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Textbook, 2007, 58 Pages
Author: Marc A. Bauch
Subject: English - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institute: Staatl. Studienseminar Neunkirchen
Tags: Teaching, Conditional, Sachanalyse, Unterrichtsentwurf, Arbeitsmaterialien, Lehrprobe, Referat, Fachseminar
Year: 2007
Pages: 58
Grade: 1.0
Bibliography: ~ 22 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-85857-1
ISBN (Book): 978-3-638-85573-0
File size: 447 KB
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Abstract
Immer wieder wird über den Sinn des Grammatikunterrichts bei der Fremdsprachenvermittlung diskutiert. Das vorliegende Buch möchte einen Beitrag dazu leisten, indem ein theoretischer Überblick über Entwicklung und Möglichkeiten des Grammatikunterrichts gegeben wird und eine Unterrichtsstunde zur Grammatikarbeit in der Sekundarstufe I vorgestellt wird. Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden Bedeutung und Methoden des fremdsprachlichen Grammatikunterrichts diskutiert. Der zweite Teil ist der Unterrichtsentwurf einer konkreten Unterrichtsstunde zu den "Conditional Clauses (Type II)" und beinhaltet eine Einordnung der Unterrichtsstunde in die Unterrichtsreihe, eine Analyse des Lehrstoffs, didaktische und methodische Entscheidungen, den Verlauf der Stunde und Arbeitsmaterialien. ÜBER DEN AUTOR: Marc A. Bauch ist Studienrat für Mathematik, Englisch und Informatik. Zu seinen Publikationen zählen THEMES AND TOPICS OF THE AMERICAN MUSICAL AFTER WORLD WAR II (2001), THE AMERICAN MUSICAL (2003), EINSATZ DES GRAPHIKFÄHIGEN TASCHENRECHNERS UND TASCHENCOMPUTERS IM MATHEMATIKUNTERRICHT (2004) und FRIAR LAWRENCE'S PLAN IN WILLIAM SHAKESPEARE'S "ROMEO AND JULIET" AND HIS FUNCTION AS A COUNSELLOR (2007).
Excerpt (computer-generated)
Teaching Grammar: Conditional Clauses
Sachanalyse – Unterrichtsentwurf – Arbeitsmaterialien
von
Marc A. Bauch
Inhaltsverzeichnis
A THEORETISCHER TEIL ... 3
1. THEORIE DES GRAMMATIKUNTERRICHTS ... 4
1.1 KRITIK AM GRAMMATIKUNTERRICHT ... 4
1.2 ERWIDERUNG DER KRITIK ... 5
1.2.1 Erkenntnisse der fachdidaktischen Theorie ... 6
1.2.2 Notwendigkeit des Grammatikunterrichts ... 10
1.3 KONSEQUENZEN FÜR DEN UNTERRICHT ... 12
2. METHODEN DER EXPLIZITEN GRAMMATIK ... 14
2.1 DIE INDUKTIVE METHODE ... 14
2.2 DIE DEDUKTIVE METHODE UND MISCHUNG MIT DER INDUKTIVEN METHODE ... 19
2.3 AUTOMATISIERUNG DER NEUEN STRUKTUREN ... 20
2.4 UNTERRICHTSSPRACHE UND TERMINOLOGIE ... 22
B PRAKTISCHER TEIL ... 25
1. EINORDNUNG DER UNTERRICHTSSTUNDE IN DIE UNTERRICHTSREIHE ... 26
2. ANALYSE DES LERNSTOFFS ... 28
2.1 FACHWISSENSCHAFTLICHE ANALYSE ... 28
2.2 DIDAKTISCHE REDUKTION ... 34
3. DIDAKTISCH-METHODISCHE ENTSCHEIDUNGEN ... 37
3.1 METHODISCHES VORGEHEN ... 37
3.2 LERNZIELE ... 39
3.2.1 Stundenziel ... 39
3.2.2 Feinlernziele ... 39
3.3 LEHR- UND SOZIALFORMEN ... 39
3.4 LERNERFOLGSKONTROLLEN ... 40
3.5 MEDIEN ... 41
3.6 HAUSAUFGABEN ... 42
4. VERLAUF DER STUNDE ... 43
5. LITERATURVERZEICHNIS ... 46
5.1 LEHRPLAN ... 46
5.2 LEHRWERK ... 46
5.3 FACHLITERATUR UND FACHDIDAKTISCHE LITERATUR ... 46
6. ANHANG ... 48
6.1 GEPLANTES TAFELBILD ... 48
6.2 ARBEITSMATERIALIEN ... 49
6.3 ÜBUNG ZUR REPRODUKTION ... 50
6.4 KEY TO THE EXERCISE ... 51
6.5 MATERIALIEN FÜR DIE PARTNERÜBUNG ... 52
6.6 HOMEWORK ... 53
A Theoretischer Teil
1. Theorie des Grammatikunterrichts
1.1 Kritik am Grammatikunterricht
Der Grammatikunterricht wird von Schülern oft als langweilig, monoton und uninteressant abgelehnt, gleichzeitig jedoch als nützlich für den Spracherwerb angesehen. Bei Lehrenden steht der Grammatikunterricht hoch im Kurs, wie eine Untersuchung von Gerhard Zimmermann beweist.1 Neben den Lehrenden mögen bestimmte Schülertypen ebenfalls den Grammatikunterricht, da die Grammatikstunde ihnen ein überschaubares, leicht zu meisterndes Segment aus einem insgesamt sehr komplexen System "Sprache" bietet.
