.2 Wortbildungsinventar: Morpheme ... 8
3.1.2.1 Funktion und Bedeutung von Morphemen ... 8
3.1.2.2 Grad der Selbstständigkeit ... 10
3.1.2.3 Stellung ... 10
3.1.2.4 Reproduzierbarkeit ... 11
3.1.3 Syntax von Wortbildungskonstruktionen ... 11
3.1.3.1 Morphemschreibung ... 13
3.1.3.2 Kategorienschreibung ... 14
3.1.3.3 Klammerschreibung ... 14
3.1.3.4 Morphologischer Head ... 15
3.1.4 Semantische Beschreibung von Wortbildungskonstruktionen ... 15
3.1.4.1 Probleme der Wortbildung ... 15
3.1.4.2 Morphosemantische Motiviertheit ... 16
3.1.4.3 Paraphrasierung ... 17
3.1.4.4 Transformation ... 18

3.2 Wortbildungsarten ... 19
3.2.1 Komposition ... 19
3.2.1.1 Determinativkomposita ... 19
3.2.1.2 Kopulativkomposita ... 24
3.2.1.3 Weitere Erscheinungsformen der Komposition ... 27
3.2.1.3.1 Reduplikation ... 27
3.2.1.3.2 Kontamination ... 27
3.2.1.3.3 Zusammenrückung ... 28
3.2.2 Derivation ... 29
3.2.2.1 Explizite Derivation ... 30
3.2.2.1.1 Präfigierung ... 31
3.2.2.1.2 Suffigierung ... 34
3.2.2.1.3 Kombinatorische Derivation ... 35
3.2.2.1.4 Affixoide ... 36
3.2.2.2 Implizite Derivation ... 37
3.2.3 Kurzwortbildung ... 39

4 Lexikografie ... 43

4.1 Grundlegendes ... 43

4.2 Vom Glossar zum elektronischen Wörterbuch ... 43

4.3 Die Bedeutung des Wörterbuchmediums ... 46
4.3.1 Gedruckte Wörterbücher ... 46
4.3.2 Elektronische Wörterbücher ... 48
4.3.2.1 Spezifische Darstellungs- und Zugriffsmöglichkeiten in elektronischen Wörterbüchern ... 51
4.3.2.1.1 Informationsdarbietung und -umfang ... 52
4.3.2.1.2 Audio- ,Video- und Interaktionselemente ... 54
4.3.2.1.3 Suchfunktionen ... 55
4.3.2.1.4 Wörterbuchverknüpfungen ... 59
4.3.2.2 Verknüpfungen mit spezifischen Online-Angeboten in elektronischen Wörterbüchern ... 60

5 Veranschaulichung von Wortbildungsstrukturen ... 62

5.1 Interaktive Übungsmodule ... 62
5.1.1 Merkmale von Übungsmodulen ... 63
5.1.1.1 Einführung zum Aufgabengegenstand ... 63
5.1.1.2 Chronologie ... 64
5.1.1.3 Lernstoffverknüpfungen ... 64
5.1.1.4 Hilfestellungen ... 67
5.1.1.5 Randomisierung ... 69
5.1.1.6 Leistungsbewertung ... 71
5.1.2 Einsatz von Internet-Technologien ... 71
5.1.2.1 HTML, XHTML und CSS ... 71
5.1.2.2 JavaScript ... 72
5.1.2.3 AJAX ... 74
5.1.2.4 Java-Applets ... 76
5.1.2.5 PHP ... 77
5.1.2.6 Shockwave Flash ... 80
5.1.2.7 XML und SQL ... 80

5.2 Vorschläge für interaktive Übungsmodule ... 82
5.2.1 Einordnung und Bestimmung nach terminologischen Kriterien ... 83
5.2.1.1 Grundlegende Ziele ... 83
5.2.1.2 Umsetzungsmöglichkeit ... 83
5.2.2 Einordnung nach Wortbildungsarten ... 84
5.2.2.1 Ziele ... 84
5.2.2.2 Umsetzungsmöglichkeiten ... 85
5.2.3 Erstellung von Wortstrukturbeschreibungen ... 87
5.2.3.1 Ziele ... 87
5.2.3.2 Umsetzungsmöglichkeiten ... 88
5.2.3.3 Ablauf eines Assistenten ... 90

5.3 Automatische Präsentationen und Überprüfungshilfen ... 93

6 Zusammenfassung und Fazit ... 94

Quellenverzeichnis VIII

 

