Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Boethius: Der Trost der Philosophie (Consolatio Philosophiae) close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Boethius: Der Trost der Philosophie (Consolatio Philosophiae)

Subtitle: Inwiefern lässt sich die Forderung der 'Selbsterkenntnis' als Schlüssel für die Tröstung des Boethius werten?

Essay, 2007, 7 Pages
Author: Magdalena Dienst
Subject: Philosophy - Philosophy of the Middle Ages (approx. 500 - 1300)

Details

Category: Essay
Year: 2007
Pages: 7
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V81525
ISBN (E-book): 978-3-638-86584-5

File size: 91 KB
Notes :
Essay über die ersten drei Bücher on Boethius` "Trost der Philosophie"Consolatio" unter der Fragestellung: Inwiefern lässt sich die Forderung der ,Selbsterkenntnis’ als Schlüssel für die Tröstung des Boethius werten?


Abstract

Essay über die ersten drei Bücher von Boethius` "Trost der Philosophie "Consolatio" unter der Fragestellung: Inwiefern lässt sich die Forderung der ,Selbsterkenntnis’ als Schlüssel für die Tröstung des Boethius werten?


Excerpt (computer-generated)

UNIVERSITÄT ZU KÖLN, SS 2007
HS Boethius: Der Trost der Philosophie (Consolatio Philosophiae)

Inwiefern lässt sich die Forderung der ,Selbsterkenntnis’
als Schlüssel für die Tröstung des Boethius werten?

von

Magdalena Dienst


 

Bevor Boethius auf die Philosophie trifft, ist er sehr unglücklich. Erst die durch die Philosophie beförderte Selbsterkenntnis, die unter anderem im der Entlarvung seiner Irrtümer und im Erkennen des summum bonum liegt, verschafft Boethius Linderung und bewirkt schließlich die Heilung seiner Krankheit.

1. Buch

Zu Beginn beklagt Boethius sein Leid. Von seiner Familie getrennt und in der Verbannung ausharrend, fühlt er sich schwach, alt und blickt hasserfüllt auf sein Leben. Dem in sein Leid versunkenen Boethius erscheint nun die (für Boethius zunächst noch nicht als diese identifizierbare) personifizierte Philosophie. Sie tritt Boethius entgegen in Gestalt einer höchst ehrwürdig aussehenden Frau mit durchdringenden Augen von frischer Farbe und unerschöpfter Jugendkraft. Ihre wechselnde Größe, die sich teilweise über den Himmel erstreckt, könnte für ihre Transzendentalität stehen. Die Philosophie ist erzürnt über die Anwesenheit der Dichtermusen. Sie wirft ihnen vor, durch Förderung der Leidenschaften Boethius’ Vernunft zu tilgen und die Menschen durch Schmeicheleien mehr an die Krankheit zu gewöhnen als sie davon zu befreien. So ist dann auch die erste Handlung der Philosophie, die Dichtermusen zu vertreiben. Daraufhin setzt sie sich zu Boethius ans Bett und beklagt in dem zweiten Gedicht die Verwirrung seines Geistes. Jedoch sei, so spricht die Philosophie, Arznei mehr am Platze als Klage. Der gesamte Text verbleibt in dieser medizinischen Metaphorik, in der die Philosophie als Ärztin dem Kranken Boethius erst Schmerzmittel und dann schärfere Arznei verabreicht. Sie erinnert Boethius zunächst daran, dass er eigentlich selbst Forscher und Denker war, bevor er unglücklich wurde und erkrankte. Von Kindheit an sei Boethius mit ihrer Speise groß geworden, also somit selbst philosophisch tätig gewesen, habe aber nun ihre nie besiegten Waffen fortgeworfen. Darin enthalten ist der Appell, sich für seine Heilung wieder der Philosophie zuzuwenden. Auf die Frage, ob er die Philosophie nun als diese erkenne, schweigt Boethius zunächst. Die Philosophie stellt ihre erste Diagnose: Boethius habe ein wenig seiner selbst vergessen. Indem er die Philosophie erkenne und die Umwölkung seines Geistes (verursacht durch die sterblichen Dinge) von ihm abfalle, werde er sich wieder auf sich selbst besinnen. Tatsächlich: Als Boethius die Philosophie nun als die Nährerin seiner Jugend wieder erkennt, tritt ein wenig Leben in ihn zurück. Die Philosophie fordert Boethius auf, den Grund seines Leides aufzudecken. Boethius’ Hauptproblem ist, dass er nicht versteht, wie Fortuna (das Schicksal) ihm so übel mitspielen konnte. Zudem fühlt er sich von der Wertschätzung des Volkes verlassen, obwohl er doch nichts verbrochen habe. Alles habe Gott gesetzlich geregelt, nur der Mensch sei wechselhaftem Glück ausgesetzt. Die Philosophie kann nun ihre zweite Diagnose stellen: In seinem Schmerz und Zorn ist Boethius in die äußerste Aufruhr der Leidenschaften verfallen. In diesem Krankheitsstadium kann sie nur leichtere Mittel einsetzen, die schärfere Arzneien vorbereiten sollen. Sie fährt fort, Boethius’ Geisteszustand zu prüfen. Auf ihre Frage, ob die Welt durch Zufall oder durch Lenkung der göttlichen Vernunft geleitet werde, ist Boethius von einer Lenkung durch Gott fest überzeugt. Diese Antwort ist für die Philosophie der Zündstoff seiner Wiederherstellung. Unklar sind ihm aber die Mittel der göttlichen Lenkung und das Endziel der Dinge. Und auch über sich selbst weiß er nicht mehr zu sagen, als dass er ein vernünftiges und sterbliches Lebewesen sei. Um zu genesen, so die erste Diagnose, muss Boethius den Endzweck der Dinge wieder erkennen und sich wieder über sich selbst sicher werden. (Die Forderung nach der Wiedererinnerung lässt an Platon denken).

2. Buch

Nachdem die Philosophie im ersten Buch erste Diagnosen aufstellte, beginnt sie im zweiten Buch damit, Boethius zu verdeutlichen, was ihn bisher täuschte und von der Selbsterkenntnis ablenkte: Sie klärt Boethius über die sich stetig wandelnde Natur der Fortuna (des Schicksals) auf. Dabei möchte die Philosophie die Rhetorik als Stütze ihrer Gebote nutzen, um den Weg für stärkere Medikamente zu bahnen. Redegewandt erklärt die Philosophie dem Boethius, dass er gar nichts verloren habe, indem sich die Fortuna ihm gegenüber gewandelt habe. Gerade die Wandelbarkeit sei doch die Natur der Fortuna und in ihrer Veränderlichkeit liege doch ihre eigentümliche Beständigkeit. Indem Boethius nun das zweideutige Antlitz der blinden Fortuna erkannt habe (nämlich dass sie letztlich mit falscher Glückseligkeit gaukele), sei er einen großen Schritt weiter in Richtung wahrer Glückseligkeit gelangt. Denn ein Glück, dass unstet ist und den Menschen verlässt, kann nicht wertvoll sein.

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Die Philosophie und das Glück

Author: Holger Lehmann
Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...), 2003 Download as PDF-file for 7,99 EUR

IPTV - Die Zukunft des Fernsehens?

Author: Till Zier
Communications: Movies and Television, 2007 Download as PDF-file for 6,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/81525/boethius-der-trost-der-philosophie-consolatio-philosophiae
please wait Please wait