Neben den Schülern kritisieren auch Fachdidaktiker den Grammatikunterricht als nicht mehr zeitgemäß. Der metalinguistischen Betrachtung wird die Berechtigung abgesprochen, da es beim Spracherwerb im Wesentlichen darauf ankomme, implizite strategische Fertigkeiten zu entwickeln. Dieses prozedurale Wissen ("procedural knowledge") sei von primärer Bedeutung, während explizites Wissen zu einzelnen Details weniger wichtig sei. Dieses explizite Wissen, auch als deklaratives Wissen ("declarati-ve knowledge") bezeichnet, umfasst Bereiche wie Wortschatz, Lexik und auch Grammatik. Die Grammatik hat eine dienende Funktion. Michael Le-wis führt in seinem Werk The Lexical Approach eine ganze Liste von Gründen gegen Grammatikunterricht an, was auch nicht erstaunlich ist, denn sein Werk basiert auf dem Postulat "Language consists of grammaticalised lexis, not lexicalised grammar."2 Dieser Ansatz ist richtig und in dem Werk überzeugend dargelegt, doch auch Lewis sagt: "The essential characteristic of grammar is that it permits generalisation, with corresponding lowering of the memory load and a developing ability to create language.3" Grammatik soll den Lernstoff reduzieren. Andere Kritiker behaupten, dass Grammatikunterricht allenfalls ein kurzzeitiger Gewinn ausgesprochen werden kann, da instruktivistische Methoden, im Gegensatz zu prozessorientierten, konstruktivistischen Methoden, im Vordergrund stünden. Einschränkend wird festgestellt, dass ein längerfristiger Gewinn dann möglich ist, wenn der "Lerner das betreffende Phänomen ohnehin gerade erworben" hat.4 Bleyl sieht den Grammatikunterricht als eine der "zerberstenden Säulen der herkömmlichen Konzeption" an.5
1.2 Erwiderung der Kritik
In Anlehnung an Bleyl ist es die Aufgabe des Lehrers, dem Schüler Gelegenheit zu geben, ein bestimmtes Phänomen für sich zu erwerben. Neben diesem "Erwerbsmotiv" gibt es noch weitere Gründe, weshalb Lehrer bei der gegenwärtigen Organisation des Fremdsprachenunterrichts am Grammatikunterricht festhalten sollten.
1.2.1 Erkenntnisse der fachdidaktischen Theorie
Seit ca. 100 Jahren befassen sich vor allem Psychologen mit der Frage, wie Lernen stattfindet. Sprachlerntheorien sind dabei eingebettet in die allgemeinen Lerntheorien. Begonnen hatte Ebbinghaus mit seinen Behaltens- und Vergessenskurven im Jahre 1885 und begründete die Gedächtnispsychologie. Der Behaviorismus löste diese Forschungsrichtung ab. Bekannte Pioniere dieser Richtung sind Thorndike, Skinner und Pawlow, die mit ihren Untersuchungen in den 30er bis zu den 50er Jahren den Begriff des Konditionierens in der Psychologie populär machten. Dass auch Sprachen auf der Grundlage des klassischen Konditionierens gelernt werden könnten, wurde vor allem von Charles C. Fries in Teaching and Learning English as a Foreign Lanuage (1945) und in The Structures of English (1965) sowie von R. Lado in Moderner Sprachunterricht (1967) postuliert. Sie beriefen sich dabei einerseits auf das Reiz-Reaktionsmodell der Psychologen und andererseits auf die Erkenntnisse des Strukturalismus, wie er von de Saussure entwickelt worden war. Die Behavioristen lieferten die lernpsychologische, de Saussure die linguistische Basis für die Arbeiten von Fries und Lado. Die Ergebnisse der behavioristischen linguistischen Schule fanden ihren Niederschlag in den Lehrbüchern des modernen Fremdsprachunterrichts, wie zum Beispiel in Learning English (1974) vom Klett-Verlag. Man glaubte, mit "pattern drills" die effektivste Form der Spracherlernung gefunden zu haben. Neben den Vorteilen dieser Methode - der Erwerb der Fremdsprache und nicht das Wissen über sie - sind die Nachteile bald erkannt worden.
[....]
1 Vgl. G. Zimmermann, "Einstellungen zu Grammatik und Grammatikunterricht", in Perspektiven des Grammatikunterrichts, hrsg. von C. Gnutzmann und F. G. Königs (Tübingen, 1995), S.181.
2 Michael Lewis, The Lexical Approach (Hove, 1993), S. 133.
3 Michael Lewis, The Lexical Approach (Hove, 1993), S. 152.
4 Werner Bleyhl, "Selbstorganisation des Lernens - Pasen des Lehren", in Englisch ler-nen und lehren, hrsg. von Johannes-P. Timm (Berlin, 1998), S. 61.
5 Werner Bleyhl, "Selbstorganisation des Lernens - Pasen des Lehren", in Englisch ler-nen und lehren, hrsg. von Johannes-P. Timm (Berlin, 1998), S. 61.
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