1 Einleitung

1.1 Gegenstand und Zielsetzung

Ein zentrales Thema der germanistischen Sprachwissenschaft ist die deutsche Wortbildung, das Teilgebiet der Lexikologie, welche sich mit den Regeln der Neubildung von Wörtern auseinandersetzt. Zum Verständnis dieser Thematik ist es nötig, dass die Terminologie und die Strukturen der deutschen Wortbildung auch innerhalb von Wörterbüchern erläutert und veranschaulicht werden. In den letzten Jahren wurden Wörterbücher jedoch einer rasanten Weiterentwicklung unterzogen. Das traditionelle gedruckte Nachschlagewerk weicht dabei immer mehr einem elektronischen Pendant, das den Benutzern vor allem innovative Recherchefunktionen bietet. Innerhalb des elektronischen Mediums mehren sich darüber hinaus vor allem in Spezialwörterbüchern zusätzliche Möglichkeiten, bestimmte Sachverhalte effektiv zu präsentieren und das Verständnis dadurch zu fördern. Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit den Möglichkeiten der Veranschaulichung der Strukturen der deutschen Wortbildung in einem fachlichen Lern- und Konsultationswörterbuch wie Lexikologie.de 1, welches sich maßgeblich an Studierende richtet. Zu diesem Zweck werden im Verlauf dieser Arbeit Wege, Technologien und Strategien vorgestellt, die das Erlernen verschiedener Zusammenhänge der deutschen Wortbildung erleichtern und fördern sollen.

1.2 Aufbau

Eingeleitet wird die vorliegende Arbeit durch eine allgemeine Vorstellung der Wortbildungsthematik, der die Darstellung und Erläuterung der Strukturen der deutschen Wortbildung nachfolgt. Dabei werden sowohl das zur Verfügung
stehende Morpheminventar der deutschen Sprache als auch die verschiedenen Wortbildungsarten mit deren Unterarten sowie deren Beschreibungsmöglichkeiten besonders beleuchtet.
Auf diesen Darstellungen aufbauend, wird anschließend die Entwicklung elektronischer Wörterbücher zusammengefasst. Dazu werden insbesondere die spezifischen Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile von elektronischen Wörterbüchern erläutert. Diesen Ausführungen folgt schließlich die Auseinandersetzung mit möglichen Veranschaulichungsmethoden der deutschen Wortbildung innerhalb eines elektronischen Wörterbuchs. Der Fokus liegt dabei auf internetbasierten Übungsmodulen, die den Nutzern das interaktive Erlernen und Üben der die Wortbildung betreffenden Sachverhalte erleichtern sollen. Es werden dazu mehrere derzeit aktuellen und einsetzbaren Internet-Technologien vorgestellt und deren Anwendbarkeit für einzelne Übungsformen individuell evaluiert. Im letzten Abschnitt werden exemplarische und konkrete Vorschläge für mögliche Übungsmodule gegeben, in die auch Erkenntnisse aus den Gebieten der Lern- und Motivationspsychologie einbezogen sind. Den Abschluss bildet eine Zusammenfassung der gewonnen Erkenntnisse und ein Ausblick auf Methoden, mit denen die vorgelegten Veranschaulichungsentwürfe weiter verbessert und optimiert werden können.

 

2 Wortbildung

Der Mensch besitzt die Fähigkeit, aus einem begrenzten Vorrat an Phonemen, den kleinsten bedeutungsunterscheidenden, jedoch nicht bedeutungstragenden Einheiten der Sprache, eine praktisch unbegrenzte Vielfalt an Signalen hervorzubringen. Aus einer kleinen Menge von Lauten (Phoneme) kann eine viel größere Anzahl von zunächst kleinen Bedeutungseinheiten (Morpheme2) gebildet werden, durch deren Verknüpfung wiederum in einem weiteren Schritt eine fast unüberschaubare Menge von Wörtern (Lexeme) entstehen. Zur Übermittlung von Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Absichten können diese zu noch größeren und komplexeren Gebilden (Phrasen) zusammengefügt werden.

Die Deutsche Sprache etwa verfügt über ca. 40 verschiedene Phoneme, diese tragen jedoch keine Bedeutungen. Erst die aus diesen Phonemen gebildeten Morpheme tragen eine Bedeutung, deren Anzahl erheblich größer ist, gleichwohl jedoch noch keine effiziente Kommunikation zulässt. Mit Morphemen allein ist nur ein sehr einfacher und stark begrenzter Transport von Ideen und Gedanken möglich. Ist das Inventar an Morphemen erlernt worden, kann mit der Kenntnis von bestimmten Regeln eine unbegrenzte Menge von Wörtern mit komplexen Bedeutungen erzeugt werden. Solche Regeln zur Bildung von Wörtern findet man in allen Sprachen weltweit. Das Prinzip ist dabei immer gleich. Aus einer kleinen Anzahl von Phonemen können mittels fester Regularitäten sehr viele Grundwörter (Simplexe) gebildet werden, die durch verschiedenartige Kombinationen jeweils eine feste Einheit (Lexem) im Wortschatz der jeweiligen Sprache bilden und damit die Basis für vielfältige Wortbildungen darstellen.

Umgekehrt können Wörter, die auf solchen Grundsätzen beruhen, von jedem Sprecher oder Hörer verstanden werden, der diese Regeln beherrscht, selbst wenn es das betreffende Wort im realen Gebrauch der Sprache gar nicht gibt oder die Existenz des Wortes keinen Sinn machen würde. Ein Wort wie blaustreichbar gibt es nicht, dennoch erkennt jeder Sprecher des Deutschen nach kurzer Überlegung, dass es sich dabei um die Beschreibung einer Sache handeln kann oder muss, die man blau anstreichen kann. Diese Befähigung war und ist der Schlüssel zur erfolgreichen und effizienten Kommunikation unter verschiedenen Individuen und damit gleichsam ein bedeutender Faktor in der Entwicklung der Sprache und auf diese Weise des modernen Menschen selbst.

Das Teilgebiet der Lexikologie, welches sich mit der Bildung von neuen Wortkonstruktionen auseinandersetzt, wird Wortbildung oder Wortsyntax genannt. Neben der Übernahme von Fremdwörtern (Entlehnung) ist die Wortbildung die maßgebliche Quelle für neue Wörter und damit für den Ausbau des Wortschatzes. Dabei muss eine klare Abgrenzung von der verwandten Wortschöpfung gezogen werden, bei der bestimmte Inhalte und Bedeutungen bisher nicht verwendeten Phonemkombinationen zugeordnet werden .3 Zunächst können das Laute nachahmende, phonetisch-phonemisch motivierte Wörter sein4 , so genannte Onomatopoetica, „[…] deren Formative einen Laut oder Schall nachbilden.“5 Das akustische Spektrum wird dabei jedoch nicht vollständig übernommen, lediglich ein merkmalsrelevanter Teil wird in der Formativbildung sprachlich verallgemeinernd erfasst. Auch Kinder verfügen über große Phantasie in der Neuschöpfung von Wörtern.6 Selbst in der Werbesprache und Produktentwicklung macht die Wortschöpfung heute einen bedeutsamen Aspekt aus.7

Die Wortbildung umfasst Modelle und Muster, mit denen aus bereits bekannten Grundelementen (Morpheme) durch Kombination und Zusammenfügung neue Wörter entstehen.8 Dieser Prozess ist ein Vorgang, dem syntaktische und semantische Regeln zugrunde liegen. Aus fast allen Verben lassen sich Substantive bilden. Wird Verbstämmen das Suffix bar angefügt, werden Adjektive gebildet, deren Bedeutung festgelegt ist. Ein Raum ist begehbar (begehen), eine Handschrift ist lesbar (lesen), ein Möbelstück ist bezahlbar (bezahlen). Zusammengefasst: Eine Sache kann geschehen. Das einführende Beispiel blaustreichbar zeigt, dass es diese strikte Regelhaftigkeit möglich macht, selbst sinnlose Wortbildungen verstehen zu können. In der Sprachwissenschaft wird deshalb die Wortbildung als syntaktische Erscheinung wahrgenommen. Kontrovers diskutiert ist der Status der Wortbildung als eigenständiges Teilgebiet der Linguistik, da Aspekte der Wortbildung sowohl die Grammatik als auch die Lexikologie berühren. Eine größer werdende Anhängerschaft vertritt jedoch mittlerweile die Meinung, „dass die Wortbildung ein eigenes Subsystem der Sprache mit spezifischem Regelwerk darstellt und dass deshalb die Theorie der Wortbildung den Rang einer selbstständigen Disziplin der Sprachwissenschaft einnehmen sollte.“
Die Erscheinungsformen der Wortbildung erstrecken sich sowohl in synchroner als auch in diachroner sprachwissenschaftlicher Perspektive. Oftmals stimmt die Gesamtbedeutung nicht mehr mit den heute bekannten oder primär angenommenen Bedeutungen der dem Ergebniswort zugrundeliegenden Bestandteile (Konstituenten) überein, da keine Hinweise mehr auf die semantischen Beziehungen innerhalb des Wortes vorhanden sind . Das Wort Datenautobahn beunruhigt mit Sicherheit niemanden, wenn es erstmals in einem Text vorgefunden wird. Die Bestandteile werden dabei auf den ersten Blick klar: Daten + Auto + Bahn. Über deren Beziehungen sind schnelle Rückschlüsse möglich, auch aufgrund bereits bekannter Kombinationsmöglichkeiten aus anderen Zusammenhängen. Es ist offensichtlich, dass das Wort aus drei Teilen besteht, zwei dieser Teile können jedoch auch für sich genommen eine Einheit bilden: Auto + Bahn (Autobahn: zwei- oder mehrspurige, kreuzungsfreie Schnellstraße, die nur für bestimmte Kraftfahrzeuge zugelassen ist) . Aus der Sprachpraxis fließt die zutreffende Vermutung ein, dass es sich um eine Autobahn handelt, auf der Daten unterwegs sind oder transportiert werden. Die Kenntnis der Wortbildungsregeln ermöglicht es, einen ersten Eindruck über den vermutlichen Sinn des Wortes zu erlangen. Jedoch reicht diese Kenntnis nicht aus, die dem Wort innewohnende Bedeutung ad hoc zu erschließen. Es bleibt zunächst unklar, dass Datenautobahn das Internet bezeichnet. Dies kann nur mithilfe des lexikalischen Zusammenhangs herausgefunden werden.

Bei dem Wort blaumachen ist eine Bedeutungserklärung auf Basis der Elemente blau und machen ebenfalls nicht mehr uneingeschränkt möglich. Die Bedeutungen der einzelnen Elemente sind zwar jedem Sprecher bekannt, auch das verwendete Wortbildungsmodell Adjektiv + Verb ist offensichtlich, einen Rückschluss auf die Bedeutung des Gesamtwortes lässt dies jedoch nicht zu. Die Konstituente blau wird in dieser Wortbildung nicht als Farbadjektiv, sondern idiomatisiert verwendet. Es gibt nur zwei Wege, die Bedeutung dieses idiomatisierten Wortes zu ergründen. Entweder wird das Wort mit der geläufigen Bedeutung bereits erlernt oder der Hörer kennt die historischen Hintergründe und damit die Etymologie des Wortes . Das Beispiel zeigt, dass eine Betrachtung der Wortbildung unter synchronem Aspekt oftmals nicht ausreicht, um Bedeutungserklärungen zu liefern. In solchen Fällen müssen historische Fakten einbezogen werden und damit diachrone Perspektiven, die möglicherweise eine genauere Beurteilung des Begriffs erlauben.
Die Modelle der Wortbildung sind unbewusst jedem Sprecher bekannt. Sie ermöglichen es, aus bislang völlig unbekannten Wörtern Rückschlüsse auf deren mögliche Bedeutung, Wortart und Gebrauch zu ziehen. Selbst extrem lange und zufällig generierte Wörter wie Kaffeemaschinensicherheitsschaltkreisanalysebericht können zu einem gewissen Grad von jedem Mitglied der Sprachgemeinschaft verstanden werden. Im Folgenden sollen die Strukturen der deutschen Wortbildung dargelegt werden.

[...]



1 Hochschuldozentur für Germanistische Sprachwissenschaft, Institut für Germanistische Sprachwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena: Lexikologie.de. http://www.lexikologie.de,  Jena 2005, Abruf: 3.5.2007

2 Stopp, Halt, Rot, Baum, Licht, … 

3 Haus, Baum, Knall, rot, schnell, Yrr (Bezeichnung für Lebewesen. Aus: Schätzing, Frank: Der Schwarm. 12. Auflage. Frankfurt: Fischer 2005.)

4 miauen, knurren, piepsen 

5 Schippan, Thea (1992). Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Tübingen: Max Niemeyer Verlag. S. 99. 

6 Tick­Tack (Uhr), Wau­Wau (Hund) 

7 Nutella, Nintendo Wii 

8 Hoch-schul-lehr-er, Schnell-koch-topf 


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